Für lokale Musiksammlungen
Neuer Retro-Musikplayer und Warnung vor iTunes-Match-Problemen
Der Incidental Music Player sucht seine Freunde unter Retro-Liebhabern und Computer-Nutzern, die schon etwas länger bei der Stange sind. Der Entwickler der App hat sich vom Design der digitalen Musikplayer in den 1990er-Jahren inspirieren lassen. Dazu zählen insbesondere Anwendungen wie Winamp, deren Aussehen sich mithilfe von sogenannten Skins verändern ließ.
Der Incidental Music Player tritt als neuer Vertreter dieses App-Genres. Die Mac-Anwendung ist in der aktuellen Version ausschließlich für die Wiedergabe von lokalen Musiksammlungen konzipiert. Die Möglichkeit, Musikdienste einzubinden, schließt der Entwickler derzeit generell aus. Die Integration von Internetradiosendern sieht er zumindest als Option für eine spätere Version seiner App.
Mit Blick auf Funktionsumfang und Bedienung gibt es ohne Frage leistungsfähigere MP3-Player für den Mac. Wenn euch der Incidental Music Player überzeugt, dann vermutlich vor allem aufgrund seines extravaganten und in verschiedenen Größen und Farbvarianten verfügbaren Erscheinungsbilds. Die kleinste Option „Nano“ beschränkt sich auf drei Tasten für die Wiedergabesteuerung und einen Mini-Fortschrittsbalken. Alternativ dazu stehen auch etwas größere Varianten mit einem Bereich für die Anzeige der Covergrafik zur Verfügung.
In der Basisversion Incidental LE steht der Player kostenlos zur Verfügung. Für die Variante Incidental XL mit allen 22 Themes bezahlt man 4,99 Dollar.
Warnung vor iTunes-Match-Problemen
Auf den Entwickler des Incidental Music Player sind wir jedoch vor allem auch wegen seines Warnhinweises zu iTunes Match aufmerksam geworden.
Wir weisen ohnehin regelmäßig darauf hin, dass man seine Backups am besten doppelt und voneinander abgekoppelt aufbewahrt. Das von Apple angebotene iTunes Match scheint jedenfalls keine sichere Option zu sein. So berichtet der App-Entwickler, dass er trotz der überschaubaren Größe seiner Bibliothek Dutzende von Tracks gefunden hat, die entweder beschädigt sind oder sich nicht herunterladen lassen.



Von iTunes Match kann ich gerade ein Lied singen.
Umständehalber musste ich AppleOne deaktivieren. Dachte – kein Problem, hab ja noch iTunes Match – seit 15 Jahren, was soll man sagen. Vor dem Deaktivieren noch mal kurz gecheckt, ob die Musik noch da ist -> ja, die meisten Lieder sind noch vorhanden. Nur blöd, dass die ganzen Tags geändert wurden (hat niemand darauf hingewiesen, dass die AppleMusic Daten die selbst eingepflegten Daten überschreiben). Aber ok, könnte ich mit leben.
Schalter umgelegt, End-Datum vom Abo erreicht – alles weg !!! Die komplette Musik Library, die ich über 15 Jahre aufgebaut hab, ist verschwunden !!!
Und Apple sagt, das ist so richtig und kein Fehler. !!!
Apples Position:
– iTunes Match ist kein Backup
– iTunes Match stellt Deine lokale Musik über die Cloud auf dem Handy zur Verfügung, sonst nichts
– keine lokale Musik, keine iTunes Match Musik an anderer Stelle (Handy, AppleTV etc)
Hätte ich mal alles vorher herunter geladen.
Gut, dass die CDs noch im Keller liegen.
Das ist ja übel! Du hast mein Mitleid.
“ iTunes Match stellt Deine lokale Musik über die Cloud auf dem Handy zur Verfügung, sonst nichts“
So hatte ich es aber auch verstanden. Durch iTunes Match konnte man (eigene) Musik, die sich nicht auf dem iPhone befand, aber in der eigenen Mediathek besessen wurde, unterwegs streamen, solange eine entsprechende Datei in Apple Music existierte.
Und da ging es ja schon los. Im Zweifel war die Datei in meiner Mediathek lossless und die in Apple Music nicht. Vielleicht war es in meiner Mediathek eine besondere Version und in Apple Music nicht. Sofern die Datei auf das iPhone gesynced wurde, würde Apple Music die lokale Datei abspielen. Wenn nicht, dann würde ich eine vergleichbare Datei aus Apple Musics Cloud streamen.
Ich hatte und habe da einfach auch Angst, dass sich da was überschreibt oder man mit den einzelnen Dateien durcheinanderkommt.
Aber die Position von Apple ist grundsätzlich korrekt. Die Frage ist, was für Dateien sind da jetzt verschwunden ? Und wo sind die verschwunden ? Wenn sie auf dem iPhone verschwunden sind, wäre das völlig normal. Wenn sie auf der lokalen Festplatte verschwunden wären, wäre es tatsächlich ein Problem. Das kann ich bei DC. nicht herauslesen.
Genau solche Erfahrungsberichte sind der Grund, warum ich es nie mit Apple Music oder iTunes Match versucht habe. Ich hatte zwar mehrere kostenlose Probeabos, habe aber nie online und lokal zusammengelegt, weil niemand so genau sagen konnte, was passiert. Daher habe ich von jeher für Online-Mucke Spotify und Apple Music für meine lokale Mediathek. Letzteres wird ständig schlechter für den Anwendungszweck, weswegen ich Navidrome (Artikel von heute) recht interessant finde.
Ich habe immer eine vollständige Kopie meiner Mediathek auf einer separaten HD. Allein schon, weil Apple bei manchen Updates einfach so Sachen ändert (zB Bewertungssterne etc).
DC. hat mein vollstes Mitgefühl, ein Horrorszenario !
Interessant. Ich mache das genauso und habe deshalb auch keinerlei Probleme, zum Glück. Denn sowas ist dann schon echt ärgerlich (15 Jahre Datenpflege und dann alles weg).
Was würde denn passieren wenn man den Ordner Musik in macOS schreibgeschützt setzt?
Ich wusste gar nicht das es das noch gibt!
Ich fand das damals aber echt gut, so konnte man seine Halbseidene Musik Datenbank legalisieren. Ich hatte aus verschiedensten Quellen alles an Musik rum liegen, teilweise übelste Qualität.
Von Napster, Aufnahmen von RadioMP3 das man über Sat auf GIGA empfangen konnte und mit der dbox auslesen konnte – egal ich schweife ab.
Jedenfalls hat man dann einmal die Titel erkennen lassen, hat seine Schrumpel Versionen lokal gelöscht und alles wieder von Appel herunter geladen – fein in bester Quali und ganz legal.
Irgendwann hab ich Depp dann mal die falsche Externe Festplatte gelöscht gehabt und alles war weg, natürlich lange nachdem man iTunes Match nicht mehr hatte … Spotify und so …