Systemcrash nach 49 Tagen
macOS-Bug betrifft alle Server im Dauerbetrieb
Die vor allem durch ihr iMessage-Erweiterungskit Spectrum bekannt gewordenen Software-Entwickler Photon haben einen bemerkenswerten Fehler in macOS aufgetan. In ihrem Hausblog schreiben sie, dass mehr oder weniger jeder Mac abstürzt, sobald er 49 Tage am Stück läuft.
Überprüfen konnten wir diese Aussage auf die Schnelle nicht, aber vielleicht findet sich ja der eine oder andere Leser, der einen Mac als Heimserver betreibt und sich darüber wundert – oder damit abgefunden hat – dass alle anderthalb Monate ein Neustart fällig ist. Grundsätzlich sind die Rechner laut Apple ja so konzipiert, dass sie nie ausgeschaltet und höchstens nach einem Softwareupdate neu gestartet werden müssen.
Mac minis im Server-Rack
Netzwerkverbindungen werden blockiert
Für die begrenzte Laufzeit soll ein Fehler sorgen, der in allen Versionen von macOS vorhanden ist. Eine fehlerhafte Zeitberechnung im Kernel des Systems sei dafür verantwortlich, dass nach einer ununterbrochenen Laufzeit von rund 49 Tagen keine neuen Netzwerkverbindungen mehr aufgebaut werden können. Andere Funktionen des Systems würden zunächst weiterarbeiten, sodass der Fehler nicht sofort eindeutig erkennbar sei. Ein einfacher Neustart des Computers stellt in der Regel die vollen Systemfunktionen wieder her.
Nach Angaben der Entwickler hängt das Verhalten mit einem sogenannten Überlauf einer internen Zeitvariable zusammen. Diese Variable steuert, wie lange Netzwerkverbindungen im Hintergrund gespeichert bleiben, bevor sie automatisch geschlossen werden. Sobald der Zähler eine bestimmte Grenze erreicht, bleibe die interne Uhr für diese Verbindungen stehen.
Relevanz vor allem für Server und Dauerbetrieb
Betroffen seien grundsätzlich alle macOS-Rechner, die über einen längeren Zeitraum ohne Unterbrechung laufen und gleichzeitig Netzwerkverbindungen nutzen. Im Alltag vieler Privatanwender dürfte das Problem dennoch selten auftreten, da die Systeme hier regelmäßig durch Updates oder Wartungsarbeiten neu gestartet werden. Relevant wird das Problem vor allem, wenn man eigene Server betreibt oder für Rechenzentren und dergleichen verantwortlich ist.

Erinnert mich irgendwie an Windows XP. Da soll es ja auch solch einen Fehler gegeben haben :)
Nach meiner Erfahrung: Docker stürzt sehr regelmäßig auf MacMinis ab, und bei längeren Laufzeiten scheint sich regelmäßig ein IPv4 Dienst aufzuhängen, was die Netzwerkkommunikation leider stark einschränkt – alle IPv6 Dienste gehen allerdings.
Alles in allem super für HomeLabs, aber absolut keine zuverlässigen Maschinen für den Dauerbetrieb.
Ich verwende OrbStack als Dockerersatz und der läuft super stabil.
Jonas, nimm OrbStack (kannst Du parallel zu Docker installieren) und Du bist alle Probleme los. Ist so einfach, dass Du es Dich danach ärgern wirst es nicht früher genutzt zu haben…
Jap, bin auch bei Orbstack gelandet und lasse doch 24/7 Paperless laufen.
Außerdem läuft der M4 Mini als Roon-Server und wird nur durch Softwareupdates ab und zu neugestartet.
Für paperless-ngx in Docker auf einem Mac mini einfach inakzeptabel instabil.
Ich hab paperless-ngx im OrbStack laufen und überhaupt keine Probleme mit Stabilität.
Ich hatte genau das gestern auf meinem MacBook Air
Welche Farbe?
8 GB Arbeitsspeicher
Kann ich aus eigener Erfahrung definitiv nicht bestätigen. Macbook wie Mini laufen typischerweise viel länger als 49 Tage zwischen Neustarts ohne Auffälligkeiten und mit konstanter Netzverbindung. Sequoia bzw. Tahoe.
Auch nicht im Ruhemodus?
Mein iMac late 2012 bisher mit macOS 10.14 betrieben, seit 40 Tagen läuft jedoch macOS Sequoia dank OpenCore Patcher. Entweder hab ich noch 9 Tage Zeit oder es läuft weiter. Mit macOS 10.14 hatte ich dieses Problem mit den 49 Tagen nicht. Mein iMac lief und läuft 24/7, einzig der Monitor wird dunkel aber das System ist immer aktiv, kein Standby.
Krass, und ich dachte, es liegt an mir!
Ich weiß nicht, wie lange genau – aber es passiert mir sehr oft im Jahr.
Wir nutzen ToolsOnAir Playout Software bei unserem TV Sender und der Entwickler ist auch nicht dahinter gekommen.
Ohne es genau zu wissen, aber es dürfte so sieben mal im Jahr passieren?
Ich würde behaupten, dass das auch davon abhängt, wie oft man selbst neu startet. Nach einem Update beginnt das ja wieder von vorn.
Also ich habe diverse Mac Minis mit Intel-Chips als ProxMox-Server hier stehen und alle Läufen deutlich länger als die angegebenen 49 Tage.
Die Proxmox VE läuft ja wohl nicht unter macOS, oder? Der Artikel spricht von einem macOS Bug, keinem Hardware-Fehler.
macOS, nicht Proxmox
Lustigerweise habe ich das gleiche schon bei Windows Server 2016 gehabt, verschiedene Hardware bez. Umgebungen. Ich kann es aber nicht genau auf die Tage festlegen.
Vielleicht irgend ein Intel Chip daran schuld?
Meine Mac, egal welche Art oder Generation, Hauptsache M-Prozessor, verabschieden sich mindestens einmal die Woche mit einem Neustart. Das passiert stets beim Wechsel des Energiesparniveaus, also Deep Sleep, Sleep, Safe Sleep etc. Finde keine Lösung und lebe damit.
Naja, bei mir läuft der Prozess Windowserver mit Speicher voll und dann stürzt das System sowieso ab bzw muss neugestartet werden.
Mein Haupt Mac mini mit macOS 14 läuft definitv länger. Und mein „Videorecorder“ wird vielleicht alle halbe Jahre mal neu gestartet. Und da ist ein NAS gemounted und ich verbinde mich mittels VPN regelmäßig auf den Rechner.
Klare Antwort: Nö.
Hier läuft ein Mac Mini 24/7 mit Plex und ein paar VM’s und zusätzlich ein iMac 24/7.
Uptime Mini: 58 Tage, Uptime iMac: 112 Tage.
Bedeutet also: es wird einfach mal eine Behauptung aufgestellt, prüfen können es ja andere…
Nur weil es bei dir nicht so ist, heisst das nicht, dass es Andere nicht haben! Wenn du oben gelesen hättest, wurdest du sehen, wie viele genau dieses Problem haben! Du nimmst dich wohl als das Non plus Ultra!
Atme mal locker durch die Hose… Lesen und verstehen musst du besser selbst üben. Oben steht: stürzt IMMER ab. Da kann ich selbstverständlich behaupten: stimmt nicht. Sonst wäre es bei mir ja auch so. Wenn du was anderes verstehst – nicht mein Problem.
Und ja klar, ich halte mich für den Mittelpunkt der Welt. Was auch sonst? Man wird nur dann zum Superheld, wenn man sich selbst für super hält!
Hier läuft ebenfalls ein Mac Mini 365/24/7 ohne Unterbrechung und Neustart außer es gibt ne Systemupdate. Nutze ihn als Remote Machine täglich.
Ich glaube die mittlere Zeit zwischen zwei Neustarts wegen Updates liegt aber unter 49 Tagen, oder? Somit ist 365/24/7 nur halb aussagekräftig.
An alle, die sagen: „Kann nicht sein, meiner läuft länger!“
Es könnte daran liegen, dass nach 49 Tagen der Bug zwar greift aber zu wenig TCP-Traffic auf dem System ist und es somit sehr lange dauert bis alle TCP-Ports erschöpft sind und keine weiteren Verbindungen zugelassen werden.
Auf Servern sollte das natürlich schnell passieren aber auf einem MacMini auf den nur einmal am Tag zugegriffen wird und der max. ein Update-Check im Hintergrund durchführt, kann das ein paar Wochen/Monate gutgehen…
1+
bei mir läuft Plex mit mehreren Usern und dann die VM’s mit täglichem Zugriff…. lange… problemlos…
Hier mit diversen Diensten. Apple Home Sharing, Infuse, VnC remote connections, paperless vom iPhone,…
aber klar, kommerziellen Serverbetrieb mit hunderten bis tausenden Zugriffen täglich hab ich nicht.
Noch mehr Infos: der fehlerhafte Code scheint erst seit Ende Oktober ’25 zu bestehen. Also alle System vor diesem Release-Date sollten verschont bleiben und vielleicht beobachten daher so einige (noch) keine Probleme.
In guter Gesellschaft:
https://www.telepolis.de/article/Nach-49-7-Tagen-bleibt-Ihr-Computer-stehen-3412444.html
Wir haben ca. 50 Macmini M2 als Content Caches laufen…die laufen länger als 49 Tage. Immer bis zum nächsten Update. Ohne Probleme. Monitoren wir über ein Custom Prometheus Scraper in einem Grafana Dashboard. Einmal eingerichtet nur sehr geringer Wartungsaufwand.
Meiner stürzt deutlich häufiger ab, während mein Windows PC so gut wie nie abstürzt. Schon seltsam.
Interessant, habe einen Mac mini als Server und nicht so drauf geachtet. Mache allerdings die Systemupdates hin und wieder. Gerade hat er 34 Tage uptime, mal abwarten.
Kann ich bestätigen. Sowohl den MacMini (M4) als auch das MacBook Air (M2) muss ich regelmäßig neu starten. Ich zähle den Zeitraum nicht, der liegt aber deutlich unter 49 Tagen, und es sind immer die Netzwerkverbindungen, die sich aufhängen.
Von meinem MacBook Pro von 2019 kenne ich das nicht.
Habe keine derartigen Probleme mit meinem Mac mini mit M4 Pro Chip. Der starte ich alle paar Monate mal bei einem größeren macOS Update neu, läuft aber ansonsten durchgehend.
Super irre. Scheint ein neuer Tahoe Bug zu sein. John Gruber hat ihn im Open Source XNU kernel lokalisiert. Sloppy (Tahoe-) Apple.
https://daringfireball.net/linked/2026/04/09/macos-crash-49-days
Mein MacMini läuft und sagt
~ uptime
14:51 up 103 days, 23:50, 4 users, load averages: 2,67 2,92 2,94
Das ist definitiv mehr als doppelt so lange wie angeblich möglich.
Er hat in der Zeit (in seiner Funktion als Backup-Ziel) ca 2TB an Daten übers Netz geschoben….