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Freiheit mit Einschränkungen

Neue Audacity-Eigner irritieren mit neuen Nutzungsbedingungen

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Im Frühjahr haben wir darüber berichtet, dass der beliebte Audio-Editor Audacity von der auf Audio-Anwendungen spezialisierten Muse Group übernommen wurde. Der neue Besitzer hat mit einer Aktualisierung der Nutzungsbedingungen für aufgebrachte Diskussionen gesorgt. Darin enthaltene Ankündigungen führten zu Ärger und Verunsicherung, doch sei dies wie das Unternehmen nun ergänzend mitgeteilt hat, größtenteils auf ein Missverständnis aufgrund von unklaren Formulierungen zurückzuführen.

Audacity Daten

In den neuen Nutzungsbedingungen von Audacity war pauschal die Rede davon, dass man persönliche Daten für Strafverfolgungsbehörden erfasse, soweit dies für die für Strafverfolgung, Rechtsstreitigkeiten oder Behördenanfragen erforderlich sei. In dieser Formulierung kommt der Satz quasi einem Freibrief nach dem Motto „wir speichern vorsichtshalber erstmal alles“ gleich. Dem widersprechen die Verantwortlichen nun allerdings und sichern zu, den Text zu überarbeiten und besser verständlich zu integrieren. Konkret bezieht sich der oben angesprochene Punkt demnach lediglich darauf, dass die lokalen rechtlichen Bestimmungen eingehalten werden.

„Gesammelte Daten nur sehr begrenzt“

Im Detail sollen den Audacity-Eignern zufolge in Zukunft die folgenden Grundlagen gelten. So wolle man generell keinerlei gesammelte Daten verkaufen oder an Dritte weitergeben. Die gesammelten Daten seien zudem sehr begrenzt, so werde die IP-Adresse der Nutzer lediglich anonymisiert gespeichert und auch nach 24 Stunden gelöscht. Darüber hinaus erfasse man standardmäßig nur die Betriebssystemversion und den Prozessortyp. An Strafverfolgungsbehörden sollen auch diese Informationen nur übermittelt werden, wenn eine richterliche Anordnung vorliegt.

Natürlich darf man die Frage stellen, warum diese Diskussion erst aufkommen musste und sich die Verantwortlichen nicht schon im Vorfeld mehr Zeit dafür genommen haben, ihre Strategie und die verbundenen Hintergründe offen und ausführlich darzulegen. Die grundsätzliche Kritik zahlreicher Audacity-Nutzer mit Blick auf die durch die Übernahme verlorene Unabhängigkeit dürfte jedenfalls unabhängig von alldem erhalten bleiben. Daher diskutieren Nutzer und unabhängige Entwickler auch bereits darüber, die Arbeit an einem neuen Ableger der Software und wieder unter Eigenregie durchzuführen.

06. Jul 2021 um 11:49 Uhr von Chris Fehler gefunden?


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