ifun.de — Apple News seit 2001. 31 975 Artikel

Richtig verkabeln

Netzwerkpraxis: Zu viele Switches verderben den Brei

67 Kommentare 67

Als Diskussionsgrundlage hier mal ein kleiner Erfahrungsbericht zum Thema Netzwerkverkabelung. Kernthema: Handelsübliche Router haben in der Regel nur maximal vier Ethernet-Anschlüsse – was wenn mehr Kabelverbindungen benötigt werden?

Die Empfehlung bei Ethernet-Verkabelung lautet stets sternförmig. Im besten Fall ist also der Router die zentrale Einheit und daran hängen die Endgeräte direkt oder vielleicht auch mit einem zwischengeschalteten Switch. Grundsätzlich sollte es auch kein Problem sein, an jeder der Ethernet-Buchsen der FritzBox einen Switch und damit dementsprechend mehr Geräte kabelgebunden zu betreiben.

Problematisch kann es sein, wenn mehrere Switches hintereinander betrieben werden. Unter Umständen ist es dann besser, den Router selbst nur noch als Internet-Gateway zu betreiben und statt dessen einen großen Switch mit ausreichend Anschlüssen daneben zu hängen. Zur Veranschaulichung mal ein Beispiel aus eigener Erfahrung:

Nicht gut

Netzwerk Falsch

Die vier Anschlüsse einer FritzBox waren nicht mehr ausreichend und daher wurde daneben ein zusätzlicher Switch platziert. Ein Ethernet-Anschluss der FritzBox war mit dem Switch verbunden, an den übrigen hingen ein NAS-Laufwerk, ein WLAN-Accesspoint und ein weiterer Switch mit TV-Boxen und Konsolen. Am neuen Switch waren ein Rechner, eine Sonos-Bridge sowie verschiedene Büro- und Streaming-Komponenten angeschlossen.

Die beschriebene Konfiguration führte zu permanenten Netzwerkfehlern und Performance-Problemen. Denkfehler war offenbar der Gedanke, „so viel wie möglich direkt an die FritzBox stecken ist am besten“. FritzBox und der zusätzlich platzierte Switch hatten parallel ordentlich Traffic zu verarbeiten und das einzelne Verbindungskabel zwischen diesen Komponenten wurde vermutlich zum Flaschenhals.

So läuft’s besser

Netzwerk Mit Switch

Sofortige und dauerhafte Besserung brachte es in diesem Fall, auch die drei zuvor noch auf die FritzBox gelegten Ethernet-Leitungen auf den neuen Switch zu stecken (s. Grafik). Dieser arbeitet seither als zentrale Netzwerkeinheit und die FritzBox ist nur noch für den Internetverkehr sowie die Vergabe der IP-Adressen zuständig. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht ersichtlich ist, das allgemein empfohlene Konzept der Stern-Topologie wird hier mit dem neu angeschafften Switch im Zentrum eingehalten.

Ring frei für die Netzwerker und Administratoren unter euch, die diese Praxiserfahrung um zusätzliche Infos und Hintergrundwissen ergänzen können.

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wer darüber einkauft unterstützt uns mit einem Teil des unveränderten Kaufpreises. Was ist das?
23. Dez 2016 um 14:23 Uhr von Chris Fehler gefunden?


    Zum Absenden des Formulars muss Google reCAPTCHA geladen werden.
    Google reCAPTCHA Datenschutzerklärung

    Google reCAPTCHA laden

    67 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
    Abonnieren
    Benachrichtige mich bei
    67 Comments
    Älteste Kommentare
    Neuste Kommentare Meiste Stimmen
    Inline Feedbacks
    View all comments
    ifun.de ist das dienstälteste europäische Onlineportal rund um Apples Lifestyle-Produkte.
    Wir informieren täglich über Aktuelles und Interessantes aus der Welt rund um iPad, iPod, Mac und sonstige Dinge, die uns gefallen.
    Insgesamt haben wir 31975 Artikel in den vergangenen 7393 Tagen veröffentlicht. Und es werden täglich mehr.
    ifun.de — Love it or leave it   ·   Copyright © 2022 aketo GmbH   ·   Impressum   ·   Cookie Einstellungen   ·   Datenschutz   ·   Safari-Push aketo GmbH Powered by SysEleven