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Netzwerkpraxis: Zu viele Switches verderben den Brei

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57 Kommentare 57

Als Diskussionsgrundlage hier mal ein kleiner Erfahrungsbericht zum Thema Netzwerkverkabelung. Kernthema: Handelsübliche Router haben in der Regel nur maximal vier Ethernet-Anschlüsse – was wenn mehr Kabelverbindungen benötigt werden?

Die Empfehlung bei Ethernet-Verkabelung lautet stets sternförmig. Im besten Fall ist also der Router die zentrale Einheit und daran hängen die Endgeräte direkt oder vielleicht auch mit einem zwischengeschalteten Switch. Grundsätzlich sollte es auch kein Problem sein, an jeder der Ethernet-Buchsen der FritzBox einen Switch und damit dementsprechend mehr Geräte kabelgebunden zu betreiben.

Problematisch kann es sein, wenn mehrere Switches hintereinander betrieben werden. Unter Umständen ist es dann besser, den Router selbst nur noch als Internet-Gateway zu betreiben und statt dessen einen großen Switch mit ausreichend Anschlüssen daneben zu hängen. Zur Veranschaulichung mal ein Beispiel aus eigener Erfahrung:

Nicht gut

Netzwerk Falsch

Die vier Anschlüsse einer FritzBox waren nicht mehr ausreichend und daher wurde daneben ein zusätzlicher Switch platziert. Ein Ethernet-Anschluss der FritzBox war mit dem Switch verbunden, an den übrigen hingen ein NAS-Laufwerk, ein WLAN-Accesspoint und ein weiterer Switch mit TV-Boxen und Konsolen. Am neuen Switch waren ein Rechner, eine Sonos-Bridge sowie verschiedene Büro- und Streaming-Komponenten angeschlossen.

Die beschriebene Konfiguration führte zu permanenten Netzwerkfehlern und Performance-Problemen. Denkfehler war offenbar der Gedanke, „so viel wie möglich direkt an die FritzBox stecken ist am besten“. FritzBox und der zusätzlich platzierte Switch hatten parallel ordentlich Traffic zu verarbeiten und das einzelne Verbindungskabel zwischen diesen Komponenten wurde vermutlich zum Flaschenhals.

So läuft’s besser

Netzwerk Mit Switch

Sofortige und dauerhafte Besserung brachte es in diesem Fall, auch die drei zuvor noch auf die FritzBox gelegten Ethernet-Leitungen auf den neuen Switch zu stecken (s. Grafik). Dieser arbeitet seither als zentrale Netzwerkeinheit und die FritzBox ist nur noch für den Internetverkehr sowie die Vergabe der IP-Adressen zuständig. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht ersichtlich ist, das allgemein empfohlene Konzept der Stern-Topologie wird hier mit dem neu angeschafften Switch im Zentrum eingehalten.

Ring frei für die Netzwerker und Administratoren unter euch, die diese Praxiserfahrung um zusätzliche Infos und Hintergrundwissen ergänzen können.

Freitag, 23. Dez 2016, 14:23 Uhr — Chris
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  • Vielen Dank, freue mich jedes mal über diese Art von Artikel!

  • My name is Nobody

    Die Lösung ist ganz einfach.
    Kauf dir nen 16er Switch und löse alle übrigen ab.
    Behalte das System jedoch bei (Router->Switch->Rest).
    Das sich beim kleinen Switch mehrere Geräte einen einzigen Up/Downlink teilen müssen ist suboptimal.
    Ganz besonders wenn z.B. Daten unter den Geräten getauscht werden sollen, die Switchübergreifend kommunizieren.

    • Wäre die beste Lösung, jedoch scheint ein Räumliches Problem mit der Verkabelung dem im Weg stehen vermute ich.

      • Alternativ wäre um das räumliche Problem besser zu lösen keine Dumdum Switche zu nutzen sondern Managed Switche und dann zwischen den Räumen 2 Uplinkkabel zu legen und diese zu bündeln. Mehr Bandbreite, weniger Flaschenhals.

  • Spannendes Thema, aktuell plagt uns gerade die Situation mit de Fritzbox eigenen W-Lan, welches nach einem Neustart immer sehr stark ist. D. H. der Speed ist bei gut 50MB nach mehreren Stunden dann ist der Speed immer tiefer. Kennt das jemand?
    Wir haben auch schon einen Fritz Repeater eingesetz, welcher jedoch nicht zur Verbesserung geholfen hat.
    Besten Dank für Imputs von jemandem..

  • Sehr interessant. Ich habe bei mir Eure erste Variante im Einsatz, die Ihr als nicht gut bezeichnet. Bei mir läuft noch alles bestens. Aber trotzdem Danke für den Tipp. Wenn’s mal Probleme gibt …

    • Ich denke das hängt stark auch vom anfallenden Traffic und den genutzten Diensten ab. Muss nicht aber kann Probleme geben, hier war der Unterschied gravierend. Lief auch ewig gut, irgendwann kam dann wohl mal was zuviel dazu.

      • Und es hängt von den verwendeten aktiven Komponenten ab. Kaskadierung ist im normalerweise kein Pronblem

      • @ Chris Hast du zufällig aus Unwissenheit Managed Switche gekauft und nicht darauf geachtet, sie zu konfigurieren? Denn ohne Konfiguration legen die den Netzwerkverkehr auch lahm. Vermutlich wegen IP Adressenkonflikt der Switche. Zuerst funktioniert das meist relativ gut, aber nach einigen Stunden oder Tagen kackt das gesamte Netzwerk ab.

        Natürlich ist es grundsätzlich besser, alles an einen dicken Switch zu hängen und dann sauber zu verteilen. Aber im Heimnetzwerk erreicht man normalerweise nie auch nur ansatzweise die zur Verfügung stehende Bandbreite, womit die Verkabelung praktisch völlig wurscht ist. Normale Switches bieten Gigabit lan. Das sind 1000 Mbit, also 10x 100 Mbit, die gleichzeitig und KOMPLETT ausgelastet sein müssten, damit du da mit ungünstiger Verkabelung Performanceprobleme bekommst.

        Ich denke eher, deine performanceprobleme bezogen sich darauf, dass Websites langsam laden oder Filme vom NAS nicht richtig gestreamt wurden.
        Aber selbst ein UHD Stream hat nicht mehr als 50 Mbit an Bitrate. Das sind gerade mal 5% der zur Verfügung stehenden Bandbreite im Netzwerk. Du müsstest 20 UHD Streams in voller Qualität streamen, damit du 1 Gbit auslastest.

        Ich bezweifle also wirklich, dass du aufgrund des Traffics die Verkabelung ändern musstest. So einen Traffic bekommst du selbst mit sehr vielen Endgeräten im Leben nicht zusammen, wenn du es nicht extra drauf anlegst. Ich tippe da viel eher auf nen Fehler bei einem deiner Netzwerkgeräte bzw. Switches.

      • Nein keine Managed Switches. Wie in anderen Kommentaren schon beschrieben hat lediglich die Änderung der Verkabelung eine riesen Unterschied gemacht, eine Vermutung wären auch Routing Probleme. Ich habe ja nicht erst seit gestern mit Netzwerken zu tun und bin daher auch lange davon ausgegangen, dass die Konfig so keine Probleme bereiten dürfte. Trial and Error brachte dann diese Lösung, eigentlich wollte ich nur ausschließen, dass eine defekte Komponente zwischenschießt. Getauscht wurde letztendlich nichts und ich finde die Erklärung so zumindest nachvollziehbar.

    • Bei reinen Internetverbindungen, die ohnehin nur über die Fritzbox gehen merkt man keinen Unterschied außer die 0,X Millisekunden, die das extra Switch in der roundtriptime addiert. Da die fritzbox aber genau genommen kein Switch, sondern ein schwacher Rechner mit mehreren NIC’s ist, empfehle ich bei ausgeprägtem netzwerkinternem Verkehr (unkomprimierte Plex Streams, Nas Systeme, AirPlay, etc..) das ganze nur über switche laufen zu lassen, und nicht über den schwachen Prozessor der Fritzbox. Ich habe seither sehr gute Erfahrungen mit den easy-Smart Switches von TP-Link gemacht. Gute Hardware, allerhand Einstellungsmöglichkeiten, VLan Trennung, QoS und ein top Preis.

  • Wenn die Verkabelung logisch in Ordnung ist , macht das Netzwerktechnisch keinen Unterschied…
    Ist der Forwarding Database egal ob Sie MAC-Adressen auf Interface LAN1 (Uplink Switch laut eurer Grafik) LAN2 LAN3 oder LAN4 sieht solange Sie eine MAC-Adresse nicht gleichzeitig auf verschiedenen IF sieht…

    Sicher, dass ihr euch nicht nen Loop gebastelt habt? Über die WLAN Bridge etc….

    • Ja, sicher. Eine Vermutung war auch, dass die Verbindung zwischen Fritzbox und Switch zum Flaschenhals wird, wenn links und rechts heftig Traffic laufen.

    • Nachtrag:
      Was nicht bedeutet, dass die von euch beschriebene Variante nicht die Bessere ist. In eurer Variante kriegt die Fritzbox nur Pakete die fürs WAN bestimmt sind. Interne Netzwerkkommunikation spart sich so einen Hop…
      Pauschal funktioniert aber Variante 1 ebenso

    • Kann ich als Netzwerk so nur unterschreiben.. Wäre ja schlimm wenn man Netzwerke nur wie in Bild zwei aufbauen müsste. Bild eins ist gang und gebe und mit Enterprise Hardware von HPE oder Cisco funktioniert das definitiv ohne Probleme.. Mag sein das ein Consumer Produkt da nicht mithalten kann. Aber rein an der Verkabelung lag euer Problem denke ich nicht, habt sicher ein Loop gesteckt oder ähnliches

      • Computerschmied

        Ich denke genau so.
        Die Profi-Switche so wie bei uns haben 48 CU-Ports und 4 -spezielle SFP- Ports (für LWL-Kabel) zur Verbindung der Switche untereinander.
        LWL-Kabel müssen super sauber sein (Mikroskopieren und ggf. Reinigen).
        Dann ist die Config elementar. Hier gibt es viele Fehlerquellen.
        Und schließlich vermeidet verschiedene Netzwerkgeschwindigkeiten an einem Switch. Eine „lahme Ente“ kann das ganze Netzwerk ausbremsen.

  • So ganz verstehe ich euren Text leider nicht ;-)
    bzw. was jetzt anders ist wie vorher.

    Aber, das Problem mit der Fritte ist, das sie zwar alles kann, aber alles nur ein bisschen. So ist auch die Switchfunktion eher bescheiden.
    Ich hoffe aber, ihr habt nicht wirklich die TP-Links aus dem Bild im Einsatz, die sind auch nicht viel besser ;-)

    Des weiteren würde ich Switch zu Switch (wenn möglich) immer min. 2x verbinden (Trunking) und VLAN mit QoS einsetzten. Dazu braucht es halt gemanagede Switche, aber die Anschaffung lohnt sich.
    Gerade mit vielen Broadcasts, die nicht überall landen müssen und das Netz zumüllen.

    • Nachtrag: jetzt mit dem zweiten Bild (war vorhin noch nicht da, oder nicht geladen), habe ich es verstanden.

      Wie schon geschrieben, vermute ich auch eher einen Loop.
      Bei so wenigen Geräten und 1GBit Netz (hoffe, ihr habt die Fritte nicht im Eco Mode), sollte es gar keine Probleme geben.

      Die Frage ist, welche Performanceprobleme es genau gab.
      War es evtl. „nur“ ein WLAN Thema, sprich kopieren / lesen von / auf NAS vom Laptop extrem langsam?

      • Ich habe das obere Bild nochmal überarbeitet um es deutlicher zu machen. Die Probleme waren unterschiedlich. Verbindungsabbrüche, Streaming-Aussetzer und schlechte Performance. Wie oben bereits gesagt könnte die Verbindung zwischen Fritzbox und dem großen Switch das Problem sein. „Links und rechts“ davon lief ordentlich Traffic, ich konnte leider nicht feststellen, ob vielleicht nur die Kommunikation dieser beiden Komponenten nicht sauber lief oder der komplette Netzwerkverkehr einen „Schuss“ hatte. Die Änderung hat auf jeden Fall zu sofortiger Besserung geführt. Hatte ja davor auch gedacht, das das noch konform ist … Netzwerk ist doch immer auch viel Voodoo :-)

  • Also euer Artikel kommt ja wirklich wie gerufen! Vor etwa ner Stunde hab ich mir Gedanken darüber gemacht wie ich in meiner neuen Wohnung alles verkabel! :)
    Vielen Dank!

  • Ich habe 3stk je 8port in jedem Raum liegen. Die Switche sind an unterschiedlich LAN Ports der fritzbox verbunden. Ich habe keinerlei Probleme. Selbst EntertainTV läuft jeweils über einen Switch. Ich benutze auch Managed Switches die etwas teurer sind und lassen sich konfigurieren. Kann die Probleme daher nicht nachvollziehen

  • Schalt mal die Sonos aus und teste es dann nochmal.
    Ich geh mal davon aus das du die Sonos ins WLAN und am Kabel angeschlossen hast.

    Mehrere Switches ist eigentlich kein Problem erst recht nicht zu Hause wo man eh nur 2-3 davon hat.

  • Da stimmt doch was mit der Bilder Beschriftung nicht oder?

    Ihr schreibt folgendes
    „Die Empfehlung bei Ethernet-Verkabelung lautet stets sternförmig. Im besten Fall ist also der Router die zentrale Einheit und daran hängen die Endgeräte direkt oder vielleicht auch mit einem zwischengeschalteten Switch. Grundsätzlich sollte es auch kein Problem sein, an jeder der Ethernet-Buchsen der FritzBox einen Switch und damit dementsprechend mehr Geräte kabelgebunden zu betreiben.“

    „Problematisch kann es sein, wenn mehrere Switches hintereinander betrieben werden. Unter Umständen ist es dann besser, den Router selbst nur noch als Internet-Gateway zu betreiben und statt dessen einen großen Switch mit ausreichend Anschlüssen daneben zu hängen“

    Wenn man sich nun die Bilder anschaut, so sind diese Falsch Betitelt, das Sternförmige wo der Router die Zentrale ist und die Swtichs an den Ports vom Router hängen soll nicht Gut sein und da wo ein Switch hinterm andren hängt ist es gut.

    • Ja da hast du Recht, ich war auch leicht irritiert, weil im Text angepriesen wird, dass mehrere Switche hintereinander Probleme machen können, das Bild dazu ist aber als gute Lösung tituliert.

    • Stimmt schon, was du schreibst, aber den entscheidenden Unterschied lässt du außer acht:

      Idealerweise ist EIN Switch die zentrale, wo das Gateway mit drauf hängt, so ist es auch in Bild zwei. Der zweite Switch hängt da am ersten und nicht ebenfalls an der fritzbox (wie im ersten Bild, was ungünstig ist), die in Bild zwei nur noch für DHCP, WLAN und WAN verwendet wird.

      Der zweite Switch sollte ebenfalls vermieden werden, lässt sich aber aus manchen baulichen Gegebenheiten nunmal aber nicht immer umsetzen.

      Je weniger Switche verwendet werden, umso besser. Wenn mehrere verwendet werden möglichst nicht hintereinander. Sollte im Consumer-Bereich aber alles kein Problem sein. Im professionellen Bereich siehts da schon wieder anders aus.

  • Nunja. Auch in der Netzwerktechnik greift das Prinzip „keep it simple“.

  • Kann jemand stromsparenden schnelle Switche 8/16 Ports für die Hutschiene empfehlen?

  • Wenn ein WLAN Repeater per Kabel an die Fritzbox angeschlossen ist und das WLAN der Fritzbox sowie des Repeaters genutzt werden soll, ist es dann besser dem WLAN des Repeaters einen anderen Namen als dem WLAN der Fritzbox zu geben, oder besser den gleichen Namen?

    • Der unterbrechungsfreie Wechsel funktioniert eigentlich nur bei der selben SSID.

      Wenn du zwei verschiedene nutzt, dann wird das WLAN-Gerät bei DHCP versuchen, eine neue IP-Adresse abzurufen. Und du würdest vermutlich solange mit sehr schlechter Verbindung in einem Netz hängen, bis dieses nicht mehr erreichbar ist.
      Möglicherweise bewegst du dich dann vom Router zum Repeater (in diesem Fall in der Funktion eines Access Point) du dann neben dem Repeater und bekommst das wesentlich schlechtere Signal von dem Router.

      Bei gleicher SSID und gleichem DHCP-Server (Router) sollte das WLAN-Gerät den Wechsel automatisch hinbekommen.

  • Die Anschlüsse der Fritzbox sind je nach Alter auch nur 100FDX. Da ist ein GBit Switch mit passender Backplane oder Trunking zwischen den Switches eine gute Idee.

  • Ich hatte das Problem mit den Aussetzern auch und es lag an dem Zusammenspiel von der 6490 und meinem NetGear Switch GS108E.
    Das ist ein bekannter Bug der Fritzbox. Nachdem ich einen anderen unmanaged Switch dazwischen geschaltet habe, war das Netzwerk stabil.
    Laut AVM ist das mit der Version 6.63 behoben. Ich kann das leider nicht testen, da Unitymedia eine sehr konservative Update-Politik fährt.
    Somit bin ich nach wie vor auf Version 6.50 und habe einen unmanaged DLINK Switch dazwischen geschaltet, welcher nur eine Trunk Leitung schaltet.

    Unter normalen Umständen müssten beide Topologien funktionieren, wie bereits auch von in den Kommentaren vorher erwähnt.

    Viele Grüße, Michael

  • Das Thema werde ich wohl auch bald angehen müssen. Wir schauen über Sat-IP Fernsehen und da läuft das „Signal“ von der Schüssel bis zum Fernseher im Wohnzimmer durch zwei Switche und eine Fritzbox. Seit ein paar Wochen ist es nun so, dass der Stream zu stocken beginnt sobald man mit einem Gerät am Sofa (ipad etc.) größere Datenmengen produziert (z.B. Updates).
    Da alles eigentlich per Gigabit-Ethernet verbunden ist hat mich das schon gewundert, der Artikel bestätigt aber meine Erfahrung.

  • Also vielleicht als generelle Erfahrung die ich gemacht habe und allenfalls wichtig sein kann.

    Wir habe zu Hause einen Internet Router meines Telekom Providers. Dahinter hängt direkt ein Router von Apple mit TimeCapsule. Die TimeCapsule dient als einiges WLAN Gerät. Am Internet Router hängt zudem eine Settop-Box, die digitales TV bereitstellt.

    Am Anfang konfigurierte ich die Apple TimeCapsule als „blöd“, daher nur als Router mit Bridge Funktionalität. Der Internet Router war für sämtliche IP Adressen verantwortlich.

    Mit dieser Konfiguration hatte ich aber alsbald Probleme. Verbindungsabbrüche, extrem tiefer Durchsatz etc. Im WLAN war es besonders schlimm.

    Auf der Suche nach dem Problem wurde ich fündig. Wird ein Broadcast Traffic empfangen, benötigt man am Router ein Snooping. Das heisst der Router prüft, ob irgendein Gerät am Broadcast Signal interessiert ist, bevor er das Paket an den entsprechenden Port weiter gibt. Wenn jetzt aber ein zweiter Router angehängt und dieser im Bridge Modus läuft, klappt das nicht mehr. Der erste Router, also bei uns der Internet Router, kann nicht mehr wissen, ob hinter dem Port-Anschluss des zweiten Routers ein Gerät sitzt mit Interesse am Broadcast Signal. Was macht er also? Alle Geräte die am zweiten Router hängen werden mit Broadcast Paketen zugemüllt. Inklusive aller WLAN Geräte. Da WLAN schon grundsätzlich limitiert ist, ist es dort am gravierendsten. Die LAN Geräte schlucken dabei genügend, um in der Regel nichts davon zu merken.

    Wie behebt man das Problem?

    Der zweite Router muss unbedingt als „Router“ konfiguriert sein. Dabei entsteht ein Doppel-NAT Netz und wird deutlich komplexer in der Wartung. Aaaber der zweite Router wird nun wieder direkt befähigt, seine Clients nur mit einem Broadcast Paket zu beliefern, wenn es sich dafür auch interessiert. Sprich die Müllzufuhr gibt es nicht mehr.

    Beim Aufbau wie vom iFun könnte sich vielleicht auch ein Broadcast Problem eingeschlichen haben. Je nachdem wie die Fritz Box das „IGMP Snooping“ implementiert hat und welche Dienste wie TV etc. genutzt werden.

    Schöns Weekend allen

  • Ihr habt euch sicherlich einen Loop gebaut, Switche für den Heimgebrauch unterstützen oftmals kein Spanning Tree Protocol..

  • also ich seh auf dem ersten bild keinen loop. müsste eigentlich prima klappen.

    • Auf dem ersten Bild haben die einfach zu viele Geräte auf einem Port und gleichzeitig auch die anderen Ports unter Spannung. Wahrscheinlich kann das die Fritzbox einfach nicht managen, aber von der Topologie her ist alles korrekt angeschlossen und auch sonst zulässig.

      Ein Tplink-Gerät mit 16 Ports hat eben einen entsprechend potenteren Prozessor, als eine Box die nur vier Ports bedienen muss. Könntenich mir vorstellen.

  • Ja, natürlich ist das immer Stern-Topologie. Das hat überhaupt nichts damit zu tun wie da Switches angeschlossen werden. Anders lassen sich die genannten Komponenten überhaupt nicht betreiben.

  • Exakt dieses Phänomen hab ich bei mir zuhause auch festgestellt. Die Fritzbox scheint in der Performance einzubrechen sobald mehr als 2 Netzwerkkabel mit Ihr verbunden sind.

    Ich habe wie oben auch gezeigt eine 16 Port Switch direkt nach der Fritzbox installiert und den Rest des Netzwerkes über diesen laufen lassen ohne Probleme bisher.

    Noch ein Tipp der oben nicht erwähnt wird:
    In den Lan Einstellungen der Fritzbox den Lan1 auf 1000Mb stellen, die anderen Lan Anschlüsse auf ECO so werden diese nichtmehr nativ angefahren und die Fritzbox konzentriert sich auf den Lan 1 und stellt diesem die maximal mögliche Performance zur verfügung! 1

  • Nutze wegen der Hue-Bridge auch seit einigen Tagen einen Switch. Ist jemand unter Euch der dann Probleme mit der Sonos-Verbindung bekommen hat?
    Früher hatte ich das mal mit Apple-Tv/Sonos. Ist aber inzwischen okay.

  • 7490 mit dreimal Switch (Netgear und Linksys). Switch jeweils an einem Port, am vierten hängt ein NAS.
    In einer unheilvollen Allianz zwischen Iphone, IPTV, Streaming, Laptop mit Windows, Linux und Macbook,
    AVM und IP Telefon läuft es sagen wir mal zu 90% gut, die restlichen 10 % bringen irgendwelche Fehler die ich noch nicht eindeutig eingrenzen konnte. Die verschwinden so unheimlich wie sie kommen. Ob mal das Wlan Geräte nicht reinläßt, der Traffic ausgesprochen langsam ist oder mal Geräte in Netz nicht gefunden werden. Ein Neustart behebt das Problem i.d.R wieder, aber löst es nicht entgültig.

    Also steht für 2017 als Projekt das Heimnetzwerk zu überarbeiten an.

  • In Eurer Zeichnung haben jetzt drei Geräte gar keine Ethernet Verbindung. Auch nicht schön ;-)

  • Gibt es eine Empfehlung für einen 8-fach Switch der auch mit Telekom Entertain gut zurecht kommt?

  • Hier das Feedback von AVM zum Thema:

    Soweit es möglich ist, verbinden Sie die Switches bitte direkt mit der FRITZ!Box. Das Routing läuft hier sowieso über die FRITZ!Box. Wir können Ihnen allerdings nicht sagen, ob die Umstrukturierung Ihres Netzwerks mehr Performance bringen würde. Neben den verwendeten Switches und deren Anbindungen hängt die Performance im Netzwerk auch von der Kompatibilität der einzelnen Komponenten (Clients) im Netzwerk ab. Dies sind alles Sachen, die wir im Rahmen des AVM-Supportes nicht prüfen können.

    Empfehlenswert wäre an dieser Stelle ein IT-Dienstleister, der sich Ihr Netzwerk vor Ort ansehen und dann beurteilen kann, welche Verbindungen für Ihre Zwecke sinnvoll wären.

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