ifun.de — Apple News seit 2001. 30 432 Artikel

Nur noch für laufende Abos möglich

Netflix-Abos können nicht mehr mit iTunes-Guthaben bezahlt werden

52 Kommentare 52

Nach einem regional begrenzten Test im September macht Netflix nun Ernst. Neukunden und wiederkehrende Nutzer können ihr Streaming-Abo nicht mehr mit iTunes-Guthaben begleichen.

Während sich bei laufenden Abos nichts ändert, müssen neue Netflix-Nutzer ebenso wie Kunden, die ein pausierendes Abo wiederbeleben, auf alternative Zahlungswege ausweichen. Netflix akzeptiert hier momentan Kredit- und Debit- bzw. Prepaid-Karten, Lastschriften über ein Bankkonto, PayPal oder Netflix-Geschenkkarten.

Netflix Abo Itunes Store

Die Änderung kommt nicht ganz überraschend. Wie gesagt hat der Anbieter die Folgen der Umstellung im Vorfeld bereits ausgelotet. Ursache sind ohne Zweifel die hohen Provisionsprämien, die Apple für kostenpflichtige Angebote über iTunes bzw. den App Store kassiert. Im ersten Jahr eines laufenden Abos gehen 30 Prozent der Einnahmen an den iPhone-Hersteller, in den Folgejahren immerhin noch 15 Prozent. Gebühren, die für Apple ein wichtiges Standbein bei der Neuausrichtung als „Service-Dienstleister“ sind, bei den Anbietern teils aber ans „Eingemachte“ gehen.

Netflix ist mit rund 125 Millionen zahlenden Kunden noch vor Spotify wohl die wichtigste konstante Einnahmequelle für Apple. Schätzungen im August schrieben den beiden Unternehmen gemeinsam 5 Prozent der Abo-Einnahmen über Apps zu. Mittlerweile mag sich das etwas verschoben haben, Apple hat ja im Sommer zu einer Abo-Offensive geblasen und drängt Entwickler seither geradezu, ihre Kaufangebote durch Monatsmieten zu ersetzen.

Netflix: iTunes-Rechnungsstellung nicht mehr verfügbar

Netflix kommuniziert die neuen Zahlungsbedingungen in einem aktualisierten Hilfe-Dokument:

Die iTunes-Rechnungsstellung für Netflix steht neuen und zurückkehrenden Netflix-Kunden nicht mehr zur Verfügung. Kunden, die momentan die Rechnungsstellung über iTunes nutzen, können dies bis zur Kündigung ihres Kontos auch weiterhin tun.

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wer darüber einkauft unterstützt uns mit einem Teil des unveränderten Kaufpreises. Was ist das?
31. Dez 2018 um 07:51 Uhr von Chris Fehler gefunden?


    Zum Absenden des Formulars muss Google reCAPTCHA geladen werden.
    Google reCAPTCHA Datenschutzerklärung

    Google reCAPTCHA laden

    52 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
    Abonnieren
    Benachrichtige mich bei
    52 Comments
    Älteste Kommentare
    Neuste Kommentare Meiste Stimmen
    Inline Feedbacks
    View all comments
    waldelf
    2 Jahre zuvor

    Puhh wiegut, dass ich letztens umgestellt habe. Konstant 15% günstigee ist einfach toll :)

    heini
    2 Jahre zuvor

    Nachdem Netflix im Mai schon im Google Playstore die Segel gestrichen hat war das doch klar. Da hat ein iOS Nutzer ja noch 7 Monate zusätzliche schongefrist gehabt.

    andre
    2 Jahre zuvor

    Gilt denn die Regel nicht mehr, dass alle bei Apple abgeschlossenen Abos zwingend über iTunes gehen müssen? Ist wohl an mir vorbeigegangen.

    dynAdZ
    2 Jahre zuvor
    Reply to  andre

    Naja sie können ja schlecht verhindern, dass User ein Abo über die Website des Dienstes abschließen. Ich verstehe das, 15% ist ziemlich hart.

    Snake
    2 Jahre zuvor
    Reply to  dynAdZ

    Gerade durch Amazon kann ich sagen. Lieber eine App in der ich nichts kann, und alles auf anderen Wegen klären muss. Als keine App.

    Mein ATV ist 50:50 iTunes Käufe und Amazon Prime Abo. Ohne Amazon App hätte und bräuchte ich kein ATV und auch iTunes Käufe.

    So aber habe ich für mich das perfekte Produkt gefunden.

    conectas
    2 Jahre zuvor
    Reply to  dynAdZ

    Auch gerne zum 100% mal, welche Ressourcen?
    Das zwangsweise verdonnern zum App Store, wo man eh nicht gefunden wird? Als Kunde mit Werbung zu gemüllt wird?
    Jetzt komme mir auch keiner mit der super App Store Prüfung, was da durch gewunken wird ist haarsträubend, freilich geht auch umgekehrt Ablehnungen können ebenfalls sehr Sinn frei sein.

    Die 100Mb Platz für die App? Also sorry die haben wir auch locker auf unserer Website. Mal abgesehen von den 99€ Developer Gebühr das wohl locker abdecken sollte.

    In Sachen Netflix welche Leistungen stellt da Apple bitte? Bekanntermaßen ist das Angebot auf den ATV eh recht dünn.. im Prinzip nutze ich hier 3-4 Apps, alles Streaming Dienste.

    Jürgen
    2 Jahre zuvor
    Reply to  andre

    Netflix bietet in der App keine Möglichkeit mehr sich für den Dienst zu registrieren, beim ersten Start wird lediglich darauf verwiesen sich doch bitte mit seinem Netflix Benutzer anzumelden. Da sie so in der App keine anderen Zahlungsmöglichkeiten anbieten (das Konto wird ausschließlich über die Webseite verwaltet) müssen sie auch keine Zahlung über die Apple ID anbieten.

    Walter
    2 Jahre zuvor

    Bin ja gespannt, ob aapl nun die Netflix App kickt.

    Tho
    2 Jahre zuvor
    Reply to  Walter

    Wieso sollten die? Gibt keinen Grund dafür.

    Robin
    2 Jahre zuvor
    Reply to  Walter

    Wird bei Amazon ja auch nicht gemacht.

    Tho
    2 Jahre zuvor
    Reply to  Walter

    So lange man über die App keine Abos abschliessen kann, bleibt die App. Apple verbietet lediglich, dass man über eine App aus dem AppStore Abos abschließen kann, die nicht über den AppStore abgerechnet werden. Wenn man in der App gar kein Abo abschließen kann, sondern nur über die Website des Anbieters, dann ist das okay.
    Amazon und Sky handhaben das zB so.

    Phil
    2 Jahre zuvor
    Reply to  Walter

    Wozu? Du kannst jederzeit deine Inhalte außerhalb des App Stores verkaufen, du darfst nur keinen direkten Link aus einer App zu einer Webseite mit Zahlungsfunktion einbinden.

    Dennobundy
    2 Jahre zuvor

    Finde ich gut, sollten viel mehr machen, und sich nicht alles gefallen lassen von Apple … 30 % ist schon eine Frechheit

    heini
    2 Jahre zuvor
    Reply to  Dennobundy

    Frechheit? Das ist Branchen üblig.

    Deformator
    2 Jahre zuvor
    Reply to  heini

    Auch wenn es Branchenüblich ist: es ist einfach zu viel. Das ist ja auch der Grund, warum Apple so scharf auf Abos ist, und keine Vernünftige Update-Option anbietet. Und das ist einer der Hauptgründe, warum ich absolut gegen Abos von Apps bin, welche keinen Mehrwert für den Nutzer im Abo bringen. Netflix ist/war da noch die Ausnahme. 30% für die Plattform ist meiner Meinung nach überall unverschämt! Abo für eine Kalender-App? Wo ist da der Mehrwert? Wenn der übliche Preis wenigstens nur 30% höher wäre bei Abos. Oft jedoch ist der Abopreis exorbitant höher. Irgendwann bin ich insgesamt bei 200€ im Jahr für Apps, von denen ich manche keine zwei Mal im Monat Nutze. Ich hoffe, hier denken viele weiter..

    Phil
    2 Jahre zuvor
    Reply to  heini

    Branchenüblichen heißt nicht das es nicht zu viel ist…

    Johannes
    2 Jahre zuvor
    Reply to  heini

    +1

    Snake
    2 Jahre zuvor
    Reply to  heini

    @Deformator
    leider nicht, weshalb die Abos auch so erfolgreich sind.
    Router mieten, Office mieten, Adobe Suite mieten, Apps mieten, aus irgendeinem Grund ist das auch das was die Nutzer wollen.

    Ich hab auch zu wenig Kohle um das alles zu Mieten. 200€ dann wohl auch nur bei Mobilen Apps.

    Alleine Office (welches nach spätestens 3 Jahren abbezahlt wäre) und die kleinste Adobe Creative Suite sind ja pro Jahr schon mehr als 200€.

    revosback
    2 Jahre zuvor
    Reply to  Dennobundy

    Wieso 30%?
    Nur im ersten Jahr sind es 30. bei Abos sind es in der Folge weniger.

    DaniPe
    2 Jahre zuvor

    Netflix hat wohl zu viele Kunden, oder kann es sich leisten auf ein paar zu verzichten.

    tc255
    2 Jahre zuvor
    Reply to  DaniPe

    137 Millionen… Jep.

    Flogs
    2 Jahre zuvor
    Reply to  DaniPe

    Kann man sich ja leicht ausrechnen, auf wie viele Kunden Netflix verzichten kann, um ohne die 30/15 Prozent weiterhin mehr zu verdienen als bisher.

    OliverH
    2 Jahre zuvor
    Reply to  DaniPe

    Naja, ein Netflix Kunde wird kaum sein Abo kündigen nur weil er seine Zahlungsart umstellen muss.
    Außerdem sind aktuelle iTunes-Zahler nicht betroffen sondern nur welche die aktuell kein aktives Abo über iTunes haben.
    Netflix kann damit also nur gewinnen. Ein nicht aktives Konto, das dann evtl gekündigt wird weil iTunes Abrechnung nicht mehr zur Verfügung steht, hat ja ohnehin keinen Umsatz generiert.

    Jörch
    2 Jahre zuvor

    Ich hoffe, das viele dem Netflix-Kurs folgen. Diese Abo-15%-Abzocke seitens Apple (und dadurch uns) gehört ein Riegel vorgeschoben.

    bartman45
    2 Jahre zuvor
    Reply to  Jörch

    Kannst du begründen, wo genau du jetzt „abgezockt“ wirst?

    JB
    2 Jahre zuvor
    Reply to  bartman45

    Vielleicht weil Netflix die Prozente auf den Endkundenpreis umlegen muss?

    Pristo
    2 Jahre zuvor
    Reply to  bartman45

    Warum kostet es dann auf der Seite genauso viel wie bei itunes?
    Verstehe nun nicht wo man abgelockt wird, eher würde ich sagen die anderen die nicht über iTunes zahlen werden abgezockt.

    Jep
    2 Jahre zuvor
    Reply to  bartman45

    Quersubvention

    Alli
    2 Jahre zuvor

    Warum erhöhen sie den Beitrag über iTunes nicht einfach um den Betrag, den sie abgeben müssten?
    Macht Spotify nicht auch so?!

    Flogs
    2 Jahre zuvor
    Reply to  Alli

    Wenn ich raten müsste: Um nicht einen direkten Konkurrenten zusätzlich Geld in die Kasse zu spülen. Insbesondere da der Konkurrent selbst die 30/15 Prozent nicht zahlen muss.

    dynAdZ
    2 Jahre zuvor
    Reply to  Flogs

    Und vermutlich weil dann der Eindruck entsteht, dass der Dienst einfach teurer ist. Viele Kunden werden dann nur den iTunes-Preis und nicht die „echten“ Kosten kennen.

    walbri
    2 Jahre zuvor
    Reply to  Alli

    Spotify kann man auch scho länger nicht mehr via iTunes bezahlen…

    Alex _
    2 Jahre zuvor

    Das finde ich maximal Käse. Wollte ab Januar umstellen auf iTunes. Damn… Zu spät.

    Tho
    2 Jahre zuvor
    Reply to  Alex _

    Das ist ja jetzt keine wirkliche Überraschung mehr. Das steht schon lange im Raum ;)

    Glatzmatz der Gartentroll
    2 Jahre zuvor
    Reply to  Alex _

    Kannst du doch. Nur bezahlen geht nicht über iTunes Guthaben. Also Paypal und Co.

    KONTOR-Ayu
    2 Jahre zuvor

    Das hast du wohl falsch verstanden. Über Apple kannst du, egal mit welcher Bezahlmethode, kein Abo von Netflix abschließen. Da spielt es keine Rolle ob du Guthaben bei iTunes hast, KK oder Paypal bei Apple nutzt. Es geht einfach nicht.

    Blub
    2 Jahre zuvor

    Das kommt davon wenn man zu gierig ist und unverschämte 30% verlangt.

    Wolverine
    2 Jahre zuvor

    Gilt auch für ein bestehendes Abo. Habe eben versucht, die Zahlungsart umzustellen & iTunes wird mir nicht angeboten.

    momotaro
    2 Jahre zuvor

    Abos kommen, so oder so, nicht auf mein Gerät. SO WHAT? … … …

    N_O
    2 Jahre zuvor
    Reply to  momotaro

    Joa selbst schuld :)

    arosa0815
    2 Jahre zuvor

    Ab wann genau gilt das? Bei mir ging die Neubeauftragung via Apple eben gerade zumindest noch.

    Archetim
    2 Jahre zuvor

    Tipp: Schließt euer Abo doch im Ausland (über VPN) ab! Ich habe meins bei Netflix Mexico gemacht, je nach Kurs des mex. Peso zahle ich aktuell zwischen 9 und 10 Euro für Premium-UltraHD.

    iSynTom
    2 Jahre zuvor
    Reply to  Archetim

    Über die Türkei liegt das UHD Paket bei ca 6-7 Euro ;)

    Archetim
    2 Jahre zuvor
    Reply to  iSynTom

    Ja das ändert sich auch immer mal, je nachdem, wie die Kurse schwanken :-)

    wolf s.
    2 Jahre zuvor

    Ich denke, die Streaminganbieter können es sich aufgrund von hohen Lizenzzahlungen für Inhalte, Kosten des laufenden Betriebs wie z.b. Server, Personalkosten (5500 für Netflix, knapp 3000 Leute arbeiten für Spotify), teure Eigenproduktion (Netflix &Co) einfach nicht leisten von den durchschnittlich € 10 auch nur einen Cent an Provision zu zahlen. Spotify macht vermutlich immer noch keinen Gewinn. Konzerne Apple und amazon dürfte bei der Finanzierung die Möglichkeit der Quersubventionierung nutzen.
    Die Möglichkeit, die Dienste jederzeit kündigen zu können bedeutet für die Anbieter aber auch, dass die Laufzeit vieler Abos dadurch selten über ein Jahr hinaus geht und somit immer 30 % Provision anfallen … Wenn ich das mit der 30/15 Regelung richtig verstanden habe.

    Archetim
    2 Jahre zuvor
    Reply to  wolf s.

    Das wird so sein, zudem schalten viele ihr Abo zu und ab, wie es passend ist. In den Sommermonaten z.B. brauche ich kein Netflix, also im Mai kündigen und im Oktober wieder aktivieren. Wenn das Apple dann jedesmal als Neuabo zählt, ist das für NF natürlich blöd.

    Dennis
    2 Jahre zuvor

    Habe eben mein früheres Netflix Abo über iTunes wieder aufgenommen: Also für Bestandskunden mit abgelaufenem Abo scheint es noch über die Abo Übersicht der iTunes Account ID noch zu gehen.

    Georg
    2 Jahre zuvor

    Und wie sieht es aus, wenn man ein Abo hat und es Upgraden wollte?

    Melanie
    2 Jahre zuvor
    Reply to  Georg

    Das geht, kein Problem.

    Mark
    2 Jahre zuvor

    Ich habe mein Abo für einen Monat gekündigt. Über Weihnachten läuft genug im TV. Ich habe gerade mal nachgesehen: Über meine Abos in iTunes kann ich ohne Probleme ein neues Abo abschließen. Ob das nun in der App angeboten wird oder nicht, spielt keine Rolle. Man sieht ja immer noch die beendeten Abos, rückwirkend für 1 Jahr und kann es dort auch einfach reaktivieren.

    Walter
    2 Jahre zuvor
    Reply to  Mark

    Ja, die Möglichkeit gibt es noch. Aber nur für den, der sie kennt. :)

    Chris
    2 Jahre zuvor

    Mein Netflix Abo auf dem Apple TV konnte ich gestern Abend problemlos über „Einstellungen > Account > Abos verwalten“ reaktivieren. Abo-Gebühr wurde direkt vom iTunes Guthaben abgebucht.

    ifun.de ist das dienstälteste europäische Onlineportal rund um Apples Lifestyle-Produkte.
    Wir informieren täglich über Aktuelles und Interessantes aus der Welt rund um iPad, iPod, Mac und sonstige Dinge, die uns gefallen.
    Insgesamt haben wir 30432 Artikel in den vergangenen 7145 Tagen veröffentlicht. Und es werden täglich mehr.
    ifun.de — Love it or leave it   ·   Copyright © 2021 aketo GmbH   ·   Impressum   ·   Cookie Einstellungen   ·   Datenschutz   ·   Safari-Push aketo GmbH Powered by SysEleven