Lokal oder übers Internet
Navidrome: Musikserver für die eigene Sammlung
Im Anschluss an unsere gestrige Erwähnung von Offline-Musikammlungen und Problemen mit iTunes Match wurden wir auf das Open-Source-Projekt Navidrome hingewiesen. Dahinter steckt die Idee, auf die Nutzung von kostenpflichtigen Musikdiensten zu verzichten und das dafür ausgegebene Geld lieber in eine private Musiksammlung zu stecken, die sich ohne Einschränkungen verwenden lässt. Bei Interesse werft ihr am besten gleich mal einen Blick auf deren Online-Demo.
Die persönliche Musiksammlung lässt sich mithilfe von Navidrome über einen Webbrowser, mobile Geräte und zusätzliche Apps nutzen. Der Zugriff auf lokal gespeicherte Musikdateien erfolgt dabei ähnlich komfortabel wie man es von Streaming-Diensten wie Spotify oder Apple Music kennt. Dabei kann man den Dienst ausschließlich lokal betreiben oder für den Zugriff von außerhalb öffnen.
Installation lokal oder auf Server
Navidrome kann mit einer breiten Unterstützung von Server-Plattformen punkten. Dabei werden Desktop-Betriebssysteme wie macOS, Windows und Linux ebenso unterstützt wie Docker-Installationen. Mit PikaPods wird zudem eine Managed-Hosting-Option aufgeführt.
Navidrome ist darauf ausgelegt, auch umfangreiche Musiksammlungen zu verwalten. Mithilfe der Anwendung können auch verlustfreie Audioformate wiedergegeben werden. Die Kategorisierung der Dateien erfolgt auf Basis der vorhandenen Metadaten. Auf diese Weise lassen sich auch umfangreiche Sammlungen strukturiert darstellen. Die Software überwacht die zugrundeliegende Musikbibliothek und erkennt neu hinzugefügte Dateien. Diese werden automatisch in die Sammlung aufgenommen und mit den vorhandenen Informationen verknüpft.
Mehrbenutzerbetrieb möglich
Navidrome lässt sich auch mit mehreren Personen verwenden. Diese können voneinander unabhängig auf dieselbe Musiksammlung zugreifen und jeweils eigene Wiedergabelisten, Favoriten und Abspielstatistiken führen.
Die Anwendung ist kostenlos und wird von einer aktiven Entwicklergemeinde gepflegt. Als hilfreiche Anlaufstelle für Neueinsteiger und Interessierte ist die Navidrome-Community auf Reddit zu empfehlen.


Das sieht sehr interessant aus. Gibt es Erfahrungsberichte von Ifun-Usern zu diesem Thema ?
Ich hab’s seit 3 Wochen mit der iOS App Amperfy im Einsatz. Es ist mega!
Läuft bei mir seit einigen Monaten als Dockerinstallation auf meinem NAS.
Auf iPhone und iPad nutze Ich als Client Amperfy. Der bietet einen optionalen Offlinemodus damit das NAS auch mal ausgeschaltet bleiben kann.
Zusätzlich nutze Ich auf meinem Google TV Fernseher noch Symfonium als Client.
Bin soweit sehr zufrieden mit dem Setting, läuft alles 1A.
Danke Euch beiden. Hört sich immer besser an.
ja läuft gut auf einer VM auf meinem Proxmox.
Leider läuft Amperfy auf dem Mac nur noch ab macOS 26. Ziemlich ungewöhnlich für ein OpenSource Projekt.
Als sehr guter Client für den Mac wäre „Feishin“ empfehlenswert. Feishin kann man nicht nur lokal installieren, sondern auch als alternatives Web-Frontend für den Server.
Der Lyrion Musikserver (ehemals Logitech Media Server) läuft hier weiterhin wunderbar für lokale und gestreamte Musik für das ganze Haus, auf Wunsch auch synchron in jedem Zimmer. Mit LyrPlay gibt es auch seit kurzem einen nativen Client für iOS, iPadOS und macOS. Für Android gibt schon länger einen.
Oder Music Assistant
Haben die keine serverkosten wenn ich meine Musik da hochlade?
So wie ich das verstehe hast du die serverkosten da du den server stellst
Man betreibt den Navidrome Server selbst.
Entweder lokal auf einem eigenen Rechner (Windows/Linux/Mac) ,einem NAS im lokalem Netzwerk (so mache Ich es), oder man hostest es auf einem Server in der Cloud.
Ist in dem Artikel hier auch so beschrieben.
Ich nutze Navidrome und Music Assistant. Navidrome fühlt sich im vergleich etwas altbacken an.
Kürzlich haben sie ein update gemacht welches mehrere libraries für multi user ermöglicht und das macht mir einige probleme. Dadurch hat man in allen ios apps die man nutzen kann alles doppelt. (einmal die eigene library und eine die alle libraries anzeigt) Bis da updates kommen ist das nicht so schön.
Music assistant fühlt sich allgemein etwas moderner und zukunftssicherer an. Mit dem neuen sendspin protokoll welches gerade in entwicklung ist konnte ich mir mit ein paar esp32 und lautsprechern ein extrem geiles multiroom system für ein paar euros basteln und es läuft trotz entwicklungsphase sehr stabil…
Ich werde Navidrome denke ich auch kurz oder lang dekomissionieren
Music Assistant entstammt doch im Kern irgendwie dem Lyrion Musikserver (früher als Logitech Media Server bekannt), oder?
Ist es möglich, die Musik über eine Alexa oder ähnlichen Speaker abzuspielen?
siehe github projekt navidrome-alexa
Plex.
Ich habe einen Navidrome-Player für iPhone und iPad entwickelt. Er heißt Musa: https://apps.apple.com/us/app/musa-player/id6757719836