EU-Vorgaben und neue iPad-Gerüchte
Nächstes iPad mini soll erstmals wasserdicht werden
Apple könnte dem nächsten iPad mini erstmals eine offizielle Wasserbeständigkeit spendieren. Entsprechende Hinweise stammen aus der Gerüchteküche rund um das für Herbst erwartete Kompakt-iPad. Sollte sich dies bestätigen, wäre das nicht nur ein praktisches Ausstattungsmerkmal für den Alltag. Die Neuerung könnte Apple zugleich dabei helfen, das Gerät von künftigen EU-Vorgaben zum Akkuwechsel auszunehmen.
Bislang besitzen iPads keine offizielle IP-Zertifizierung gegen das Eindringen von Wasser oder Staub. Apple weist sogar ausdrücklich darauf hin, dass die Tablets nicht für den Kontakt mit Wasser ausgelegt sind. Beim iPhone ist das seit Jahren anders. Dort bewirbt Apple die Wasserbeständigkeit offensiv, schließt Schäden durch eingedrungene Flüssigkeit allerdings weiterhin von der Garantie aus. Eine Praxis, die wir in der Vergangenheit bereits mehrfach kritisiert haben.
Neue Lautsprecher sollen das Gehäuse abdichten
Den aktuellen Gerüchten zufolge soll Apple für das iPad mini ein neuartiges Lautsprechersystem entwickeln. Anstelle klassischer Lautsprecheröffnungen sollen schwingende Gehäuseflächen den Schall erzeugen. Dadurch könnten Öffnungen entfallen, die bislang zu den empfindlichsten Stellen eines Gehäuses gehören. Bereits 2014 hatte Apple ein entsprechendes Verfahren zum Patent angemeldet.
Welche Schutzklasse das Gerät erreichen könnte, ist bislang nicht bekannt. Beim iPhone setzt Apple derzeit auf eine IP68-Zertifizierung. In den eigenen Prüflaboren testet das Unternehmen seine Geräte unter anderem mit simuliertem Regen, Wasserstrahlen verschiedener Stärke sowie längeren Tauchtests unter Druck.
Wasserfestigkeit könnte regulatorische Vorteile bringen
Interessant ist der Zeitpunkt der Gerüchte auch mit Blick auf die EU-Batterieverordnung. Ab Februar 2027 müssen Akkus in Smartphones, Tablets und vielen anderen Geräten grundsätzlich vom Nutzer austauschbar sein. Die Verordnung sieht allerdings Ausnahmen für Produkte vor, die regelmäßig unter Spritzwasser, Strahlwasser oder sogar Unterwasserbedingungen eingesetzt werden und deren Konstruktion deshalb dauerhaft abgedichtet sein muss. In diesen Fällen darf der Akkutausch weiterhin unabhängigen Fachbetrieben vorbehalten bleiben.
Das iPhone profitiert bereits von einer solchen Ausnahme. Wie wir erst vor wenigen Tagen berichtet haben, gilt dies unter anderem wegen seiner Wasserbeständigkeit und weil der Akku auch durch unabhängige Werkstätten ersetzt werden kann.
Sollte Apple dem iPad mini nun tatsächlich erstmals eine offizielle Wasserbeständigkeit verleihen, hätte dies daher nicht nur praktische Vorteile im Alltag. Gleichzeitig würde sich das Tablet deutlich einfacher in die bestehende Ausnahmeregelung der EU einordnen lassen. Ob regulatorische Überlegungen bei Apples Entwicklung eine Rolle gespielt haben, ist zwar nicht bekannt. Der zeitliche Zusammenhang fällt jedoch auf.


„Eine Praxis, die WIR in der Vergangenheit bereits mehrfach kritisiert haben.“ ;-)
Ach herrje! Danke, ist korrigiert.
Hoffe ja schon lange auf sowas fürs iPad aber hat natürlich einen widerlichen Beigeschmack
Danke EU :)
Dann kann ich endlich auch mit dem iPad beim Surfen telefonieren – danke Apple. :)
Die Ausnahme für wasserdichte Geräte ist doch echt eine Farce. Hersteller beweisen bereits jetzt, dass ein entnehmbarer Akku und Wasserdichtigkeit nach IP68 kein Widerspruch ist (zB. Samsung Galaxy XCover-Serie). Dann hätte ich lieber ein leicht dickeres Handy und könnte dafür selbst den Akku tauschen.
Wenn etwas als wasserdicht beworben wird um einen regulatorischen Vorteil zu haben, der Hersteller aber keine Garantie dafür gibt, dann sollte der Hersteller auch keine Vorteile davon haben.
Ich finde es fast wie Betrug so ein Spielchen.
Betrug? Apple? Du meinst so etwas wie „Apple Intelligence. iPhone 16“? Niemals!
+1.
Sehe ich genauso.
KEIN Hersteller wasserdichten Equipments gibt eine Garantie darauf. Auch nicht Hersteller wasserdichter Cases.
Zudem sind ist IP68 nicht dauerhaft dicht sonder bis zu 2 Meter Tiefe für mindestens 30 Minuten und nur in Süsswasser.
Wasserdichtigkeit ist für mich nachhaltiger als ein Wechselakku. Ich erinnere mich an die Nullerjahre, wo vielen Menschen die teuren Handys gestorben sind, wenn sie 1x kurz mit Wasser in Berührung kamen. Meist waren sie auch nach dem Trocknen tot.
Ein wasserdichtes iPad Mini fände ich als Kindle-Ersatz sehr attraktiv.
Die Gefahr sollte auch bei wasserdichten Geräten bestehen. Das passiert, wenn die Geräte am Stromkabel hängen und mit Wasser in Berührung kommen.
Grundsätzlich machen das alle Hersteller (auch Samsung zB) so. Das sollte man vielleicht im Artikel dazu auch mal erwähnen. Wir reden hier nicht von einer ‚Apple-Spezifischen‘ Einschränkung.
IdR wird auch bewusst nicht beworben dass die Geräte wasserdicht, sondern z.B. Spritzwassergeschützt sind (Wortwahl ist bewusst gewählt).
Will man mit einem Gerät schwimmen gehen muss man auf andere Spezifikationen achten wie beispielsweise 5ATM.
Darauf hat die Welt gewartet. Ein iPad mini, mit dem man schwimmen und ggf. sogar tauchen kann.
Jap… das wird es sein!
Apple sitzt nämlich nur 1-2 Jahre an der Produktentwicklung und macht das anders als alle anderen, die eine langfristige Roadmap verfolgen…
Dass das Mini sehr gut für unterwegs geeignet ist, und deshalb vermutlich dieses Feature bekommt, lassen wir mal außen vor.
Ich liebe ja das iPad mini wirklich sehr. Und ein Display mit Oled sowie ein etwas flotterer Prozess + RAM würden für mich das perfekte Mini ausmachen.
Statt Wasserdicht, lieber mal im neuen Zeitalter ankommen und ein OLED 120hz Display anbieten.
Mit 60Hz lass ich es wieder liegen!
Dauerhaft wasserdicht sind auch iPhones nicht! IP68 bedeutet eben nicht dauerhaft dicht sonder bis zu 2 Meter Tiefe für mindestens 30 Minuten und nur in Süsswasser. Und dazu nur einfaches eintauchen.
Eine zeitgemäße Bildwiederholungsrate wäre doch mal was.