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Nach Spotify: Auch Kaspersky reicht Beschwerde gegen Apple ein

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Nur wenige Tage nachdem der Musik-Streaming-Dienst Spotify seine Wettbewerbsbeschwerde gegen Apples App Store-Richtlinien an die EU-Kommission übermittelte ist der russische Antivirus-Anbieter Kaspersky jetzt dem Beispiel der Skandinavier gefolgt.

Kaspersky Safe Kids

Statt jedoch auf die EU zuzugehen, hat sich Kaspersky an die Staatlich-Russische Wettbewerbs-Behörde FAS gewandt und hier eine Untersuchung der App Store-Richtlinien Cupertinos gefordert.

Ausschlaggebend für den Vorstoß war eine Auseinandersetzung mit Apple im vergangenen Jahr. Damals untersagte Cupertino den Vertrieb der „Kaspersky Safe Kids„-Applikation über den App Store und forderte Kaspersky dazu auf, zwei Funktionen zu entfernen, die der Anbieter über sogenannte Konfigurationsprofile realisiert hatte: Das Blockieren ausgewählter Webseiten und die Altersbeschränkung ausführbarer Apps.

Aus unserer Sicht scheint Apple seine Position als Plattformbesitzer und Supervisor des einzigen Kanals für die Bereitstellung von Apps für Benutzer der Plattform zu nutzen, um Bedingungen festzulegen und andere Entwickler daran zu hindern auf Augenhöhe zu konkurrieren. Aufgrund der neuen Regeln können Entwickler von Kindersicherungs-Apps Benutzer verlieren und müssen finanzielle Einschnitte befürchten. Am wichtigsten sind jedoch die Benutzer, denen einige kritische Sicherheitsfunktionen vorenthalten werden. Der Markt für Apps zur elterlichen Kontrolle wird in Richtung Monopol und folglich in eine Stagnation führen.

Kaspersky verweist auf eine Handvoll ähnlich gearteter Fälle und führt im Blogeintrag zum Thema auch die Spotify-Kampage an.

Neben der noch ausstehenden aber mit Spannung erwarteten Monopol-Verhandlung vor dem obersten US-Gericht und dem Fall Spotify vor der EU hat Apples Rechtsabteilung nun also auch mit einer ernsten Wettbewerbsbeschwerde in Russland zu tun – staatlich-regulierende Eingriffe in die App Store-Richtlinien Apples waren noch nie so wahrscheinlich wie aktuell.

Mittwoch, 20. Mrz 2019, 9:17 Uhr — Nicolas
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  • Das war ja klar, dass jetzt jeder hinter dem Ofen her gekrochen kommt & versucht die App Store Regeln nach seinen Vorlieben zu ändern. Selbst WENN man Spotify recht geben würde, der Kaspersky Fall ist vollkommen anders, da Apple hier kein vergleichbares Produkt anbietet, das diese Funktionen hat die man Kaspersky da verbietet.

  • Wobei Safe Kids eher eine Überwachungssoftware ist. Daher gut, dass bestimmte Funktionen nicht von Apple freigeben wurden.

  • Das war ja abzusehen, der Zug wird länger auf welchen aufgesprungen werden kann

  • Eine Beschränkung der Schnittstellen macht vom Sicherheitsaspekt her großen Sinn. Irgendwie ist es schon ironisch, dass gerade Kaspersky diesen Umstand anprangert.

  • Drei Jahre lang war alles in Ordnung oder wenigstens geduldet, und dann ist Apple aufgefallen dass es so nicht geht. Und das gleichzeitig zur Einführung der Apple-eigenen Lösung mit Screen Time. Das hat tatsächlich ein Geschmäckle.

  • Niemand zwingt die dazu, das sie ihre App im Appstore anbieten. Raus wollen sie aber auch net, könnte ja ne menge Geld verloren gehen. Ausserdem will der Geschäfftsführer ja noch zusätzlich nen Ferrari zu den restlichen Sportwagen in der Garage sehen…

  • Ist zwar irgendwo Off-Topic und ich will eigentlich nicht kleinlich sein, bin es aber trotzdem mal: warum bezeichnet ihr, liebes ifun-Team, Apple oft einfach nur als „Cupertino“? Mir ist schon klar, dass Apple dort die Firmenzentrale hat, aber in dem Zusammenhang entstehen bei euch immer wieder Sätze, die schlichtweg falsch sind. So auch hier: „Damals untersagte Cupertino (…)“. Die Stadt(verwaltung) Cupertino hat nichts untersagt, sondern Apple. Ich bin seit Jahren treuer Leser eurer Artikel, aber der Punkt stört mich schon länger und es kommt gefühlt in fast jedem Artikel vor. Nichts für ungut ;)

    • Ist ein bisschen so, wie wenn Zeitungen Schlicht auf „Berlin“ verweisen, damit aber nicht die Hauptstadt sondern die hier sitzende Regierung meinen und hilft uns zusammen mit Platzhaltern wie „der iPhone-Konzern“, „das Unternehmen“ und „der Hersteller“ dabei, in Artikeln in denen es viel um Apple geht, nicht hundert mal den Unternehmensnamen schreiben zu müssen. Dass die Stadtverwaltung (meist) nicht gemeint ist, ergibt sich für Gewöhnlich aus dem Kontext.

      • Nichts für ungut, Nicolas, aber das sehe ich nicht so.
        Hier darf ein Autovergleich nicht fehlen ;-)
        Wenn wir zB über eine bekannte Automarke sprechen, dann sagen wir eventuell „die Münchner“ oder „die Stuttgarter“ oder vielleicht „wie wir aus München hörten“ aber mir ist es nicht geläufig, dass gesagt wird „München bringt ein neues Modell raus“ oder gar „München sucht Mitarbeiter“ oder etwa „München und Stuttgart fusionieren“ ;-)
        Noch ein schöner Vergleich: Bankenfusion im Gespräch: „Gehen Frankfurt und Frankfurt zusammen?“

    • Ich finde es gut so wie es ist. Der Satz im Artikel ergäbe mit der Stadt Cupertino nicht viel Sinn, eine Doppeldeutung ist also sehr unwahrscheinlich. Auch dir Andy ist es ja klar verständlich.

      Ein wenig Transferdenken hat noch niemanden geschadet. Es muss ja nicht alles wie ein Kinderbuch formuliert werden.

  • Aha schlangenöl protestiert. Warum eigentlich, ist doch unnütz wie ein Kropf

  • Finde ich super! Selbstverständlich nutzt Apple seine Stellung aus. Wenn ich einen App Store besäße, in dem ich ein Konkurrenzprodukt anböte, würde ich auch schauen, dass ich mir einen Vorteil verschaffe. Es wird Zeit, dass dies von einer Kartellbehörde unterbunden wird. Fragt mal einen Versicherungsberater, der unabhängig zu verschiedenen Anbietern berät, aber von einer davon bezahlt wird, zu seiner „unabhängigen“ Meinung über eine andere Versicherung ;)

  • Kaspersky is so ziemlich die beschissenste App die es für macOS gibt. Is einfach nur ein Produktivitätskiller. Verlangsamt alles um ca. 50%. Da kann mans auch gleich lassen und mit dem Virenrisiko leben ;-) (oder ein anderes Produkt verenden)

  • Das Problem sind ja wohl klar die Profile die Kaspersky quasi alles ermöglichen. Richtig das dies unterbunden wird.

  • Hoffentlich wir Apple verpflichtet, alternative App Stores zuzulassen.
    Kunden und Anbieter könnten Alternativen nutzen, wenn die wollten. Es sollte allerdings jeder Kunde entscheiden können, ob er diese Stores verwenden möchte.
    Bei der Installation alternativer Stores sollte Apple dann auf die Risiken hinweisen.

    • Nur nicht – also ICH will keine halbwegs ungeprüfte Qualität – man kann sich sicherlich drüber streiten, aber den Krampf und Wildwuchs wie es bei Android gibt, darauf kann ich verzichten.

      Am Ende läuft es wie bei Amazon und man wird – nur um eine bestimmte App haben zu wollen – auf einen Subunternehmer-Store verpflichtet … das kann es auch nicht sein.

      • Letztendlich sind das aber alles Bereiche, die du jetzt einfach gar nicht hast. Du willst keine ungeprüfte Qualität? Dann binde keinen Dritt-AppStore ein.

        Du willst keinen Amazon App Store? Dann binde ihn nicht ein. Auch unter Android gibt es nur zwei Gründe ihn einzubinden: Entweder es gibt darüber etwas, was Google im PlayStore nicht zulässt, oder aber man möchte auf Angebote zurückgreifen die es so im PlayStore nicht gibt.

        Niemand zwingt dich einen weiteren App Store zu installieren. Aber die Möglichkeit zu haben wäre sinnvoll.

    • Wer „Alternative App Stores“ möchte, kann sich irgend ein Android Gerät holen und dann täglich an den Konsequenzen erfreuen.

      Für mich als Entwickler ist der AppStore natürlich eine Hürde. Die Sicherheitsstandards bei Apple sind extrem hoch, das Verfahren kompliziert. Als User bin ich jedoch froh darüber und dankbar für die Kontrollen im Hintergrund. Es ist gut, wie es ist und es darf gerne so bleiben.

      Und ganz generell: es steht Kaspersky oder Spotify frei, ein eigenes Betriebssystem zu entwickeln, zu pflegen, zu betreuen. Allein die Infrastruktur dürfte die beiden Firmen gewaltig überfordern. Wenn sie diese Investition dann allen frei und kostenlos zur Verfügung stellen – so wie sie es selbst erwarten – dann ist doch alles gut. Kaspersky und Spotify dürfen gerne mit gutem Beispiel voran gehen.

  • Es wird Zeit das Apple seine Macht reduziert wird! Jeder muss sich an Regeln halten, Apple gibt in seinem AppStore ein Monopol vor das eigentlich nicht erlaubt ist.

    • Ein Monopol liegt vor, wenn es nur einen (mono) einzigen Anbieter gibt. Tatsächlich gibt es aber den Google Play Store, App Store, Windows Store, Playstation Store, etc. und zudem in MacOS und Windows Software auch komplett ohne Store geladen werden, greift dieses Argument nichtmal ansatzweise.

    • Unfug hoch 3. Auf dem Mac lässt sich installieren was man will und über 90% der Computer sind nicht mal ein Mac. Wo soll den da ein Monopol sein.

    • Auf einem Mac kann ich installieren was ich mag und auf einem iOS Gerät muss man halt gewisse Regeln einhalten. Es zwingt niemanden ein iOS Gerät zu nutzen. Jeder kann auch auf Android ausweichen, wenn ihn der Narr reitet. Und wenn er jammert, dass dort 90% nur Mist zu finden ist, dann ist es seine Entscheidung.

    Redet mit. Seid nett zueinander!

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