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Neue Abteilung im Aufbau

Nach Anzeigen-Einbruch: Bezahlte Inhalte bei Facebook, WhatsApp und Instagram

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53 Kommentare 53

Dass Apples Anti-Tracking-Offensive für massive Einbrüche in den Werbeumsätzen von Google und dem Facebook-Mutterkonzern Meta gesorgt hat, ist inzwischen hinlänglich bekannt. Marktbeobachter vermuten hier blankes Kalkül auf Seiten Apples.

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Erst hat Cupertino den Werbe-Schwergewichten massive Steine in den Weg gelegt und verhindert inzwischen nahezu vollständig, dass Facebook und Google die Nutzer-Gewohnheiten auf iPhone und iPad über mehrere Anwendungen hinweg tracken können. Jetzt will der iPhone-Konzern selbst seine Werbeanstrengungen ausbauen und schickt sich an das Werbegeschäft auf den eigenen Plattformen komplett zu übernehmen. Für den nötigen Wissensvorsprung haben die Anti-Tracking-Regelungen ja bereits gesorgt.

Meta baut neue Abteilung auf

Bei Facebook scheint Apples Advertising-Offensive jetzt für ganz unvorhergesehene Änderungen zu sorgen. So hat die Facebook-Mutter Meta ihre angestellten jetzt in einem Mitarbeiter-Memo über den Aufbau einer neuen Abteilung informiert, die die Integration kostenpflichtiger Funktionen in Facebook, Instagram und WhatsApp angehen soll.

Die neue Abteilung ist der erste aktive Schritt den Meta unternimmt, um die beliebten Dienste auf ein zweites Standbein zu stellen und diese langfristig nicht nur durch Werbeanzeigen sondern auch durch Direkt-Zahlungen der Nutzer zu monetarisieren.

Noch ist unklar welchen Umfang die bezahlten Inhalte bei Facebook, Instagram und WhatsApp einnehmen werden, auch steht nicht fest wann die ersten Premium-Funktionen Einzug in die Produkte halten werden. Meta scheint jedoch nicht zu planen die angezeigte Werbung gegen kleine Zahlungen vorübergehend wieder auszublenden, sondern will sich um die Bereitstellung neuer und zusätzlicher Dienste kümmern, die neben den Werbeumsätzen für zusätzliche Einnahmen sorgen sollen.

02. Sep 2022 um 11:49 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • Nutze seit 2 Jahren weder IG noch Facebook. Einzig zu WhatsApp werde ich sporadisch „gezwungen“. Kann heute nicht mal sagen warum ich jemals FB genutzt habe.

    • Geht mir genauso. Das ist einfach nur Verschwendung von Lebenszeit.

      • Genau genommen ist jedes Sozialmedia (egal ob YouTube, Instagram, TikTok, Facebook, StudiVZ etc. etc.) verschwendete Lebenszeit. Selbst das Kommentieren hier im Blog ist eigentlich verschwendete Lebenszeit.

      • @itchy Hm, bei YouTube verhält es sich ambivalent. Hat wahrscheinlich schon einigen Lebenszeit erspart, ist für die meisten aber eine Lebenszeit Halde….

      • Kommt drauf an für was YouTube genutzt wird, wird es nur genutzt um sich Hilfreiche Videos anzuschauen, so hast du sicherlich recht mit den Lebenszeit erspart.

        Schaue ich aber so in den Trends von YouTube, ist dass eigentlich alles nur Sinnloser Rotz der Schlimmer ist als dass Vor-/Nachmittagsprogramm von der RTL Gruppe.

      • Howto-Videos ist schon seit vielen Jahren das einzige, was ich mir noch bei YouTube anschaue. Es wäre schön, wenn es genau dafür einen Konkurrenten gäbe, ohne den ganzen Influenzerkram und sonstigen Blödsinn. Das würde die Suche auch wesentlich vereinfachen.

        Facebook, Instagram und Co. haben mich noch nie interessiert. Ich muss Facebook geschäftlich haben, aber darum kümmert sich bei uns immer der älteste Azubi – die sind meist auch noch motiviert da etwas zu machen.

  • Ideen:

    – Facebook Premium light ohne Werbung und Tracking 5 Euro
    – Facebook premium 10 Euro im Monat inkl. Chat Support von echten Mitarbeitern
    – Facebook premium VIP 20 Euro im Monat inkl. Telefonischen premium support (gerade für selbständige und Firmen ein massives Plus)

  • Gibt es denn auch ehrliche Marktanalysen, wie wenig bis garnicht sich User von dämlicher oder nerviger Werbung beeinflussen lassen? Gilt auch für iFun. ;-)

    • Ja, schon seit Jahrzehnten unverändert hoher Einfluss.
      Nur weil du dadurch nicht gleich in den nächsten Laden springst und kaufst, hat es trotzdem erheblichen Einfluss auf deine Wahrnehmung.

      • Quelle? Ich bin dann eher die Außnahme und eher unbeeindruckt von Werbung.

      • Auf Youtube das kurze Video „Nein, du bist nicht immun gegen Werbung“ anschauen. Quellen sind in der Videobeschreibung.

      • Bist du das wirklich? Ich wette mit dir, wir können dir die Typische Werbe-Slogan hier nun rein schreiben und du weißt sofort zu welcher Marke welcher Slogan gehört. Oder wir schreiben dir hier nun diverse Produkte rein und du weiß trotzdem so grob was es ist und wie es aussieht.

        Nur weil du es nicht sofort kaufst oder vielleicht nie kaufst, heißt es nicht dass du nicht von der Werbung trotzdem beeinflusst.

      • Natürlich kennt man Firmen und Produkte… wie sonst soll man Listen der zu boykottierenden Firmen sowie Produkte im Kopf haben?

        Sich etwas zu merken hat nicht zwangsweise etwas mit erfolgreichem Werbeeffekt zu tun.
        Wenn man bedenkt, dass negative Erfahrungen viel mehr prägen, merken wir uns entsprechend eher die Produkte, die wir zukünftig nicht mal mit dem Hintern angucken.

        Oder anders formuliert: Produkte die wirklich mit Mehrwerten, fairer Erzeugung und sozialer Verantwortung gefertigt werden, haben es trotzdem schwer, weil wir uns ständig fragen wo der Haken ist.

      • Der Werbeeffekt tritt schon ein wenn man weiß das es das Produkt/Marke XYZ gibt.

      • @Feuertom Nein, bist Du nicht. Wir kaufen gerade NICHT die Produkte, die in der Werbung gezeigt werden. Zum Beispiel fällt uns in letzter Zeit verstärkt auf, daß lokale, etablierte aber kleinere Marken im Supermarkt durch namhafte Hersteller ersetzt werden, die oft Werbung machen. Dann verzichten wir eher auf das Produkt, anstatt es von der Werbemarke zu kaufen, denn meistens bezahlt man da mehr für weniger Ware.

      • Die großen Konzerne kaufen sich eben in die Supermärkte bzw. Deren Regale ein… war schon immer so… darum herrscht da auch so eine Monokultur, die sich in einem Monotonangebot von Kraft foods, Mars, usw. Äußert.

        komischerweise sind es immer die selben, die ihre eigene Vorherrrschaft durch ein breiteres Sortiment bedroht sehen, während sie ein breites Sortiment innerhalb ihrer Marken nicht anbieten, weil die Produktion der höherwertigen Produkte für sie und ihr Publikum zu teuer ist, aber die kleinen Erzeuger sich natürlich nicht so in die Regale der Supermärkte einkaufen können, wies die großen tun.

      • @FeuerTom, na da ist ja jemand von sich überzeugt. Lass mich raten, Markenartikel kaufst du nur wegen der Qualität ;)

      • Wer ist denn tatsächlich empfänglich für diese emotionale Werbung ganz ohne Fakten?
        bin ich auch nicht…

        der Begriff „Marke“ ist ja auch nur ein Konstrukt, dessen tatsächliches Prestige oder gar Mehrwert nur von ständiger Wiederholung, aber eher selten durch heruasstechende Qualität überzeugt. Das fängt bei den Kindern an, die mit hohen Zuckermengen eine geschmackliche Gewöhnung erfahren, die sie später kaum mehr los werden, weil sie so geformt wurden.

      • Ich lass extrem beworbene Produkte absichtlich liegen. Weil die ganze werbe scheiße völlig aus dem Ruder gelaufen ist. Mfg

      • Das ist natürlich mal einfach behauptet, und ggf. Nachgeplappert, weil es die Industrie mit ihren neuromarketing Geschichten gerne so rechtfertigt, um ihr eigenes Dasein zu sichern.

        Die Frage ist doch eigentlich… wenn Werbung all gegenwärtig ist und wir uns tatsächlich nicht wehren können… müsste sie dann nicht als Körperverletzung gewertet werden? Immerhin ist es ein Eingriff in mein Bewusstsein und Denkaaperat…

        Ich betrachte zb. Werbung auch anders und lache mich über die Mechanismen kaputt.
        Da kleben auf m Bahnhof die Leute große Logos auf n Fußboden, in der HOffnung, die Leute merken sich das…

        Aber wer mit Verstand würde sich auf seiner prestigeträchtigen Marke von tausenden Leuten mit dreckigen Schuhen rumtrampeln lassen?

        aber diese metapher sehen weder Markeneigentümer noch werbemacher…

        Ab da ist die emotionale Geschichte schon durch…

      • @heldausberlin: W+V bezweifelt diese Aussage!

        Folgendes muss passieren, dass tatsächlich Geld generiert (beim werbenden Kunden): Banner angeklickt, Weiterleitung zur Website, Produkt ausgewählt und bezahlt. Produkt wird versandt. Bis hierher sind nur Kosten entstanden (für den Werbenden)

        Kunde schickt das Produkt zurück, weitere Kosten sind entstanden.

        Kunde behält das Produkt. Jetzt und erst jetzt wurde tatsächlich Geld generiert.

        Bittere Wahrheit.

    • Seit wann hat iFun werbung? Oh. Gerade mein piHole mal kurz deaktiviert. Lustig. Noch nie aufgefallen, dass die Pap ein Werbebanner hat. Noch nie vorher gesehen, da immer blockiert.

      • Und Max, Wie fühlt sich das an, regelmäßig einen Dienst zu nutzen und dessen einzige Einnahmequelle „wegzublocken“? Wenn wir alle das täten, wovon sollte dann solch ein -wirklich gut gemachtes Portal- überleben? Denk mal darüber nach.

      • MachLangsamJung

        Ich schreibe für mich. Um Deine Frage zu beantworten: Es fühlt sich sehr gut an.

        Wenn dieser oder ein anderer Dienst durch fehlende Werbeeinnahmen schließen müsste, füllt ein Anderer die entstandene Lücke. Und wenn diese Lücke offen bleibt, würde es mich in keiner Weise stören.

        Jegliche Werbung und Platzierungen der sogenannten Sozialen Medien habe ich gefühlt 20 Jahre nicht mehr auf dem Schirm. Sehe sie nur, wenn ich zum Beispiel einem Kollegen über die Schulter schaue und wundere mich ob der schieren Masse.

        Ich denke, die Werbeindustrie hat massiv überzogen, deren man schon vor langer Zeit überdrüssig wurde. Darunter leiden jetzt auch diejenigen, die mit vielleicht überschaubaren Mitteln Werbung einsetzen und davon ihren Lebensunterhalt bestreiten.

        Und nun, Thom?

  • vielleicht merken dann die die Kunden auf was sie sich mit Meta eingelassen haben.

  • Sollen sie WhatsApp gerne kostenpflichtig machen. Vielleicht wächst in der Bevölkerung dann endlich ein Bewusstsein dafür, dass solche Dienste bisher mit den eigenen Daten finanziert wurden.

    • Dann würden sie alle lediglich zum nächsten kostenlosen Anbieter wechseln.

      • Was, im Falle von Signal, ja nicht schlimm wäre. ;)

      • Ab den Zeitpunkt wo genug Masse dort angekommen ist, wird es für die Typischen Datenkraken Konzerne Interessant und ein passenden Angebot flattert ein.

        Signal hat sich ja eine Zeitlangdurch eine unbekannte Zahl von teilweise privaten Spenden über die Freedom of the Press Foundation finanziert. Und nun setzten sie ja auf zwei Arten von Spenden. Regelmäßige monatliche Spenden von „Sustainern“ und so genannte „Boosts“, also Einmalspenden.

        Ein paar wenige werden da sicherlich von den Usern spenden, die große Mehrheit aber nicht.

  • Find gut das apple das macht. FB soll nicht heulen. Wenn FB meine Daten möchte sollen sie mir was geben.
    Und nein bestimmte Firmen Apps erlaube ich meine Daten zu sammeln.

      • Konkret bietet einem Facebook wirklich nicht viel. Versuch mal, dort was zu suchen oder Freunde aus einer bestimmten Region zu einer Veranstaltung einzuladen etc. Alles Dinge, die als Gegenleistung einen Mehrwert böten, wie Google das längst macht.

  • Man überlege mal welchen Druck Meta ausüben könnte sollten Nutzer nur unter iOS bezahlen müssen.

    • Dann nutzt man Facebook statt in der App in einer PWA.
      Allerdings würde eine solche Aktion eher Facebook schaden als Apple. Facebook ist immer noch eine US-Firma und in den USA hat iOS einen Marktanteil von über 50%. Man würde also mindestens die Hälfte der Kunden gegen sich aufbringen – das könnte auch das Ende von Meta bedeuten.

  • Das könnte vielleicht echte Zusatzdienste hervorbringen, von denen wir alle was haben :-)

  • Hä, verstehe ich nicht. WhatsApp war doch bislang kostenlos weil Meta ein netter Konzern war der mir einfach etwas gutes tun wollte, oder nicht? Warum müssen die auf einmal kosten decken? Wie haben die das denn vorher gemacht? Klar, ich haben denen sämtliche Daten über mich gegeben, aber die sind da doch total sicher und wurden nur verwendet um das Nutzererlebnis für mich noch besser zu machen. Was sollten die Daten den bitte sonst für einen Wert haben?

    Ne, also wenn ich für WhatsApp auch noch bezahlen soll, dann wird das ja genauso eine Geld gierige, abzocker Firma wie Threema die statt aller meiner Daten doch tatsächlich Geld für ihre App verlangen. Wo kommen wir denn da hin?

  • Nachdem ich auf FB Werbung für Audi Smart Repair basierend auf einem kurz zuvor außerhalb der App gemachten Foto eines vermackelten Audis gesehen habe, tut FB mir nicht mehr leid.
    Hatte vergessen den Zugriff aufs Album zu beschränken, offenbar werden dann alle Bilder detailliert analysiert :-(
    Ansonsten kann man natürlich FB auch sinnvoll nutzen, z.B. Veranstaltungsvorschläge basierend auf bisherigen Interessen hab ich so noch nirgends gefunden, da muss man sonst sehr viel recherchieren.

  • Äh…und natürlich sollen die Änderungen die Welt verbessern und Umwelt schonen….

  • Wird wahrscheinlich ähnlich wie Patreon oder YouTube Channel Members oder mit NFTS.
    In Ländern in denen es gut Geld gibt, wird das etwas funktionieren, aber in „ärmeren“ Ländern, in denen FB recht populär ist, wird das nicht wirklich funktionieren.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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