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Neue Handhabe zum 5. April

Meta: Nutzer müssen Ende der Detail-Datenauswertung beantragen

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12 Kommentare 12

Der Facebook-Mutterkonzern Meta hat angekündigt, ab der kommenden Woche auf die Vorgaben der irischen Datenschutzaufsicht, der so genannten Data Protection Commission (DPC), zu reagieren und Anwendern in Europa, damit erstmals die Möglichkeit zu eröffnen, Teilen der hochpersonalisierten Datenauswertung zu widersprechen.

Facebook Meta

Neue Handhabe ab 5. April

Konkret geht es um die Zusammenführung von Auswertung von Nutzerdaten, die in unterschiedlichen Konzernbereichen anfallen. Zwar müssen auch Anwender die der Datenauswertung widersprechen weiterhin mit personalisierten Anzeigen rechnen, diese würden jedoch nur noch grobe Kenndaten wie etwa Alter oder ungefähren Aufenthaltsort berücksichtigen und nicht mehr auf detaillieren Nutzungsinformationen wie etwa den zuletzt angeschauten Videos basieren.

Der neue Umgang mit den Nutzerdaten soll am kommenden Mittwoch starten, setzt von Anwendern, die diese Änderungen für sich in Anspruch nehmen möchten, jedoch das Ausfüllen einer gesonderten Beantragung voraus.

Nutzer Antrag ausfüllen

Dies berichtet das Wall Street Journal und erörtert, dass die Facebook-Mutter die Anträge der Europäischen Anwender dann nicht etwa automatisch bewilligen wird, sondern den Widerspruch der Nutzer erst prüfen will, ehe die Änderungen bewilligt werden und anschließend in Kraft treten.

Meta selbst hat sich im hauseigenen Newsroom zu den bevorstehenden Änderungen geäußert und gibt hier an betroffene Anwender zur Einführung der neuen Handhabe in der kommenden Woche gesondert informieren zu wollen.

Zudem betont das Unternehmen, dass man weiterhin davon ausgehe, sich auch bei der bisherigen Datenverarbeitung konform zur Europäischen Datenschutz-Grundverordnung verhalten zu haben und die Änderungen vor allem deswegen implementieren würde, um den Auflagen der DPC Rechnung zu tragen.

31. Mrz 2023 um 11:32 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • Was sind das denn für Blüten?
    Es wird immer absurder – App wegschmeißen und das war’s!
    So einfach kann es sein :)

  • Sonnenscheinhasser

    „Nutzer Antrag ausfüllen“

    3Worte. Kein Satz, kein Sinn.

  • Beantragen und die mal richtig rannehmen,werden genug Anwälte ihre Daten anfordern und dann gehts richtig rund.
    Lasst die Zockerabteilung mal richtig arbeiten….

  • Interessant sind die beiden Textstellen bein Newsroom-Bericht (deepl):

    «Um dem nachzukommen, ändern wir ab Mittwoch, dem 5. April, die Rechtsgrundlage, die wir für die Verarbeitung bestimmter Daten von Erstanwendern in Europa verwenden, von „vertraglicher Notwendigkeit“ zu „berechtigten Interessen“. …

    Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass diese rechtliche Änderung weder personalisierte Werbung auf unserer Plattform verhindert, noch die Art und Weise beeinflusst, wie Werbetreibende, Unternehmen oder Nutzer unsere Produkte erleben. Werbetreibende können unsere Plattformen weiterhin nutzen, um potenzielle Kunden zu erreichen und ihr Geschäft auszubauen. Die betroffenen Nutzer werden ebenfalls über diese Änderung informiert, die ihnen zusätzliche Möglichkeiten bietet, wie wir bestimmte Informationen verarbeiten, um verhaltensbezogene Werbung zu schalten. Diese Rechtsgrundlage wird von ähnlichen Plattformen verwendet, und unsere EU-Datenschutzrichtlinie und unsere Nutzungsbedingungen werden aktualisiert, um diese Änderung widerzuspiegeln.»

    Ich lass mich in den Details überraschen, aber wenn ich das lese, dann interpretiere ich folgendes:

    • Alles, was unter vertraglicher Notwendigkeig fiel wird nun zu berechtigten Interessen und sind nicht deaktivierbar.
    • Das bisherige Profil kann nicht gelöscht werden, es werden in Zukunft nur unwichtige Daten nicht mehr gesammelt.
    • Es bleibt alles wie bisher, um Werbung zu personalisieren (vielleicht mit ein paar Schaltern weniger)
    • Wir machen es wie die anderen, und installieren noch mehr Tracker, wir müssen sie ja nur als berechtigt markieren.

    Neu wird das so gehandhabt (meine Interpretation):

    • Bestehene Profile werden behalten (sie sagen ja nicht, dass sie gelöscht werden können, sonder nur allfällige Nutzerdaten).
    • Nutzerdaten werden nicht mehr zusammengeführt, dafür je Plattform ein eigenes Profil, das dann zusammengeführt wird (sind ja keine Nutzerdaten mehr).
    • Alles wird über eine Drittfirma abgewickelt, damit Meta nicht mehr angreifbar ist.
    • Über diese Firma wird zwar informiert, aber einen Widerspruch muss separat erfolgen.
    • ABER, weil diese keine Nutzerdaten mehr verarbeitet, sondern generierte „anonyme“ Profile, bringt ein Widerspruch nichts, da sie niemandem mehr zugeordnet werden können.
    • Meta bezieht die Profile von dieser Drittfirma und macht weiter – wie bisher.

    Also so würde ich es machen. Und bis ein neues Urteil über diesen neuen Fall kommt, ist eine allfällige Busse mehrfach Werbegeneriert.

    jm2c

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