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Ausprobiert:

Marshall Stanmore II Voice: Extravaganter WLAN-Lautsprecher mit Alexa

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Marshall bietet seine Lautsprecher Stanmore und Acton mittlerweile in Versionen mit Alexa und Google Assistant an. Wir konnten den mit einem Preisschild von 399 Euro ausgestatteten Stanmore II Voice ausprobieren. Der optisch den klassischen Gitarrenverstärkern des Herstellers nachempfundene Lautsprecher gibt sich mit Blick auf die Zuspielmöglichkeiten vielseitig, passt mit 350 x 195 x 185 mm gerade noch auf den Schreibtisch und zeigt sich mit seinen knapp fünf Kilo Gewicht angenehm schwer und standfest.

Marshall Stanmore II Voice Front

Edel verarbeitet und stilvolles Design

Nahezu alle Bedienelemente des mit Kunstleder bespannten Stanmore II Voice befinden sich auf der Oberseite des Geräts. Wertige Drehknöpfe ermöglichen das Regulieren von Lautstärke, Höhen und Bässen mit authentischer „Amp-Haptik“.

Darüber hinaus finden sich im die strukturierte Metalloberfläche eingelassen ein 3,5 mm Audioeingang sowie Tasten für die Wahl der Audioquelle, Start bzw. Pause und die Aktivierung der Sprachsteuerung (statt dem gesprochenen „Alexa“). Die beiden Mikrofone hierfür sind ebenfalls in das Bedienfeld integriert, zudem finden sich hier noch LED-Leuchten für die Anzeige der aktuellen Audioquelle. Auch die Stufeneinteilung der drei Drehregler wird während der Bedienung des Lautsprechers mit roten LEDs hinterleuchtet.

Marshall Stanmore II Voice Bedienfeld

Wer eine Audioquelle über Cinch anschließen will, findet die entsprechenden Eingänge (links/rechts) auf der Rückseite des Stanmore. Der darüberliegende USB-Anschluss ist nur für Service-Zwecke gedacht. An den Cinch-Buchsen habe erfolgreich einen Numark TT Plattenspieler betrieben, eigentlich ein ganz nettes Setup, wenn man hin und wieder mal ein wenig Vinyl hören will.

Marshall Stanmore II Voice Cinch Rueckseite

Die Einrichtung des Lautsprechers, darunter auch die WLAN-Einbindung, erfolgt über die Marshall Voice App, mit deren Hilfe sich auch verschiedene Grundeinstellungen vornehmen lassen. Dazu zählt beispielsweise die Helligkeit der LEDs oder im Vergleich zu den Drehreglern am Gerät erweiterter Equalizer mit Presets.

Dank WiFi kompatibel zu Musikdiensten

Im WiFi-Modus nutzt der Marshall-Lautsprecher bei Sprachsteuerung die in der Alexa-App hinterlegte Standard-Musikquelle, in der Regel also Amazon Music oder Spotify. Über Spotify kann der Lautsprecher auch direkt angesprochen werden, Das Gerät unterstützt Spotify Connect und kann somit in der Spotify-App ausgewählt werden.

Marshall Voice App

Amazon-Sprachassistentin integriert

Die Alexa-Funktionen setzen den Betrieb im WLAN- oder Bluetooth-Modus voraus. Alexa wird dabei entweder per Sprachbefehl oder durch kurzes Drücken der Mikrofontaste aktiviert. Blaue LEDs auf der Vorderseite des Geräts signalisieren, wenn Alexa aktiv ist. Neben der reinen Gerätesteuerung stehen die üblichen, von Amazon für die Integration in Produkte von Drittherstellern freigegebenen Alexa-Funktionen zur Verfügung. Also auch der Abruf von Infos wie Wetter oder Nachrichten oder die Steuerung von Smarthome-Geräten. War ein Smartphone mit dem Lautsprecher verbunden, so kann die erneute Bluetooth-Verbindung zu diesem Gerät ebenfalls per Sprachbefehl hergestellt werden. Das Aktivierungswort „Alexa“ kann aufgrund der Amazon-Vorgaben nicht geändert werden. Die beiden für den Empfang der Sprachbefehle zuständigen Mikrofone können durch langes Drücken der Mikrofontaste deaktiviert werden, dieser Modus wird durch ein rotes Leuchten der Sprachsteuerungs-LEDs angezeigt.

Ein kleiner Tipp noch für Besitzer des Geräts: Statt Alexa könnt ihr bei der Wiedergabe über einen Musikdienst oder von einer Bluetooth-Quelle auch durch doppeltes bzw. dreifaches Drücken der Play/Pause-Taste zum nächsten oder vorigen Titel springen.

Marshall Stanmore II Voice Cinch Eingang

Den Klang eines Lautsprechers objektiv zu beurteilen fällt mir immer wieder schwer. Der Marshall Stanmore spielt ohne Frage in einer Liga mit beliebten Geräten wie dem HomePod oder auch den kleineren Sonos-Lautsprechern. Hier eine Rangliste zu vergeben, halte ich mit Blick auf das unterschiedliche persönliche Hörempfinden und die stark unterschiedlichen Vorlieben – auch abhängig vom jeweiligen Musikgeschmack – für schwierig bis nicht machbar. Marshall spricht aber allein vom Design her wohl vorrangig Nutzer an, die keine Angst vor lauten Gitarren haben. Und diese werden vom Klang des Geräts keinesfalls enttäuscht sein. Der rückseitige 50-Watt-Basswoofer sorgt gemeinsam mit den beiden 15-Watt-Tweetern für ausreichend Wumms, wobei die beiden Regler für Bass und Höhen ausreichend Möglichkeiten zum Feintuning bieten.

Ist der Preis gerechtfertigt? Meiner Meinung nur dann, wenn man das Design des Geräts auch zu schätzen weiß und oder die Vielfalt der Anschlussmöglichkeiten nutzt. Der Marschall will prominent platziert die Blicke auf sich ziehen.

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17. Jan 2019 um 20:28 Uhr von Chris Fehler gefunden?


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