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Ausprobiert:

Marshall Stanmore II Voice: Extravaganter WLAN-Lautsprecher mit Alexa

14 Kommentare 14

Marshall bietet seine Lautsprecher Stanmore und Acton mittlerweile in Versionen mit Alexa und Google Assistant an. Wir konnten den mit einem Preisschild von 399 Euro ausgestatteten Stanmore II Voice ausprobieren. Der optisch den klassischen Gitarrenverstärkern des Herstellers nachempfundene Lautsprecher gibt sich mit Blick auf die Zuspielmöglichkeiten vielseitig, passt mit 350 x 195 x 185 mm gerade noch auf den Schreibtisch und zeigt sich mit seinen knapp fünf Kilo Gewicht angenehm schwer und standfest.

Marshall Stanmore II Voice Front

Edel verarbeitet und stilvolles Design

Nahezu alle Bedienelemente des mit Kunstleder bespannten Stanmore II Voice befinden sich auf der Oberseite des Geräts. Wertige Drehknöpfe ermöglichen das Regulieren von Lautstärke, Höhen und Bässen mit authentischer „Amp-Haptik“.

Darüber hinaus finden sich im die strukturierte Metalloberfläche eingelassen ein 3,5 mm Audioeingang sowie Tasten für die Wahl der Audioquelle, Start bzw. Pause und die Aktivierung der Sprachsteuerung (statt dem gesprochenen „Alexa“). Die beiden Mikrofone hierfür sind ebenfalls in das Bedienfeld integriert, zudem finden sich hier noch LED-Leuchten für die Anzeige der aktuellen Audioquelle. Auch die Stufeneinteilung der drei Drehregler wird während der Bedienung des Lautsprechers mit roten LEDs hinterleuchtet.

Marshall Stanmore II Voice Bedienfeld

Wer eine Audioquelle über Cinch anschließen will, findet die entsprechenden Eingänge (links/rechts) auf der Rückseite des Stanmore. Der darüberliegende USB-Anschluss ist nur für Service-Zwecke gedacht. An den Cinch-Buchsen habe erfolgreich einen Numark TT Plattenspieler betrieben, eigentlich ein ganz nettes Setup, wenn man hin und wieder mal ein wenig Vinyl hören will.

Marshall Stanmore II Voice Cinch Rueckseite

Die Einrichtung des Lautsprechers, darunter auch die WLAN-Einbindung, erfolgt über die Marshall Voice App, mit deren Hilfe sich auch verschiedene Grundeinstellungen vornehmen lassen. Dazu zählt beispielsweise die Helligkeit der LEDs oder im Vergleich zu den Drehreglern am Gerät erweiterter Equalizer mit Presets.

Dank WiFi kompatibel zu Musikdiensten

Im WiFi-Modus nutzt der Marshall-Lautsprecher bei Sprachsteuerung die in der Alexa-App hinterlegte Standard-Musikquelle, in der Regel also Amazon Music oder Spotify. Über Spotify kann der Lautsprecher auch direkt angesprochen werden, Das Gerät unterstützt Spotify Connect und kann somit in der Spotify-App ausgewählt werden.

Marshall Voice App

Amazon-Sprachassistentin integriert

Die Alexa-Funktionen setzen den Betrieb im WLAN- oder Bluetooth-Modus voraus. Alexa wird dabei entweder per Sprachbefehl oder durch kurzes Drücken der Mikrofontaste aktiviert. Blaue LEDs auf der Vorderseite des Geräts signalisieren, wenn Alexa aktiv ist. Neben der reinen Gerätesteuerung stehen die üblichen, von Amazon für die Integration in Produkte von Drittherstellern freigegebenen Alexa-Funktionen zur Verfügung. Also auch der Abruf von Infos wie Wetter oder Nachrichten oder die Steuerung von Smarthome-Geräten. War ein Smartphone mit dem Lautsprecher verbunden, so kann die erneute Bluetooth-Verbindung zu diesem Gerät ebenfalls per Sprachbefehl hergestellt werden. Das Aktivierungswort „Alexa“ kann aufgrund der Amazon-Vorgaben nicht geändert werden. Die beiden für den Empfang der Sprachbefehle zuständigen Mikrofone können durch langes Drücken der Mikrofontaste deaktiviert werden, dieser Modus wird durch ein rotes Leuchten der Sprachsteuerungs-LEDs angezeigt.

Ein kleiner Tipp noch für Besitzer des Geräts: Statt Alexa könnt ihr bei der Wiedergabe über einen Musikdienst oder von einer Bluetooth-Quelle auch durch doppeltes bzw. dreifaches Drücken der Play/Pause-Taste zum nächsten oder vorigen Titel springen.

Marshall Stanmore II Voice Cinch Eingang

Den Klang eines Lautsprechers objektiv zu beurteilen fällt mir immer wieder schwer. Der Marshall Stanmore spielt ohne Frage in einer Liga mit beliebten Geräten wie dem HomePod oder auch den kleineren Sonos-Lautsprechern. Hier eine Rangliste zu vergeben, halte ich mit Blick auf das unterschiedliche persönliche Hörempfinden und die stark unterschiedlichen Vorlieben – auch abhängig vom jeweiligen Musikgeschmack – für schwierig bis nicht machbar. Marshall spricht aber allein vom Design her wohl vorrangig Nutzer an, die keine Angst vor lauten Gitarren haben. Und diese werden vom Klang des Geräts keinesfalls enttäuscht sein. Der rückseitige 50-Watt-Basswoofer sorgt gemeinsam mit den beiden 15-Watt-Tweetern für ausreichend Wumms, wobei die beiden Regler für Bass und Höhen ausreichend Möglichkeiten zum Feintuning bieten.

Ist der Preis gerechtfertigt? Meiner Meinung nur dann, wenn man das Design des Geräts auch zu schätzen weiß und oder die Vielfalt der Anschlussmöglichkeiten nutzt. Der Marschall will prominent platziert die Blicke auf sich ziehen.

Donnerstag, 17. Jan 2019, 20:28 Uhr — Chris
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  • Der Phono Anschluss für einen gescheiten Plattenspieler fehlt dem Teil aber !

    • Ein gescheiter Plattenspieler hat eine MC-Zelle drauf, da ist die Empfindlichkeit eines „PHONO“- Anschluss zu zu niedrig! ;) Aber ab etwa 50 Euro gibt es externe Phonovorverstärker, welche man für Moving Magnet-Zellen (elektromagnetischer Wandler) oder Moving Coil-Zellen (elektrodynamischer Wandler: die Nadel setzt Spulen in Bewegung, welche den Ton erzeugen) umschalten kann.
      Diese erzeugen in der Regel einen besseren Klang Plattenspieler mit integrierten Phonovorverstärker, jedoch sind diese MC-Zellen um ein Vielfaches teurer (ab ca. 500 EUR aufwärts).

      Für BT-Streaming, Spotify und gelegentliches Abspielen einer LP von einem (nicht hochpreisigen Dreher) reicht der Stanmore-Lautsprecher jedoch völlig aus. Habe selbst den Stanmore der ersten Generation (ohne WiFi-Funktion, jedoch externer Chromecast angeschlossen) im Schlafzimmer. Toller Speaker und er könnte theoretisch die ganze Wohnung beschallen. In der Praxis haben wohl die Nachbarn etwas dagegen! ;)

    • Die Hifi-Enthusiasten geben sich doch eh nicht mit einem solchen schicken „Show-lautsprecher“ ab, oder?

      • Das kommt sicher auf die Denkweise an: Schwarz und Weiß, gut und böse, Apple und der Rest der Welt. Wer etwas offener ist, vielleicht schon. Davon ganz abgesehen, dass die Toleranzen bei HiFi so groß sind, dass viele das immer mit audiophiler Musikwiedergabe verwechseln. Wenn schon, bevorzuge ich Studio Qualität, da hier die Toleranzen deutlich enger gefasst werden, als im Consumerbereich. Allerdings muss man schon sehen, wo die Ursprünge von Marshall Amps liegen, so dass die Zielgruppe natürlich schon eine gewisse Klangsignatur erwartet.

  • Lässt sich die Lautstärke auch über Alexa anpassen?

  • The Damned – excellenter Musikgeschmack!

  • Mono…oder habe ich etwas übersehen?
    Wofür produzieren wir Stereo????

  • @ Chris, mach es dir doch einfach nicht so schwer: der Lautsprecher klingt für mich so und so. Du kannst eh keine Lautsprecher objektiv beurteilen, objektiv kannst du ihn allerhöchstens nachmessen oder im Vergleich zu anderen Lautsprechern sehen. Im übrigen ist die Beurteilung von Kopfhörern noch deutlich individueller.

    • Wo hat Chris es sich denn so schwer gemacht?

      Auch wenn die Beurteilung von Lautsprechern, Kopfhörern, Mikrofonen und in gewisser Weise auch Instrumenten immer subjektiv bleiben muss, gibt es doch einen gewissen Konsens bei der Wahl der beschreibenden Worte. Da kann es schon hilfreich sein, begleitend zum Hörtest auch zu lesen.
      Klar ist aber auch, dass bei allen genannten Dingen zusätzlich der Einsatzzweck entscheidet. Konsumer- oder Kontrollraumabhöre, Konzert- oder Studioflügel, Masterkopfhörer oder HiFi-Pendant… spannendes Thema :)

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