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Nur ein Bruchteil überhaupt erfasst

Mangelhafter Kontovergleich: Klage gegen Check24 erfolgreich

34 Kommentare 34

Hände hoch: Wer von euch wusste, dass der Bund die Vertragsvermittler von Check24 mit der Umsetzung einer Vergleichswebseite für Girokonten beauftrag hatte?

Keine Sorge, uns hat dieser Info-Schnipsel ähnlich überrascht. Warum das Bundesfinanzministerium ausgerechnet die auf Provisions-Einnahmen spezialisierte Werbe-Webseite mit dem Bau eines Verbraucher-Portals beauftragen wollte, verstehen wir ebensowenig wie der Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv).

Nur ein Bruchteil überhaupt erfasst

Dieser hat sein Unverständnis inzwischen vor Gericht zum Ausdruck gebracht und dort unter anderem kritisiert, dass der von Check24 angebotene „Kontovergleich“ aus Verbrauchersicht völlig unzureichend sei. Auf der nur schwer aufzuspürenden Webseite wurde zum einen nur ein Bruchteil der in Deutschland erhältlichen Konto-Angebote gelistet (statt auf alle 1.717 Kreditinstitute in Deutschland konzentrierte sich der „Vergleich“ nur auf 567) zudem ging die Gegenüberstellung auch nicht ins Detail.

Anstatt die unterschiedlichen Kontomodelle der berücksichtigten Kreditinstitute miteinander und mit den Angeboten der Konkurrenz zu vergleichen, beschränkte sich der Check24-Vergleich oft nur auf die oberflächliche Berücksichtigung einzelner Konto-Angebote.

Kontenvergleich 1500

Wichtige Banken nicht berücksichtigt

Nach Angaben des vzbv, der das Angebot systematisch geprüft hat (PDF), wurden in fast allen der überprüften Postleitzahl-Bereiche (in Hamburg, Leipzig, München und Berlin) wichtige Kontoangebote zentraler Sparkassen und Volksbanken nicht von der Check24-Seite berücksichtigt.

Dass Länder einen Vergleich der vorhandenen Konto-Angebote offerieren müssen legt eine EU-Richtlinie aus dem Jahr 2018 fest. Im Gegensatz zu Deutschland haben die meisten unserer europäischen Nachbarn hier auf öffentlich-rechtliche Träger gesetzt. Nach der erfolgreichen Klage gegen das schlechte Check24-Angebot fordert der vzbv nun eine zügige Neuvergabe.

Check24 selbst hat eine Pressemitteilung zur Einstellung der Webseite ausgegeben, in der das Unternehmen versucht die Opferrolle für sich zu beanspruchen.

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wer darüber einkauft unterstützt uns mit einem Teil des unveränderten Kaufpreises. Was ist das?
19. Jan 2021 um 14:02 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • Ich habe Check24 benutzt um eine gute Haftpflicht zu finden. Habe jetzt gelesen, dass das ähnlich unvollständig und ungenau ist wie die Bankkonten-Sache. Weiß da jemand was genaueres zu?

    • Sind die listen nicht immer unvollständig ? Da gilt doch das Prinzip: „Wer am meisten zahlt, kommt an die Spitze“.

      Check24 und andere Portale spucken ja auch immer unterschiedliche „Tarife“ aus.

    • Ja, das ist so. Es fehlen immer die Versicherungen, die nicht bereit sind an Check24 zu zahlen. Die HUK24 findest du dort z.B. nicht, obwohl die oft günstige Angebote hat. Check24 ist okay um einen Überblick zu bekommen. Aber man sollte sich nie vollständig darauf verlassen und weitere Angebote prüfen.

      • …hör mir bloß mit der HUK auf. Seit 2 Jahren prozessiere ich nun trotz unstrittigem unverschuldetem Unfall wird die Zahlung verweigert. Alles wird abgestritten und abgelehnt. Unfassbar. Google mal nach denen, in Juristenkreisen sind die sehr verrufen, geht gar nicht. Billig ist nicht immer gut.

    • Ich vielen Verbraucherportalen wie zB. Finanztip wird zurecht die Losung ausgegeben, bei einem Vergleich mehrere Seiten wie CHECK24, Verivox etc zu nutzen um danach mit der eigenen Versicherung zu schauen. Es gibt bei vielen Versicherungen darüberhinaus besondere Tarife, die nicht offen kommuniziert werden. Bestes Beispiel Rabatte sofern mehrere Versicherungen bei diesem Unternehmen bestehen. Diese können bei einem solchen Vergleich nicht berücksichtigt werden.

      Du wirst nicht DIE Versicherung finden nach Nutzung EINES Portals, Es besteht auch nicht die Garantie auf Vollständigkeit. Schon mal versucht mit Deiner Versicherung zu verhandeln ?

      • Wie soll das auch gehen: kaum bin ich mit der Webseite / Datenbank nach wochenlangen Recherchen fertig, haben sich einige Verträge usw. schon wieder geändert.

        Abgesehen davon finde ich es mal wieder echt kacke, wie da wieder Geld verbrannt wurde. (Kostenlos hat das check24 bestimmt nicht gemacht).
        Wieso nur werden staatliche Projekte oft so vergeigt, bei gutem Ansatz?
        Ist das dann immer ein Freifahrtschein zum Kohle abkassieren und gleichzeitig wenig Arbeit zu haben??

    • Hallo WillyW,
      für einen Versicherungs-Check nutze ich schon Jahrelang Wefox-ehemals Finanzfox. Da ich bei Versicherungs-Policenolicen eh auf Beratung angewiesen bin-ich habe keine Lust und Zeit mich selber darum zu kümmern, bin ich mit Wefox überaus zufrieden. Da habe ich eine eigene App und einen persönlichen Berater, der mich mittlerweile kennt und den ich auch per WhatsApp kontaktieren kann.
      Mit gesunden Grüßen

      • ist auch „nur“ ein Makler….
        muss nicht schlecht sein, aber warum er besser sein?

      • Und er empfiehlt gewiss nicht (auch nur) Produkte, bei denen er die meiste Provision bekommt?
        Da hab ich nämlich immer Sorge. Kenne persönlich aber auch keinen freien Makler muss ich zugeben.

    • Hab ich auch so gemacht – und letztendlich bei einer Versicherungstante hier im Ort einen günstigeren Vertrag bekommen!

    • Deswegen immer mehrere Vergleichsportale parallel anfragen. Dann siehst du gleich, bei wem welcher Anbieter fehlt. Und dann am besten erst die Seite des Anbieters direkt besuchen und dort nochmal vergleichen. Manchmal ist es da ebenfalls günstiger.

    • Check24 ist an sich auch Vermittler und verdient Provision an abgeschlossenen Verträgen.

  • Da habe ich jetzt Fragen an das Bundesfinanzministerium:
    1. Wer hat das beauftragt?
    2. Wie viel hat das gekostet?
    3. Wer hat das Projekt geleitet?
    4. Wer zahlt den Schaden?

    Zu Punkt 4 kennen wir vermutlich alle schon die Antwort!
    Was passiert mit den Punkten 1-3?
    Kennen wir auch schon die Antwort, siehe Bundesverkehrsministerium…

    • Zu 1.: am Ende will es niemand beauftragt haben und niemand fühlt sich verantwortlich. Niemand hat je einen Vertrag unterschrieben, sowie nie eine Verteidigungsministerin ihr Handy löscht oder ein Verkehrsminister einen Millionenauftrag unterschreibt. Politiker haben Freifahrtsscheine und werden unter der derzeitigen Regierung nicht geahndet.
      Zu 2.: frag besser nicht, sonst wird dir nur schlecht. Aber eins wird vertraglich sicher festgehalten worden sein: CHECK24 bekommt erst die Millionen und dann müssen sie erst ihre Arbeit machen und liefern.
      Zu 3.: siehe Punkt 1.

      • Ihr vergesst bei solchem Bashing immer, dass öffentliche Institutionen in Deutschland solche Vergaben europaweit Ausschreiben müssen und gesetzlich verpflichtet sind das günstigste Angebot zu nehmen. Somit kann der Verantwortliche es oft selbst nicht beeinflussen.

      • @ Junta, aber das brauchst du einem …in doch nicht zu erzählen. Hauptsache drauf.

      • Das wirtschaftlichste nicht das günstigste. Das ist ein Riesenunterschied

      • @Defcon
        Was heißt..in?
        Das ist kein Bashing, sondern sind berechtigte Fragen, wie ich finde.
        Es ist auch mein Steuergeld.

        Egal ob und wie das ausgeschrieben wurde, es ist irrelevant und beantwortet die Fragen nicht.

        Von daher ist Ihr Kommentar leider völlig wertlos und wie ich finde und obendrein Bashing.

    • Check 24 hat sich als einziges für den Vergleich beworben. Die haben dafür kein Geld bekommen, sondern hat ein bisher nur den Aufwand. Man erhofft sich, dadurch neue Kunden für andere Produkte zu gewinnen.

      Es läuft momentan vieles nicht so, wie es sein sollte. Aber pauschal und ohne Faktenwissen einfach mal einen Post rauszuhauen ist nicht sinnvoll.

  • Check24 ist doch letztendlich sowieso nur ein Schmarotzerverein der mitverdienen will. Bieten ja selber nix an. Ich empfinde es sowieso heutzutage schlimm wie unintelligent Menschen sind, nicht mehr selber entscheiden und raussuchen können wo sie Verträge abschließen. Wenn check24 stümperhaft zusammenstellt, mehr erwarte ich auch nicht, dann muss man damit zumindest rechnen, und wenn man es nicht besser kann da auch mit leben. Aber heute werden ja grundsätzlich andere Schuldige gesucht… deutsche Manier. Hauptsache die Unfähigen werden immer unterstützt

    • Also ich habe mal dort gearbeitet und kann keineswegs sagen, dass es ein Stümperverein ist. Ich kann nicht für jeden Vergleich sprechen, aber dort, wo ich war, war der Kundenfokus wirklich ziemlich groß – natürlich bestehen aber auch wirtschaftliche Interessen.
      Auch als Kunde habe ich bereits zahlreiche gute Erfahrungen mit CHECK24 gemacht.

      • Schmarotzerverein ungleich Stümperverein. Schmarotzer sind sie in jedem Fall

      • Das kann man so jetzt nicht sagen ^^

        Wie gesagt, klar geht auch darum, möglichst viel Geld zu verdienen. Aber es ist jetzt nicht so als ob dafür nichts geleistet wird. Das ist ja kein Affiliate-Marketing à la „hier hast du ne Liste von Anbietern, klick einen an und bestell irgendwas – danke für die Kohle“.
        Es gibt viele Services, die es so nirgendwo anders (im Internet) gibt und dem Kunden eine Menge Aufwand (und Geld) ersparen.

        UND: Viele Leute würden ohne solche Plattformen wahrscheinlich gewisse Versicherungen o. Ä. gar nicht wechseln und dauerhaft bei teuren Optionen (mit schlechten Leistungen) bleiben.

        Wer sich den Aufwand machen möchte und eine Versicherung mit dem (persönlich) besten Preis/Leistungs-Verhältnis bei vollkommener Markttransparenz finden möchte, kann das gerne tun. Wer aber mit 80-90%-Lösungen zufrieden ist, kann sich den Aufwand sparen und guten Gewissens solche Plattformen nutzen.

    • @Devil97: Eine deutsche Manier ist auch, über alles und jeden zu meckern und sich künstlich aufzuregen. ;)
      Ich als Verbraucher bin froh, dass es solche Vergleichsportale gibt. Auch CHECK24.
      Wie soll man als normaler Verbraucher bitte 1717 Kreditinstitute miteinander vergleichen? Das ist schier unmöglich. Selbst die 567 Institute, die man auf der Seite findet, kann man niemals alle selbst in jedem Detail erfassen.
      Genauso bei Versicherungen. Ich kenne gerade mal eine Hand voll. Da haben solche Portale auf jeden Fall ihre Berechtigung.

      • Ich würde mir die maximale Fix Beträge anschauen, und würde das vergleichen mit den Versicherung oder Banken vor Ort die ich finde die mir lieber sind beziehungsweise die ich kenne, und so extreme Unterschiede gibt es da doch nicht. Auf jeden Fall werfe ich denen nicht eine Provision in den Rachen

  • Check24 ist ein Versicherungsmakler!

    Bitte das nicht zu vergessen. Es ist keine Vergleichsplattform mit Fokus auf Transparenz oder den Kunden.

    Es ist ein Makler der Courtage für einen Vertragsabschluss erhält.

    • Naja, wenn man Check24 fragt, bezeichnen sie sich schon als Vergleichsplattform. Aber da sind wir wieder bei dem Thema, was man für Begriffe verwenden darf, und wie die zu verstehen sind. In mem Erdbeerjoghurt sind ja oftmal auch keine Erdbeeren drin. Und warum? Weil man das in Deutrschland darf n… den Kunden bescheissen.

  • Dreck24….. seit wann sind Portale, die auf Provisionsbasis ihre Umsätze generieren, Verbraucher freundlich…..??????

    • Ganz meine Meinung! Diese Portale verdienen alle mit an den Verträgen die natürlich von den jeweiligen Unternehmen bezahlt werden. Und insofern zahlen Wir das dann auch wiederum mit in den Preisen

  • Ein Scheissladen wie aus einem Krimi.

  • Natürlich müssen auch Vergleichsportale Geld verdienen. Alle, die hier meckern und glauben, es besser und umsonst machen zu können: Stellt doch bitte Euer Wissen im Web zur Verfügung! Natürlich immer aktualisiert und korrekt, da es ja ansonsten Klagen von den falsch beurteilten Unternehmern hagelt.
    Warum immer der Neid, dass auch alle anderen Geld verdienen wollen/müssen?
    Ich gönne auch den Geimpften (ohne Neid) das sie Ihre Grundrechte zurückerhalten, wenn sie nicht ansteckend sind!

  • Check24 listet nur einen Teil der vorhandene Anbieter auf. Egal wonach man sucht. Man muss immer mehrere Vergleichportale prüfen. Was zwar eigentlich armselig ist, aber immer noch einfacher als alles selbst zu suchen.
    Allerings muss man schon echt vorsichtig sein, mit dem, was einem da angeboten wird. Teilwesie sind das auch Konditionen, die es dann nur da gibt.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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