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Zum Schutz von Kleintieren

Mähroboter: Städtetag fordert bundesweites Nachtfahrverbot

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85 Kommentare 85

Der Deutsche Städtetag spricht sich für ein bundesweites Nachtfahrverbot für Mähroboter aus. Hintergrund ist der Schutz von Igeln und anderen Kleintieren, die sich vor allem in den Abend- und Nachtstunden in Gärten und Grünanlagen aufhalten. Nach Angaben von Vizepräsidentin Claudia Kalisch, die zugleich Oberbürgermeisterin von Lüneburg ist, haben viele Tierarten ihren Lebensraum zunehmend in urbane Gebiete verlagert.

Maehroboter Igel Square

Da natürliche Lebensräume weiter zurückgehen, gewinnen Gärten und innerstädtische Grünflächen für Tiere an Bedeutung. Besonders Igel gelten als gefährdet. Anders als viele andere Tiere fliehen sie bei Gefahr nicht, sondern rollen sich zusammen. Dieses Verhalten macht sie anfällig für Mähroboter, die Hindernisse nicht immer zuverlässig erkennen.

Ein nächtliches Fahrverbot würde aus Sicht des Städtetages einen wirksamen Beitrag leisten, um die Zahl der Verletzungen zu reduzieren. Gleichzeitig richtet sich der Appell auch an private Haushalte, vorhandene Geräte entsprechend zu programmieren und nächtliche Einsätze zu vermeiden.

Hersteller setzen auf Sensorik und KI

Parallel zu den politischen Forderungen verweisen Hersteller auf technische Fortschritte. So hebt etwa eufy bei seinem Modell E15 eine kamerabasierte Hinderniserkennung hervor, die neben klassischen Objekten auch Haustiere und kleinere Wildtiere erkennen soll.

Auch MOVA setzt bei seinem LIDAX-System auf eine Kombination verschiedener Sensoren. Diese sogenannte Multi-Sensor-Fusion soll eine präzise Positionierung und vorausschauende Hinderniserkennung ermöglichen. Nach Herstellerangaben werden dabei mehrere hundert unterschiedliche Objekttypen berücksichtigt, um Kollisionen mit Tieren zu vermeiden.

Segway verfolgt mit seinem Navimow i210 einen ähnlichen Ansatz. Das Unternehmen nutzt eine KI-gestützte Bildverarbeitung unter dem Namen VisionFence, die eine Vielzahl von Objekten identifizieren und in die Routenplanung einbeziehen soll. Ziel ist es, den Mähvorgang auch in dynamischen Umgebungen anzupassen.

Ob diese Technologien ausreichen, um Kleintiere zuverlässig zu schützen, bleibt jedoch umstritten. Der Vorstoß des Städtetages könnte nun zusätzliche gesetzlich Vorgaben auf den Weg bringen.

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10. Apr. 2026 um 11:03 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    85 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Bei der heutigen Technik völliger Quatsch. Habe einen i210 LiDAR Pro. Der hat Nachtsicht und umfährt alles was lebt zuverlässig und zwar weiträumig.

    • Und alle anderen haben genauso gute Modelle? Nein? Dann ist es wohl kein Quatsch. Ein grundsätzliches Verbot bedeutet ja nicht, dass es keine Ausnahmen z. B. für entsprechende Modelle geben kann.

      • Hallo Marcel, um diese Ausnahmen zu regeln und stets auf dem aktuellen Stand zu halten, brauchen wir aber eine neue Bundesbehörde.

      • Ach Quatsch Werner, wie bei digitalen Stromzählern werden dann 200 Zertifizierungen möglich und dann kosten die wie in Frankreich statt 20€ einfach 200€. Auf die Mähroboter übertragen bedeutet das kein Gerät mehr unter 1500€ – das spart auch Ressourcen ;)

      • Ja oder man setzt auf Informationen statt Verbote und zwingt die Hersteller ohne Erkennung einen entsprechenden Hinweis auf dem Gerät anzubringen

    • Bist Du zufrieden bisher? Der ist auch auf dem Weg zu mir.
      Laufen wird das Teil bei mir nur tagsüber, um aufs Thema zu antworten..

    • Sagt der Hersteller. Ob das zuverlässig bei Dunkelheit funktioniert kommt immer auf den Einzelfall an. Je nach Mondlicht, Zusatzbeleuchtung und sonstigen Einflüssen kann die Technik auch versagen. Kein Hersteller gibt diesbezüglich eine 100% Garantie. Ist am Tag nicht Zeit genug um den Rasen mähen zu lassen?

      • Lidar ist das Mondlicht oder die Helligkeit völlig egal.

      • ‚Sagt der Hersteller‘ – so sehe ich das auch. Ist etwas naiv gedacht wenn man der Meinung ist dass die Technik das kann weil es in den technischen Daten steht. Stehen diejenigen die das behaupten neben ihren Roboter und überprüfen das 24/7?

        Also wie kommt man zu der Behauptung ‚meine Roboter kann das und fährt zuverlässig darum herum‘? Der Roboter kann letzte Nacht einen Igel verletzt haben und man wird es nicht bemerken, es sei denn man findet zufällig den verletzten oder toten Igel.

        Lt den Testern ist eine Prüfung für die Roboter in Vorbereitung und es soll dann irgendwann mal eine Art Siegel geben wenn der Roboter den Test besteht. Aktuell erfüllt dies wohl KEIN Roboter!

    • Allein schon wegen der Geräusche muss das nachts einfach nicht sein.

    • Völliger Quatsch ist es den Rasen nachts mähen zu können für unverzichtbar zu halten.

      • Es soll auch Menschen geben, die von im Mondlicht gesammelten Kräutern, eine besondere Wirkung erwarten. ;-)

    • Gebe Dir zu 100% recht. Und nicht nur mit Lidar. Jeder Mähroboter muss Berührungssensoren haben, die sensibel reagieren (Baby-Hand !). Es sollte technisch unmöglich sein, dass ein Mähroboter ein Kleintier verletzen kann. Es gibt entsprechende Normen, die eingehalten werden müssen, sonst darf der Roboter nicht verkauft werden („in Verkehr bringen“).

      Auch die Geräuschbelastung der Umwelt ist sehr gering. Die dafür relevanten Normen (TA Lärm) hält jeder Mähroboter locker ein.

      Fazit: Aktivismus pur.
      Die Regeln existieren schon. Sie werden bereits von den vorhandenen Mährobotern eingehalten. Es bedarf weder neuer Regeln noch einer Überwachung. Und erst recht nicht eines Gesetzes, was zu Nachbarschaftsstreit führt.

      Was für ein spätes Mähen spricht: Es gibt keine Sonneneinstrahlung auf das frisch gemähte Gras. Die Schnittkante heilt natürlich. Aus dem selben Grund bewässert man auch nicht im prallen Sonnenschein. Außerdem bekommt es niemand mit, solange der Roboter nicht mit lautem Piepsen auf sich aufmerksam macht.

      Ich kann hier nur den Kopf schütteln und frage mich nach dem Sinn der Diskussion. Vmtl soll mal wieder etwas versteckt werden in den neuen Regeln oder es soll von etwas abgelenkt werden…

      • Auweia, Gras heilt nicht die Wunde im klassischen Sinne wie man das von Menschen und Tieren kennt. Die Schnittkante vertrocknet und bildet somit Schutz gegen Wasserverlust. Dem Gras ist das völlig egal ob es tagsüber oder nachts geschnitten wird. Wichtig ist ein scharfer Schnitt. Das von unten nachwächst spielt das alles keine Rolle . Und es gibt auch keine Linseneffekt beim Rasensprengen nachts oder tagsüber. Man macht es nur deswegen morgens oder abends damit das Wasser nicht so schnell verdunstet.

  • :D wir haben wirklich andere Probleme
    Denke da wird schon so jeder drauf achten
    Muss ich dann auch ne 30 Zone und rechts vor links auf MEINEM Grundstück einrichten ?

    • Nein, da achten sehr viele überhaupt nicht drauf, weil ihnen das Problem oftmals gar nicht bewusst ist.

    • Google einfach mal wieviel Tiere durch Mähroboter ihr Leben lassen oder verstümmelt werden. Danach kannst noch mal drüber nachdenken ob es sinnvoll ist oder eben nicht. Manche Leute brauchen gesetzliche Anstöße oder Verbote um vernünftig zu handeln. Falls dann immer noch keine Vernunft einsetzt, gibt’s eben eine Strafe. Man kann gegen vieles sein. Ein Nachtverbot für Mähroboter scheint sehr sinnvoll zu sein.

    • Zu den anderen Problemen zählt leider, dass wir Leute wie Dich haben Rainer Schlitz

    • Das System „Freiwilligkeit“ funktioniert in Deutschland leider nicht

      • Das ist das System des doppelten Standards. Wenn es einem selbst zugute kommt sind Regeln super, wenn sie für andere (Menschen/Tiere) sind dann nicht. Wenn der Nachbar um 22 Uhr einen Häcksler anwirft wird man natürlich auf alle Regeln/Gesetze pochen. Wenn es Regeln für das eigene Handeln sind oder welche eingeführt werden sollen dann lehnt man das selbstverständlich ab :-)

  • Wir leben in Welt, wo der Stärke gewinnt. Müssen sich auch Igel usw. mit abfinden :-D

    Ick lasse mähen, wann ick will :-D

  • Finde Verbote hört sich meistens negativ an. Unser fährt bei nicht ausreichendem Licht eh rein.Und warum muss ein Mähroboter unbedingt Nachts fahren ? Ja ich weiß, besser für den Rasen, aber meine Nasenhaare wachsen bei Mondschein auch besser, deshalb sitze ich nachts aber nicht draußen. :-)))

  • Tell me you’re german without telling me you’re german.

  • Bin ich auch dafür, ist doch kein Problem das Ding tagsüber fahren zu lassen. Und der Nutzer kann den billigen Nachtstrom zum aufladen nutzen…;-)

  • Ich verstehe die Diskussionen nicht. Es muss doch wirklich keiner NACHTS den Mähroboter am laufen haben. Das ist kein Verzicht und tut keinem weh. Denen, die hier rumheulen, geht es doch nicht um die Sache an sich, sondern rein ums Prinzip weil es vom Staat kommt

    Mein Gardena läuft jeden zweiten Tag von 09 Uhr bis 12 Uhr und 14 Uhr bis 18 Uhr. Das reicht für einen Top gepflegten Rasen (und klein ist der nicht). Aber ich bin gerne bereit mir Argumente anzuhören warum das Ding bei so manchem zwingend 24/7 oder eben speziell Nachts laufen muss

    • Wenn man kleine Kinder hat die potentiell jederzeit im Garten spielen und entsprechend auch überall Spielzeug überall im Garten verteilt ist finde ich es naheliegend den Mäher einfach Abends/Nachts laufen zu haben wo der Garten in der Regel wieder aufgeräumt ist und keine kleinen Kinder dort mehr spielen…

      • Früh Morgens oder Abends ist ja auch machbar. Kinder sollten ja auch in der Schule sein, oder in der Kita, oder auch mal nicht im Garten, erzählt mir doch keiner das man tagsüber da keine Möglichkeit hat, der muss ja auch nicht täglich mähen

  • Warum sollen die überhaupt nachts fahren? Also vom Grundsatz her.
    Sehe ich keinen Vorteil von.

  • Mein Grundstück hat 15000 qm und der nächste Nachbar ist 500m weit weg. Dennoch fährt der Roboter nur von 9:00 Uhr bis 20:00
    Uhr obwohl er unhörbar ist und noch nie was erwischt hat

  • Trotz Mäher mit allem Schnickschnack absolut dafür. Igel etc. gehören geschützt und wo ist das Problem, den Mäher tagsüber laufen zu lassen.

  • können wir in diesem Land mal aufhören, immer mehr Gesetze und Verbote aufzustellen. Technik ist heute wirklich soweit, dass ihr auch ein Igel und sonstige Kleintiere erkennt und umfährt. Aber nein, irgendein Klugscheißer muss doch immer um die Ecke kommen.

  • Bitte immer alles regulieren – klappt ja jetzt schon nicht. ;-)

  • Alles, nur kein Tempolimit. Es ist teilweise zum kaputtlachen.

  • Nächtliches Aufenthaltsverboot für bellende Hunde wär mir TROTZ zahlreicher Mähroboter ehrlich gesagt, wichtiger.

    • Oh ja, von ihren Besitzenden schlecht erzogene Hunde habe ich hier auch zuhauf. Ich frage mich auch sehr oft, warum Leute unbedingt nachts um 03:00 unter großem Getöse ihren Müll in das Müll-Kabuff direkt hinter meinem Gartenzaun bringen müssen.
      Zu den Mährobotern: Man merkt, dass wir hier in einem Technologie Forum sind, denn alle gehen offenbar selbstverständlich davon aus, dass sämtliche heutigen Mähroboter mit allen möglichen Sensoren ausgestattet sind. Wer aber noch einen Gardena-/Husquana-Roboter der ersten Generation besitzt wird wissen, dass der maximal vor einer Steinbank halt machen würde, sicher nicht vor einem Igel. Als er noch lief, lief er nur tagsüber.

  • Da Vernunft, Rücksichtnahme, gesunder Menschenverstand aussterbende Eigenschaften sind, ist es wohl nötig alles zu verbieten. Man sieht es nicht nur am Thema sondern auch immer wieder in Kommentaren. Zurück zumThema, wieviele Tiere wurden denn schon durch Rasenmäherroboter getötet? Auf welcher Datenbasis werden solche Anträge gestellt? Meine Roboter weichen zumindest jedem Gegenstand der etwa die Größe von 5cm hat, aus. Sie mähen unter der Woche, quasi lautlos, tagsüber. Habe einen navimow i105e und einen Mova 1000

  • Dass man überhaupt sowas verbieten muss! Sowas ist eigentlich selbstverständlich, dass man nachts keinen Rasenmäher laufen lässt.

  • „Ob diese Technologien ausreichen, um Kleintiere zuverlässig zu schützen, bleibt jedoch umstritten.“.

    Es ist auch nicht zu 100% gewährleistet, dass Igel sich nur nachts bewegen. Also ist eine permanente technische Umsetzung die bessere Variante.

  • Völliger Schwachsinn….
    haben wir nicht andere Probleme die dringender durchzusetzen sind…..
    Als nächstes gibt es ein generelles Ausgehverbot in den Abendstunden für nachtaktive Tiere …..
    Deutschland schafft sich ab

  • Ich hatte vor langer zeit immer von einen Igel Besuch bekommen, und es war meistens abends da, aber noch im hellen. Der lief mir auf der Terrasse vor Füsse, lies sich streicheln ( mit Handschuhe) hab den dann alle zecken entfernt zwei Tage im Hamster Käfig aufgepäppelt, und wieder ausgesetzt. Drei mal im Jahr und zwei Jahre lang kam er immer wieder. Dann nicht mehr, ich weiß das Igel zwischen 3-6 Jahre alt werden können.

  • Habe den TerraMow V1000.
    Da kannste nur mit mähen, solange es das Gerät zulässt. Und zwar bis Sonnenuntergang. Dann fährt der zurück. Man hat keine Möglichkeit das zum umgehen. Also ganz einfach softwareseitig gelöst

  • Den Eufy Mäher finde ich klasse! Er dreht um, wenn ein Igel mit hochgehobenen Armen Männchen macht und sich ergibt. ;-)

  • Nachts muss man nicht mähen. Schade, dass man da nicht von selber drauf kommt. Habe einen einfachen Gardena Roboter seit > 5 Jahren. Der fährt vormittags und der Rasen ist top.

  • Schon schlimm wie abfällig und ohne Hintergrundwissen Verletzungen von Tieren hingenommen werden. Stelle mir das auch schön vor, wie man das seinen Kinder erklärt. Sieh mal, Papa der Igel blutet. Ist halt so mein Kind, die sind leider nicht anpassungsfähig und dann auch noch bei Dämmerung oder nachts unterwegs. Kann ich nichts machen… Ich muss doch den rasen nachts und unbeaufsichtigt mähen. Einfach peinlich.

  • Hier in den Kommentaren sieht man wieder schön unsere egoistische Gesellschaft, die es absolut verlernt hat sich an Regeln zu halten und für den Schwächeren da zu sein. Höchst asoziales Denken ist das.
    Zum Glück stechen hier und da mal ein paar Vernünftige Menschen durch.

  • Mir wurde mein Mähroboter von Husqvarna mit der Aussage verkauft, er nehme „Rücksicht auf die Tierwelt“. Auch in der App gibt es dazu eine entsprechende Einstellung.
    In der Praxis stimmt das aber überhaupt nicht: Er reagiert lediglich auf größere Hindernisse, die er nicht wegschieben kann, und fährt dann zurück. Eine tatsächliche Rücksicht auf Tiere – etwa durch Erkennung oder Vermeidung – findet in keiner Weise statt.

    Nicht einmal die ebenfalls versprochene Regenerkennung funktioniert. Statt echten Regen zu erkennen, verlässt sich das System auf Wettervorhersagen – mit entsprechend unzuverlässigen Ergebnissen.
    Das ist schlicht absurd: Ein einfacher Regensensor wäre zuverlässiger und vermutlich günstiger als die Zeit, die man damit verschwendet, diese unausgereifte Funktion einzurichten.

  • Da fällt mir gerade der Film „ab durch die Hecke“ ein, die Szene mit dem „Turbo-Entpelzer“.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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