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Ältere Macs wurden länger gepflegt

Macs mit Intel-Prozessoren: Support-Aus nach macOS 15?

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Der Mac Pro war Apples letzter Rechner, dessen Intel-Herz noch gegen einen Prozessor aus Apples hauseigener Chip-Abteilung getauscht werden musste. Dies geschah bekanntlich am 6. Juni. Im Zuge der WWDC-Entwickler-Konferenz präsentierte Apple den ersten Mac Pro mit M2-Ultra-Chip und setzte einen Haken unter die mehrjährige Transition. Initial angekündigt hatte Apple den Wechsel der Prozessor-Architektur vor rund drei Jahren.

Ältere Macs wurden länger gepflegt

Mit dem neuen Mac Pro verfügen nun alle von Apple angebotenen Rechner auch über Apples Prozessoren und werfen damit die Frage auf, wie lange Apple den im Markt genutzten Intel-Maschinen noch einen aktiven Software-Support anbieten wird. Anders formuliert: Welche macOS-Version ist die letzte, die sich auch auf Intel-Maschinen installieren lassen wird?

Der Blogger Andrew Cunningham hat versucht hier eine Antwort zu finden und sich dafür akribisch mit den mittleren Support-Zeiten zurückliegender Hardware-Veröffentlichungen auseinandergesetzt und analysiert, wie lange Apple seine Rechner für gewöhnlich mit neuen Betriebssystemversionen versorgt hat.

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Durchschnittliche macOS-Supportzeiten | Bild: arstechnica.com

Updates bis 6 Jahre nach Verkaufsstopp

Als grobe Faustregel lässt sich demnach festhalten, dass Macs die zwischen 2009 und 2015 in den Markt eingeführt wurden sieben bis acht Jahre lang mit neuen Betriebssystem versorgt wurden und anschließend zudem noch rund zwei Jahre mit Sicherheits-Aktualisierungen versehen wurden.

Mac die zwischen 2016 und 2017 auf den Markt kamen, wurden hingegen nur gut sechs Jahren lang mit neuen macOS-Versionen ausgestattet – also satte zwei Jahre weniger mit großen System-Updates versorgt.

Im Schnitt erhalten Macs noch 5,5 Jahre nach dem Verkaufsstopp neue System-Updates.

Nach seiner Analyse sieht Cunningham drei mögliche Szenarien:

  • macOS 15 stellt den Intel-Support ganz ein.
  • macOS 15 unterstützt alle Intel-Macs die von macOS 14 unterstützt werden. macOS 16 stellt den Intel-Support dann ganz ein.
  • macOS 15 unterstützt nur noch Intel-Macs aus 2019 und 2020. macOS 16 stellt den Intel-Support dann ganz ein.

21. Jul 2023 um 08:03 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • Kein Problem für mich. Mein Intel-iMac von 2021 ist potent und kann mittels Fusion alternative Systeme ausführen. Außerdem habe ich bereits Ventura übersprungen, weil mir die neuen Versionen immer unsympathischer werden. Ergo kein Verlust für mich.

      • Oh, Screamy, da bist Du ja. Die Vokabel unsympathisch erscheint und Screamy kommt auf den Plan. Zum Kaputtlachen +1++11+++111

    • Sehe ich ähnlich, würde aber erwarten das Sicherheitsupdates weiterhin ausgerollt werden. Bei den neuen Features bin ich auch nicht so anspruchsvoll, mir reicht ein stabiles System, was ich mit meinem iMac 27″ aktuell habe :-)

    • Ich vermute mal stark, wenn es für MacOSX 15 keine offiziellen Installations-Pakete für x84 gibt, wird es dann auch keinen Umweg mehr über Fusion geben.

      Ich hoffe deswegen, dass Apple MacOSX noch etwas länger unterstützt, sonst haben einige Apple Fans in den letzten beiden Jahren teuren, obsoleten Schrott gekauft.

    • Klar, „stabiles System, mehr brauche ich nicht“ ist schön und gut, aber wenn die SW Hersteller, Apple allen voran, anfangen die alten OS Versionen nicht mehr zu supporten, wird es einfach irgendwann mühsam. Insbesondere gibt es keine Security Patches mehr und der Browser fängt an bestimmte Features nicht mehr zu unterstützen und damit ist auch das surfen auf modernen Seiten eher mühsam. Ich habe das gerade mit einem 10 Jahre alten iMac mit Catalina erlebt. Klar läuft noch alles, aber es wird sehr (sehr) langsam, die Apple Apps und Office ist drei Jahre alt und die HW-Interfaces sind halt auch „steinalt“ und sehr langsam. Aber da muss jeder für sich entschieden, ob er mit solchen Einschränkungen leben will. Ich finde das der iMac 10 Jahre gehalten hat schon recht beachtlich wenn mich mir die Lebenszeit von Wintel PC’s anschaue.
      Bin auf ein McBook Air 15″ mit externen 27″ Monitor umgestiegen und das hält bestimmt auch wieder 10 Jahre.

      Und, zum Thema „alternative Systeme“, also Windows oder Linux. Da stellt sich die Frage ob es dazu Apple HW braucht oder Du mit klassischer PC HW nicht besser dran bist. Aber wie gesagt, muss jeder selber wissen.

  • Der OpenCore Legacy Patcher sorgt ja für eine längere Softwareunterstützung für Macs die teilweise über zehn Jahre alt sind. Wenn man noch einen Mac mit guter/brauchbarer Hardware hat läuft das echt super. Apple spricht groß vom Umweltschutz und verkürzt künstlich die Lebensdauer ihrer Computer. Das ist man sogar mit Linux und Windows 10 besser dran, wo es sowas nicht so wirklich gibt.

    • Warum sollte es dadurch schlanker werden?
      Die Intel Version ist eine andere als die Apple Silicon Version.

      • …der verlinkte Artikel sagt dazu aber etwas Anderes:

        „Removing support for multiple old Intel architectures in Ventura saved between 3GB and 4.5GB of disk space on supported Apple Silicon and Intel Macs, compared to the same computers running macOS Monterey.“

      • Interessant dass nutzlose Binaries zusätzlich gespeichert werden. Und ob Apple gewisse Überprüfungen bei Apple Silicon CPUs durchführt, die sonst nur bei Intel CPUs durchgeführt werden müssen, können wir nicht wissen (außer evtl. mitlesende interne Entwickler bei Apple, was hier schon unwahrscheinlich ist, aber auch schon wegen dem NDA nichts sagen dürfte). Dies dürfte aber minimal sein. Ansonsten ist bei den ausgeführten Binaries kein großartiger Unterschied (nur das, was anscheinend mit auf die Festplatte/-speicher gespeichert wird, aber diese paar Gigabyte machen mittlerweile kaum noch etwas aus).

    • @“brotpitt“: Denkst du etwa an die fat binaries bei iOS Apps? Das ist das Einzige, was ungewöhnlich fett wurde. Aber das gilt nicht für iOS-Geräte, denn auf iOS-Geräte wurden zu den Apps nur die Bestandteile heruntergeladen, die für 32 Bit oder 64 Bit sind.

      Was die unterschiedlichen Prozessorarchitekturen anbelangt: Die ausführenden Binaries müssen speziell für die Systemarchitektur (oder virtuelle Maschine wie oft bei Java, wenn man sie wie üblich nicht Hardware-nah kompiliert). Wenn also Installationsmedien für beide Architekturen existieren, sind diese tatsächlich deutlich fetter. Es wäre aber sinnlos auf dem Computer (hier macOS-Computer) Binaries für eine Architektur zu speichern, die nicht vom Computer ausgeführt werden kann. Also wird durch Wegfall von Intel-Support nichts schlanker (nur(!) Installationsmedien).

  • Die allgemeine Begeisterung darüber finde ich höchst interessant. Ist das eine Art Schockzustand und die Ernüchterung folgt erst später?

  • Bin jedenfalls froh den Umstieg noch gemacht zu haben, als das mit wenig Verlust ging.

  • … oder kehrt zu Intel zurück – die Macs mit PowerPC haben es damals ja auch nicht lange gemacht :-))

    • Für die, die sich technisch weniger auskennen und sich vom unverantwortlichen @“H@ssan“ beängstigen lassen:

      PowerPC war ein ganz anderer Fall. Zudem waren laut Tests die PowerPC nie so leistungsfähig wie die Intel CPUs. Die Apple Silicon CPUs hingegen sind mehrfach leistungsfähiger, obwohl sie dennoch weniger Stromverbrauch und Lüftung benötigen (also deutlich effizienter sind). Deshalb ist auch wegen nun jahrelanger Erfahrung mit Apple Silicon klar, ein erneuter Wechsel der Architektur wird auf jeden Fall sehr sehr sehr sehr lange (wenn überhaupt jemals!) nicht geschehen.

      • Und PowerPCs waren von Motorola und nicht von Apple…

      • Mein 12“ Powerbook G4 war der coolste Computer, den ich je hatte. Seit jeher hat kein Rechner mehr bei mir mehr Freude beim Verwenden hervorgerufen oder war technisch so weit voraus. Schade eigentlich…
        Aber das macht deutlich, dass Performance nicht alles ist.

  • Um sich die drei mögliche Szenarien auszurechnen bedarf es weder Cunningham, noch des Artikels oder einer Glaskugel…

  • OCLP regelt bei meinem MBP 2014, welches super mit Ventura läuft.

  • Erschreckend kurz …

    ..und auch gerade für Entwickler sehr teuer, da unter anderem Xcode (völlig überflüssig) an macOS gekoppelt ist und man nur mit der aktuellen Version von Xcode überhaupt eine App einreichen kann.

    • Wie bitte? Wir reden hier über 6 Jahre +2 Jahre Sicherheitsupdates des alten MacOS – also in Summe rund 8 Jahre.

      Welcher Entwickler Arbeit den mit einem 8 Jahre alten Rechner? Wenn, dann sind höchstens Privatkunden davon betroffen, aber doch keine professionellen Anwender.

      Bei uns im Büro werden spätestens auch 4 Jahren alle Rechner ausgetauscht – und wir sind keine Softwareentwickler.

      • Lesen!
        „gut sechs Jahren lang mit neuen macOS-Versionen“

        1.) man kauft sich ja nicht zwingend einen neuen Rechner, gleich nach dem der Rechner raus kommt, evtl. auch mal 1..1 1/2 Jahre später.. und es ist ja jetzt nicht so das Apple jedes Jahr mit einem neuen iMac oder Mini raus kommt (auch wenn sich das durch die Einführung der M Geräte vielleicht so anfühlt)

        2.) Und Sicherheit“s Updates sind völlig irrelevant.
        Wenn eine neue macOS Version kommt, wird nach einer gewissen Übergangszeit, die Xcode Version eingestellt, ob die Vorgänger Version noch supportet wird ist völlig unerheblich.
        (nur mit der aktuellen Xcode GM und höher kann man App“s überhaupt einreichen.)

        Wenn eure Firma, alle 4 Jahre die Rechner tauscht (Notebook mal ausgenommen) sind sie vollkommen Dämlich, das ist Denke aus den 2000.
        Mal abgesehen das Apple Geräte immer über 1.500 EUR kosten und über 4-5 Jahre abgeschieden werden müssen (und ich weiß auch das man da bescheissen kann).

    • @“conectas“: Sind sie wirklich ein Entwickler mit Erfahrung und/oder Wissen in diesem Bereich?

      Ich selbst betreibe dies nur als Hobby ab und zu nebenbei. Aber von echten Entwicklern weiß ich, dass es für die Arbeit besser ist, umso schneller der Computer kompiliert. Echte Entwickler kaufen sich also in relativ kurzen Abständen neue Computer wegen der viel schnelleren CPU. Umso schneller die CPU ist, desto schneller kompiliert es die Testbinaries und daher kann dann die Entwicklung von Programmen erheblich schneller geschehen. Deshalb lohnt es sich für echte Entwickler möglichst leistungsfähige Computer zu haben und genau die haben die wenigsten Probleme damit, dass Betriebssysteme nicht so lange wie einige Windows Betriebssysteme oder die meisten Linux-Distributionen unterstützt werden.

      • Viel zu komplex um das hier zu besprechen. Ich bin in klein und mittel Bereich unterwegs.
        Also keine Ahnung wie das zum Beispiel bei Projekten, wie COVID oder wie hieß die Andere App noch gleich.. abläuft (bitte keine COVID Diskussion, hätte auch groß Projekte schreiben können)

        1. Projekte werfen gar nicht mehr soviel ab, als das sich „normal“ Entwickler Firmen ständig 8-15 neue Rechner leisten könnten.
        Selbst Projekte (wissen über 8 Ecken) die für sagen wir Porsche sind, sind Hard Kalkuliert.

        2. bei großen Projekten merge (git) sowieso nur der Master, der Rechner ist dann auch meist der das ganze Projekt durch den Compiler schmeißt (der sollte auch wumms haben)
        a) der eigene Quark läuft in „Test“ (in der Regel) eh autarke.

        Ansonsten wenn man nicht ständig clean drückt, laufen die Dinger doch ziemlich schnell durch.

        Ich kenne natürlich auch (meist gewachsene Projekte) die 5min brauchen.. das ist natürlich Käse.

        –//–
        Das ganze soll ja nicht heißen, wer hat nicht schon mal davor gesessen und gemeckert: „Kann der Scheixx nicht endlich schnell gehen“ – ist doch keine Frage..
        Dir aber vielleicht auch schon passiert.. dann hat man endlich eine neue Büchse und nach 1 Woche merkt man das nicht mal mehr.. und nach 3 Wochen meckert man wieder (na vielleicht auch erst nach 6 Monaten).

  • Ja, dramatisch. Ich hänge wirklich an meinem Retina Display iMac 2017/27 Zoll. Wo gibt es sonst die 5120+2880 – kann den alten iMac in Zukunft ja nicht mal als externes Display verwenden.

  • Wäre schon schade. Habe das letzte MacBook Air mit Intel. Mein altes MacBook ging leider kaputt und ich brauchte ein neues, konnte nicht warten. Aber ich denke, man wird noch ein paar Sicherheitsupdates mitbekommen. Bis 2025/26 würde ich es gerne noch nutzen.

  • Ein Intel Mac, der 2023 gekauft wurde wird noch minimum 5 Jahre Updates bekommen, alles andere wäre ein massiver Vertrauensbruch.

    • Nehmen wir mal an, dass wäre wirklich der Fall. Glaubst du ernsthaft das nur ein einziger daraus Konsequenzen zieht?
      never! Man wird irgendwas positives in dieser Suppe finden und der Firma weiterhin treu bleiben. Es lief seinerzeit nicht anders beim Umstieg auf Intel ab. Die, die sich noch schnell einen G5 gekauft haben, weil ja mit Intel die Welt untergeht, waren die ersten die diesen Kauf so schnell wie möglich los werden wollte. Auch weil Apple noch nie groß Interesse an alte Zöpfe hatte.

  • Wenn zum Zeitpunkt des letzten Intel-Macs macOS 13 aktuell war, komme ich bei 5,5 Jahren neuer OS-Versionen auf macOS 18.

  • Na und, mein MacBook funktioniert auch danach noch. Ich mache nicht jedes Update mit.
    Warum auch!
    Mein iPhone 6S plus funktioniert auch noch einwandfrei, auch ohne iOS 16. und genauso wird es beim MacBook sein.

  • Ich denke der Intel Support wird nie eingestellt, es gibt schlichtweg keinen Grund dazu.
    Man hat die Infrastruktur für Multi Plattform deployment, und Geräte auf denen das gebraucht wird. Gleichzeitig verschließt man sich bei Aufgabe dann den Weg, evtl. doch x86 Plattformen zu bedienen, für die es immer noch berechtigte Einsatzgebiete gibt, insbesondere in Apples Dev Abteilung.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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