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Bei Videoübertragungen immer aktiv

MacBooks: Apples Neural Engine sorgt für unnötig hohe Temperaturen

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Die Entwickler der Mac-Anwendung Hopp haben eine Auffälligkeit bei mit Apple-Prozessoren ausgestatteten MacBooks festgestellt. Der Einsatz der integrierten Kameras treibt die Temperatur der Geräte auch dann nach oben, wenn keine rechenintensiven Effekte verwendet werden. Wie es scheint, handelt es sich hier um einen Fehler im Betriebssystem der Geräte.

Berichte über häufig laufende Lüfter, bei längeren Sitzungen mit aktivierter Kamera gibt es von der ersten Generation der Apple-Prozessoren bis heute. Die Hopp-Entwickler haben dies zum Anlass genommen, Ursachenforschung zu betreiben. Auslöser war auch, dass ihre auf Programmierer ausgerichtete Anwendung eine eigene Videofunktion integriert.

Macbook Air 15

Detaillierte Messung der Systemauslastung

Im Rahmen ihrer Untersuchungen haben die Entwickler zunächst mögliche Ursachen innerhalb ihrer eigenen Anwendung ausgeschlossen. Zur Eingrenzung des Effekts zeichneten die Entwickler die Systemdaten eines Test-MacBooks im Sekundentakt auf. Erfasst wurden unter anderem CPU- und GPU-Temperaturen sowie die Auslastung der an die Apple-Prozessoren angebundenen Neural Engine.

Während einfacher Audiogespräche blieben die gemessenen Werte stets stabil. Sobald jedoch Kamera und Bildschirmübertragung gleichzeitig aktiv waren, stiegen GPU-Last und Temperaturen kontinuierlich an.

Neural Engine immer aktiv

Ein Problem scheint zu sein, dass die spezialisierten Recheneinheiten der Neural Engine bereits dann genutzt werden, wenn lediglich das Kamerabild übertragen wird und keine Effekte wie der Porträtmodus oder die Studio-Beleuchtung aktiv sind. Die Auslastung der Neural Engine habe in den Messreihen stets parallel zu den Temperaturanstiegen deutlich zugenommen und sei nach dem Abschalten der Kamera wieder auf nahezu null zurückgefallen.

Die Ergebnisse ließen sich sowohl bei der Verwendung unterschiedlicher Programme für Videokonferenzen als auch bei schlichten Bildschirmaufnahmen mit eingeblendetem Kamerabild reproduzieren. Eine aktivierte Kamera wurde stets von einer erhöhten Aktivität der Neural Engine begleitet und führte zu merklich höherer GPU-Last und steigenden Temperaturen. Abhilfe könne nur Apple schaffen, indem das Zusammenspiel zwischen macOS, der integrierten Kamera und den M-Prozessoren optimiert werde.

20. Jan. 2026 um 17:09 Uhr von Chris Fehler gefunden?


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  • Das Phänomen gibt es auch auf älteren MacBooks mit Intel-Prozessoren.

  • Audio-Verarbeitung ist selbst bei HiRes-Audio etwas, dass moderne Prozessoren locker weg stecken und bringen die nicht ins schwitzen.

    Bei Video sieht das ganz anders aus:
    1 Minute Audio unkomprimiert sind ca 10 MB.
    1 Minute Video PAL 640*480 unkomprimiert sind 5,6 GB
    1 Minute Video 1k unkomprimiert sind 22 GB

    4k entsprechend das vierfache.

    Videobearbeitung heißt: Daten einlesen und dekomprimiert im Speicher ablegen, Daten durch einen Filter jagen und neu komprimieren. Also werden die Daten mindestens 3x angefasst.

    Von Audio auf Video zu schließen ist in etwa so wie sich über die Kurvenlage eines VW Käfer zu wundern, wenn man den Vergleich zu einem Formel 1 Fahrzeug zieht.

    Dazu eine Beobachtung heute mit einem M4 MacBook Pro 1h MS Teams, bei mir mit einer 4k USB Kamera – Laptop blieb kalt, kein Lüfter.

    Was nicht heißen soll, dass an der Sache nichts dran ist.

    • Dazu möge aber gesagt sein keine normale webcam hat unkomprimiertes Video das währ halt komplett bescheuert weil die meisten Plattformen maximal eh nur maximal 1080p anbieten.

    • In Bezug auf Rohdaten ist das korrekt. Und grundsätzlich ist es richtig, dass Video Verarbeitung Ressourcenintensiv ist. Ich kann absolut bestätigen, dass das M1 Max sehr warm wird bei ganztägigen Video Konferenzen. Sehr viel wärmer als vor 2 Jahren. Mich stört das, denn die Kiste ist grundsätzlich sehr leistungsfähig. Nur wird hier im Hintergrund offenbar fehl allokiert.

  • Videkonferenzen ziehen jedes Mal extrem schnell den Akku meines MacBook Pro M1 Pro leer.

  • Mein MacBook Pro aus 2020 mit Intel wurde schon beim Bildschirmschoner heiß. Das neue Air hingegen mit m4 langweilt sich.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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