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Apple sieht neues Marktsegment

Mac-Gaming: Jetzt fehlen nur noch die AAA-Titel

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41 Kommentare 41

Die Wörter Mac und Gaming ließen sich lange Zeit nur bedingt in einem Satz unterbringen. Mit den von Apple selbst entwickelten M-Prozessoren soll sich dies ändern. Im Interview mit dem US-Magazin Inverse gibt sich der für das Produktmarketing der Apple-Computer zuständige Manager Gordon Keppel zuversichtlich, und sieht den Mac dank der neuen Apple-Prozessoren auf dem direktem Weg zu einer relevanten Gaming-Plattform.

Beim Mac passt Keppel zufolge seit der Umstellung auf Apple-Prozessoren nicht nur die Rechen- und Grafikleistung, sondern bekommen Gamer auch ein erstklassiges Gesamterlebnis geboten, das sie so auf anderen Plattformen nicht finden. Der Apple-Mitarbeiter denkt hier insbesondere an die hochwertigen Displays und die Qualität der integrierten Lautsprecher.

Wenn ich also vor einem System sitze, das leistungsfähig ist, großartig aussieht, großartig klingt und dabei nicht unglaublich heiß wird – dann ist das ein großartiges Gaming-Erlebnis.

Gaming-Durchbruch dank Apple-Prozessoren

Der große Durchbruch kam Keppel zufolge mit der Einführung der Apple-Prozessoren. Auf jedem mit diesen Chips ausgestatteten Mac könne man nun fantastisch AAA-Titel spielen. Die Titel dieser Premiumkategorie standen lange Zeit nur auf Konsolen oder Windows-Maschinen zur Verfügung. Inzwischen sind dem Apple-Manager zufolge mehrere zehn Millionen Macs mit Apple-Prozessoren ausgestattet und somit für diese Titel prädestiniert.

Death Stranding Directors Cut Screenshot

Screenshot aus „Death Stranding“ (kommt im Januar auf den Mac)

Aus solchen Aussagen lässt sich allerdings auch raushören, dass Apple derzeit noch darauf angewiesen ist, dass die Spieleentwickler entsprechend mitziehen. Bei der Auswahl hochkarätiger Spiele gibt es auf dem Mac weiterhin sehr viel Luft nach oben. Allerdings zeigen Veröffentlichungen wie „Resident Evil“ und das angekündigte „Death Stranding“, dass sich hier durchaus schon etwas tut.

Apple setzt allerdings alles daran, diesen Zustand dauerhaft zu ändern. Dieses Ziel soll bereits die Entwicklung der Apple-Prozessoren massiv beeinflusst haben.

Bevor ein Chip überhaupt existiert, wird Gaming bereits in den frühen Planungsphasen und dann auch während der gesamten Entwicklung einbezogen.

Gaming-Anekdoten aus alten Mac-Tagen

Der Artikel bei Inverse wurde in englischer Sprache veröffentlicht, ist für an dem Thema interessierte Menschen aber in jedem Fall ein Lesetipp. Der Autor hat auch ein paar nette Anekdoten aus alten Mac-Tagen auf Lager. So weiß heute kaum noch jemand, dass das Erfolgsspiel „Halo“ eigentlich auf dem Mac erscheinen sollte und im Jahr 1999 sogar von Steve Jobs auf der Apple-Messe Macworld präsentiert wurde. Zu Jobs’ Ärger hat Microsoft im darauf folgenden Jahr allerdings die Rechte an der Bungie-Entwicklung gekauft.


28. Dez 2023 um 18:24 Uhr von Chris Fehler gefunden?


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  • Ich warte ja immer noch auf ein neues Apple TV mit entsprechend schnellen Chip. Kleine Gaming Console, Streaming usw.

    • So viel verschenktes Potenzial für Apple. Seit so vielen Jahren.

      • Wird sich vermutlich erst drauf konzentriert, wenn die anderen Bereiche gesättigt sind. Außerdem müssten ja auch die großen Studios mitziehen.
        Mac Computer kommen auf einen Marktanteil von 14-20% in Deutschland. Ich gehe mal davon aus, dass viele dieser Macs eher nicht für AAA Titel geeignet sind.

    • Ja mit der M Prozessor kann das iPad Pro in der Theorie Nintendo Switch spiele spielen aber jeder weißt das man nicht damit 120 fps spiele in 4K damit spielen kann.

      Aber sag gern Bescheid wenn du die PS5 Leistung in so einen kleinen Format findest wie ein Apple TV. Würde mich interessieren :-)

      • Hab da an so eine Größe wie den Mac Mini gedacht. Der hat Leistung und bekommt über die Jahre ja immer mehr.

      • Oh ha… vergiss nicht den Preis. 8GB RAM, mickrige SSD. Auch die Grafikleistung des normalen M2 ist jetzt auch nicht sooooo toll. DAFÜR lohnt es sich nicht Titel umzusetzen.

      • Selbst der M1 ist erheblich leistungsfähiger als eine Switch. DAS ist nicht das Problem.

      • Switch 299,- an jedem TV spielbar
        PS5 (neu -slim) 549,-
        M1 („damals“ 1.199,-) oder neuer?
        Da hätte ich keine Fragen ;-)

      • Ich ein schlechter Vergleich. Mit einem Mac kann man nunmal mehr machen, als nur spielen…

    • Hier liegt ein von Apple leider ungenutzter Weg. Ein derart starkes Apple TV das auf Gaming abzielt erscheint einfach logisch.

  • Wo steht den ein m3 im Bereich GPU? Das reicht doch lange nicht an eine rtx 4070 oder so ran denke ich? Solange ist mit aaa Games nix. Und schon lange nicht in der nativen Auflösung die Macs haben.

    • Wenn du die höchste Ausbaustufe des M3 nimmst, dann ist man tatsächlich noch ein wenig von NVIDIA teuersten Modellen entfernt. Wenn die Performance sich allerdings in dem Maße verbessert, wie es sich abzeichnet und gleichzeitig so stagniert, wie es bei NVIDIA den Eindruck macht, dann ist Apple in zwei beziehungsweise dreiJahren gleich auf. Die letzten Verbesserungen hat NVIDIA in erster Linie mit KI erreicht. Das liegt daran, dass sich die Rechenleistung kaum mehr weiter erhöhen lässt, da der Stromverbrauch jetzt schon absurd ist. Apples anderer Ansatz hat dieses Problem nicht. Es ist sowohl für Intel als auch NVIDIA schwierig, ihre Prozessoren auf die Schiene zu bekommen, weniger Strom zu verbrauchen und gleichzeitig ähnlich viel Leistung zu liefern. Mac Besitzer könnte sich das inzwischen ganz entspannt von der Seitenlinie mit Geforce Now anschauen. Da passiert der Stromverbrauch woanders :-;

    • Die Auflösung ließe sich anpassen. Bei Spielen für Mac möglich. Für den herkömmlichen M (ohne Pro oder gar Max) Prozessor wird es vermutlich schwer solche Spiele auf dem Mac zu spielen. Ich spiele beispielsweise auf einem M1 Max Resident Evil in voller Auflösung. Aber nur einen Mac zum Spielen zu kaufen ist allerdings ein teurer Spaß. Dann lohnt sich das Ganze in keiner Weise. Wenn man nicht in den Genuss kommen muss oder möchte einen Max- oder Ultra-Chip zu besitzen, könnte man mit GForce Now plus Spielkauf eine günstigere Alternative schaffen. Allerdings sind nicht alle Spiele per se darüber spielbar. Einzigstes Manko ist eine entsprechende Datenleitung mit einer ordentlichen Kanalkapazität (auch fälschlicherweise als Bandbreite genannt) von MINDESTENS 25 MBit, natürlich stabil und durchgehend. Das könnte zu den Abendstunden sehr eng werden.

  • Der Markt ist mehr als wichtig. Ohne AAA-Titel wird sich auch die Apple Vision Pro nicht gut verkaufen. Und es braucht dabei auch Blut und Gewalt … eben wie Halo oder ähnliche Spiele dieser Art. Am besten kommen die auch, zumindest zum Teil, in Arcade mit rein. Gamer sind heute immer mehr 30, 40 Jahre+. Man kann auch nicht nur die Teens ansprechen aber Apple, Mensch, ihr musst die dennoch ins Boot holen und das klappt kaum mit Hello Kitty! Ich habe den Eindruck, Apple arbeitet am Gaming-Markt vorbei. Ich hoffe aber weiter das Beste.

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    • Und PS VR (auch 2) ist ein nettes Gadget (mal geliehen) macht Spaß
      aber viele gute Spiele gibt es dafür auch nicht, manchen wird schlecht und es kostet auch Geld.
      Bin gespannt, wie das so weiter geht, ob es einen lukrativen Weg dafür gibt.
      Habe zur Zeit das Gefühl, dass das alles Tech-Demos sind. VR-Brillen gibt es ja schon ne Weile und so richtig durchgesetzt haben die sich nicht.

  • Das wird nicht kommen. Leistungsmässig sind die Macs die für den Otto-Normal-Verbraucher halbwegs interessant sind eben nicht für AAA-Titel geeignet. Standard-Speicherausstattung von 8GB und dazu noch SHARED mit der GPU sind einfach nicht mehr zeitgemäss. Alleine schon die GPU wird bei aufwändigen Games eine Menge RAM für Grafikperformance lutschen, 16 oder 32GB sollten es dann schon sein. Aber die Aufpreise… und nein, dass weniger RAM benötigt wird als auf Intelsystemen versucht einem nur das durchschnittliche Apple-Blauhemd im Apple Store zu verklickern, Mangels Ahnung.
    Auch die Performance der normalen M-Chips ist für aktuelle Games auch nicht soooo berauschend. Schön wird es ab pro und max.
    und Nr. 2 ist die Standard-SSD-Grösse, die auch aus der Zeit gefallen ist.
    Aufpreise für pro oder max Prozessoren, wesentlich dickere SSD, RAM auf zeitgemässem Niveau würde schon mehr als ein Gaming-PC kosten. Von einer Playstation5 ganz zu schweigen, oder der Plsystation 5 pro die sicherlich Ende 24 kommt.
    Leider ist die Verbreitung immer noch zu gering und wird sicherlich nicht wesentlich grösser werden.
    Und ja, ich kenne die Videos über Apples Game Porting Toolkit – das ist wirklich eindrucksvoll aber auch auf wirklich leistungsfähigen und teuer ausgestatteten
    Systemen muss an den Einstellungen ordentlich geschraubt werden.
    Und ja, für das 15pro max und den Mac gibt es etwa Resident Evil Village. Das ist jetzt aber auch kein wirklich absonderlich anspruchsvoller Titel und auch hier hat man Einbußen bei der Darstellung.

    • In etwa was ich auch denke. Wobei maximale Grafik garnicht mal immer ausschlaggebend scheint. So führen NVidia 3060, 1650 und 1060 die Steam Hardware Charts – natürlich auch basierend auf verfügbaren Mitteln der Nutzer wo wir wieder bei den Preisen eines Mac sind.

      Aber vor allem die SSD ist doch gleich voll, wenn man nicht ständig etwas löschen will. Und das Upgrade ist schon lange weit über dem, was man für vergleichbare oder sogar bessere Hardware zahlt.
      Erweiterbarkeit des Speichers ist ja sogar bei der PS5 noch gegeben und sehr einfach umsetzbar.

      • Beide oben +1

        Und:
        1TB PS5 (extern beschafft) ca. 100,-€
        1 TB Mac (M3 Pro Upgrade von 1TB auf 2) = +460,-€

        ;-))))))))

    • Habt ihr den Release vom iPhone 15 Pro Max mit A17 Pro Chip verschlafen? Vor allem die Spiele die gezeigt wurden die darauf laufen? Wenn Resident Evil Village in wirklich guter Grafik darauf läuft, dann kann das der Mac auch.

      Antworten moderated
    • Der Unified Memory ist kein „shared memory“, da die Dateien nicht sowohl im Arbeitsspeicher des Systems wie auch im Videospeicher einer Grafikkarte doppelt vorgehalten werden müssen. Für aktuelle Spiele sind bei x86 Systemen übrigens 16GB Arbeitsspeicher und 8GB Videospeicher noch hinreichend. Der M2 Pro beginnt sowieso bei 16GB Unified Memory und der M3 Pro bei 18GB. Der M3 Max startet bei 36GB und kann damit bereits in der kleinsten Ausbaustufe mehr und höher aufgelöste Texturen als eine 2000€ teure RTX 4090 vorhalten – es limitieren jedoch die Kerne(, nicht der Speicher). Den kleinsten M1/M2/M3 mangelt es sowieso an GPU Kernen für anspruchsvollere Spiele, da bringt auch der Vollausbau mit 16 bzw. 24GB RAM nur wenige zusätzliche FPS. Etwas irritierend war entsprechend, dass Apple beim M3 Pro bezüglich der GPU Kerne so zaghaft war. Aber das könnte schlichtweg am Yield beim neuen Fertigungsprozess geschuldet sein. Und wird sich vielleicht (/hoffentlich) beim M4 Pro wieder ändern.
      (Und wir wollen bitte nicht 20+ Jahre in der Zeit zurück gehen und in dem Zeitfenster landen, als man ständig auf die Frage „was für eine Grafikkarte hast du?“ lediglich die Antwort „128MB“ erhielt. Was nichts über Leistung, unterstützte DirectX Versionen etc. aussagte. Speichermenge != Leistung.)

  • C&C Generäle als Remake oder einfach wieder spielbar wäre klasse.

  • Ein Mac ist für mich einfach keine Gamingmaschine. Vor allem mit den SOC-Chips. Die Intel-Maschinen waren mit Bootcamp ein Kompromiss. Macs kann man nicht auftüsten – also insgesamt etwas arg teuer.

    Just my 2 cents

  • Wenn Apple echtes Gaming unterstützen wollte, dann bitte richtig und nicht mit der Option irgendwie iPad-Spiele spielen zu können. Vielleicht sollten die mal Steam aufkaufen und dann die Option schaffen, alle Spiele via Cloud spielen zu können!?

    • Ich fürchte selbst Apple kann Valve nicht kaufen. Bei Salve sind nach wie vor Menschen am Drücker für die Geld ganz offensichtlich nicht der bestimmende Faktor ist.
      Und davon abgesehen, nicht jeder versteht unter „richtigen“ Spielen nicht auch solche die auf einem iPad laufen. Die Vorstellung das es dafür eine Konsole oder einen PC benötigt ist doch ein wenig veraltet, oder? Und da du auf Cloud hinauswillst, niemand hindert dich daran nahezu jedes x-beliebige, vermutlich nach deiner Auffassung, richtige Spiel über die Cloud auf einem iPad zu spielen. Gibt ja nun wirklich genügend Möglichkeiten. Was man tatsächlich nicht mehr so dringend braucht sind die klassischen Spieleplattformen. Auch einer der Gründe warum sich MS nächstes Jahr mit hoher Wahrscheinlichkeit aus dem Hardwarekampf mit Sony verabschieden wird. Die nächste Xbox wird sicherlich Streaming-only.

  • Die Branche wäre blöd wenn sie Apple links liegen lassen würde. Die ganze Zeit war die Hardware nicht dazu geeignet, das dürfte sich mit dem A17 Pro vom iPhone geändert haben, zumindest sind AAA Spiele technisch möglich. Ein Apple TV mit A17 Pro wäre nett.

    Antworten moderated
  • Grid Legends ist mega… 4K max Einstellungen und 48 fps… kein Ruckeln auf dem M2Pro.

  • Gestern wieder mal versucht mit Freunden ind deren Kindern gemeinsam am AppleTV zu zocken. Kannste vergessen. Der Gamecenter war nicht dazu zu überreden es hinzubekommen.
    Der weg dürfte für Apple immer noch weit sein. Aber selbst gewählt weit.

    • Läuft bei uns super. Haben aktuell 20 Spiele auf dem Apple TV und 2 Nintendo Pro Controller angeschlossen. Vorsichtig mit dem Nintendo Joy Cons, die entladen sich, spielt man nicht mit ihn und hatte man die zuletzt mit dem Apple TV verbunden.

      Antworten moderated
  • Kein Gamer will mehr mit 60Hz spielen, auch nicht auf dem „fantastischen Apple-Monitor“. Es gibt faktisch keinen 5k Monitor mit freesync, gsync oder mehr als 70Hz.

  • Hat jemand schon Erfahrung mit Baldur’s Gate 3 auf einem M1 Mac gemacht?

    • Auf dem M2 pro. Auch da musst du schon deutliche Einbußen in Sachen Auflösung und Detailgrad hinnehmen. Ich würde dir daher zu einer anderen Plattform raten. Entweder Konsole oder halt GeForce now. Für letzteres muss aber dein Internet Anschluss und dein Netzwerk mitspielen. Für 4K mit 120 FPS werden stabile 60 Mbits pro Sekunde im Download benötigt. Darauf sieht das Spiel dann aber auch wirklich hervorragend aus auf maximalen Details.

      • Nachtrag: M1 können keine 120 FPS. Da ist bei 60 FPS Schluss. Daher kommst du mit einer geringeren Bandbreite aus, wenn du Geforce now nutzt.

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