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Multi-Boot-Unterstützung

Linux für Apple-Prozessoren: Asahi Linux mit erster Alpha

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11 Kommentare 11

Die MacBook-Hardware von Apple und die Performance der M1-Prozessoren gepaart mit einer reinen Linux-Distribution – was es so nicht zu kaufen gibt, ist schon länger ein Laptop-Traum vieler Admins und Programmierer, die im Alltag eher weniger mit Mac- und iPhone-Apps zu tun haben.

Die Köpfe hinter der Linux-Distribution Asahi Linux arbeiten schon länger daran eben jenen Traum Realität werden zu lassen. Seit dem Wochenende steht nun eine erste Alpha-Version von Asahi Linux für Apples M1-Prozessoren zum Download bereit.

Für alle M1-Macs

Asahi Linux befindet sich nach Angaben der Entwickler in einer ganz frühen Phase und richtet sich aktuell ausschließlich an experimentierfreudige Entwickler und Power User. Diese können das System auf Macs mit M1, M1 Pro oder M1 Max installieren – der Mac Studio wird allerdings noch nicht unterstützt.

Asahilinux Laptop

Wer ein passendes MacBook zur Hand hat benötigt darüber hinaus rund 55 Gigabyte freien Speicherplatz und eine macOS 12.3-Installation über die mit Admin-Rechten verfügt werden kann. Sind die Voraussetzungen erfüllt, kann man sich vom Asahi-Linux-Installer durch den Installationprozess führen lassen und auf ein Linux-System einstellen, das viele Hardware-Funktionen aktueller Macs unterstützt. So funktionieren bereits WLAN und USB-Ports, HDMI-Ausgänge, SD-Karten-Schächte und Kopfhöreranschlüsse. Auch die hintergrundbeleuchteten Tastaturen und die Akkuverwaltung wird unterstützt.

Noch kein Support für Bluetooth & Thunderbolt

Was aktuell noch nicht funktioniert ist Bluetooth (!), Thunderbolt, der DisplayPort wo vorhanden, integrierte Kameras, die Touch Bar und der Sleep Mode des Macs. Auch die Liste der noch fehlerhaften Anwendungen, auf der aktuell auch der Google-Browser Chrome verzeichnet ist, ist nicht zu vernachlässigen.

Noch steckt Asahi Linux in den Kinderschuhen, wird jedoch mit rasender Geschwindigkeit weiterentwickelt und platziert sich sogar im Multi-Boot-Menü aktueller M1-Macs. Wir werden die Linux-Distro weiter im Blick behalten.

21. Mrz 2022 um 15:25 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • Linux ist, was Plattformverbreitung betrifft, fast schon eine Seuche…Überall müssen die sich raufdrängeln ^^ #scherz.

  • Das wär’s ja,
    eine Linux-Distribution, die die Mac-Hardware gezielt bedient,
    ohne Spielereien mit Wissen über Bootloader und Co.

    Obendrein noch mit Angaben empfohlener Varianten für zB.:
    ab MBP mid 2012/ SSD/ 16 GB-RAM … XY-Variante davon.

    Im Sinne von: ist man zufrieden mit Linux,
    kann man ja die übriggebliebene alte „Not-MacOS Partition“ löschen.

  • UTM für Mac mit Opensuse Tumbletweed (aarch64) funktioniert auch sehr schön auf dem Mac M1 …

  • Warum kauft man sich einen Mac?
    Kaufen, auspacken, arbeiten. https://youtu.be/1PwiljBN5-8
    Windows ist häufig davon schon weit entfernt.
    Linux ist so ziemlich das Gegenteil davon.
    Die Hardware-Preise passen auch nicht zum „Immer alles kostenlos“ -Konzept von Linux.
    Und schon gar nicht zu einer Pre-Alpha Linuxfrickelversion.
    Also welchen Sinn ergibt es außer „weil es geht“?

    • Ich finde es interessant, weil Linux i.d.R. Open-Source ist und deshalb deutliche Sicherheitsvorteile gegenüber macOS haben (!)kann(!). Umso besser, wenn sowas dann auch noch auf einer vermutlich qualitativ hochwertigen und optisch ansprechenden Hardware läuft.
      Dass es da sicher etwas mit besserem Preis-/Leistungsverhältnis gibt will ich aber nicht anzweifeln.

    • Die Zeiten sind schon lange vorbei.
      Auch unter MacOSX gibt es immer wieder Bugs und Probleme, die man erst mittels Update oder Google-Suche lösen kann.

      Letztens erst jemanden gehabt, bei dem Safari nahezu unbenutzbar war, wenn er gleichzeitig Dateien auf einen Samba-Share geschrieben hatte.
      Bei Windows hatte er das Problem nicht gehabt.

    • Steht doch im Artikel. Menschen, die gerne die Apple Hardware, aber die Flexibilität von Linux wollen. Nicht allen Usern reicht „klickibunti“.

      Ich hab hier noch einen 2009er MacPro mit besserer Grafikkarte, CPU, WLAN, Bluetooth und USB3.0 nachgerüstet. Da läuft schon lange kein macOS mehr drauf. Das Firmware-Update für NVMe-Support gab es aber noch (vor 2 Jahren), so dass ich da sogar eine entspr. schnelle SSD verbaut habe. Das ist eine Powermaschine.. von 2009. Zudem als Gaming-PC geeignet. :-)

      Alte Apple-Hardware, die für aktuelles macOS zu schwach ist, oder nicht mehr unterstützt wird, profitiert massiv von Linux. Was M1 angeht träumen einfach viele Linux-User von guter ARM-Hardware.

      Bei meinen Macbooks unter macOS kann ich mir gut mit Homebrew oder virtualisiertem Linux helfen. Auch da hab ich aber Usecases, wo ein nativ laufendes Linux schön wäre. Ich lebe im Terminal und im Texteditor. Beim Privatgerät freue ich mich über die enge Verbindung mit iPhone, Watch & Co, weshalb es da bei macOS bleiben wird. Auf dem Firmengerät hätte ich aber definitiv lieber ein echtes Linux.

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