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Leseprobe: Beifang – Steve Jobs’ Tochter blickt zurück

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Über die Veröffentlichung der Biografie „Beifang – Eine Kindheit wie ein Roman“ hat ifun.de zum Verkaufsstart des Buches im September berichtet. Aktuell kommen wir auf das Werk von Lisa Brennan-Jobs zurück, da der Piper-Verlag eine 30-seitige Leseprobe freigegeben hat, die sich unter anderem bei t-online.de laden lässt – PDF-Link.

Jobs Tochter

Die Tochter des Apple-Gründers Steve Jobs, setzt sich in dem 384 Seiten starken Werk mit ihrer Kindheit auseinander und liefert, anders als von vielen Branchenbeobachtern erwartet, keine gehässige Abrechnung mit dem verstorbenen Apple-Chef ab, sondern ein „kluges und berührendes Buch über die Liebe zwischen Eltern und Kindern“.

Lisa war das Ergebnis einer schon im Ansatz gescheiterten Liebe. Als die Studentin Chrisann Brennan schwanger wurde, hatte Steve Jobs hatte gerade das College geschmissen und schraubte in der berühmten Garage im Silicon Valley komische Kästen zusammen. Chrisann wollte Künstlerin werden und verließ den „Nerd“ Steve. Diese Kränkung sollte er ihr – und auch Lisa – lange nicht verzeihen. Der Apple-Gründer bestritt die Vaterschaft, nannte aber gleichzeitig wohl einen seiner Computer nach ihr. Und das kleine Mädchen erlebte eine Kindheit der Extreme: Da war einerseits ihre Hippie-Mutter, die nicht einmal genug Geld für ein Sofa hatte, und andrerseits eben einer der reichsten und berühmtesten Männer der Welt … Herzzerreißend und komisch – eine Kindheit, die man so nie erfinden könnte.

Der Titel ist bereits deutschsprachig sowohl als gebundenes Buch als auch als Kindle-E-Book bei Amazon erhältlich. Die E-Book-Version könnt ihr alternativ auch im iBooks Store erwerben.

Produkthinweis
Beifang: Eine Kindheit wie ein Roman 22,00 EUR

Mit Dank an Romuald

Mittwoch, 17. Okt 2018, 10:32 Uhr — Nicolas
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  • Detlef-Dietrich

    Ich finde solche Nabelschaubücher peinlich. Auch lebt das Buch primär davon, dass der Papa berühmt war. Wenn es wenigstens einen literarischen Wert hätte.

  • Instagram:Darkchild242

    Einen faden Beigeschmack um das schnelle Geld zu machen, erweckt es in mir

  • Tja, auch „Visionäre“ haben ihre Schattenseiten. Dem eigenem Kind zu sagen, „du bist der Fehler in meinen Leben “ ist absolut wiederlich !

    • Ganz genau so ist es. Und gerade deshalb hat das Buch eine große Relevanz und hat mit „peinlich“ bzw. „schnellem Geld“ wenig zu tun.

      • Zumindest dann, wenn für einen persönlich das erworbene Wissen im Verhältnis zum Gegenwert steht und es einem persönlich weiter bringen kann. Ich brauche kein Buch um zu wissen, dass selbst ein Steve Jobs nicht vollkommen ist. Mit anderen Worten: für 8,99 € hätte ich es mir überlegt, 22 € stehen nicht zur Disposition und sind im Verhältnis zur Seitenanzahl ohne wissenschaftliche Relevanz vollkommen zu teuer.

  • Beifang ist ein Stadtteil von –Törötörööööö– Selm!

  • Einerseits hat man das Gefühl das Sie damit nur Geld machen will, aber denke die kann das Geld schon Schaufeln und hat es nicht nötig.

  • Lisa Brannon-Jobs hat, 7 Jahre nach dem Tod des Apple Mitbegründers, des Visionärs und der Ikone Steve Jobs, ihrem Vater, ein Buch herausgebracht, in dem sie nicht mit ihm, wie viele wohl gedacht und vielleicht ersehnt hatten, abrechnet, ihn durch den Silicon Valley Kakao zieht, sondern sich letztendlich versöhnlich zeigt. Sie schreibt über ihre eigene Gewordenheit, ihr Zu-Sich-Selbst-Finden, und skizziert dabei gleichsam das Bild eines Vaters, der in ihr einen Fehler sah und verknüpft dies immer wieder mit der Sehnsucht einer Tochter, die sich nach Anerkennung sehnte.
    Ihr Vater war es, dem die leiblichen Eltern wohl ebenfalls eine Anerkennung schuldig blieben, als sie ihn zur Adoption freigaben. Und ihr Vater war es, der sich einige Jahre später im Restaurant seines „Erzeugers“ an einen Tisch setzte, etwas bestellte, und man mag es kaum glauben, sich mit seinem leiblichen Vater unterhielt, ohne sich zu erkennen zu geben. War es Rache, Genugtuung, ein Triumph, oder einfach ein Abrechnen, indem er für sich behielt, dass er der Visionär war, für den man ihn hielt. Jemand, der es geschafft hatte, ohne die Hilfe und Unterstützung jenes Mannes, der ihn verstoßen hatte. Jobs war zweifelsohne ein charismatischer Visionär und seiner Zeit oft voraus. Doch dies war nicht immer so. Erst der Verlust, das Verstoßenwerden aus der Firma, die er mit gegründet hatte, veranlasste ihn nach und nach zu einem Umdenken, wohl zu einer Veränderung, die Apple schließlich zu dem machte, was es heute ist.
    Steve Jobs war in meinen Augen ein weiser Mensch, jemand der sich mit Buddhismus, Philosophie, der Autobiographie eines Yogi vertraut gemacht hatte und die großen Zusammenhänge des Lebens irgendwie verstand. Nicht umsonst wählte er in dem Werbespot „Here’s to the Crazy Ones“ Menschen wie Einstein, Picasso, Martin Luther King, Bob Dylan, Muhammad Ali bis hin zu Mahatma Gandhi aus. Die Verrückten, so wie er. Die Rebellen, so wie er. Die Außenseiter, die die „nicht passen“ (Misfits), wie es im Spot heißt.
    Steven Paul Jobs’ Antrieb war vielleicht jene Ablehnung, die eine Freigabe zur Adoption mit sich brachte, und ihm letztendlich verhalf eine Delle ins Universum zu schlagen. Es muss unvorstellbar anstrengend gewesen sein, diese Rolle, die er sich selbst abverlangte aufrechtzuerhalten, ungeachtet der Kollateralschäden.
    Wenige Wochen vor seinem Tod wird die Beziehung zu Lisa und ihm enger. Er gesteht Fehler ein und spricht davon, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibe, er vieles bereue. Jobs hat sicherlich vieles gelernt und wir alle können nicht ermessen, was ein Mensch an innerer Arbeit vollzieht, im Reifen, im Werden, im Sich Wandeln, um letztendlich dann doch zu einer Erkenntnis zu gelangen, dass das Schwierigste im Leben manchmal das Springen über den eigenen Schatten ist.
    Auch wenn Lisa Brannons Buch keine Abrechnung mit ihrem Vater ist, sondern zwei Menschen zeigt, die sich letztendlich um eine Annäherung aneinander bemühen, so ist es dennoch, und gerade deshalb, sehr lesenswert.
    Steve Jobs’ Art war es Lisa gegenüber seine Liebe auf eine Art auszudrücken, die das Ergebnis seiner inneren Zerrissenheit war: „Lisa, du stinkst nach Klo.“
    (1. Kapitel im Buch) Nicht das „Du Stinkst“ war das, was wir heraushören sollten, sondern das „Ich Rieche Dich…Ich Atme Dich“.
    Lisa Brannon-Jobs ist die Versöhnung selbst nach dem Tod ihres Vaters gelungen. Vielleicht war dies das wichtigste Buch ihres Lebens.

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