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Cloud-Betrieb statt Einsatz auf Endgeräten

KI im Militär: OpenAI schließt Vertrag mit US-Kriegsministerium

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Nach dem offenen Streit zwischen Anthropic und dem US-Kriegsministerium hat die Konkurrenz von OpenAI die Gunst der Stunde ergriffen und am Wochenende ein eigenes Abkommen mit der US-Regierung unterzeichnet.

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Die ChatGPT-Macher kündigten an, fortgeschrittene KI-Systeme in Regierungsumgebungen bereitzustellen. Anders als im Fall von Anthropic sei dabei ein Rahmen vereinbart worden, der technische und vertragliche Schutzmechanismen ausdrücklich festschreibt.

Der Konflikt um Anthropic hatte sich zuletzt deutlich zugespitzt. Das Unternehmen verweigerte eine Ausweitung seines Vertrags über 200 Millionen Dollar, weil es den Einsatz seiner Systeme für inländische Massenüberwachung und vollständig autonome Waffensysteme ausschloss. Die US-Regierung reagierte mit der Ankündigung, Anthropic als Risiko für die Lieferkette einzustufen und die Nutzung der Systeme schrittweise zu beenden. Eine Bewertung der OpenAI auf der Kurznachrichtenplattform X öffentlichen widersprochen hat.

Cloud-Betrieb statt Einsatz auf Endgeräten

OpenAI betont nun, dass seine Systeme ausschließlich über Cloud-Infrastrukturen bereitgestellt werden. Eine Installation direkt auf militärischen Geräten sei nicht vorgesehen. Dadurch solle verhindert werden, dass Modelle in autonomen Waffensystemen ohne menschliche Kontrolle eingesetzt werden können. Zudem behält das Unternehmen die Kontrolle über technische Schutzmechanismen, die missbräuchliche Anwendungen erkennen und blockieren sollen.

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Nach Angaben von OpenAI bleiben drei Einsatzgrenzen verbindlich. Die Systeme dürfen nicht für umfassende inländische Überwachung genutzt werden, nicht zur Steuerung autonomer Waffen und nicht für automatisierte Entscheidungen mit weitreichenden Folgen ohne menschliche Freigabe. Zur Absicherung sollen eigene Fachleute mit Sicherheitsfreigabe die Nutzung begleiten.

Vertragliche Absicherung

Der Vertrag verweist ausdrücklich auf bestehende US-Gesetze, die Überwachung und den Einsatz autonomer Systeme regulieren. Selbst wenn sich rechtliche Rahmenbedingungen künftig ändern sollten, müssten die im Vertrag festgeschriebenen Standards eingehalten werden.
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Mit dem Abschluss des Abkommens versucht OpenAI nach eigener Darstellung auch, die Auseinandersetzung zwischen Regierung und KI-Unternehmen zu entschärfen. Derweil hat die offizielle Claude-App die seit Wochen führende ChatGPT-Anwendung in den Charts des App Stores überholt.

02. März 2026 um 18:06 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    40 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Bei einer „Regierung“ der alle Standards und Gesetze egal sind. ^^

  • Gruselig. Ist das wirklich notwendig ? Der autonome Krieg ? Das Terminator – Szenario rückt näher…

  • Genau richtig gekündigt, wobei schon vor dieser Meldung. OpenAI wird immer gruseliger…

  • OpenAi hat (laut Handelsblatt) bis 2030 einen Cashburn von 700 Milliarden Dollar – und keine Ernte in Sicht. Das zwingt offenbar zu sowas. Man muss sich diese Summe mal vorstellen und mit anderen Unternehmen vergleichen. Das ist außerirdisch.

  • Wieso sollte die ein Vertrag dran hindern, wenn es selbst die Verfassung nicht schaffte….

  • so lange die Orangene Pest ausgebrochen ist, is gar nichts sicher.

  • @Flohrian es gab NIE ein Department of the Army. Aber macht ja nix. Bestimmt haste das von der TikTok Academy…. Leute gibts…

  • Alles klar, aber ohne mich. Andere Mütter haben auch schöne KIs. Habe eh nur noch selten GPT benutzt. Jetzt halt gar nicht mehr. Unter keinen Umständen!

  • Ich empfehle die minutengenaue Analyse bei The Decoder. Wahnsinn wie Altman hier wieder auf mieseste Art vorgegangen ist… da ist einem schon klar, warum Amodei sich weigert dem Sammy überhaupt noch die Hand zu schütteln :-)

  • Häh? Wenn OpenAI jetzt die gleichen Bedingungen ansetzt wie Anthropic, verstehe ich das Problem nicht, was jetzt gelöst wurde. Dann hat der Donald dann ja trotzdem das gleiche wie vorher. Ohne Massenüberwachung und autonome Waffensysteme.

    • Exakt mein Gedanke. Wahrscheinlich so ein Trump-Ego-Move, Anthropic wollte nicht nach seiner Nase tanzen, und in der Öffentlichkeit muss es nun so aussehen, als wenn er doch irgendetwas erreicht hätte.

  • Bei der Frage, ob KI ins Militär muss, würde mein Herz auch immer das „Nein“ wählen, aber ganz ehrlich, ich glaube, dass beim Militär letztlich immer alles, was „aus der Flasche ist“ eingesetzt werden muss. Das ist Handlungszwang. Das liegt daran, dass es keine Weltregierung und kein Weltgericht gibt, der/dem sich alle unterordnen müssen. Es gilt in Wirklichkeit das Gesetz des Stärkeren. Ganz profan. Auf KI gemünzt – irgendwer wird das einsetzen, ganz vorne dabei China – und dann muss sich jeder Staat überlegen, ob er ins Hintertreffen geraten, sich womöglich einem anderen Staat unterwerfen möchte. Seit Jahrtausenden sind Kriegswaffen technologiegetrieben. Das wird nie aufhören. Leider.

    • Hast du Hancock gesehen? Der geht in den Knast weil er es für richtig hält. Der Donald aber ist der mächtigste Mensch auf dem Planeten. Nur hat er weder Vernunft, noch Anstand. Es gibt ja ein internationales Welt-Gericht. Aber wenn die Verurteilten die mächtigsten Menschen der Welt sind und sich diesem nicht unterordnen, werden sie es immer einfach ignorieren. Einfach weil sie es können. Eine Idee könnte es sein, jedem Mächtigen, der uns führen darf, bei Amtsantritt eine kleine Sprengkapsel in einen Zahn einzubasteln. Und wenn er bei Vorladung durch den Internationalen Gerichtshof nicht erscheint… naja…

  • wir wollen doch alle frieden oder? usa bringt demokratie und ki ersetzt soldaten und kein mensch muss in zukunft an die front, denn das machen dann ki systeme und cyborgs.
    ist doch supi

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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