ifun.de — Apple News seit 2001. 45 521 Artikel

KI-Ausschluss soll Künstler stärken

KI-generierte Musik: Bandcamp untersagt Uploads, Spotify erlaubt KI

Artikel auf Mastodon teilen.
8 Kommentare 8

Der Umgang mit generativer Künstlicher Intelligenz entwickelt sich zu einer Grundsatzfrage für Musikplattformen. Während neue Werkzeuge es ermöglichen, in kurzer Zeit komplette Songs zu erzeugen, reagieren Anbieter sehr unterschiedlich auf diese Entwicklung.

Besonders deutlich wird der Kontrast zwischen dem Streaming-Dienst Spotify und der Download-Plattform Bandcamp, die zum Jahreswechsel ihre Leitlinien präzisiert hat.

Bandcamp setzt auf ein klares Verbot

Bandcamp untersagt künftig den Upload von Musik und Audioinhalten, die vollständig oder in wesentlichen Teilen durch generative KI entstanden sind. Die Plattform verfolgt damit das Ziel, Hörern die Sicherheit zu geben, dass veröffentlichte Werke von Menschen geschaffen wurden. Zusätzlich bleibt der Einsatz von KI zur Nachahmung realer Künstler oder zur gezielten Imitation bestehender Stile untersagt.

Bandcamp App

Inhalte, die den Verdacht auf KI-Generierung erwecken, können gemeldet und überprüft werden. Bandcamp behält sich vor, entsprechende Veröffentlichungen auch ohne endgültigen Nachweis zu entfernen. Der Ansatz passt zum Selbstverständnis der Plattform als Marktplatz für unabhängige Musiker, bei dem die direkte Unterstützung durch Fans im Mittelpunkt steht.

Spotify erlaubt KI, setzt aber auf Regulierung

Spotify hingegen verfolgt einen anderen Kurs. Der Streamingdienst erlaubt den Einsatz von KI als Teil kreativer Prozesse grundsätzlich, sieht aber Handlungsbedarf beim Missbrauch der Technologie. Im Fokus stehen Maßnahmen gegen Täuschung, Spam und Identitätsmissbrauch.

Spotify

Ergänzend arbeitet Spotify an branchenweiten Standards für Musikcredits, die transparent machen sollen, ob und in welchem Umfang KI bei einer Produktion eingesetzt wurde. Damit soll für Hörer nachvollziehbar werden, wie Musik entstanden ist, ohne Künstlern bestimmte Werkzeuge grundsätzlich zu verbieten.

15. Jan. 2026 um 14:27 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    8 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Das war neben der Preiserhöhung und der niedrigsten Vergütung für die Künstler am Markt einer der Hauptgründe Spotify zu verlassen. Bei den Vorschlägen war ein großer Teil KI generiert und das geht für mich garnicht.

    Spotify ist im Moment wirklich zum abgewöhnen, dabei war ich viele Jahre sehr zufrieden.

  • Ich finde die UI auf Apple Music furchtbar. Versuche die ganze Zeit mich von Spotify abzugewöhnen. Aber tue mich da echt schwer.

  • Ich weiß, böse Verschwörung. Aber mal drüber nachgedacht, könnte Spotify sich nicht selbst zusätzliche Einnahmen bescheren wenn sie möglichst viele Ki-Songs aus eigener Feder hochladen? Die Erlöse für gestreamte Songs kommt doch aus einem Topf, oder?

  • Genau. Und dann noch alle „Autotune“-Songs raus und der Musikdienst hätte vom einen auf den anderen Tag dann nur noch ein paar Hundert uralte Songs drin zu denen mein Uropa noch „geschwooft“ hat.

  • Als vor einer Weile klar wurde, daß Spotify KI-Musik zulässt, war ich raus. Ich probier’s jetzt erst mal ohne Streamingdienst.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

    ifun.de ist das dienstälteste europäische Onlineportal rund um Apples Lifestyle-Produkte.
    Wir informieren täglich über Aktuelles und Interessantes aus der Welt rund um iPad, iPod, Mac und sonstige Dinge, die uns gefallen.
    Insgesamt haben wir 45521 Artikel in den vergangenen 8850 Tagen veröffentlicht. Und es werden täglich mehr.
    ifun.de — Love it or leave it   ·   Copyright © 2026 aketo GmbH   ·   Impressum   ·      ·   Datenschutz   ·   Safari-Push aketo GmbH Powered by SysEleven