Musikdienste und Verkaufsportale
KI-generierte Inhalte stellen Plattformbetreiber vor Herausforderungen
Große Plattformen, darunter insbesondere Musikdienste, sehen sich zunehmend mit den Folgen des KI-Einsatzes konfrontiert. Probleme macht hier vor allem der Missbrauch der Technologie, beispielsweise durch Irreführung und Plagiate.
Wir haben bereits berichtet, dass sich Spotify und Bandcamp diesbezüglich positioniert haben, wobei die Ansätze der beiden Musikplattformen denkbar weit auseinander gehen. Während Bandcamp auf ein vollständiges Verbot setzt, vertraut Spotify darauf, dass ein strenges Regelwerk ausreicht.
Qobuz setzt auf redaktionelle Kontrolle
Mit Qobuz hat sich jetzt ein weiterer Anbieter zu diesem Thema geäußert. Der aus Frankreich stammende Musikdienst hat seine Leitlinien zur Verwendung von KI präsentiert.
Qobuz will regulierend eingreifen und industriell erzeugte, KI-generierte Inhalte von den wichtigsten Platzierungen der Plattform ausschließen. Die Einhaltung dieser Vorgabe will der Anbieter dadurch sicherstellen, dass sämtliche hervorgehobenen Empfehlungen, darunter die sogenannten „Qobuzissimes“, Alben der Woche oder redaktionell betreute Playlists, ausschließlich von einer hauseigenen Musikredaktion zusammengestellt werden.
Auch bei personalisierten Vorschlägen bleibt Qobuz diesem Ansatz treu. Funktionen wie Autoplay, Radios oder Daily Mixes basieren dem Musikdienst zufolge zwar auf algorithmischen Verfahren, greifen dabei jedoch ausschließlich auf Inhalte zurück, die vom Redaktionsteam ausgewählt oder von vertrauenswürdigen Partnern bereitgestellt wurden. KI-generierte Titel würden auf diese Weise systematisch ausgeschlossen.
Parallel dazu arbeitet Qobuz an technischen Lösungen, um KI-generierte Musik zuverlässig zu erkennen und betrügerische Streaming-Muster aufzudecken. Auffällige oder manipulierte Streams würden dabei nicht nur aus Statistiken entfernt, sondern auch von der Ausschüttung von Tantiemen ausgeschlossen.
KI-generierte Musik auf YouTube
KI auch auf Verkaufsplattformen ein Problem
KI-generierte Inhalte entwickeln sich längst auch in anderen Bereichen zu einem Problem. So sind uns in den vergangenen Wochen vermehrt mithilfe von KI generierte Bilder auf Verkaufs- und Auktionsplattformen aufgefallen. Es mag sein, dass die Ersteller solcher Anzeigen ihre Angebote dadurch lediglich attraktiver gestalten wollen. Gleichermaßen trägt dies allerdings dazu bei, dass man als Käufer zunehmend verunsichert wird.

Das nächste Wettrüsten startet hier. Eine KI um mühelosen Wohlstand zu erreichen und eine andere KI um das aufzudecken und zu verhindern.
Zahlen dürfen das nachher die Kunden.
KI findet in jeder Software ihren Einzug (ob der Kunde das will oder nicht) – somit auch in der Musiksoftware.
Wo will man bei einem produzierten Song dann die Grenze ziehen?
Kassetten stellen Plattenhersteller vor große Herausforderungen.
CDs stellen Kassettenhersteller für große Herausforderungen.
Napster stellt Musikindustrie vor große Herausforderungen.
Streaming Dienst Eigenproduktionen stellen Hollywood vor große Herausforderungen.
Smartphones stellen etablierte Handyhersteller vor große Herausforderungen.
Auch hier heißt es wieder für alle involvierten, passt euch an oder geht. Fortschritt gibt die Pace vor, wer nicht mithalten kann, verliert an Bedeutung.
Auch dieses Mal wieder dabei, die Musikindustrie, die Filmindustrie und natürlich Rechteinhaber als Ganzes.
Dieses Mal neu dabei, Künstler und Schriftsteller.
Durch KI wird alles neu gemischt, arbeitet damit, aber wer das ignoriert oder verteufelt, wird verlieren, denn eines dürfte jedem klar sein, das geht nicht mehr weg.
Es wird nur noch ausgefeilter.
Meine Rede. Ich hab nur immer bei den Waschfrauen angefangen :-))
Sämtliche deiner Prämissen sind falsch!
Es ist nicht ein neues Medium.
Es ist ein „Tool“ das sich dreist bei realen Künstlern bedient und keine Urheberrechte beachtet. Punkt
Das US Copyright Office hat klar festgehalten, das KI generierte Werke KEIN Anrecht auf Copyright Schutz haben.
Sagt eigentlich alles
+ 1
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In welcher Hinsicht werde ich „verlieren“, wenn ich KI ignoriere?
PS: Grundvorraussetzung wäre eh eine KennzeichnungsPflicht
Du wirst keinesfalls verlieren, im Gegenteil. Dein Werk wird ein Alleinstellungsmerkmal haben mit dem Gütesiegel „Made by Human“
Ich gratuliere jetzt schon!
Ich habe nichts gegen KI-Musik. Da gibt es wirklich tolle Titel und Ohrwürmer. Mir wirklich egal, wie ein Lied nun entstanden ist – hauptsache es gefällt.
Aha. Was hast du vorher so gehört? Helene? Ballermann Hits?
Sehe ich auch so , mir egal wie es entsteht Hauptsache es gefällt mir .
Bis die KI dann DIR was wegnimmt, dann ist das Geheule groß und der kleine Mario wird sich bitterlich beschweren
Wo sind eigentlich die ganzen Anwälte beauftragt durch die Studio/ Musikvertreter die damals die Leute verklagt hatten, weil die illegal Musik/ Filme geladen hatten?
Die sind alle ziemlich leise?
Fakt ist, die Künstler haben alle schon verloren:
Digitale Schauspieler, digitale Synchronsprecher (siehe Netflix Verträge der Sprecher), digitale Musik (Plattformen zum erstellen haben illegal alles zum trainieren benutzt) …alles durch Computer/ KI generiert…das wird kommen.
Die Politik weiß es und macht mal wieder nichts.
Mein Gedanke:
Wäre es nicht jetzt gut dem ein Riegel vorzuschieben und einzugrenzen bevor noch weitere 100 Mrd. Dollar investiert werden?
Die Politik konnte sich verstecken als es darum ging: Produktionsmitarbeiter vs. Fertigungsroboter.
Bei (Büro)- Mitarbeiter (IT, Support, Programmierer, Buchhaltung usw.) vs. Ki wird sie es nicht mehr können.
In Indien sorgt KI schon für Probleme bei IT Jobs. (in Radio ein Beitrag gehört)
Was denkt ihr?
Du willst also KI verbieten? Der Zug ist abgefahren
Korrekter Gedanke!
1. absolute Kennzeichnungspflicht bei saftigen Strafen, bei Zuwiderhandlung
2. anmerken, dass das KI Musikstück, Text, Video, Stimme keinerlei Rechte auf Copyright Schutz hat und JEDER das Filmchen, Text, Bild und Musik nach freiem Belieben verwenden und monetarisieren darf.
Resultat: die Firmen werden sehr genau überlegen, ob das in Auftrag gegebene KI „Werk“ sein Geld wert war, wenn die Hehlerware weiter verschachert wird…
;-))
Wenn wir Konsumenten keinen Unterschied zwischen von Menschen produzierter und KI generierter Musik wahrnehmen scheint in der Tat alles OK zu sein. Vieles im Bereich der sogenannten „populären“Musik wurde doch schon lange aus vorkonfektionierten Loops erstellt. KI kann dann heute halt sogar den Gesang erzeugen, der im o.g. Genre bisher, also im prä-KI- Zeitalter, noch echte Menschen erforderte.
Gottlob gibt es noch Musik, bei der die Interaktion zwischen den Musikern wichtig und auch beim Hören erlebbar ist. Z.B. im Jazz oder der Klassik, handgemachter Rock-, Pop-, Welt- u.s.w. Musik. Hintergrundmucke kann von mir aus gern KI generiert werden.
Wenn Du selber Musik machen und verstehen würdest, welche Kreativität der Künstler dahintersteht, dann würdest Du aus meiner Sicht anders urteilen. Insbesondere aus der Zeit um 1970 rum. Das war und ist immer noch besonders.
Und durch die diversen KIs killst Du viel an Kreativität bei den Leuten.
Und ich rede hier nicht nur von digitalen Inhalten allgemein: selbst wenn Du über eine SW wie Cubase oder ähnlich „nur “ elektronische Musik generierst (und auch ohne ein Instrument spielen zu können), musst Du ein gewisses Maß an Kreativität mitbringen. Mit Ki Apps wie Suno ist das nicht mehr notwendig…..
Du bringst es auf den Nenner, Ambassa. Genau das ist der springende Punkt! Ob es das Schreiben von Büchern / Romanen, das kreieren von Musik oder das Malen von Bildern ist, immer basiert das auf besonders kreative Begabung von Menschen.
All das kann eine seelenlose KI nicht bieten.
Denkt denn niemand an die Kinder?!
Deezer?
Ich kann folgenden Beitrag empfehlen:
https://wortvogel.de/2026/02/ihr-wollt-gegen-die-ki-kaempfen-zu-spaet-sie-hat-schon-gewonnen/
Ich würde mir eine Filterfunktion wünschen. Einerseits, um KI-generierte Musik gezielt finden zu können, andererseits, um sie bei Bedarf bewusst aus den eigenen Ergebnissen auszublenden. Für Streaming-Plattformen wäre das ein echter Mehrwert: bessere Kategorisierung, mehr Filteroptionen und für alle, die keinerlei KI-Inhalte möchten, ein einfacher Schalter.
Problematisch finde ich vor allem vollständig automatisiert erzeugte Inhalte, bei denen kein menschlicher Beitrag mehr erkennbar ist. Gleichzeitig bleibt die Urheberfrage ungeklärt. Gerade hier braucht es verlässliche Rahmenbedingungen für Künstlerinnen und Künstler, die nicht möchten, dass ihre Werke zum Training von Sprach- oder Musikmodellen verwendet werden.
Insgesamt ist das Thema komplex und vielschichtig. Ein pauschales Verbot halte ich jedoch für den falschen Weg. Stattdessen sollten durchdachte Lösungen entwickelt werden, die technologische Innovation ermöglichen und gleichzeitig kreative Rechte schützen.
Und ja, ich lasse meine ADHS Texte immer mal gerne durch die KI sinnvoll strukturieren :)
Das ist ein KI Projekt.
Ich finde es gut und das ist doch das wichtigste oder ?
https://open.spotify.com/artist/6xv1M8XN6RhtVeHwrmOBfn?si=VPknP4PwSNWRUrhQnQc-xA