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iWork in der Kritik: Wie sonst sollen sie neu starten?

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Seit Apples Veröffentlichung der neuen iWork-Suite hagelt es Kritik. Vor allem „Power-Nutzer“ – ein Begriff der Ende 2013 anfängt nach seiner Daseinsberechtigung zu suchen – beschweren sich derzeit über Apples massiven Eingriff in den Funktionsumfang der Textverarbeitung Pages und der Tabellen-Kalkulation Numbers.

Sowohl im User-Interface als auch unter der Haube der beiden Office-Konkurrenten fehlen viele etablierte Funktionen und Werkzeuge. Textfelder lassen sich nicht mehr verbinden, die Auswahl der Tabellen-Formeln ist eingeschränkt. Das Doppelseiten-Layout fehlt ebenso wie der einfache Einsatz von Führungslinien. Den Applescript-Support sucht man in weiten Teilen der Anwendungen vergeblich.

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Während in Apples Support-Foren bereist die ersten Listen verschwundener Funktionen kompiliert werden, gehen die Kollegen des deutsche IT-Verlages Heise bereits so weit, eine Update-Warnung auszusprechen. Fast ein bisschen zu vorsichtig; immerhin sichert der Mac die „alten“ iWork-Applikationen auch nach dem Update auf die neuen Apps und gestattet die weitere Nutzung der behäbigen Schlachtschiffe, die nun einen Extra-Ornder in eurer Programm-Übersicht bewohnen. Aber der Punkt kommt an.

Die Community blickt sorgenvoll auf Apples Marschrichtung, die den prototypischen Business-Anwender immer weiter aus dem Blick verliert und mit Ausgabe der neuen iWork-Apps den gleichen Fehler zu begehen scheint, der schon beim initialen Launch der Video-Schnitt Suite Final Cut Pro X vor zwei Jahren kritisiert wurde. Aber ihr kennt das Spiel: Immer dann, wenn Apple zwischen Feature-Fülle und Simplizität entscheiden muss, spalten sich die Anwender in zwei Fraktionen. Die Feature-Freunde gehören derzeit zu der Lauteren. So schreibt Pierre Igot in seinem iWork-Monolog „Pages 5: An unmitigated disaster„:

We Mac power users have been complaining about the “dumbing down” trend in computing that the mobile era has ushered in. Now it’s definitely come to hurt us in a big way. It’s as if the entire iWork team of engineers has been replaced by iOS specialists with little or no interest in the needs of “prosumers” and the like.

Doch ganz so einfach wie in Igots Bestandsaufnahme lässt sich Apples iWork-Umbau diesmal nicht bewerten.

iwokr-neu

Mit der neuen iWork-Familie baut Apple momentan an der nächsten Generation plattformübergreifender Produktivitäts-Werkzeuge. Pages und Co. lassen sich nicht nur auf dem Mac, sondern auch im Netz, am iPhone und am iPad einsetzen. Der Wegfall lieb gewonnener Features ist kein Rückschritt, sondern zollt lediglich dem Wunsch der Apple-Ingenieure Tribut, mit einer Basis neuer Anwendungen zu starten, die einen einheitlichen Funktionsumfang anbieten, der auf allen kompatiblen Geräten genutzt und ausgenutzt werden kann.

Apple fängt also nicht bei Null, sondern beim kleinsten gemeinsamen Nenner der drei Plattformen an. Wir jedenfalls gehen davon aus, dass viele der jetzt vermissten Werkzeuge in den kommenden Monaten wieder einziehen werden. Die iWork-Apps wieder erwachsen werden.

Bis es so weit ist – nicht vergessen: Apple stand seit Wochen unter erheblichem Zeitdruck und konnte im Rahmen des September-Events nicht mal die iOS 7-Version für iPad-Nutzer präsentieren – greifen „Power-Nutzer“ auf die alten iWork-Apps zu und lesen sic durch diesen Artikel von Nigel Warren.

Der vorletzte Absatz macht einen ähnlichen Punkt.

The fact that iWork on the Mac has lost functionality isn’t because Apple is blind to power users. It’s because they’re willing to make a short-term sacrifice in functionality so that they can create a foundation that is equal across the Mac, iOS, and web versions. It will take time to bring these new versions of iWork up to parity with what the Mac used to have. In the meantime all platforms have to live with the lowest common denominator.

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25. Okt 2013 um 12:37 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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