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Modern, verschlüsselt, skalierbar

Interoperable Messenger: Arbeitsgruppe präsentiert MLS-Protokoll

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58 Kommentare 58

Nach dem Willen der Europäischen Union werden die Messenger der großen Tech-Konzerne langfristig zusammenarbeiten müssen um voll verschlüsselte Gespräche auch zwischen Nutzern unterschiedlicher Messenger-Dienste zu ermöglichen. Die EU will so die Macht der Gatekeeper zumindest etwas abschwächen und gegen die Lock-In-Mechanismen vorgehen, die von vielen Marktteilnehmern genutzt werden um Anwender im eigenen Ökosystem regelrecht „gefangen“ zu halten.

Die MLS-Spezifikation, die so genannte „Messaging Layer Security“, spielt eine wichtige Rolle wenn es darum geht die unterschiedlichen Messenger kompatibel miteinander zu machen. Jetzt hat die zuständige Arbeitsgruppe der Internet Engineering Task Force einen neuen Protokoll-Entwurf vorgelegt, der sichere Gruppengespräche ermöglichen wird und bietet diesen als Vorschlag für einen branchenweiten Standard an.

Das neue Protokoll soll sicherstellen, dass verschlüsselte Verbindungen zu allen Teilnehmern von Gruppengesprächen aufgebaut werden, dass der Empfang von Nachrichten validiert wird und dass neue Chat-Teilnehmer auf unterschiedliche Verschlüsselungsstandards setzen können.

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Modern, verschlüsselt, skalierbar

Die neu erarbeiteten Fortschritte sollen schon in Kürze bei den Stützern der Internet Engineering Task Force (IETF) zum Einsatz kommen. Zu diesen zählen unter anderem:

  • AWS
  • Cisco
  • Cloudflare
  • Google
  • The Matrix.org Foundation
  • Meta
  • Mozilla
  • Phoenix R&D
  • Wire

Die IETF unterstreicht, dass sich das MLS-Protokoll bereits bewährt habe und problemlos effiziente Gruppenchats mit mehreren tausend Teilnehmern verwalten kann.

Was RCS für die SMS hätte werden können, ein branchenweiter, moderner Standard für die nächste Generation mobiler Kurznachrichten, soll das MLS-Protokoll als Basis von Messenger-Diensten im Internet werden. Wie und wann genau die großen Tech Konzerne ihre Messenger entsprechend umbauen werden, bleibt abzuwarten.

19. Jul 2023 um 07:33 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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    • Vor allem dass Facebook Messenger so weit vor Business Anwendungen wie Zoom, Teams und Skype liegt, ist erschreckend.

      • Warum? Klar läuft mittlerweile ein Großteil der Chat Aktivität auf der Arbeit via Teams, aber wer nutzt es denn privat wo doch wesentlich mehr per Chat geschrieben wird?

      • Castle denkt wohl das die Business so viel schreiben das die privaten damit überholt würden. Das sagt schon alles über die Arbeitsmoral aus. Hahah

      • In unserem Business wird tatsächlich viel geschrieben. Geschäftlich, natürlich. Aber vermutlich ist die Masse eben beim privaten Chat im Vergleich der Messenger. Die Relation hat mich nur überrascht.

    • Wobei in dem Fall der Vergleich mit anderen Ländern durchaus interessant ist. In den USA sieht das z. B. komplett anders aus. iMessage is da vorne dabei und WhatsApp weit hinten.

  • Danke, mir reicht iMessage und SMS als Fallback. Ich will das gar nicht. Wetten da gibts 100 Hintertüren für den Machtapparat?!

  • Krass… hätte nicht gedacht, dass Threema offensichtlich keinen Marktanteil hat?

  • bis auf Matrix und ggf Mozilla (eher nicht so) kannst die IETF ja mal voll Knicken, da würd ich keinem so wirklich trauen

  • der alte Berliner

    Das wird bestimmt so gut wie die europäische Cloud-Version GAIA-X ;-)

  • Für mich sind iMessage, Signal, WhatsApp Messenger; ZOOM, Microsoft Teams, Skype aber Tools für Videokonferenzen, das kann man so doch nicht alles in einen Topf werfen, auch wenn mitunter die Übergänge fließend sind. Ich finde halt die Balkengrafik ein wenig irreführend.

  • Und an der Grafik sieht man jetzt auch sehr schön warum der Facebook (meta) Konzern Whatsapp 2014 für soooooooo viel Scheine gekauft hat…..
    Und ich weiß…die Chats sind verschlüsselt…. da hat Meta gar nichts von….
    Manipulationsmacht bekommt man mit Metadaten. (Wann und wo wird komuniziert, wer mit wem etc.)

    • Die Chats sind zwar verschlüsselt, die Keys zur Entschlüsselung liegen aber auf den Geräten und theoretisch könnte selbst die Facebook App auf die privaten Schlüssel der WhatsApp App zugreifen, weil sie die gleiche „App Group Id“ haben.
      E2E Verschlüsselungen in Closed Source Applikationen, wie WhatsApp, sind nur Versprechungen der Hersteller ohne Verpflichtung, sich auch daran zu halten.

      • Quelle dafür? Ist ja eine ziemlich harte Hypothese, von der ich noch nie was von Experten las.

  • „Internet Engineering Task Force“, was für ein martialischer Name. Und auf manche dieser „Stützer“ verzichte ich lieber.

    • Ist im technikbereich recht üblich einfach funktionale Namen zu nehmen. Da geht es eher um den guten Output als um fancy marketingnnamen.

      • No. Das ist ein fancy Marketingname. Klingt mächtig und wichtig.

        Dickelson, wir kommen heute nicht zusammen.

      • Offensichtlich hast du weder Ahnung von englischer Sprache, noch von dem zeitlichen Kontext. Die Organisation an Freiwilligen, die die Standards für das Internet voranbringen will, ist älter als das World Wide Web.

        Es ist echt peinlich, welches Unwissen so manche voller Überzeugung an den Tag legen.

  • MLS-Protokoll ist also am Ende nötig um mit „Messenger A“ zu einem Nutzer mit „Messenger B“ zu schreiben?!OK, muss ich mal drauf achten.

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    Der Stand vom Bild ist von 2021. Warum so alt?

    Ich nutze inzwischen (auch) SESSION. Geht ganz ohne Anmeldung oder Registrierung.
    Soll ähnlich wie ein Krypto-Wallet aufgebaut sein.
    Davor war es WIRE. Da gab es aber vereinzelt Zustellprobleme von Nachrichten.

    Bei iMessage vermisse ich eine Funktion zum löschen von Nachrichten.
    Temporäre Message ist mir wichtig, auch wegen „aufräumen“ von Small Talk ;)
    Oder geht das doch irgendwie mit iMessage?

    • Kannst natürlich auch einzelne Nachrichten in iMessage löschen. Dafür auf eine Nachricht gedrückt halten und „mehr“ wählen. Danach kannst du die Nachrichten auswählen und über das Mülltonnen-Symbol unten links die Nachrichten löschen.

      • Richtig aber er meint das löschen bei allen Beteiligten im Chat. Das geht bei iMessage seit iOS 16. Nachricht lange drücken und dann auf „Senden widerrufen“.

      • Geht nicht unter iPadOS v16.5.1 (c).
        Hab nur ein iPad Mini.

        Da kommt „Antworten, Kopieren, Übersetzen und Mehr > da aber werden nur die Häkchen vorn angezeigt. Unten dann „Nachricht löschen“ was aber am Ende nur bei mir ist.

      • Es geht nur maximal 2 Minuten nach dem Senden der Nachricht.

      • Und du kannst eine zuletzt gesendete Nachricht bis zu fünfmal innerhalb von 15 Minuten nach dem Senden bearbeiten.

      • Achso… meine das geht nur eine zeitlang und dann nicht mehr.

  • Ihr hättet ruhig reinschreiben können, dass die bis zum 5. März dafür Zeit haben. Selbst Apple hat dem bereits mit einer Selbstanzeige zugestimmt.

  • Endlich kommen die Messanger im Heute an. Diese veraltete Grüppchenbildung ist doch nicht zeitgemäß. Richtig gut finde ich, dass bei dem Protokoll niemand sehen kann, welchen Messanger ich nutze. Man kann es nur erahnen, da mache Funktionen vielleicht nicht funktionieren, da MLS nur eine gemeinsame Basis ist. Aber so oder so, die „WhatsApp-Nummer“ wird dann wieder Geschichte und die Leute reden wieder von einer Handynummer. Keine nervigen Diskussionen mehr, man solle doch bitte X oder Y nutzen.
    »Der Zeitplan für das nächste Jahr ist sportlich. Bis März 2024 sollen 1-zu-1-Chats interoperabel sein, im Jahr darauf Gruppenchats, dann Audio und Video.«

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