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Bundesregierung in der Pflicht?

Internetausfälle: Entschädigungszahlungen würden Druck auf Anbieter erhöhen

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Der Leitspruch „Never change a running system“ gilt auf den heimischen Internetanschluss bezogen vermutlich besonders. Wenn die Verbindung stabil ist und man halbwegs jene Bandbreite bekommt, für die man beim Provider bezahlt, darf man sich beinahe schon glücklich schätzen. Laut dem Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat jeder dritte Internetnutzer wiederholt Probleme mit seiner Internetverbindung. Zudem erreicht laut Bundesnetzagentur gerade mal jeder achte Verbraucher die maximale Bandbreite, die im Vertrag steht.

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Die Verbraucherschützer fordern nun ein Recht auf Entschädigung und sehen sich mit damit als Sprachrohr der Verbraucher. Laut aktuellen Umfragewerten möchten 76 Prozent der Nutzer die Möglichkeit bekommen, ihren Vertrag unkompliziert kündigen zu können oder im Monat weniger bezahlen, sofern die Bandbreite deutlich geringer ist, als im Vertrag vorgegeben. Zudem halten es Nutzer für angemessen, dass der Anbieter im Falle eines Totalausfalls innerhalb eines Tages für Abhilfe sorgt.

Natürlich überraschen diese Umfragewerte nicht. Doch leider sind Seitens der Politik keine Bestrebungen erkennbar, die vertraglichen Pflichten der Anbieter enger zu fassen. Ausgerechnet Großbritannien muss hier als Vorbild dienen, denn dem vzbv zufolge erhalten Kunden dort automatisch eine Entschädigung in Höhe von 8 Pfund pro Tag, sobald eine Telekommunikationsdienst länger als zwei Tage komplett ausfällt. In Deutschland bietet sich nach Ansicht der Verbraucherschützer in diesem Jahr eine Gelegenheit, nachzuziehen. Die Bundesregierung muss den „Europäischen Kodex für die elektronische Kommunikation“ (EECC) in nationales Recht umsetzen, hier sieht der vzbv Gelegenheit, auch die Probleme der Verbraucher zu adressieren.

Montag, 03. Feb 2020, 13:40 Uhr — Chris
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  • Wenn man mal ab und zu einen Abbruch hat, finde ich das überzogen. Diese Systeme können nicht dauerhaft perfekt laufen, das weiß der Ottonormal-Mensch aber nicht. Es muss gewartet, ausgebaut und erneuert werden, da passiert das schon Mal. Anders sieht es aus, wenn man einen ganzen Monat schon kaum online kommt.

    • Das Thema Internet sollte wie die Grundversorgung mit Strom und Gas gehandhabt werden. Dementsprechend muss diese gewährleistet sein.

      • Simeon Quatsch, Gas oder Wasser Ist in der Leitung und wenn man den Hahn aufdreht bekommt man es auch, Strom liegt auch nur an. Aus diesem Grunde was die Verfügbarkeit angeht viel einfacher zu Händeln. Ein Internetanschluss dagegen ist komplex. Anmeldung, richtige Geräte Konstellation, WLAN (der Kunde unterscheidet nicht was grade nicht geht), Backbone, DNS Server usw usw und was weiß ich noch alles. Da ist Ausfall nachvollziehbar. So ein plumper Vergleich ist also völlig überzogen.
        Ganz zu schweigen davon hätte man Unmengen an Technikerzeiten um echte Ausfälle zu beweisen die nicht am Kunden liegen. Die Kosten würden immens. Das würden dann wieder alle mitgezählten

      • Manche denken scheinbar noch immer, Gas wächst auf Bäumen, Wasser filtert sich und transportiert sich von alleine und Strom wird von Pikachus und Hamstern generiert.

    • Doch – zumindest viel besser, als es meistens der Fall ist.

      Ich arbeite bei einem regionalen Kabel + Glasfaseranbieter, der zur Zeit auch massiv ausbaut.
      Aber noch muss ich privat leider Vodafone (ebenfalls per Kabel) nutzen.

      Und ich kann sagen, dass die meisten Probleme, die auftreten, bei uns nicht so lange bzw. meistens garnicht aufgetreten wären.
      (vor allem in den Bereichen DNS und Routing)

      Aber leider mangelt es bei denen halt oft an Sorgfalt.

    • Da bin ich anderer Meinung. Mittlerweile laufen derart viele Grundbestandteile einer Wohnung über das Netz dass ein Totalausfall selbst für einen Tag absolut indiskutabel ist. Sieh mal in die Zukunft und du nicht mal mehr die Heizung steuern oder das Auto aufladen kannst weil das Auto sich online nicht den entsprechenden Stromtarif suchen kann. Hier müssen die Anbieter anfangen Redundanzen einzubauen. Sprich wenn eine Leitung ausfällt muss eine zweite unabhängige Leitung ins Haus gehen welche dann läuft. Oder die Router müssen standardmäßig einen Mobilfunkchip verbaut haben damit die Verbindung umgeleitet werden kann.

    • Und wenn man ab und zu mal entscheidet, dass die Verbindung gerade ihr Geld nicht wert ist und den Preis dafür selbstständig kürzt, dann sollte das auch kein Problem sein, oder?

    • Ich finde wenn etwas nicht dauer haft läuft dann muss ich auch nicht dauerhaft dafür bezahlen!

  • Die Lobbyisten werden das schon verhindern das ihre Auftraggeber/Arbeitgeber im Nachteil sind und vielleicht sogar weniger Gewinne einfahren …

  • Wäre ja mal angebracht… wir haben selber von der Telekom eine 100er Leitung und bekommen aber nur 60… laut fritzbox sind es knappe 500m strassenleitung zum Verteiler, die natürlich nicht ersetzt werden. Selbst nach Nachfrage zwecks Glasfaser Leitung wird nicht gehandelt.

    • Auf 500m „nur“ 60Mbit/s ist durchaus realistisch und technisch (Dämpfung auf der Leitung) bedingt. Daran lässt sich nichts ändern. Wenn du Eigentümer eines Einfamilienhaus bist kannst du auf die Telekom zu gehen und fragen ob du eine Glasfaser Hausanschluss bekommst (gegen Entgelt natürlich). Alternativ kannst du dir überlegen auf den 50er Tarif zu wechseln, im dümmsten Fall verzichtest du dann auf ca. 10Mbit kommst dafür aber günstiger. In der Realität wirst du dann wahrscheinlich 55 bis 60Mbit am Anschluss bekommen.

      • Sorry aber 500m ist nix. Da kann ich mir nicht vorstellen dass ein Verlust von 40% normal ist.
        Mit hat mal ein Techniker gesagt (Kabelnetz) dass theoretisch auch 2 GBit möglich wären und die haben auch nur Kupferleitung auf dem letzten Stück.
        Die Telekom sollte sich schämen. Ich hab auch die ihr tolles VDSL mit 50Mbit und die bekomme ich meist nichtmal. Und ich sehe die Verteilerstation vom Fenster aus. Aber zum Glück gibts hier demnächst einen echten Glasfaseranschluss.

      • LOL, ganz bestimmt nicht. Glaube mir, ich mache das beruflich und VDSL 100 bekommt man bei 500 Metern Leitungslänge nicht mehr.

        Meine Leitung hat ~650 Meter und ich bekomme knappe 35 Mbit/s down und 10 Mbit/s up (was ein SEHR guter Wert ist!).

        Abgesehen davon kommt es auch auf andere Faktoren wie Hausverkabelung, Adernquerschnitt etc. an.

        Wer hier einfach plump fordert, dass das halt immer laufen MUSS, hat keinerlei Ahnung von der Materie.

      • Genau, und bei mir wurde damals behauptet 160m verursachen einen Verlust von 50mbits auf 16mbits, das glaubst du wohl doch selbst nicht.
        Die Telekom hatte damals 50% gespart von dem einst geplanten Geldbetrag und somit wurde beim alten Dorf ein Verteiler weggelassen ebenso schnellere Ports.

      • @MB Kabel und DSL sind zwei paar Schuhe. Kabel-Kupfer ist Coaxialkabel mit Schirmung und Innenleiter, DSL-Kupfer ist (besserer) Klingeldraht. Zusätzlich kommst es auf den verlegten Querschnitt der Kupferleitung an, je dünner die Leitung desto stärker schlägt die Dämpfung zu. Ein weiterer Faktor sind die Frequenzen mit denen das Signal übertragen wird, denn je höher die Frequenz (desto höher die mögliche Bandbreite) desto höher die Dämpfung auf der Länge der Leitung. Also sind die (Bandbreiten-) Verluste von 40% auf 500m realistisch. @Nimo Ja 160m können bei DSL einen entscheidenden Unterschied machen. Ist leider so.

      • Dann finde ich es umso lächerlicher das die Telekom hier vor ein paar Jahren, als die Verteiler mit Glasfaser angebunden wurden, groß mit Highspeed Internet geworben hat.

      • Ich finde es reichlich bescheuert, dass hier darüber gestritten wird, ob es technisch/physikalisch bedingt ist oder mutmaßlich indiziert. Wenn jemand 100/40 Mbit bestellt und die Telekom dies zusichert (der Vertrag wird beidseitig zugesichert), aber permanent <=60 Mbit Höchstleistung bekommt, ist das klar ein Fehler des ISP. Dass kein FTTB/H anliegt liegt im Regelfall auch nicht an mir, selbst mit Eigenheim nicht. Warum also soll man für eine Leistung blechen, die zugesichert aber nicht erbracht wird?

      • Wenn es technisch begründet ist , ist es umso mehr eine Frechheit solch ein Vertrag anzubieten !
        Wenn ich nur 50 schaffe aber 100 verkaufe ist es Betrug !
        Und genau da muss nachgebessert werden !
        Wenn schon im Vertrag steht bis zu 100 und nichts garantiert wird zeigt doch schon wie bindet die 100 ist

    • @Stefan, welche Fritzbox hast du denn?!
      Bei einer 7390 darfst du dich nicht wundern, wenn nur noch 60MBit ankommen, da die nicht mehr wirklich für Vectoring-VDSL geeignet ist.
      Selbst die 7490 empfinde ich mittlerweile als grenzwertig…

      Ich habe eine Leitungslänge von 422m und meine Fritzbox 7530 zeigt mir 320m an.
      Grundsätzlich ist mir das schon öfter aufgefallen, dass die Fritzbox ca. 100m an der Leitungslänge abzieht. Es ist schließlich nur ein geschätzter Wert.

      Und falls die Leitung 600m lang ist, solltest du mit maximal 70MBit rechnen können.

      Und 70MBit liegen im vertraglich angebotenen Bandbreitenkorridor.
      Der beträgt bei 100MBit: 58-100 MBit, bei 50MBit: 27-50 MBit

  • Ich bin bei meinem Provider Vodafone etwas zwiespältig. Auf der einen Seite bekomme ich im Regelfall die volle Bandbreite (50.000), die gebucht habe. Soweit so gut. Allerdings habe ich auch öfters in unregelmäßigen Abständen Ausfälle zu verzeichnen. Mal nur ein paar Stunden, aber auch schon mehrere Tage. Deshalb finde ich eine Entschädigung schon gut. Nur bringt mich das natürlich nicht weiter, wenn ich ins Internet will oder auf einen wichtigen Anruf warte.

  • Für die leidgeplagten Unitymedia Nutzer: wenn man auf etwas Geschwindigkeit verzichtet (in meinem Fall 200 statt vorher 400mbit) lohnt sich ein Business Vertrag.
    Hatten wochenlang Probleme, nur 30mbit die ankamen usw. angeblich lag es an einer Störung in der Straße.
    Vor fast 2 Jahren auf den Business Vertrag gewechselt, seit dem zu gefühlt 99% die volle vereinbarte Leistung. Wird wohl anders behandelt wenn der knoten Probleme hat

  • Richtig so. Internet ist heute einfach elementar. Alles läuft über das Internet. Und da gehört ein Ausfall nunmal einfach ersetzt. Wenn ich im Geschäft mal wieder kein Internet habe (Anke hierbei an den größten Mist-Anbieter überhaupt) kann ich weder Rechnungen schreiben (Weil muss ja GOBD Konform sein) noch kann ich kassieren, Mail empfangen, Mails versenden und und und. Und auch Privat gehört das mittlerweile einfach dazu.

    Da finde ich es durchaus Plausibel den Anbieter in die Verantwortung zu nehmen. Wenn man in einer Mietwohnung keine Heizung oder Warm-Wasser hat, kann auch die Miete gekürzt werden.

  • Da kann ich mich ja richtig glücklich schätzen, dass ich einer von acht Leuten bin. Ich habe bei der Telekom 100/40MBit/s gebucht und meine Fritzbox verbindet sich mit 111,9 / 40,2 Mbit/s. Und stabil ist die Verbindung auch bis jetzt seit der Buchung vor über einem Jahr.
    Auf der Arbeit bekommen wir von NetAachen auch etwas mehr, als die versprochenen 50/10MBit/s. Hier sind es 54/10.8MBit/s.

  • Mein DSL 2000 ist total stabil und bietet sogar immerhin ein Drittel des Tempos des ursprünglich mal verfügbaren DSL 6000… und ist ja auch egal irgendwie, denn eine Zumutung ist/wäre beides heutzutage.

  • Bei schnellen Internetanschlüssen kommt aber auch Safari nicht richtig mit.

    Konkret schafft Safari bei einem 500 Mbit Anschluss nur 436 Mbit/s.

    Nimmt man stattdessen Firefox für die Messung, dann werden 548 Mbit/s erreicht.

    Firefox schafft also ca. 100 Mbit/s mehr und überschreitet auch die 500 Mbit Grenze des Vertrages.

    Die Messungen verlaufen immer ähnlich. Safari kommt einfach nicht an die 500 Mbit Grenze heran.

    Hierzu aus dem Jahresbericht 2017/18 von breitbandmessung.de (Seite 38):

    „Bei Nutzung des Safari Browsers unter macOS bestand bei Messungen von Anschlüssen mit hoher Datenübertragungsrate die Möglichkeit, dass zu geringe Werte gemessen wurden. Ursache ist die unzureichende Performance der Browser-Implementierung“.

    Fazit: Liegt also in diesem Fall nicht am Anbieter V., sondern an Safari.

    PS: Überprüft mit einem MacBook Pro 2018 mit macOS Catalina 10.15.3 und Safari 13.0.5. Firefox 72.0.2. Kann man heute am 03. Februar 2020 immer noch nachvollziehen.

    • In der Realität ergibt sich dadurch jedoch kein spürbarer Unterschied in der Performance bei Aufbau einer Webseite. Man könnte ja auch auf die Idee kommen und feststellen das ein Browser nicht das geeignete Instrument ist um (hohe) Bandbreiten zu messen.

      • Es geht nicht darum was man spürt oder nicht spürt, sondern um die vertraglich vereinbarte Zahl – und diese muss jeder Endkunde möglichst einfach überprüfen können. Wenn du die Messung also auf Smartphone, Tablet oder PC gleichermaßen durchführen willst, wird dir kaum etwas anderes als ein Browser zur Verfügung stehen. Also nicht vom Thema ablenken…

      • Echt? Mein Hinweis sollte nur dazu anregen sich über ein geeignetes Messinstrument Gedanken zu machen wenn schon klar ist dass das bisherige Messinstrument (Browser) nicht geeignet ist (weil es augenscheinlich nicht exakt misst). Bspw lässt sich aus einer Fritzbox immer die tatsächlich anliegende Bandbreite ermitteln (ganz ohne Speedtest).

      • Du checkst es überhaupt nicht, oder?

        Die FRITZ!Box zeigt folgendes an: ↓ 575 Mbit/s ↑ 53 Mbit/s. Das ist schön! Und was nützt dem Kunden diese Information? Die Anzeige verändert sich nicht! Auch wenn beim Kunden aufgrund von Störungen oder Überlastung zeitweise viel weniger ankommt. Die Anzeige bleibt immer gleich.

        Schon einmal daran gedacht, dass die Internetgeschwindigkeit während eines Tages stark schwankt? Was soll der Kunde dann mit einer statischen Anzeige der FRITZ!Box, die sich nicht verändert?

        Was machen die Kunden ohne FRITZ!Box?

        Oder das vielleicht wirklich alle Kunden eines Anbieters – von technisch absolut unerfahren bis zu den Experten – die Prüfung durchführen können sollten? Und aus der Vielzahl von Messungen sich gute Erkenntnisse extrahieren lassen?

        Das beste Messinstrument oder technische Verfahren werden eben gerade nicht alle Kunden eines Anbieters zur Messung benutzen können. Insofern führt der Hinweis unerfahrene Leser in die Irre!

      • Der Kunde kann dem Router die tatsächlich anliegende Bandbreite zwischen Router und Betriebsstelle entnehmen. Das ist der Wert den dein Provider sicherstellen/beeinflussen kann. Der weitere Leitungsweg unterliegt dem Best Afford Prinzip und kann keine garantierte Bandbreite liefern. Eine „Internetgeschwindigkeit“ (also die gesamte Strecke zwischen Kundenrouter und angefragten Server) kann keiner garantieren da diese außerhalb des (technischen) Einfluss des Providers liegt.

      • prettymofonamedjakob

        Viele Router können das mittlerweile auch. Die Ergebnisse sind deutlich aussagekräftiger.

    • Bei auffällig niedrigen Geschwindigkeiten empfiehlt sich statt Einzelmessungen über die Website ohnehin eine Messkampagne (20 Messungen über zwei Tage) mit der Desktopanwendung. Das daraus erzeugte Messprotokoll ist direkt mit den rechtlichen Texten für eine Reklamation beim ISP vorformuliert, sofern die Downloadgeschwindigkeiten entsprechend unterschritten wurden.

      • Besten Dank für den Hinweis! Die App gibt es für macOS, Linux und Windows ebenfalls auf breitbandmessung.de – wie auch den Jahresbericht.

  • Man muss aber bedenken, dass solche Strafzahlungen Kosten sind, die in die Preise einkalkuliert werden. Damit zahlt jeder, auch wenn die Leitungen funktionieren.

    • Und so dämlich wie viele Leute sind die wegen WLAN Ausfall schon beim Provider meckern und als erstes nach Erstattung schreien, würden diese Kosten immens. Ich möchte das aber nicht mitbezahlen

  • Bei den Bandbreiten wird dem Kunden etwas in Aussicht gestellt was oftmals unterm Strich dann doch nicht eingehalten wird. Wie schon ein Vorredner angemerkt hat….kalte Mietwohnung….ggf.Mietkürzung. Diese „bis zu“ Angaben der Provider sollten mal kritisch hinterfragt werden, aber die Lobbyisten werden ihre Auftraggeber schon schadlos halten und bei der Politik intervenieren.

  • Ich würde es eher begrüssen ein „bezahl was du bekommst“ System wo der Kunde seinen effektiven Speed bezahlt.
    Ausser wenn er theoretisch höheren bekommt jedoch z.B mit 50 Mbit zufrieden ist. Meistens ist die Qualität der Kupferleitungen von Strasse bis Steigzone schuld am Speedverlust. FTTS und die Inhouse Leitung austauschen helfen.
    Aber bei Ausfälle von Privatkunden (nicht Firmenkunden!) Eine Strafgebühr finde ich überrissen. Wenn für jemand der Internetanschluss so lebensnotwendig ist dann soll er eine SLA abschliessen oder auf ein Firmenanschluss wechseln.
    Dann sieht man mal wie teuer Sicherheit ist.

  • Dieser Artikel spricht mir aus der Seele.

  • Die Bundesregierung kümmert sich lieber um wichtigeres wie Tempolimit, welches eine CO2 Ersparnis von 0,4% bringt.

    Guter Ansatz, würde ich mir auch wünschen ich hab 160000 aber oft kommen unter 50k an…

  • Nur anhand eines Beispieles möchte ich mal wissen wie man einem allgemeinen Öl DAU erklärt wenn man 100000er Leitung hat und ein 50GB Navikartenupdate mit im Schnitt nur 30000 reinkommt weil der Provider nicht schneller liefert, dass dies nicht am Provider liegt wenn er wegen dieser Verbraucherschützer sofort anfängt Erstattungen zu fordern, weil er das Internet nicht versteht. Wie also bitte will man das alles berücksichtigen??

    • Ganz einfach. Die provider sehe ich in der Pflicht besser aufzuklären.
      Das alles wäre ja kein Problem, wenn die provider einfach mit offenen Karten spielen würden. Aber nein, man versteckt alles in dem kleingedruckten.

      Wenn nun ein Laie beispielsweise 50.000 Bestellt und auf der Webseite klipp und klar angezeigt wird: Hey, das geht! … dann erwartet der Laie auch diese Geschwindigkeit. Und da ist es vielen (ganz zurecht) vollkommen egal, wie das bewerkstelligt wird.

      und nicht, dass die Bestellung dann raus ist, tage später eine Nachricht des Provider kommt mit: „Du, sorry, geht doch nur bis 16.000“ … und von den 16.000 dann doch nur die hälfte tatsächlich ankommt.

      Gleiches Prinzip, wenn ich ne 32cm Pizza bestelle, will ich keine mit 16cm haben ;)

      Diese „bis zu“ angaben gehören mMn. verboten! Denn das kann von 1 bis zu den gebuchten 50 alles sein.

      Vielmehr wäre es angebracht mit „Wir Garantieren dir >mindestens< XX,XX"

      Das wäre Transparent und Kundenorientiert.

  • Sehr schön. Habe nämlich seid heute Morgen einen kompletten Ausfall. Techniker kommt erst am Donnerstag *sauer*

  • Wir sind nun schon seit 15 Jahren bei NetCologne und hatten seitdem nie Probleme mit der jeweils gebuchten Geschwindigkeit, noch irgendwelche Ausfälle oder Probleme mit dem Service.

  • Ach, kommt schon. Das ist wie bei VW und dem Dieselskandal. Es kommt nichts bei raus und der Kunde ist der Dumme.

  • Ich habe seit Anfang Dezember Paketverlust am Upstream, immer unterschiedlich viel, kommt und geht in periodischen Abständen. Habe einen lokalen Kabelinternetanbieter, leider passiert da sehr wenig bis nichts… da würd ich mir gesetzliche Handhaben wünschen!

  • Kann man alles machen, allerdings garantiert zu Lasten des weiteren Netzausbaus.
    Solange es Regionen in Deutschland ohne Anschluss gibt, sollte man wegen eines Upsalla in der Verbindung vielleicht auch mal den Ball flach halten!

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