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Insta360 Mic Pro: Funkmikrofon jetzt auch in Arctic White
Insta360 legt beim Mic Pro farblich nach. Das im Mai vorgestellte Funkmikrofonsystem wird jetzt auch in „Arctic White“ angeboten. Technisch bleibt es beim bekannten Modell, das wir inzwischen selbst eine Weile im Einsatz haben und das sich dabei vor allem durch unkomplizierte Handhabung und überzeugende Tonqualität empfohlen hat.
Insta360 Mic Pro: Das E-Ink-Display auf der Front lässt sich personalisieren
Das weiße Mic Pro passt dabei in eine Produktpalette, die Insta360 derzeit mit ungewöhnlich hoher Schlagzahl erweitert. Bereits bei der Ace Pro 2 hatte der Hersteller eine Arctic-White-Ausführung nachgeschoben. Zuletzt folgten mit der von uns ausführlich getesteten Luna Ultra eine neue Gimbal-Kamera und erst vergangene Woche mit der X6 das neue 360-Grad-Flaggschiff.
E-Ink nett, der Rest wichtiger
Bei der Vorstellung des Mic Pro im Mai stand vor allem das kleine E-Ink-Display auf jedem Sender im Mittelpunkt. Darauf lassen sich Namen, Logos oder andere Kennzeichnungen anzeigen. Nach einigen Wochen mit dem Mikrofon würden wir dessen praktischen Mehrwert allerdings nicht überbewerten. Bei größeren Produktionen mit mehreren Sendern kann die Kennzeichnung hilfreich sein, im normalen Alltag bleibt sie eher nette Spielerei.
Mit vielen Insta360-Geräten kann eine direkte Bluetooth-Verbindung hergestellt werden.
Überzeugender sind die grundlegenden Qualitäten des Systems. Die kleinen Sender sind schnell einsatzbereit, lassen sich unkompliziert befestigen und liefern einen sauberen, gut verständlichen Sprachton. Neben dem Betrieb über den mitgelieferten Empfänger funktioniert auch die direkte Bluetooth-Verbindung angenehm unkompliziert.
Was das Mic Pro mitbringt
Wer das Mic Pro bislang nicht auf dem Schirm hatte: Insta360 positioniert das System deutlich oberhalb eines einfachen Ansteckmikrofons. In jedem Sender sitzen drei Mikrofone, deren Signale digital kombiniert werden. Dadurch stehen unterschiedliche Richtcharakteristiken zur Verfügung. Je nach Einsatz kann der Sender stärker auf die Person vor der Kamera ausgerichtet werden oder ein Gespräch zwischen zwei gegenüberstehenden Personen aufnehmen.
Windschutz, Magnet und Clip befinden sich im Lieferumfang
Für Aufnahmen mit wechselnden Lautstärken ist vor allem die interne Sicherheitsaufzeichnung interessant. Jeder Sender besitzt 32 GB eigenen Speicher und kann Ton unabhängig von der Funkverbindung lokal sichern. Dabei steht auch eine 32-Bit-Float-Aufzeichnung zur Verfügung. Sie schafft zusätzliche Reserven, wenn Stimmen unerwartet sehr laut oder sehr leise ausfallen und die Aufnahme später nachbearbeitet werden soll.
Das Mic Pro ist zudem nicht auf ein einzelnes Kamerasystem festgelegt. Es lässt sich über den Empfänger mit Kameras und Smartphones verwenden und direkt per Bluetooth mit kompatiblen Insta360-Kameras koppeln. Für größere Produktionen unterstützt das System auch Konfigurationen mit mehreren Sendern und Empfängern. Ein Sender soll bis zu zehn Stunden durchhalten, zusammen mit dem Ladecase nennt Insta360 bis zu 30 Stunden Laufzeit.
Auch am Mac schnell verbunden
Die Bluetooth-Nutzung beschränkt sich dabei nicht auf Insta360-Kameras. Wir haben das Mic Pro unter anderem direkt mit dem Mac gekoppelt und dort ohne Umwege als Audioeingang verwendet. Für Videokonferenzen, Sprachaufnahmen oder spontane Produktionen lässt sich ein Sender damit ähnlich unkompliziert einsetzen wie ein gewöhnliches Bluetooth-Mikrofon.
Das Mic Pro ist alleine und in mehreren Sets erhältlich
Mit Arctic White ändert Insta360 also vor allem das Erscheinungsbild. Die wichtigeren Argumente bleiben für uns Handhabung und Tonqualität. Das E-Ink-Display sieht ungewöhnlich aus und kann bei größeren Sets bei der Zuordnung helfen, dürfte für die meisten Nutzer aber kaum ausschlaggebend sein.
Preislich startet das Insta360 Mic Pro bei 109 Euro für einen einzelnen Sender. Das Set aus einem Sender und einem Empfänger kostet 209 Euro. Wer direkt mit zwei Sendern arbeiten möchte, zahlt für das Paket mit zwei Transmittern und einem Receiver 329 Euro.



