ifun.de — Apple News seit 2001. 23 483 Artikel
Besserer Schnitt für Google und Amazon

HomePod: Hoher Fertigungspreis, geringe Marge

Artikel auf Google Plus teilen.
36 Kommentare 36

Wie relevant die geschätzten Fertigungspreise aktueller Apple-Produkte sind, lassen wir mal dahingestellt. Online-Artikel, die mit Überschrift wie „so billig ist das neue iPhone wirklich“ locken, lassen häufig nicht nur die Entwicklungskosten der Geräte außen vor, sondern ignorieren auch Apples massives F&E-Budget, die Marketing-Anstrengungen des Konzerns und den Logistik-Apparat, der die Produkte aus China in die hiesigen Märkte liefern.

Homepod Hardware

Nichts desto trotz: Die jüngst von der Wirtschaftsnachrichten-Agentur Bloomberg veröffentlichte Schätzung der effektiven Bauteilkosten des HomePod ist erwähnenswert. Taxiert diese Apples Marge doch deutlich unter dem der Branchen-Konkurrenten. Ausgerechnet – wenn Cupertino für irgendetwas bekannt ist, dann für satte Margen.

So sollen die im HomePod verbauten Teile den Konzern rund $216 kosten. Mit Blick auf den Verkaufspreis des Lautsprechers – in den USA wird der HomePod für $349 angeboten – liegt Apples Marge damit etwa bei 38 Prozent. Ein Wert der mit einer 66%-Marge für den Google Home und einer 56%-Marge für den Amazon Echo verglichen werden darf. 56% für den Amazon-Speaker. Getreu nach Jeff „Your margin is my opportunity“ Bezos dürfte hier also noch ordentlich Platz für zukünftige Preisanpassungen des Amazon-Lautsprechers sein.

Nicht uninteressant: Während der im HomePod verbaute A8-Chip Apple etwa $26 kosten soll und das Gehäuse mit $25 zu Buche schlägt, kosten Fertigung, Verpackung und Hadware-Test zusammen nur rund $18.

Donnerstag, 15. Feb 2018, 9:19 Uhr — Nicolas
36 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
Rede mit!
  • Wobei man fairerweise ergänzen muss, dass es bei Apple selten Rabatt gibt für Produkte unter der eigenen Marke (ausgenommen Beats bspw) wohingegen Amazon und Co ihr Speaker etc mit ordentlich Rabatt raushauen. Denke daher kalkulieren die auch direkt eine andere Marge.
    30% ist immer noch sehr gesund und etwa wovon manch ein DAx-Konzern nur träumen kann.

  • Was nützt die geilste Hardware, wenn die Software (Siri) nicht mitspielt? Erinnert mich irgendwie an die letzten Zuckungen der ehemals stolzen deutschen Elektroindustrie (geile Hardware und scheiss Bedienkonzept).

  • apple macht schon seinen schnitt – ich meine – woher kommt sonst das viele geld.

    und das iphone ist einfach preislich extrem ausgereizt – F&E hin, Assembling her

    • Woher?

      Geknechtete Lieferanten, überteuerte Produkte die den Mythos Apple als Prestigeobjekt überhaupt erst statuieren und natürlich die immense Steuerhinterziehung, sowie den Aktionären Jahrzente nix auszahlen….nur so als Anregung.

  • #Qualitätskontrolle und Übrigens: das mit der Akkreditierung für den MWC klappt besser ohne Rechtschreibfehler. Achnee, das sind ja Spanier… ist ja egal. :-P

  • Aber das stimmt ja auch nicht so ganz mit den 38%-Marge.
    Das sind ja NUR die Kosten für die Bauteile. Da kommen noch weitere andere Kosten hinzu. Marketing, Entwicklung, Forschung, etc…

    Finde das immer ein bisschen traurig wenn so Magazine wie Bloomberg solche Kosten einfach „vergessen“, nur damit die Schlagzeile besser klingt.

    Der Prozentsatz wird denke ich noch niedriger sein. Denke mal so um die 20~25%.

    Ich denke die Marge ist eben deshalb so niedrig, weil es eher ein Komplementärprodukt ist. Damit will man sicherlich eher Apple Music, HomeKit und Hardwareprodukte erweitern / pushen. Das Ökosystem einfach erweitern.

    • Ja aber Marge wird nicht mit F&E-Kosten pro Produkt verrechnet, sondern sind getrennte Konten, die miteinander verrechnet werden.

      • „Marge“ ist in der BWL kein fest definierter Begriff. Ebenso wie Deckungsbeitrag. Da gibt es die unterschiedlichsten Auslegungen. Vor F&E, Steuern, Abschreibungen, Marketing, Gemeinkosten etc. hatten einige meiner Arbeitgeber eine Marge von +50%. Das ist nicht unüblich.

  • PAsst natürlich zu den Aussagen, dass Amazon mit seinen Geräten keinen Gewinn macht und deshalb ja Werbung kommen MUSS ;)

  • Ich denke die haben Bullshit errechnet. $60 für das „Lightning System“… ein paar Leds auf einem Platinchen…

    • Nicht nur das. Auch der A8 wird bei den Millionen Stück, die bereits vorher für das iPhone produziert wurden, keine 25 $ kosten. Da kann man eher2 $ pro Stück ansetzen. Die bloomberg-Rechnung ist von vorn bis hinten Müll.

      • Intel produziert auch Millionen Chips und trotzdem kosten die in der Herstellung mehr als $2.

  • Wieso sind die Elkos alle mit Silikon vollgematscht? Falls sie mal platzen oder warum hat Apple das so gemacht?

  • Apple kann für den HomePod keine 800€ verlangen, das würden dann wirklich nur hartgesottene kaufen. Apple hat wohl einen Preis gewählt der irgendwie noch bezahlbar und nicht zu abgehoben ist um überhaupt noch im Markt Fuss zu fassen.

    • Das denke ich auch. Man kann die Kunden ja nicht überstrapazieren. Für ein Stereosystem muss man dann ja auch schon den doppelten Preis rechnen. Der höhere Preis müsste ja auch irgendwie gerechtfertigt sein. Wenn alles laufen würde (Stereo, Airplay 2) und Siri mit Alexa mithalten könnte, sähe es vielleicht anders aus, aber bis es so weit ist, hat Apple noch ein paar Weihnachtsgeschäfte verpasst.
      Apple wird auf Marge verzichten, um überhaupt ins Geschäft zu kommen.

  • Auf den Lautsprechern steht doch oft noch der Hersteller ,die wird Apple wohl nicht selber herstellen lassen ,weiß jemand wer dahinter steckt?

  • Wären sie schlau, würden sie zu jedem Homepod min. 6 Monate AMusic beilegen. Das Ding würde sich verkaufen…aber Moment, der Homepod ist ja nicht dazu da um große Gewinne zu erwirtschaften. Jup, ist umgekehrt. So langsam kapiert es der Tim. Aber warum gibt es dann AMusic für Android, den Homepod aber nicht?
    Phil: AMusic gibts für Android? Seit wann?
    Pressemeldung: Also wir haben den Homepod bewusst nicht für Android konzipiert, weil die alle noch den Klinkenstecker haben! – Phil Schiller

  • Na bei dem Ding konnte man ja kaum die Marge eines iPhone X (ca. 66% Quelle Winfuture) ansetzen.
    Das Ding war ja von vorn herein ein Rohrkrepierer!
    Und auch jetzt nach den Tests unabhängiger Fachleute sticht es eigentlich auch nur als guter Lautsprecher heraus… wie viele andere.

    Umgekehrt stelle man sich mal vor das iPhone X hätte nur die Marge von 38%.
    Da wäre der Kauf doch tatsächlich mal ne Überlegung wert.

    • Ja, der HomePod ist nur als Lautsprecher überragend, also nur in seiner Hauptfunktion. Das ist natürlich tragisch, da zu erwarten war, dass der HomePod als Fleischwolf, Essstäbchen oder Bratpfanne besonders hervorsticht!

      • Überragend soll er ja nicht sein. Nur gut. Und nach der Vorstellung hätte man ja damit gerechnet, dass er auch wirklich Smart ist.

      • Tja Bedauernder (Nomen est omen?!), man kann natürlich auch absichtlich alles falsch verstehen!
        Ich bin für das verantwortlich, was ich schreibe.
        Du zum Glück für das, was Du verstehst!

  • Hmm, seit wann verursacht der Verkauf/Einzelhandel keine Kosten? Alleine die Marge von zb Media Markt, Saturn etc. liegt doch zwischen 30 – 50 % auf solche Produkte.

  • Wie ist eure Vermutung zum dt. Preis in € ? Mir gefällt das Teil nämlich sehr

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

    ifun.de ist das dienstälteste europäische Onlineportal rund um Apples Lifestyle-Produkte.
    Wir informieren täglich über Aktuelles und Interessantes aus der Welt rund um iPad, iPod, Mac und sonstige Dinge, die uns gefallen.
    Insgesamt haben wir 23483 Artikel in den vergangenen 6058 Tagen veröffentlicht. Und es werden täglich mehr.
    ifun.de — Love it or leave it   ·   Copyright © 2018 aketo GmbH   ·   Impressum   ·   Datenschutz   ·   Auf dieser Seite werben aketo GmbH Powered by SysEleven