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Mail-Verschlüsselungs-Tool nicht unterstützt

GPGTools-Entwickler warnen vor Update auf macOS Sonoma

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28 Kommentare 28

Die Entwickler von GPGTools warnen davor, das für heute angekündigte Update auf mac14 OS Sonoma zu installieren, sofern man die Verschlüsselungssoftware für E-Mails weiterhin verwenden will. Aufgrund der mit dem Update des Betriebssystems verbundenen Umstellungen bei Apple Mail lässt sich die Software zur Verwendung der Verschlüsselungslösung OpenGPG unter macOS Sonoma bis auf weiteres nicht verwenden.

Gpgmail New Message

Wir haben ja bereits an verschiedener Stelle darüber berichtet, dass die über die letzten 20 Jahre hinweg auf dem Mac unterstützten Mail-Plugins unter macOS Sonoma nicht mehr verwendet werden können. Stattdessen setzt Apples neues Betriebssystem auf eine neue Schnittstelle zur Erweiterung des Leistungsumfangs der Mail-Anwendung. Diese Variante verspricht zwar zusätzliche Sicherheit, schränkt aber auch den Spielraum von externen Entwicklern massiv ein. In der Folge haben auch schon die Macher von populären Anwendungen wie HoudahSpot oder MailSuite darauf hingewiesen, dass sie den gewohnten Leistungsumfang unter macOS Sonoma nicht mehr anbieten können..

Hoffnung auf das erste Sonoma-Update

Im Falle von GPGTools lässt sich der benötigte Leistungsumfang mithilfe der neu von Apple integrierten MailKit-Schnittstelle nicht realisieren. Die Entwickler der Erweiterung berichten, dass sie Apple bis zuletzt vergeblich darum gebeten hätten, die erforderlichen Funktionen zu implementieren. Jetzt bleibt die Hoffnung, dass Apple hier mit dem ersten Update für macOS Sonoma nachbessert, um die Verwendung von GPGTools auch unter macOS Sonoma zu ermöglichen.

Mit den aktuell im Rahmen von Apples MailKit verfügbaren Möglichkeiten könne eine verlässliche Funktion der Erweiterung nicht gewährleistet werden. Allem voran scheitere die Verarbeitung von verschlüsselten Nachrichten daran, dass diese nicht zuverlässig komplett übermittelt und verarbeitet werden können.

Apple empfiehlt GPGTools selbst

Das Angebot von GPGTools umfasst eine für Endanwender einfach umsetzbare, auf OpenGPG basierende Lösung zur Verschlüsselung von E-Mails und Dateien. Die Software wird nicht nur von zahlreichen öffentlichen Stellen und Datenschutzbehörden beworben, auch Apple selbst empfiehlt die Verwendung von GPGTools als Basis für eine sichere Kommunikation in sensiblen Bereichen.

Die Entwickler der Verschlüsselungssoftware hoffen derweil, dass sie ihre Anwendung in Zukunft wieder wie gewohnt für Apple-Nutzer anbieten können. Mit den Umstellungen im Rahmen von macOS Sonoma muss Apple nun quasi jede Funktionserweiterung absegnen und in seine Mail-Schnittstelle integrieren, die sich in der Vergangenheit durch die die Programmierkünste von Drittentwicklern realisieren ließ.

26. Sep 2023 um 06:54 Uhr von Chris Fehler gefunden?


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  • Immerhin ist mit Thunderbird ein guter Mailclient mit PGP-Unterstützung für den auf dem Markt, der in der Zwischenzeit mit dem drei Spalten-Desgin und mehrzeiligen E-Mail-Übersichtsdarstellung dem Design von Apple Mail nahe kommt.

    Aber es wäre schön wenn Apple die notwendigen Erweiterungen für ein GPGMail Extension bereitstellen würde.

  • Schon eine gruselige Vorstellung wenn einem bewusst wird, dass eine KI sämtliche Mails (mit)lesen und auswerten kann…Dateien, Bilder, etc. Die Geister die ich rief.

  • Schon immer sollte man die Finger von einem neuen System lassen und es nicht sofort über seinen Hauptrechner drüberbuttern! Das war und ist auch bei Apple so. In meinen über 30 Macjahren hat es eigentlich immer Probleme gegeben. Schon vor Mac OS X.

    • Dann machst du in deinen 30
      Mac Jahren aber was falsch. Vielleicht mal neu aufsetzen. Neu anfangen und sich die Zeit nehmen.

      • Da merkt man, dass Ragnar gegenüber dir 2.5 Jahrzehnte mehr Erfahrung hat.
        Er sagt nicht, dass er Probleme hatte, sondern dass es immer wieder Probleme mit der Version X.0 gab, wenn man sie sofort installiert und nicht 1-2 Updates abwartet.

    • Warte auch immer mehrere Monate bis ich update. Erste wenn die ersten Updates da sind.

    • Spätestens nach einigen Tagen steige ich um. Und hatte noch nie Probleme damit gehabt (und ich mache das auch schon einige Jahre). Vielleicht mache ich da was falsch?!
      Klar, wenn man Fehler finden will, dann findet man sie auch. Aber kein System ist 100% fehlerfrei.

      • Du machst alles richtig. Sofort installieren und nur hobbymässig verwenden. Dann kann nichts schief gehen ;)

  • Nach den desaströsen Update-Erlebnissen auf iPadOS und watchOS10 in Zusammenhang mit iOS kommen mir in Zukunft keinen druckfrischen OS-Version auf die Geräte.

    Zuviel heiße Nadel bei Apple – die zweite oder dritte Patchrunde wird auch noch reichen.

    • In der Tat! Ist schon gruselig, dass man so denken muss. Es gibt zwar eine Betaphase, aber diese scheint wohl eher eine Alphaphase zu sein und die Betaphase beginnt, erst mit Release der ersten Version, welche auf die Öffentlichkeit losgelassen wird. Die Überraschungen sind immer recht zahlreich und von den ganzen Batterieproblemen, welche neuerdings immer dann auftreten, ganz zu schweigen. Erst kurz, bevor wieder eine ganz neue Version droht zu erscheinen, ist die alte Version ganz ordentlich. Mit der dann neu erschienenen Version, beginnt das ganze Spiel wieder von vorn. Täglich grüßt das Murmeltier…

    • Komisch, dass immer alles fehlerhaft ist, wenn es bei DIR PERSÖNLICH nicht funktioniert. Ich hab in all den Jahren, und das sind mittlerweile fast so viele wie bei dem Herren über mir, noch nie derartige Probleme gehabt. Aber klar, ALLES schlecht bei Apple. Mit Steve Jobs wäre das alles anders gewesen. ALLES im Eimer. Richtig schlecht. RICHTIG SCHLECHT! Ich will mich jetzt aufregen! Gut, dass es das Internet gibt, damit ich das in die Welt brüllen kann, weil ich sonst von niemandem eine Validation meiner Probleme im Leben bekomme! Ich bin das Opfer und es ist alles ein Desaster!

    • schon iPadOS 17 beta lief bei mir problemlos. Die finalen Versionen sind auf iPhone und iPad absolut ohne bisherige Probleme.

  • Das ist doch seit Jahren so, dass GPG die Anpassungen an ein neues macOS meistens _Monate_ später erst bereitstellt, jedes Jahr aus anderen „Gründen“. Habe den Eindruck, man fängt erst nach dem publik release von macOS an mit der neuen Version, statt die lange Betaphase mitzumachen und zum Start „ready“ zu sein. Schade.

    • Erst was im GoldMaster veröffentlicht wird kann als Feature für ein neues OS bei Apple gewertet werden. Bis dahin kann sich laufend das Eine oder Andere noch ändern. Als Entwickler ist es wirtschaftlich schwer darstellbar bereits mit der ersten Beta Kernfunktionen anzupassen.

      Ausserdem sind es vom 11. Juli bis gestern nur 78 Tage.

    Redet mit. Seid nett zueinander!

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