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Apple, Amazon und Google

Gemeinsamer Smarthome-Standard Matter kommt erst 2022

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44 Kommentare 44

Die Einführung des neuen Smarthome-Standards Matter verschiebt sich um mehrere Monate. Als wir im Frühjahr über die Ankündigung des von Unternehmen wie Apple, Amazon und Google unterstützen Standards berichtet haben, war noch die Zertifizierung erster Geräte bereits in diesem Jahr im Gespräch. Jetzt hat das hinter Matter stehende Konsortium die diesen Erwartungen zugrunde liegende Zeitleiste überarbeitet: Man plane nun, bis Jahresende eine Vorabversion der technischen Spezifikationen bereit zu haben. Das offizielle Zertifizierungsprogramm soll dann im ersten Halbjahr 2022 starten. Wenn dieser Zeitplan eingehalten wird, könnten wir in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres dann die ersten mit Matter kompatiblen Produkte sehen.

Matter 1400

Matter ist als plattformübergreifendes Smarthome-Protokoll schon seit geraumer Zeit in der Mache. Die Grundlagen dafür wurden bereits 2018 mit dem gemeinsam von Amazon, Apple und Google vorangetriebenen „Project Connected Home over IP“, auch CHIP genannt, geschaffen. Letztendlich hat sich mit der Ankündigung im Mai nur der Name des gemeinschaftlichen Projekts geändert, das Ziel bleibt unverändert die Möglichkeit, mithilfe eines einheitlichen Protokolls eine Interoperabilität für Smarthome-Geräte zu schaffen. Dabei dürften sich die drei Schwergewichte Amazon, Apple und Google gegenseitig ergänzen. Im besten Fall lassen sich dann Geräte von Amazon und Google auch über HomeKit ansprechen, was einerseits diese Geräte für HomeKit-Nutzer, umgekehrt aber auch HomeKit für Kunden aus der Smarthome-Welt von Amazon oder Google interessanter macht.

Wie dieses Zusammenspiel im Detail funktioniert, müssen die derzeit erarbeiteten Spezifikationen und darauf basierende erste Produkte zeigen. Unterm Strich präsentiert sich Matter zumindest aktuell als jener Smarthome-Standard, den wir uns längst gewünscht haben. Matter soll unterschiedliche Protokolle und Standards sowie die Produkte verschiedener Smarthome-Welten dazu bringen, ein und dieselbe Sprache zu sprechen.

Weiterführende Infos und zudem einen kompetenten Podcast zum Thema Smarthome findet ihr bei Stacy Higginbotham.

13. Aug 2021 um 20:06 Uhr von Chris Fehler gefunden?


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  • Egal wann, aber trotzdem bitte so schnell wie möglich, damit es am Ende alles Vernünftig miteinander funktioniert:)

    • So sehe ich das auch. Endlich mal einen Standard an dem sich alle halten und nicht jeder mit dem eigenen Süppchen abzocken will. Wünschenswert wäre auch eine abwärts Kompatibilität, aber das ist wohl zu viel Wunsch.

    • Na ja möchte jetzt hier nicht der schwarz Maler sein.. aber ich glaube erst daran (das alles reibungslos läuft) wenn „ich es sehe“

      Zu viele „Standards“ gehabt wo alles in die Hose geht. Fängt bei Bluetooth (gut alte Geschichte: Siemens Headset was an Siemens Telefon nicht geht) an, über DECT (wo AVM und ex. Siemens nix hinbekommen) und gehen dann zu zigbee über.

      Ich lasse mich aber gerne überraschen.

    • So schnell wie möglich und vernünftig miteinander funktioniert? Irgendwie passt das nicht so recht zusammen. Lieber etwas mehr Zeit nehmen und dafür den Nutzern ein paar graue Haare ersparen.

  • Ach ja, fast vergessen. Sehr wichtig wäre zumindest mir, dass das ganze auch ohne irgendwelche Clouds funktionsfähig wäre. Aber auch das ist möglicherweise nur ein Wunsch. Weil man dafür ja dann einen eigenen Rechner dafür bräuchte (Raspberry, Synology, BananaPi…) und jeder müsste den selbst einrichten können.
    Also wird das ganze vermutlich Cloud- Basiert laufen müssen. Sonst kann man die breite Mehrheit nicht erreichen, vermute ich. Wenn es so ist, dann kann man nur auf versierte Entwickler hoffen, die das ganze dann an die vorhandenen Offline Smart Home Systeme anpassen.

    • +1 einfach die Wahl lassen ob Cloud oder eigener Server wäre echt Sahne

    • Laut dem Gründer von Home Assistant wird matter komplett offline fähig sein. Stand gerade eben auf die gleiche Frage an ihn auf Twitter.

      • Statt Pi gibt es ja diverse Gates (und Apple TV, Echo, …), die das offline steuern könnten.

      • Schalte mal das Apple TV Offline und schau welche Automation noch funktioniert.

      • Ja nur interessiert Home Assistant User nicht wirklich wann Matter kommt, denn im Home Assistant kann ja eh alles kombiniert werden. Es ist nur gut zu wissen das später auch Matter Supportet wird, so da dann auch einfach das Smarthome mit neueren Geräten erweitert werden kann.

    • Was hat jetzt ein Funk Standard mit oder ohne Cloud zu tun..

      Häää, genau nix.

      • Ganz einfach, jeder Funkstandard benötigt eine Bridge. Und wie wird die Bridge mit dem SmartHome verbunden? Standardmäßig über einer Cloud, es sei den man befasst sich intensiver damit und verbindet alles intern. Dank netter Entwickler, die Möglichkeiten auf GitHub bereitstellen.

      • @thr
        – „jede funk braucht ein gw“

        Na 1. Quatsch: Bluetooth, zigbee, W-LAN usw. Geräte können alle alleine untereinander quasseln.
        Bei W-LAN jetzt nicht unbedingt üblich.. aber na ja, möglich

        2a) Cloud
        Ich wüsste auch mit das mein W-LAN Router (was ja nix anderes ist).. für W-LAN Internet oder gar eine Cloud bräuchte

        2b) Cloud
        Aber ich glaube zu verstehen was du meinst, trotzdem hängt von einem Protokoll nicht die Verwendung der Hardware ab..
        Ob HUE/IKEA/usw. in ihrem GW ne Cloud einsetzt oder eben nicht hängt von Philips ab, ob sie lokal arbeiten wollen, oder eben nicht.. und hat nix mit einem Protokoll zu tun.

      • Ja. Aber das hat nix mit Matter und dem Standard zu tun.
        Der Server kann in deinen eigenen Wänden stehen.

    • Ideal ist Mini Server, zB in Kombination mit Bluetooth 5 Mesh.

  • monopoly good game

    Hätten wir viel früher haben können, aber ist wohl normal, dass Firmen zunächst versuchen Monopolstellung anzustreben. Erst wenn das scheitert besinnt man sich auf eine sinnvollere Lösung.

  • Ich verstehe nicht, warum das nun wieder was bahnbrechendes sein soll. Im Grunde ist es trotzdem ein geschlossenes System, mit dem man zwar mehr Geräte miteinander agieren lassen kann, aber trotzdem eingeschränkt.
    Schaut euch die Software Iobroker an, das bildet die Schnittstelle zu allen möglichen Protokollen wie , WLAN, Zigbee, Mqtt, HomeKit und viele weitere…
    Alles kann mit allem agieren und mit etwas Einarbeitung sehr gut zu bedienen…

    • Nein Matter ist ein Offener Standard, kein „System“, Spezifiziert werden über welches Medium welche Daten in welcher Form wie ausgetauscht werden. Matter kompatible Software und Hardware kann dann jeder selbst machen. iObroker hingegen ist ein heimautomatisierungsserver, dessen Stärke neben der Zusammenführung verschiedener Systeme, vor allem in der Freien Programmierbarkeit mit NodeRed, Blockly, Rules, Typescript und JavaScript liegt. Sprich, komplexe logiken und Abhängigkeiten zu Programieren, um von einer „Haus-internetfermsteuerung“ zur einer „Haus-Automatisierung“ zu kommen. Also 2 Paar Schuhe

      • Danke für die Detaillierte Erklärung…Dann bin ich mal gespannt, was daraus entsteht…

      • Jein, denn auch wenn Matter ein Offener Standard ist, so müssen die Hersteller diesen auch anbieten oder via Update nachreichen.

        Und gerade das mit den Update nachreichen wir spannend werden. Somit kann es schon en bisschen mit einen System gleich gesetzt werden.

  • Ich hoffe so so das einige meiner Lampen und Stecker mit einem Update versehen werden können.
    Was ist mit dem ganzen alten HomeKit Kram? Klar kann ich’s weiter verwenden, aber wenn’s alles zusammen funkt wäre doch schöner.

  • Zwave ist auch ein offener Standard! Genau wie viele andere die es bereits gibt. Leider kocht trotzdem wieder jeder sein eigenes Süppchen und schlussendlich wird es ein Standard Chaos geben. Firmwareupdates nur mit Herstellereigenen Hubs etc.

    • Matter ist eine Meta Definition die Gemeinsamkeiten bestehender Standards mit dem Ziel der Interoperabilität zusammen fasst.
      Jeder kann weiter sein Süppchen kochen – ein Teil davon wird für alle verfügbar

  • Ich sage nur LOXONE. Geht mit Siri und man kann ALLES steuern. Hatte vorher Homematic usw. alles Mist. Kostet etwas aber funktioniert immer. Die haben einen eigenen Funk und jedes Gerät im Haus ist ein eigener Accesspoint und das automatisch. Das System steuert sogar die Pumpe vom Pool, Philips Hue usw. Alles andere auf dem Markt inkl. KNX Gira und co ist Spielzeug.

    • Es geht hier darum die ganzen Inseln zu verbinden.
      Kann Loxone im Kamerabild die Person erkennen und daraufhin im TV Bild eine Einblendung zeigen? Nein?
      Kann Loxone alle bereits verbauten BWM von drei verschiedenen Herstellern nutzen ? nein?

    • Und wie kommst du auf die Idee das KNX Spielzeug ist wenn du vorher Homematic hast?

      Im Grunde kannst du alles irgendwie dazu bewegen, dass das möglich ist wie du es beschreibst.

      Ein großer Nachteil bei Loxone ist aber immer noch das es eine proprietäre Lösung ist.
      Firma pleite == nutzlos.
      Zumal es eben auch eine sehr beschränkte Option an Schaltern gibt.

  • Nicht Neues in Deutschland.
    In Deutschland wird verschieben langsam zur Tradition.

  • Ja Ja das ist wenn man dem Markt es überlässt. Ist genauso wie beim Stromtanken mit E-Autos.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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