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„Fuck you guys“ – Steve Jobs hätte auf iTunes für Windows verzichtet

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iTunes feiert diesen Monat übrigens seinen 10. Geburtstag und der iPod wird am Mittwoch zwölf Jahre alt. Zum iTunes-Jubiläum weiß der renommierte US-Autor Max Chafkin in seinem Buch „Design Crazy“ (1,49 Euro als E-Book für iBooks oder Kindle) eine nette Geschichte zu erzählen.

hell-froze-over

Die von Apple mit dem markigen Spruch „Hell froze over“ beworbene im Jahr 2003 veröffentlichte Windows-Portierung der Musikverwaltungssoftware hätte es wenn es nach Steve Jobs gegangen wäre nämlich nicht gegeben. Dieser wollte Apple-Software weiterhin ausschließlich für Macs anbieten, aber sein Vize Phil Schiller sowie Hardware-Chef und iPod-Entwickler Jon Rubinstein drängten ihn zu diesem Schritt. „Macht doch was ihr wollt…“ soll Jobs gerufen haben, als er den Konferenzraum wutschnaubend verließ.

We argued with Steve a bunch [about putting iTunes on Windows], and he said no. Finally, Phil Schiller and I said ‚we’re going to do it.‘ And Steve said, ‚Fuck you guys, do whatever you want. You’re responsible.‘ And he stormed out of the room. (via Chris Fralic)

Mit diesem Schritt machte Apple die Nutzung des iPod für 97 Prozent der PC-Besitzer ein ganzes Stück komfortabler, somit dürfte diese Entscheidung maßgeblich zum Erfolg des Musicplayers beigetragen haben. Gleichzeitig bekamen die Windows-Nutzer auch Zugang zu Apples im Frühjahr 2003 gestarteten „iTunes Music Store“. Ein Video der Präsentation haben wir unten eingebettet.

Den iPod selbst konnten Windows-Besitzer übrigens schon früher nutzen. Seit Juli 2002 wurde mit der zweiten iPod-Generation die das Programm Musicmatch Jukebox ausgeliefert, das die Synchronisierung von Musik zwischen Windows und dem iPod ermöglichte. Die Geschichte der ersten zehn iPod-Jahre könnt ihr kompakt hier nachlesen.

The Bite in the Apple

Wo wir schon bei Büchern über Steve Jobs sind, passt auch die anstehende Neuveröffentlichung des Titels The Bite in the Apple ganz gut. Auf 256 Seiten will hier Chrisann Brannan, Steve Jobs’ Ex-Freundin und Mutter seiner Tochter Lisa, einen intimen Einblick in die frühen Jahre des Apple-Gründers liefern. Das Buch soll ab 29. Oktober in der englischen Originalfassung erhältlich sein.

Präsentation iTunes für Windows im Video


(Direktlink zum Video)

Montag, 21. Okt 2013, 10:26 Uhr — Chris
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  • iTunes. Unter steve jobs wär das nie passiert.

  • das bestätigt, warum apple jetzt so extrem auf consumer kurs ist und so manchen glaubensbruch schon begangen hat.

  • Mit recht, oder? iTunes auf Windows soll ja angeblich ziemlich shit laufen ^^

    • Ist auf Windows genauso schlecht wie auf dem Mac …

      • Ich verstehe gar nicht was alle mit itunes haben. Ich nutze meinen iMac als medienzentrale (vermisse deshalb leider etwas frontrow) und habe mit itunes nicht das geringste Problem.

      • Hast wohl keinen Mac, läuft darauf extrem flüssig. Beim Windows Laptop mit vergleichbarer Hardware braucht iTunes zum starten alleine mindestens 8 sek, am Mac immer sofort einsatzbereit sobald es geöffnet wird.

      • Also bei mir läuft itunes top unter windows, nie Probleme gehabt und startet auf meinem lappi schneller als auf meinem imac ;)

      • iTunes läuft unter OS X sehr flüssig.
        Die APIs für GUI-Elemente sind unter Windows allerdings mehr als bescheiden, weshalb hier durchaus mal schnell 100MB VideoRAM(!) für ein simples Fenster verbrannt werden können.
        That’s Microsoft…
        Das ist halt nicht zu vergleichen.

      • @Karsten: guck dir doch mal Plex an. Das ersetzt Frontrow mehr als das.

  • Der ganze fanboyhype geht mit auf den Sack. Und dann wird’s von den Forenbetreibern auch noch gepushed…. Mehr Toleranz freunde!

    • Toleranz bei Apple User? Bei den meisten leider nicht. Schade!!!

    • Du weißt schon, dass du dich auf einem Apple-Portal befindest, oder? Natürlich gibt es hier Fanboys-und Girls. Geh mal auf Android-oder Windows-Portale. Da wird auch gegen Apple gewettert. Außerdem ist iFun sehr tolerant und offen gegenüber anderer Hardware o.ä. Da sind andere schlimmer.

      • „Andere sind schlimmer“ zählt aber leider nicht. Es lieber wie Kant halten und als gutes Beispiel dienen. (;

  • Ah, das sagenumwobene Job’sche „Temperament“. ;)

    Tscha… hätten sie das Gleiche mal für iChat/Messages und FaceTime durchgesetzt, Apple könnte auch in diesem Bereich führend sein. Nun teilen sich WhatsApp, Skype, u.a. den Markt.

    • Fände es auch sehr wünschenswert wenn apple endlich mal auch für andere Plattformen FaceTime und iMessage anbieten würde. Bei iMessage lasse ich ja noch gerne mit mir streiten, whatsapp funktioniert genauso, wenn nicht noch besser. Aber bei FaceTime gibt es einfach nix vergleichbares. Skype hat einfach immer eine scheiß Qualität, egal ob am Rechner oder am smartphone oder tablet. Hangouts verbraucht bei fast gleicher Qualität wie FaceTime das knapp 5 fache an datenvolumen, zudem gibt es seit iOS 7 endlich auch FaceTime Audio für normale Telefonate.

  • So genial Mr. Jobs auf der einen Seite war, so borniert war er andererseits auch.
    iTunes exklusiv für Mac hatte Apple nie so weit nach vorn gebracht, denn auch bei Apple wollen die Aktionäre eines sehen: Gewinne, Gewinne, und nochmals Gewinne.
    Ein geschlossenes, nur auf APple-Geräten funktionierendes System hätte auf Dauer nicht funktioniert.

    Was mir hier in den Foren echt auf die Nerven geht, ist dieses kleingeistige: ich bin Mac Fan und alles andere ist scheiße. Und umgekehrt.
    Leute, mehr Toleranz bitte, es gibt nicht die eine, alles richtigmachende Firma. Auch Apple kupfert bei der Konkurrenz ab, wie man gerade bei IOS7 schön sehen kann.
    Und wer profitiert davon? Wir alle, die Anwender.

    • Man sollte sich natürlich mit der Konkurrenz beschäftigen, und auch offen dafür sein. Ich habe zB nach einem iPhone auch zu einem Nexus 7 gegriffen, dem absoluten Preis Leistungs-König. Super Gerät, aber mit einem iPad kann es nunmal nicht mithalten. Technisch ja, frag mich nicht warum aber ios läuft einfach deutlich besser. Nach zig Jahren Windows bin ich nun auch am Rechner auf ein MacBook Air umgestiegen. Teuer, aber ich bin in diesem 1 Monat deutlich zufriedener und begeisterter als in allen Jahren mit verschiedenen Windows Laptops. Bin ich nun ein Fanboy?

      • Was deine aktuellen Beitrag angeht: NEIN, natürlich nicht, denn Du hast einen sachlichen Kommentar geschrieben, der einfach Deine Meinung wieder gibt, aber weder aus blindem Eifer falsche Fakten verbreitet, noch andere Menschen/Meinungen herabsetzt/beleidigt oder diese sogar zu Hassobjekten macht (Beispiele aus der letzten Zeit: „Reisfresser“, „… sollte man an die Wand stellen“, „heute darf ja leider jeder Vollidiot…“).

        Dein Beitrag ist vielleicht der Beitrag eines Apple-FANs – aber n.m.M. ist das Verhältnis von „Fan“ zu „Fanboy“ in etwa das gleiche wie zwischen den Begriffen „Religiöser Mensch“ und „Hassprediger“…

        P.S.: Ich halt mich übrigen „nur“ für einen „Apple-Nutzer“ – DARUM bin ich hier in diesem Portal und NICHT, weil ich ein FAN bin, das wird manchmal verwechselt.

        Apple Produkte finde ich ansonsten häufig „echt klasse“ (sonst hätte ich sie wohl nicht gekauft) – manchmal aber auch „zum brechen“ (KEIN Anbieter ist so gut, wie ICH es gerne möchte – manchmal ist Apple da für mich leider nur „das kleinere Übel“)

      • Endlich mal ein Sachlicher Beitrag. Am Schreibtisch nutze ich zwar eine Windows-PC, aber die alle Macs sehen schon ziemlich geil aus und das OS scheint mir auch ganz gut zu sein. Nur leider ich wohl trotzdem nicht zur Zielgruppe von Apple, denn gelegentlich möchte ich auch mal ein aktuelles Game spielen, was mit den Mittelklasse Mobile Grafikkarten aber eher schlecht gehen dürfte. Obwohl das ja sonst mit Bootcamp gut funktionieren könnte. Bei den Mondpreisen, die Apple verlangt würde ich aber eigentlich erwarten, dass ich nicht noch einen zusätzlichen Windows-PC bräuchte. Ganz schlimm finde ich aber, dass mittlerweile alles in den Kisten verlötet ist und man somit meist nichtmal das RAM erweitern kann.

        Bleibt also nur das geile Design übrig…schade eigentlich. Mein iPad Mini möchte ich aber nicht mehr missen. Das Format ist perfekt.

      • [Korrektur ;-) ]
        Endlich mal ein sachlicher Beitrag. Am Schreibtisch nutze ich zwar einen Windows-PC, aber die Macs sehen schon ziemlich geil aus und das OS scheint mir auch ganz gut zu sein. Nur leider gehöre ich wohl trotzdem nicht zur Zielgruppe von Apple, denn gelegentlich möchte ich auch mal ein aktuelles Game spielen, was mit den Mittelklasse Mobile Grafikkarten aber eher schlecht gehen dürfte. Obwohl das ja sonst mit Bootcamp gut funktionieren könnte. Bei den Mondpreisen, die Apple verlangt würde ich aber eigentlich erwarten, dass ich nicht noch einen zusätzlichen Windows-PC bräuchte. Ganz schlimm finde ich aber, dass mittlerweile alles in den Kisten verlötet ist und man somit meist nichtmal das RAM erweitern kann.
        Bleibt also nur das geile Design übrig…schade eigentlich. Mein iPad Mini möchte ich aber nicht mehr missen. Das Format ist perfekt.

    • stimme dir voll zu, nur leider profitiert bzgl der flat-design scheisse keiner. immerhin auch nicht bei windoofs

  • Na, dann wär das ganze iZeugs wohl nie so groß raus gekommen.

  • Daß jemand von diesem „Design“ profitieren soll das Ive hier mit iOS7 abgeliefert hat halte ich für ein Gerücht.

  • Mit der damaligen Situation dass ein iPhone ohne iTunes gar nicht aktiviert werden konnte erübrigt sich eigentlich jeglicher Kommentar. So verbreitet ist ein Mac nicht als dass ein iPhone da so einen Erfolg hätte feiern können.

  • Stimmt, ohne Apple gäb es kein Android, geschweige denn Smartphones mit Touchsceens und Nokia wäre heute noch Marktführer.

    • Ohne Apple gäbe es auch kein Windows…

      Smarphones mit Touchscreen gab es aber schon davor, allerdings mit einer anderen Technologie dahinter…

      • Und ohne Xerox gäbe es kein MacOS ;)

      • Ohne Windows wäre Apple nicht da wo es heute ist. Wie hieß die Firma, die das Programm für den Apple 1 geschrieben hat?

      • … Und apple mal vom abgrund zurückgezogen hat…

      • Jobs war ein Psychopath allererster Güte. Es gibt Untersuchungen, die belegen, dass solche Anlagen auch bei Mördern vorhanden sind. Damit reiht er sich in die Riege der rücksichts- u. gewissenlosen Erfolgstypen der Neuzeit ein.

        Und ja, das merkt man iTunes an.

  • Na da kann man mal sehen wie Bescheuert Steve Jobs war!
    Wenn man bedenkt das er wahrscheinlich wegen seiner Prinzipien auf die Windows Version verzichtet hätte würde Apple heute nicht mal annähernd so viel Geld machen!
    Aber so ist das mit Menschen wie Steve Jobs da sind Prinzipien wichtiger als der Erfolg des Unternehmens! Gott sei dank haben da andere für Ihn das Gehirn eingeschaltet!!!

    • Scheiß auf Geld. In dieser Gesellschaft geht es immer nur um Geld.

      Weil Steve aber seine Träume und Prinzipien wichtiger waren als Geld hat er die Sachen erreicht, die wir heute kennen und lieben.

      Es ist das „wie kann ich das beste Produkt bauen“ und nicht „wie mache ich dieses Produkt am profitabelsten“ was Apple ausmacht.

      Wenn jetzt Dinge wie „Funktionen vorenthalten“ kommen… Versteh ich. Hat mich auch angekotzt das ich keinen schnellzugriff auf WLAN und so hatte. Wenn du aber für jeden Nutzer auf der Welt denkst, musst du vom dämlichsten bis zum schlausten einen Mittelweg finden.

      • hahaha – deswegen hat er wohl auch beschlossen, die dinger in china produzieren zu lassen. mit der höchsten marge und den mieserabelsten bedingungen, die man weltweit finden kann. also herrn jobs zum idealistischen gutmenschen zu machen ist schon arg weit hergeholt

    • Lol du kritisierst steve jobs weil er mehr auf seine Prinzipien, als auf das Geld gehört hat xD du hast ja auch wirklich gar nichts verstanden wenn es um Apple geht xD

  • bite in the apple auf 256 Seiten. da hat sich jemand gedanken gemacht.

  • ohne die Portierung auf Windows wäre Apple nicht so erfolgreich gewesen, wie es dann später war. es war genau die richtige Entscheidung und hat damals nicht nur die Musikindustrie revolutioniert sondern auch viele Nutzer vom PC auf den Mac gezogen

  • mona weiterstett

    iTunes…nix neues im Westen!
    Wir brauchen mal frische Produkte wie z.B. http://www.mapcaching.de
    oder eine neue Smartwatch die nicht so ein Haufen Schrott ist wie die Galaxy Gear mit
    NEUEN Funktionen!

  • Ein Glück. Ohne iTunes für Windows wäre Apple nicht da, wo sie heute stehen. Für viele Leute war der iPod der Einstieg in die Applewelt. Und das hätte nicht so funktioniert, wenn man den iPod unter Windows kaum benutzen könnte. Bei mir war auch der iPod mein erstes Apple Gerät und wenn iTunes nicht so angenehm zu bedienen gewesen wäre, hätte ich einen Mac nie in Betracht gezogen.

  • „Mit diesem Schritt machte Apple die Nutzung des iPod für 97 Prozent der PC-Besitzer ein ganzes Stück komfortabler“

    Es ist mit weitem die mieseste Sotware, die ich je von Apple gesehen habe.
    Wohl zur Abschreckung von Windowsnutzern gedacht.
    … und damit sehr erfolgreich ;-)

  • iTunes auf Windows ist das letzte Drecks Programm! Sorry für die Ausdrucksweise! Mit iOS komme ich seit 6 Jahren sehr gut klar… Aber die nutzerfreundliche Bedienung von iTunes ist mir bis jetzt ein Rätsel… Intuitiv ist anders und ich hab keinen bock, mein ganzes System wegen dem einen Programm umzustellen…

  • Sehr interessanten in dem Video ist das Statement von Steve „nobody wants to pay a subscription for music – people want to buy it“. Naja, da haben sich die Zeiten wohl geändert.

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