Budget-Longtail für den Stadtalltag
Fiido T2 im Alltagstest: Longtail-E-Lastenrad für Kinder, Einkauf und Stadtverkehr
Ihr erinnert euch an unsere Entdeckung des E-Bike-Anbieters Fiido Mitte Februar? Damals hatten wir den Hersteller erstmals vorgestellt und angekündigt, uns eines der Longtail-Modelle genauer anzusehen. Nach rund einem Monat im Alltag mit dem Fiido T2 Longtail-E-Lastenrad haben wir nun eine fundierte Meinung und die folgenden Eindrücke für euch notiert.

Das Fiido T2: Kindersitz, Schutzrahmen, die Fußrasten hinten und der Korb vorn sind Zubehör
Mit dem Fiido T2 Longtail-E-Lastenrad bietet der Hersteller ein Modell an, das preislich deutlich unter vielen vergleichbaren Lastenrädern liegt. Aktuell kostet das Rad 1.499 Euro. Der Coupon-Code M4K8ZP3R50 reduziert den Preis im Hersteller-Shop um weitere 50 Euro. Selbst bei vergleichsweise günstigen Anbietern wie Decathlon steigt man bei Longtail-E-Bikes meist deutlich höher ein.
Entsprechend groß war unsere Neugier, ob sich der niedrige Preis im Alltag bemerkbar macht oder ob Fiido hier tatsächlich eine ernstzunehmende Alternative zu deutlich teureren Longtail-Rädern anbietet.
Ein Monat Alltag mit dem Fiido T2
Longtail-Lastenräder dieser Bauart sind normalerweise deutlich teurer, besonders wenn sie für den Transport von Kindern oder Einkäufen ausgelegt sind. Gleichzeitig stellt sich bei günstigen E-Bikes häufig die Frage, ob Verarbeitung, Alltagstauglichkeit und Ausstattung mithalten können. Wir haben das T2 in den vergangenen Wochen im Alltag bewegt, mit Kindern besetzt und für typische Stadtfahrten genutzt.
Unser Eindruck nach mehreren Wochen Nutzung ist eindeutig: Für den Alltag an der Spree kann dieses Longtail eine überraschend praktische Lösung sein, vor allem wenn das Budget begrenzt ist.
Sieht auf den ersten Blick nicht wirklich wie ein Lastenrad aus
Alltag mit zwei Kindern auf dem Longtail
Das T2 ist als Longtail konstruiert, das mit unterschiedlichen Zubehör-Komponenten auf den eigenen Bedarf abgestimmt werden kann. Wir sind mit der Familienvariante gefahren. Hinter dem Fahrer befindet sich eine verlängerte Sitzfläche mit Halterahmen und Fußrasten, auf der Kinder mitfahren können.
Deutlich schlanker: Fußrasten und Schutzrahmen des T2 verzichten auf den Bierbank-Charme vieler Wettbewerber
In unserem Fall haben dort zwei Kinder im Alter von fünf und neun Jahren Platz gefunden. Der Einstieg ist zunächst etwas ungewohnt. Die Kids müssen lernen, über die Fußrasten aufzusteigen und sich in die Sitzbank zu setzen. Nach ein paar Fahrten klappt das jedoch problemlos.
Der eigentliche Sitz überzeugt im Alltag. Die Konstruktion wirkt deutlich schlanker als bei vielen anderen Longtail-Rädern, bei denen häufig breite Plattformen oder massive Rohrkonstruktionen verbaut werden. Beim Fiido wirkt die Lösung kompakt und vergleichsweise filigran, bleibt dabei aber stabil. Die seitlichen Haltestangen bieten sicheren Halt beim Aufsteigen und während der Fahrt. Gleichzeitig lassen sich dort auch Rucksäcke oder Taschen befestigen.
Werden keine Kinder transportiert, sorgen Taschen für zusätzlichen Stauraum
Ein kleiner Kritikpunkt betrifft das Sitzpolster. Die Polsterung ist nicht vollständig wasserdicht. Wenn das Fahrrad längere Zeit im Regen steht, sammelt sich Feuchtigkeit im Inneren des Polsters. Setzt sich anschließend ein Kind darauf, kann diese Feuchtigkeit wieder austreten. Das führt zu nassen Stellen an der Kleidung. Im Alltag lässt sich das umgehen, indem man das Polster abdeckt oder den Weg zum Fahrradschuppen in Kauf nimmt.
Beim Fahrkomfort profitieren Fahrer und Passagiere gleichermaßen von den breiten Reifen und der Federgabel. Unebenheiten, Bordsteinkanten oder Kopfsteinpflaster werden spürbar gedämpft. Gerade für Kinder auf der Rückbank ist das wichtig, da harte Stöße hier deutlich stärker wahrgenommen würden.
Das Sitzpolster ist leider nicht wasserdicht. Regen oder tauender Schnee kann für feuchte Hosen sorgen
Gepäcklösungen mit Licht und Schatten
Für Transportaufgaben bietet Fiido mehrere textile Einsätze an. Hinter der Sitzbank lassen sich zwei große Taschen mit Clips im Rahmen befestigen. Werden keine Kinder transportiert, entsteht so zusätzlicher Stauraum. Die Taschen funktionieren im Alltag wie große Einkaufstaschen. Einkäufe oder andere Gegenstände lassen sich einfach hineinlegen und sicher transportieren.
Ähnlich funktioniert ein Einsatz für den vorderen Korb des Fahrrads. Auch hier wird eine textile Tasche eingeklipst, die zusätzlichen Stauraum schafft.
Die Idee an sich ist nicht schlecht: Clip-Taschen transportieren den Einkauf
Die Funktion erfüllt ihren Zweck, allerdings wirkt die Umsetzung nicht vollständig aus einem Guss. Der Einsatz für den vorderen Korb sitzt nicht hundertprozentig passgenau und bewegt sich etwas, weil die Bodenplatte leicht größer ist als der Korb selbst. Die hinteren Taschen wirken zudem etwas weich und verlieren ihre Form, wenn sie leer sind. Sie funktionieren, wirken aber nicht besonders elegant.
Ein weiterer praktischer Punkt fehlt ebenfalls: Werden die Einsätze gerade nicht benötigt, gibt es keine feste Möglichkeit, sie am Fahrrad zu verstauen. Wer beispielsweise zunächst ein Kind transportiert und später einkaufen möchte, muss die Taschen im Rucksack mitnehmen oder während der Fahrt von einem Mitfahrer halten lassen.
Kommen die Kids aufs Rad müssen die Taschen jedoch wieder entfernt und verstaut werden
Fahrgefühl wie beim regulären E-Bike
Beim eigentlichen Fahrverhalten gibt es dagegen kaum Kritik. Das T2 fährt sich überraschend nah an einem normalen E-Bike. Trotz der verlängerten Bauform bleibt das Handling gut kontrollierbar. Auch mit zwei Kindern auf der Rückbank fühlt sich das Rad stabil an.
Wer kräftig antritt wird auch kräftig unterstützt
Der Motor arbeitet mit drei Unterstützungsstufen, die bis zur gesetzlichen Grenze von 25 km/h unterstützen. Auffällig ist die dynamische Abstimmung der Unterstützung. Wer kräftig in die Pedale tritt, wird deutlich stärker beschleunigt als bei einem sanften Anfahren. Das sorgt dafür, dass sich das Rad lebendig anfühlt und schneller auf Geschwindigkeit kommt.
Besonders angenehm im Stadtverkehr ist die Anfahrhilfe. Über einen kleinen Schalter am rechten Daumen lässt sich eine kurze Unterstützung aktivieren, die die ersten Tretbewegungen übernimmt. Gerade an Ampeln oder bei voller Beladung hilft das enorm, um schnell wieder in Bewegung zu kommen und die Balance zu finden.
Wirklich großartig: Die Anfahrhilfe vorne rechts am Lenker
Der Effekt zeigt sich vor allem im Stop-and-Go-Verkehr. Statt ständig in kleinere Gänge herunterzuschalten, kann man häufig im gleichen Gang bleiben und mit Hilfe der Anfahrunterstützung wieder losfahren.
- Motor: Drehmomentmotor mit hoher Zugkraft, geeignet für Hügel und schwere Lasten
- Drehmomentsensor: Mivice-Drehmomentsensor (T2 2025) für sanfte und dynamische Tretunterstützung
- Akku: 998,4 Wh abnehmbare Hochleistungsbatterie
- Reichweite: bis zu 136 km pro Ladung
- Bremsen: hydraulische 4-Kolben-Bremsen für präzise und kräftige Verzögerung
- Nutzlast: bis zu 200 kg Gesamtbelastung
- Laufräder: integrierte Nabe ohne klassische Speichen
- Reifen: breite, pannensichere Reifen für stabilen Grip
- Ständer: stabiler Doppelbein-Ständer für sicheres Be- und Entladen
- Beleuchtung: helles Vorderlicht und Bremslicht für bessere Sichtbarkeit bei Nacht
- Wasserresistenz: IP54-Schutz für Fahrten bei unterschiedlichen Wetterbedingungen
Display, Schiebehilfe und Ausstattung des Fiido T2
Das Display gehört zu den positivsten Überraschungen des Fahrrads. Es ist kontrastreich, gut ablesbar und bietet mehrere Informationen gleichzeitig. Neben Geschwindigkeit zeigt es Fahrzeit, Streckenlänge und den Gesamt-Kilometerstand an. Außerdem lassen sich hier die Unterstützungsstufen wechseln.
Das Display gehört zu den besten die wir bislang an E-Bikes gesehen haben
Eine praktische Zusatzfunktion ist die Schiebehilfe. Wird sie aktiviert, bewegt sich das Fahrrad automatisch in Schrittgeschwindigkeit. Das ist besonders hilfreich, wenn das Rad mit Kindern oder Gepäck beladen ist und über eine Straße geschoben werden muss.
Zum Alltag gehört auch eine kleine elektrische Hupe. Sie ist eher ein humorvolles Detail, kann im Stadtverkehr aber durchaus hilfreich sein. Wir gehören grundsätzlich allerdings auch eher zu den passiven Radfahrern, die lieber warten als zu klingeln, entsprechend selten wird die Hupe hier zum Einsatz kommen.
Hier lassen sich Strecke und Akkufüllstand einsehen, Unterstützung, Licht und Hupe aktivieren
Verarbeitung und Komponenten
Bei der Verarbeitung gibt es wenig zu kritisieren. Die Schweißnähte wirken sauber, Schrauben und Verbindungen sind solide ausgeführt und die Griffe fühlen sich wertig an. Auch nach mehreren Wochen der Nutzung (bei Regen, Schnee und Streusalzkontakt) zeigte sich kein Rost oder lockere Bauteile.
Auffällig sind die breiten Reifen auf Gussfelgen. Speichen können sich hier nicht lösen oder rosten, was langfristig Wartung ersparen kann. Gleichzeitig sorgen die voluminösen Reifen für viel Komfort. Auf Kopfsteinpflaster wirken sie fast wie eine zusätzliche Federung.
Schweißnähte, Bremsen und Schrauben hinterlassen einen ordentlichen Eindruck
Auch die Beleuchtung ist ordentlich umgesetzt. Vorder- und Rücklicht lassen sich direkt über das Display einschalten. Beim Bremsen wird das Rücklicht heller, sodass nachfolgende Verkehrsteilnehmer erkennen, dass das Fahrrad verzögert.
Großer Akku für lange Strecken
Der Akku gehört zu den auffälligsten Bauteilen des Fahrrads. Mit knapp 1000 Wattstunden ist seine Kapazität ungewöhnlich groß. Entsprechend massiv fällt auch das Gehäuse aus. Ein stabiler Griff erleichtert das Herausnehmen.
Der Sattel besitzt einen Klappmechanismus, um einfach an den Akku zu kommen
Der Akku wird über einen Schlüssel gesichert und gleichzeitig aktiviert. Zum Starten wird der Schlüssel einfach in die Startposition gedreht und bleibt während der Fahrt im Schloss. Zum Laden lässt sich der Akku herausnehmen. Dafür wird der Sattel nach vorne geklappt, um Zugang zum Fach zu erhalten.
Der Ladestecker fällt etwas ungewöhnlich aus und erinnert eher an Steckverbindungen aus dem Audiobereich. Nach kurzer Eingewöhnung funktioniert das Laden jedoch problemlos.
App als Zusatzfunktion
Begleitend zum Fahrrad bietet Fiido eine iPhone-Applikation an. Sie zeigt Fahrdaten an, verbindet sich automatisch mit dem Rad und kann als eine Art digitaler Tacho dienen.
Die Fiido App zeigt Statistiken und bietet grundlegende Tacho-Funktionen
Im Alltag ist sie jedoch eher eine Ergänzung als eine Notwendigkeit. Wer bereits ohne Smartphone-Anzeige unterwegs war, wird sie kaum vermissen. Nutzer, die gerne eine Kartenansicht oder zusätzliche Fahrstatistiken sehen, können das Rad damit allerdings bequem überwachen.
Zudem lässt sich in den Einstellungen das Display blockieren, die App wird so zum Schlüssel
Fazit nach mehreren Wochen
Nach mehreren Wochen Nutzung im Stadtverkehr bleibt ein sehr positiver Eindruck. Das T2 fährt sich angenehm, bietet ausreichend Leistung und transportiert Kinder überraschend komfortabel. Gleichzeitig bleibt das Handling auch für Fahrer überschaubar, die bislang nur normale E-Bikes gewohnt sind.
Nicht jede Lösung wirkt perfekt. Die textilen Gepäcktaschen könnten besser integriert sein und das Sitzpolster reagiert empfindlich auf Regen. Insgesamt überwiegen jedoch klar die praktischen Eigenschaften.
Ein schlankes Lastenrad, mit dem man auf Radwegen nicht zum Hindernis für andere Radler wird
Vor allem der Preis macht das Fahrrad interessant. Longtail-E-Bikes liegen häufig deutlich höher. Das T2 bewegt sich in einem Bereich, der für viele Familien überhaupt erst erreichbar wird. Für den Stadtverkehr ergibt sich dadurch eine Kombination aus Transportfähigkeit, Fahrkomfort und Preis, die man so selten findet.
Unser Eindruck nach mehreren Wochen mit dem uns zur Verfügung gestellten Lastenrad lautet daher: Wer ein bezahlbares Longtail für den Alltag sucht und regelmäßig Kinder oder Einkäufe transportieren möchte, sollte sich nicht nur das T2 genauer ansehen, sondern auch das Zubehörsortiment und die Ersatzteilversorgung des Anbieters, die wir bereits in unserer ersten Vorstellung des Herstellers erwähnt hatten. Hier ist Fiido deutlich besser aufgestellt als viele andere Budget-Anbieter.
In unserem Fall hat sich das Fiido T2 Longtail-E-Lastenrad jedenfalls als überraschend praktischer Begleiter im Stadtverkehr erwiesen.














Wiederhole gerne als Ergänzung unsere Erfahrung mit Fiido C1 Pro: prima für den Preis, nicht perfekt, aber überraschend gut und alltagstauglich – absolut Daumen hoch ;-)
Ich hatte nach eurer Ankündigung schon mit dem Kauf geliebäugelt und mir das Rad schließlich selbst geholt, noch bevor der Bericht erschienen ist. Mein Eindruck ist bisher positiv. Was mich etwas stört, ist der Einstieg in den hinteren Korb. Für Kinder ist das nicht ganz so einfach gelöst. Eine Klappe hätte den Zugang erleichtert. Abgesehen davon wirkt alles sauber gebaut.
Schon mal besser als Anhänger oder die Räder wo vorne so ein Transport Kasten ist und Kinder drin sitzen . Als Autofahrer sieht man das einfach auf Grund der Höhe oft erst recht spät . Berliner Stadtverkehr und diese Anhänger oder Lastenräder beißen sich einfach . Kaum einer nimmt Rücksicht aufeinander und am Ende liegen die Kinder auf der Straße . Von daher finde ich solche Lösungen als guten Kompromiss .
Vielen Dank für den Test, das Model behalte ich für die Zukunft im Auge
Danke @ifun für den Bericht.
Wie sieht es denn mit der durchschnittlichen Reichweite aus bei Euch Nutzern?
Ich hätte eine tägliche Strecke mit 60km (30+30) mit ein paar Höhenmetern. Mein Elektrolyte kommt hier klar an die Grenze.
Erinnert mich sehr an das Konzept von RadPowerBikes, die sich leider aus der EU zurückgezogen haben. Ist eigentlich dem RadRhino von denen abgekupfert. Den Hersteller werde ich aber auf jeden Fall im Auge behalten, falls sich mein RadRunner (mit dem ich sehr zufrieden bin) aus irgendeinem Grund verabschieden sollte…
Ok, wie lange dauert das vollständige Aufladen des Akkus an der Haushaltssteckdose?
Wie sieht es denn mit der Legalität aus? Nach meiner Info hat das Rad keine Strassenzulassung (fehlende CE-Norm) und ist zusätzlich durch den Rocket-Mode in der App (schaltet bis 50 km/h frei) zudem noch illegal.
Der „Rocket“ mode ist Passwort gesichert unter dem debug Modus
anstatt die Herstellerangaben mit „bis zu ..“ anzugeben, wäre eure Erfahrung schön zu lesen, @ifun-Team:
– Wie weit kommt man mit dem Rad mit 2 Kindern
– wie schwer ist das Rad, wenn man es mal heben muss?
– Hat die Bremse einen Schalter, die den Motor direkt abschaltet, oder passiert es, dass man gegen den Motor bremst, wenn man nicht aufhört zu treten?
– was ist der in der App gezeigte Tempomat? Das suggeriert, dass das Teil von allein fährt, auch wenn man nicht tritt.
Guter Punkt, danke für die Nachfrage.
Zur Reichweite: Da müssen wir ehrlicherweise sagen, dass wir selbst keinen wirklich belastbaren Wert liefern können. Wir gehören eher zu den Fahrern, die das Rad nach der Tour wieder an den Strom hängen, spätestens wenn auf dem Display nur noch zwei Balken übrig sind. Entsprechend haben wir den Akku im Alltag nie komplett leer gefahren. Man hätte natürlich einmal bewusst eine komplette „Leerfahrt“ machen können, aber auch das wäre dann eher ein Idealwert unter bestimmten Bedingungen gewesen. Deshalb haben wir uns im Artikel auf die Herstellerangabe mit „bis zu“ bezogen.
Zum Gewicht: Das Rad lässt sich im Alltag gut manövrieren und auch mal über eine Bordsteinkante oder zwei Stufen heben. Für längere Treppen wird es mit knapp 40 Kilogramm allerdings schnell unpraktisch. Eine Treppe zum Keller hinuntertragen oder über eine Fußgängerüberführung schleppen möchte man damit eher nicht.
Die Bremsen trennen den Motor sofort von der Unterstützung. Sobald man den Bremshebel zieht, wird die Motorunterstützung unterbrochen. Man bremst also nicht gegen den Motor an.
Zum Tempomat in der App: Der Begriff ist etwas missverständlich. Das Rad fährt nicht von allein weiter, wenn man nicht tritt. Gemeint ist eher eine konstante Unterstützungsfunktion beziehungsweise die Schiebehilfe, die bei niedriger Geschwindigkeit hilft, wenn man das Rad mit Beladung bewegt.
Das wichtigste Argument für den Alltag an der Spree ist vermutlich der Preis, ein Riese & Müller oder ein Rad in ähnlicher Preiskategorie kann man in Berlin vermutlich nicht mal nur ein paar Minuten unbeaufsichtigt lassen, selbst wenn es angeschlossen ist.
Ich fahre seit 2 Jahren ein (perfektes!) Riese & Müller Longtail (Multicharger) vom Außenbezirk nach Mitte, wo es den ganzen Tag steht. Noch ist es nicht weg, und es ist ohnehin gut versichert.
Viele Käufer dieser Räder werden Probleme bekommen wenn mal was dran ist. Für gewöhnlich nehmen Radwerkstätten sowas nicht an. Alleine schon wegen den verbauten Komponenten und der restlichen Technik.
Gutes Argument in Hinsicht auf langjährige Nutzung. Kurz das neueste Rad mal testen ist das eine, langjährige Zufriedenheit weicht hier oft gerade im Günstig-Segment schnell ab – meine Erfahrung.
Auf der HP von FIIDO kann man nachbestellen, ist meistens Plug and Play also Teile tauschen und fertig, da bedarf es keine Spezial Werkstatt.
Hä? Was meinen Sie? Der Stadler repariert alle Fahrräder.
Danke für diesen Punkt. Der hat mich vom Decathlon Longtail abgehalten. Ein 40 kg Lastenrad will man keine 30 km schieben. Unsere nächstgelegenen Rad-Werkstätten nehmen ausschließlich eigene Kunden und reparieren definitiv und ausdrücklich keine Billig-Ebikes.
Nicolas, schau Dir mal das Boost oder 46er von meinem Freund Benno (@bennobikes) an, kann dich gern mal probefahren lassen. In meinen Augen das schönste und solideste.
Allerdings mit 3,5 – 4K mehr als doppelt so teuer.
Ich kann mit 200 kg Gesamtgewicht nichts anfangen, was wiegt denn das Bike mit und ohne Batterie?
Ich habe für dich mal auf der Homepage des Herstellers geschaut, da steht etwas von 39,5 kg.
Darf ich sonst noch behilflich sein?
Kinder sollten selber fahren damit ihre Motorik, der Gleichgewichtsinn und Ausdauer aufgebaut werden, aber was will man heut zutage schon erwarten.
In einer Großstadt kann man das Kind nicht alleine fahren lassen, denn sonst bekommt man selbst einen Herzinfarkt oder das Kind wird überfahren.
Zuerst soll eine passende Umgebung geschaffen werden. Dann braucht man auch nicht solche Fahrräder wie das hier. Vom Spritpreis abgesehen.
Aha… und du denkst, weil jemand so ein Fahrrad hat, dass die Kinder keine eigenen Fahrräder mehr besitzen?
Oh Mann… Facepalm
Ich glaub nicht das Du weißt was ich denke.
Klar, aber für längere Alltagsstrecken mit zeitlich engem Rahmen insbesondere als Ersatz für das Auto super.
Das schließt sich keineswegs aus, sondern ergänzt sich im Alltag.
Also dann auch bitte kein Auto mehr fahren, da wird nämlich auch keine Motorik der Kinder gefördert… oh man eh.
Ich empfehle Tandems. So hat das Kind auch Bewegung, und es macht Spaß. Wir haben das zehn Jahre lang gemacht. Natürlich zum selbst bewegen ohne Motor.
Mit kleineren Kindern gibt es auch sogenannte Eltern-Kind-Tandems.
Sorry, aber Tandem ist die bescheuertste Erfindung überhaupt. Meine Meinung.
Wir nutzen unser E-Lastenrad (babboe) für fast alles.
Einkäufe, weitere Strecken mit Kind, etc.
Von einer rollenden Holzkiste zu einem Longtail upgraden wäre jetzt genau nach meinem Geschmack.
Leider liest mensch sehr gemischte Rezensionen über dieses Teil.
Und soooo ein Schrauber bin ich jetzt auch nicht, dass ich da selber alles Mögliche austauschen/reparieren könnte.
Naja, erstmal Danke für Euren Eindruck!
Ich habe mein Ebike seit 8 Jahren. Außer Kette waschen regelmäßig und Reifen. aufpumpen musste sonst nie was reparieren. Warum so viel Sorge?
YouTube: Lastenfahrrad Lukas
Im August 2025 hatte das Rad noch keine Straßenzulassung für die EU. Hat sich das inzwischen geändert? Auf der Herstellerseite gibt es dazu keinen Hinweis. Falls keine Straßenzulassung vorliegt, wäre der gesamte gute Testbericht leider wertlos.
Es gibt sehr wohl Hinweise auf der Hersteller-Homepage:
https://de.fiido.com/pages/certifications-stvzo
Peinlich. Für mich. Danke für die Info.