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Fehlerhafte 5K-Monitore: LG verweist weiterhin an Apple

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Obgleich der Monitor-Anbieter LG bei den in Kooperation mit Apple entwickelten UltraFine 5K-Displays Fertigungsfehler eingestanden hat und bereits in der vergangenen Woche versprach, sich um Abhilfe für betroffene Käufer zu kümmern, ist nach wie vor unklar wie LG die offensichtlichen Abschirmungsprobleme adressieren will.

Lg Anschluesse

Zwar konnten wir bereits am Dienstag darüber berichten, dass sich das Unternehmen darauf vorbereitet, monierte Kunden-Monitore zu sichten und statt einer pauschalen Austausch-Aktion auf Einzelfall-Entscheidungen setzen will, wie genau sich der Support in Anspruch nehmen lässt, bleibt jedoch weiter unbeantwortet.

Aktuell scheint Cupertino mit einem vorübergehenden Lieferstopp auf den Serienfehler der 5K-Monitore zu reagieren und hat die Lieferzeiten der ausschließlich von Apple vertriebenen UltraFine-Displays weltweit auf 5-6 Wochen angezogen. Lieferverzögerungen, die LG mit ausreichend Spiel versorgen sollten um neue Bestellungen mit bereits überarbeiteten Modellen zu versorgen.

Doch wie ist es um die bereits belieferten Käufer bestellt? Unsere Anstrengungen, handfeste Informationen von LG Deutschland zu bekommen, laufen derzeit noch bzw. bislang ins Leere. Der Konzern hat uns eine Kontaktaufnahme in der kommenden Woche zugesagt.

Eine unbefriedigende Wartezeit, die der offizielle LG-Support zur Stunde dazu nutzt weiter auf Apples Zuständigkeit zu verweisen. So hat uns unter anderem ifun.de-Leser Sebastian auf seine Kommunikation mit dem technischen Support des Unternehmens aufmerksam gemacht und schreibt:

Servus Jungs, ich habe diesen Artikel kommentiert. Daraufhin hat ein anderer User geschrieben, dass man das Produktionsdatum anhand der Seriennummer erkennen kann. Er hätte es aber nur gelesen und ich habe daraufhin den LG Support angeschrieben um das bestätigt zu bekommen. Die Antwort kam soeben:

„Sehr geehrter Herr XXX, herzlichen Dank für Ihre Kontaktaufnahme mit LG Electronics Deutschland GmbH. Der Produktionsmonat (und das Jahr) lassen sich wie von Innen beschrieben über die Seriennummer aufschlüsseln. Was den Monitor betrifft, so liegen uns hier leider keine spezifischen Informationen vor. – Die UltraFine 4k/5k Modelle, werden exklusiv für Apple produziert und auch ausschließlich vom Apple-Support verwaltet, bzw. unterstützt. Für weitere Fragen oder Anregungen stehen wir gerne wieder zur Verfügung.“

Auch hier zeigt sich wieder, dass LG sich keinem Problem annehmen möchte. Wer mit dem Gedanken spielt, einen 5K Monitor zu holen, sollte darauf achten, dass die Seriennummer mit 702 beginnt.

Sobald LG Deutschland über den Reparatur-Austausch hierzulande informiert, melden wir uns erneut.

Video: WLAN-Router kann LG-Monitor ausknipsen

Freitag, 10. Feb 2017, 11:53 Uhr — Nicolas
20 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
Rede mit!
  • Bei mir ist der Monitor gelbstichig in der linken Bildschirmhälfte. Die rechte Hälfte wirkt heller und kühler. Fällt insbesondere bei Dokumenten mit Text und SW-Graphik auf.
    Da kommt noch etwas anderes auf LG zu, ich glaube nicht, dass das ein Einzelfall ist.

  • Man oh Mann.
    Bei Steve hätte es dass nicht gegeben. Da muss sich ja Steve im Grabe umdrehen, was für ein Witzverein daraus gemacht wurde.
    Schade Apple 

  • Sehe das Problem nicht. Apple ist der Verkäufer, muss also defekte Monitore reparieren lassen oder gegen funktionstüchtige austauschen.
    Wer also einen Monitor aus den „defekten“ Chargen hat gibt ihn Apple zurück und erhält einen aus den neuen, verbesserten Chargen.

  • Der Monitor ist quasi eine Auftragsfertigung für Apple. Lediglich das Branding fehlt. Und Apple wird vermutlich einiges mitgeredet haben. Vlt auch das Kabel? Ich kann jedenfalls verstehen, dass LG da an Apple verweist. Ihr geht ja mit eurem kaputten Router auch nicht zum Hersteller sondern zum Netzanbieter (sofern darüber bezogen).

  • Schon klar das Apple als Verkäufer dafür zuständig ist. Ärgerliche Sache.

    • Ärgerlich ist dass Apple in dieser Beziehung der absolute Sauhaufen geworden ist.

      Wer von euch würde hier seine defekte Mikrowelle beim Hersteller, statt beim Verkäufer, reklamieren? Genau… Ist wie der Werkskundendienst..

  • Meine Güte… Was soll der ganze Aufriss mit dem LG Support?
    Wer hat eure Kohle für dem Mist bekommen??? Richtig: Apple!

    Mal zum Vorgehen: wenn ihr kaputte Sachen bekommt, dann wendet euch dahin wo ihr eure Kohle gelassen habt…
    .
    Aber anscheinend müssten sich dann einige eingestehen, dass euch Apple Mist verkauft hat.. also wird lieber der LG Support angeprangert..

    Tatsache: LG produziert FÜR Apple… vertickt es… Fertig.

    Wenn euer Display ne Macke hat, wendet ihr euch ja auch nicht an Samsung, bloss weil Apple im Display Samsung Panels verbaut…
    JA, auf dem Monitor steht LG… Und? Genau… Nix und… Packt das Zeug wieder ein und haut es Apple um die Ohren!

    Es ist doch eh schon dreist, dass man Monitore ohne vernünftige Abschirmung verkauft…

    Mal ganz im Ernst! Das ist doch nen Witz…
    Vor 15 Jahren hätte ich es ja noch verstanden… Da waren WIFI Router noch nicht unbedingt in jedem Haushalt vorhanden… Aber heute ist das nen Standard, egal ob im Privathaushalt oder im Büro…

  • Sehe ich Genaus wie einige hier, LG ist der Lieferant für Apple und die verkaufen das Gerät weiter an uns Kunden. Also muss auch Apple den Service liefern, einem ein funktionierendes Gerät zu liefern.

    Möchte LG keinesfalls in Schutz nehmen, aber Apple macht es sich hier zu einfach und versucht sich seiner Verantwortung zu entziehen…

  • Ganz peinlich von Apple und LG, daß sie hier den Kunden im Regen stehen lassen und sich gegenseitig die Verantwortung zu schieben. Apple sollte wieder ein eigenes Display auf den Markt bringen.

  • Ich habe eben mit dem Apple Support telefoniert. Ein Chat war nicht möglich, da die Seriennummer nicht erkannt wurde :/

    Die Rückgabefrist wurde verlängert und ich soll mich Anfang März noch mal melden. Bis dahin würden wohl die abgeänderten Modelle in den Lagern sein. Außerdem sei es wohl so, dass, wenn man ein defektes Produkt zurück schickt, die Lieferzeiten die auf der Seite genannt werden nicht für eine Ersatzlieferung gelten. Ein Ersatzprodukt würde direkt nachdem das neue Produkt eingegangen ist versendet.

    • Setze Apple eine angemessene Frist zur Erfüllung der Gewährleistung… Angemessen sollten 14 Tage sein.
      Punkt Aus Ende.
      Apple ist der Händler… Der Händler ist für die Gewährleistung zuständig…
      Auf ne Verlängerung von irgendwelchen Fristen würde ich mich nicht einlassen.
      Du hast bezahlt… Du setzt die Frist

  • Meines Erachtens müssten beide den Support (Reparatur oder Austausch) für das Produkt anbieten – LG, weil es der Hersteller ist und Apple, weil man mit denen den Kaufvertrag hat. Wenn mein Dell Notebook aus dem Blödmarkt oder meine Bosch Waschmaschine vom Planeten mit Ringen kaputt gehen, kann ich sie auch entweder im zugehörigen Elektromarkt oder bei Dell oder Bosch reparieren lassen, ist völlig Banane. Dass hier in diesem Fall jedoch KEINER der beiden den Support anbietet und stets auf den anderen verweist, ist meines Erachtens eine Sauerei, rechtlich anfechtbar und fast schon ein Fall für den Verbraucherschutz.

    • Innerhalb der ersten 12 Monate sicherlich richtig. Im Anschluss würde sich jedoch der Hersteller quer stellen. Die 24 Monate Garantie werden durch den Händler abgedeckt. 12 Monate gibt er diese an den Hersteller ab, darüber hinaus trägt er selbst (bis auf Einzelentscheidungen des Herstellers oder erhöhte Gatantien des Herstellers) die Kosten. Sobald sich aber der Kunde nicht an den Händler wendet, sondern an eine andere Stelle, sei es der Hersteller selbst, kann die Garantie damit ungültig werden. Denn wie der Händler reguliert bleibt ihm überlassen. Er kann z.B. aus eigenen Beständen einfach austauschen oder Fehler durch 3. beheben lassen. Diese Möglichkeit der Regulierung nimmt der Kunde aber dem Händler.

      Apple ist an dieser Stelle aber auch so richtig fies. Mir wollten sie ein defektes iPad nicht tauschen, da es 13 Monate alt war. Ich nutzte den telefonischen Kontakt. Nach vielen Weiterleitungen begründete Apple, als Hersteller würden sie nur die 12 Monate Gewährleistung übernehmen. Daraufhin fragte ich die Person am Telefon, wie wahrscheinlich wäre es, wieder an ihn zu geraten, wenn ich mich telefonisch an den Hädler wenden würde, was wiederum ja ebenfalls Apple ist. Er musste lachen. Er wollte tauschen. Leider geriet ich später wieder an einen anderen Gesprächspartner.

    • Du brauchst keinen Verbraucherschutz… Garantie (Hersteller) ist freiwillig. Gewährleistung (Händler) ist gesetzlich geregelt.
      Es hängt nur an Apple

  • Hier ist es doch völlig klar… Der Fehler ist bei der Auslieferung vorhanden… Damit greift die Gewährleistung… Die Garantie braucht es nicht.
    Damit ist APPLE vollumfänglich für einen Ersatz/die Reparatur verantwortlich… Niemand sonst.

    Zur Erklärung auch nochmal folgender Artikel:

    Zuständig für die Gewährleistung ist immer das Geschäft oder der Online-Händler, bei dem man das Produkt gekauft hat. Doch die wimmeln Kunden oft ab, wie ein Test des vzbv im September 2012 ergeben hat. 56 Prozent aller Verkäufer kamen ihren gesetzlichen Pflichten nicht nach. „Viele Auskünfte waren diffus, oft waren sie irreführend und falsch“, kritisierte vzbv-Chef Gerd Billen bei der Vorstellung der Ergebnisse. Wenn ein Verkäufer die Gewährleistung verweigerte, wurde in 76 Prozent der Fälle auf die Zuständigkeit des Herstellers verwiesen.

    Julia Rehberg von der Verbraucherzentrale Hamburg empfiehlt betroffenen Kunden daher, auf jeden Fall hartnäckig zu bleiben. „Man sollte sich nicht abwimmeln lassen.“ Denn bei der Gewährleistung handele es sich um einen gesetzlichen Anspruch. Herstellergarantien seien hingegen freiwillig und oft an viele Bedingungen geknüpft.

    Deshalb sollte man immer zuerst den Verkäufer in die Pflicht nehmen, empfiehlt Juristin Rehberg . Denn wenn man sich an den Hersteller wendet und keinen Erfolg hat, greife möglicherweise das Gewährleistungsrecht nicht mehr. „Dann kann es, wenn es ganz blöd läuft, sein, dass die Ansprüche gegen den Verkäufer verjährt sind.“ Man sollte daher immer erst auf die Gewährleistung setzen, empfiehlt auch Dunja Richter: „Erst dann, wenn gar nichts mehr geht, kann ich die Garantie in Anspruch nehmen.“

    Beim Abgeben eines Gerätes direkt im Geschäft sollte man sich eine Bestätigung geben lassen. Außerdem sei es sinnvoll, eine Frist für die Reparatur oder das Austauschgerät zu setzen, sagt Dunja Richter. „Da gibt es keine vom Gesetzgeber vorgegebene Frist“. Angemessen seien aber zwei Wochen.

  • Die eMail von LG ist völlig korrekt, so lange LG für das Produkt (also für diese Auftragserteilung) keine Garantieregelung anbietet… (Kennt die jemand? Gibt es diese?).

    APPLE ist der Händler. Der Händler unterliegt der Gewährleistungspflicht…
    Wenn Apple auf LG verweist, begeht Apple einen Gesetzesbruch. So einfach ist die Nummer …

    Ich weiss nicht, warum Apple sogar bei so ner peinlichen Nummer noch in Schutz genommen wird…
    Das Apple sich nicht zum ersten Mal an geltendes Recht hält, sollte doch langsam auch mal der kleinsten Leuchte auffallen.

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