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Massenklage in England

Fall aus 2012: Googles Tracking-Verstoß kommt erneut vor Gericht

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Regelmäßige ifun.de-Besucher, werden sich an das 22 Millionen-Urteil gegen Google erinnern, mit denen die US-Aufsichtsbehörde FTC den Suchmaschinen-Anbieter im Sommer 2012 abstrafte.

Cookies

Damals flog auf, dass Google die Nutzer des mobilen Safari-Browsers mit einem heimlich gesetzten Cookie trackte. Trotz der eindeutigen iOS-Datenschutzvorgaben ignorierte Google über Monate hinweg die Cookie-Einstellungen des mobilen Betriebssystems und setzt seine Tracking-Cookies ohne Rücksicht auf die iOS-Einstellungen zum Schutz der Privatsphäre.

So gestatteten die Werkseinstellungen des iPhone grundsätzlich nur die Cookie-Annahme von besuchten Webseiten und lehnten Tracking-Dateien von Drittanbietern ab. Eine Schutzmaßnahme gegen die Google mit gezielten Code-Tricksereien vorgegangen war um so die eindeutige Identifikation vorbeisurfender iOS-Nutzer zu gewährleisten.

Das Wall Street Journal deckte die unsauberen Methoden im Februar 2012 auf und schrieb:

To get around Safari’s default blocking, Google exploited a loophole in the browser’s privacy settings. While Safari does block most tracking, it makes an exception for websites with which a person interacts in some way—for instance, by filling out a form. So Google added coding to some of its ads that made Safari think that a person was submitting an invisible form to Google. Safari would then let Google install a cookie on the phone or computer.

Fünf Monate später wurde Google dann zur Strafzahlung von 22 Millionen US-Dollar verurteilt. Jetzt wird der Fall noch mal neu verhandelt.

Wie die britische BBC aktuell berichtet sieht sich Google jetzt mit der ersten Massenklage im vereinten Königreich konfrontiert, die eine finanzielle Wiedergutmachung der Datenschutz-Verletzung erreichen will. Sollte die Klage erfolgreich verlaufen, könnten die 5,4 Millionen betroffenen Briten mit „mehreren Hundert Pfund“ pro Person rechnen.

Das Verfahren soll im Frühjahr 2018 eröffnet werden.

Donnerstag, 30. Nov 2017, 14:17 Uhr — Nicolas
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  • Hach, wenn ich diese alte iOS-Design sehe, da wird mir immer ganz warm ums Herz :-)

    • Skeuomorphism is dead! And that‘s ok!

    • JA, das design… das war zu einer Zeit, als iOS spätestens ab der x.x.3 absolut rund war… als Buttons noch klar erkennbar waren…

      sicher nicht besonders hübsch… aber durchdacht.

      jetzt haben wir unübersichtlich, nicht durchdacht und fehleranfällig

      • Aber durchdesignt bis zum Abwinken! So toll gemalt, dass sie nicht mal immer funktionieren mit meinen Wurstfingern. während ich dann paarmal versuche, den zurück Pfeil zu drücken, freue ich mich immer wieder über diesen tollen Pfeil!

      • Den Pfeil links oben benutze ich nie, reicht doch ein einfacher Wisch von links nach rechts.

  • Ist schon krass, was Skynet … ähm … Google sich so leistet! Hoffentlich kommen die Briten mit ihrer Klage durch.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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