ifun.de — Apple News seit 2001. 31 268 Artikel

HomeKit wird nachgeliefert

eufy Video Doorbell: Die Videotürklingel von Anker ausprobiert

46 Kommentare 46

Die eufy Video Doorbell 2K sollte in Kürze auch hierzulande in den Handel kommen. Als Vorgeschmack können wir euch einen ersten Erfahrungsbericht liefern – wenngleich noch ohne HomeKit-Unterstützung: diese Funktion will der Hersteller zeitnah per Update nachliefern*.

Eufy Video Doorbell Vergleich Mit Ring

Vergleich: eufy Video Doorbell und Ring Türklingel

Die drahtlose Videotürklingel der Anker-Tochter eufy bezieht ihre Betriebsspannung aus einem integrierten Akku, kann aber auch fest mit einem Klingeltrafo und damit verbunden auch einem vorhandenen Türgong verdrahtet werden. Tut man dies nicht, so muss der integrierten Akku voraussichtlich rund alle sechs Monate geladen werden.

Die Einbindung der Türklingel ins Hausnetz und damit auch ans Internet erfolgt über die mitgelieferte eufy HomeBase 2. Die kompakte Basisstation dient gleichzeitig auch als Videospeicher, ihr seid also unabhängig von Cloud-Angeboten und externen Speicherlösungen. Für die aufgezeichneten Videosequenzen stehen in der HomeBase 16 GB Speicherplatz zur Verfügung. Die Basisstation kann zudem auch als gut hörbarer Türgong dienen.

Eufy Video Doorbell Lieferumfang

Im Lieferumfang ist neben der 14 x 5,5 x 2 Zentimeter großen Türklingel auch eine optionale Halterung für die Montage mit seitlichem 15-Grad-Winkel enthalten. Das ist hilfreich, wenn die Klingel nicht direkt am Türrahmen sondern ein Stück versetzt befestigt wird. Kabel und Verbinder für eine optionale kabelgebundene Montage werden ebenso mitgeliefert wie ein USB-Ladekabel, eine Bohrschablone und Schrauben mit Dübeln. Für das Lösen der Türklingel aus der Wandbefestigung (beispielsweise wenn der Akku geladen werden muss), liegt zudem ein Stiftwerkzeug bei, das etwas an den SIM-Karten-Entferner beim iPhone erinnert.

eufy HomeBase 2: Erstinstallation per Ethernetkabel

Die eufy HomeBase 2 wird mit Netzteil und einem Ethernetkabel geliefert. Die Basisstation muss bei der Ersteinrichtung per Kabel mit dem Netzwerk verbunden werden, später kann man hier auch auf WLAN-Anbindung umstellen. Die HomeBase dient übrigens als zentrale Verwaltungseinheit und kann auch andere von eufy angebotene Sicherheitskameras verwalten.

Eufy Homebase 2 Anschluesse

Anschluss und Inbetriebnahme gehen einfach von der Hand. Zunächst wird die HomeBase per App eingerichtet, danach die Türklingel selbst als Zubehör mit der HomeBase verbunden. Das größte Problem dürfte abhängig von der jeweiligen Situation vor Ort die Befestigung der Klingel sein, hier müsst ihr in der Regel wohl zur Bohrmaschine greifen. Die Montagehalterung wird mit zwei Schrauben an der Wand befestigt. Aufkleben ist theoretisch auch möglich, die Zuverlässigkeit hängt hier natürlich vom Untergrund und den von euch gewählten Klebestreifen ab. Die von eufy mitgelieferten Schrauben haben für mein Empfinden zumindest für die Dübel-Montage zu kleine Köpfe – ich habe da direkt einen durchs Plastik gedreht, besser nehmt ihr hier wohl eigene Schrauben mit größeren Köpfen.

Eufy Video Doorbell Montage

Benutzerkonto für externen Zugriff unerlässlich

Auch wenn die Videodaten lokal bei euch im Haus gespeichert werden, um ein Benutzerkonto bei eufy kommt ihr nicht herum. So könnt ihr nicht nur den vollen Funktionsumfang der eufy Videotürklingel nutzen, sondern auch von außerhalb auf die Kamera und die gespeicherten Videos zugreifen. Die Authentifizierung erfolgt hier ausschließlich über Benutzername (E-Mail-Adresse) und Passwort. Es wäre wünschenswert, wenn der Hersteller hier mit 2-Faktor-Authentifizierung noch eine zusätzliche Sicherheitsstufe bereitstellt. Ansonsten besteht bislang zumindest die theoretische Gefahr, dass jemand, der eure Anmeldedaten kennt, unbemerkt auf das Videosystem zugreift. Wählt also für den Zugang ein anspruchsvolles Passwort.

Wenn ihr mehrere Personen im Haushalt habt, könnt ihr diesen über eigene Benutzerkonten Zugriff gewähren. Hier unterscheidet das System zwischen erweitertem Zugriff mit allen Administrationsfunktionen und einem Gastzugriff, bei dem man lediglich die Benachrichtigungen und Videos der verbundenen Geräte sieht.

eufy Video Doorbell: App und Einstellungen

Die eufy Videotürklingel reagiert nicht nur auf Betätigen des Klingelknopfes, sondern verfügt auch über einen Bewegungssensor. Ihr könnt selbst festlegen, ob ihr neben dem Klingeln auch bei erkannten Bewegungen benachrichtigt werden wollt und/oder ob dabei jeweils Videosequenzen aufgezeichnet werden sollen. Besonders hilfreich ist hier die Möglichkeit, Aktivitätsbereiche zu definieren. So können Fehlerkennungen beispielsweise durch eine Straße im Hintergrund vermieden werden. Zudem lässt sich die Empfindlichkeit des Bewegungssensor in fünf Stufen einstellen und ihr habt die Möglichkeit, Bewegungsalarme ausschließlich auf erkannte Personen zu reduzieren, damit die Klingel nicht bei jeder vorbeilaufenden Katze Alarm schlägt.

Eufy Video Doorbell Einstellungen Bewegung

Abhängig von diesen Einstellungen werdet ihr nun bei jedem Klingeln oder auch dann schon, wenn sich etwas vor der Tür bewegt, per Push-Mitteilung und sofern aktiviert auch den Lautsprecher der HomeBase benachrichtigt. Ihr habt dann die Möglichkeit, eine Live-Verbindung zur Türkamera aufzubauen und das System als Gegensprechanlage zu verwenden. Alternativ hält eufy auch die Option bereit, im System Sprachkurznachrichten zu hinterlegen und diese als Schnellantwort abzuspielen, beispielsweise „Ich komme gleich“.

Eufy Video Doorbell Einstellungen

Die Zugriffszeiten sind dabei wenn ihr euch im gleichen Netzwerk wie die HomeBase befindet dank direktem Verbindungsaufbau extrem schnell. Auch der Verbindungsaufbau von extern läuft (natürlich in Abhängigkeit von der jeweiligen Verbindung zum Mobilfunknetz) angenehm flott. Mit ihrer ihrer vergleichsweise hohen 2K-Auflösung liefert die Kamera dabei ein hervorragendes und kontrastreiches Bild, die integrierten Infrarot-LEDs sorgen für ebenfalls sehr gute Nachtsichteigenschaften.

Die Alarm- und Benachrichtigungsfunktionen der eufy Video Doorball 2K lassen sich über die App weitgehend automatisieren. Ihr habt die Möglichkeit, unterschiedliche Sicherheitsmodi zu konfigurieren, die dann manuell oder auch abhängig von eurer GPS-Positionen oder auf Zeitplänen basierend gestartet werden. Hier könnt ihr jeweils festlegen, ob die Kamera bei Ereignissen Video aufzeichnen, Push-Mitteilungen senden oder auch einen Signalton über die HomeBase ausgeben soll.

Eufy Video Doorbell Einstellungen Sicherheit

Über die App habt ihr stets Zugriff auf das aktuelle Live-Bild der Kamera, zudem könnt ihr in einer kalendarischen Ansicht auf vorangegangene Videoaufzeichnungen zugreifen. Mit den 16 GB in die HomeBase integriertem Videospeicher sollte es dabei ein ganzes Weilchen dauern, bis die ersten Clips überschrieben werden. Bei mir belegen aktuell rund 50 jeweils fünf Sekunden kurze Videoaufnahmen gerade mal 600 MB Speicher. Ihr könnt die einzelnen Videos auch jederzeit manuell herunterladen, teilen oder löschen.

Alexa-Integration lässt zu wünschen übrig

Mangelhaft ist zumindest bislang die Alexa-Unterstützung der Türklingel. Das von eufy angebotene Security-Skill erlaubt es nicht nur, Echo-Geräte als „Türgong“ zu verwenden, sondern verspricht auch die Videowiedergabe auf Echo-Geräten mit Bildschirm. Letzteres funktioniert bislang aber hauptsächlich in der Theorie. Beim aktuellen Stand der Software ist die Funktion absolut unbrauchbar und das Bild wird gar nicht oder nur mit großen Zeitversatz dargestellt. Hier kann man immerhin auf Besserung durch softwareseitige Änderungen hoffen.

Verkaufsstart und HomeKit-Update noch im Frühjahr

Mit einem genauen Termin für den Verkaufsstart der Türklingel können wir euch aktuell noch ebenso wenig versorgen wie mit Details zum HomeKit-Update. Anker wird uns mit beidem überraschen, jedenfalls ist eine Markteinführung schon in den nächsten Tagen nicht ausgeschlossen. Der Preis für das Set aus eufy Videodoorbell 2K und HomeBase 2 dürfte dann bei rund 200 Euro liegen.

*UPDATE: HomeKit kommt nicht

Der Hersteller hat im Oktober 2020 offiziell mitgeteilt, dass die Video-Türklingel nicht um HomeKit-Kompatibilität erweitert wird.

Produkthinweis
eufy Security, Kabellose Video-Türklingel mit Akku, 2K HD, ohne monatliche Gebühren, smarte Personenerkennung,... 199,99 EUR
Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wer darüber einkauft unterstützt uns mit einem Teil des unveränderten Kaufpreises. Was ist das?
27. Apr 2020 um 18:58 Uhr von Chris Fehler gefunden?


    Zum Absenden des Formulars muss Google reCAPTCHA geladen werden.
    Google reCAPTCHA Datenschutzerklärung

    Google reCAPTCHA laden

    46 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
    Abonnieren
    Benachrichtige mich bei
    46 Comments
    Älteste Kommentare
    Neuste Kommentare Meiste Stimmen
    Inline Feedbacks
    View all comments
    ifun.de ist das dienstälteste europäische Onlineportal rund um Apples Lifestyle-Produkte.
    Wir informieren täglich über Aktuelles und Interessantes aus der Welt rund um iPad, iPod, Mac und sonstige Dinge, die uns gefallen.
    Insgesamt haben wir 31268 Artikel in den vergangenen 7279 Tagen veröffentlicht. Und es werden täglich mehr.
    ifun.de — Love it or leave it   ·   Copyright © 2021 aketo GmbH   ·   Impressum   ·   Cookie Einstellungen   ·   Datenschutz   ·   Safari-Push aketo GmbH Powered by SysEleven