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A14 mit 12 Kernen

Erster Mac mit Apple-ARM-Prozessor soll 2021 erscheinen

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15 Jahre nach dem Wechsel vom PowerPC zu Intel steht Apple-Nutzern für das kommende Jahr aller Wahrscheinlichkeit nach erneut ein entscheidender Kurswechsel bevor: Wir dürfen 2021 die ersten Macs mit von Apple produzierten ARM-Prozessoren erwarten.

Die Gerüchte um dieses Thema begleiten uns schon seit Jahren, doch mittlerweile sind sich die Wortführer darin einig, dass Apple im kommenden Jahr soweit ist. Das Wirtschaftsmagazin Bloomberg untermauert diese These aktuell mit ein paar technischen Details.

A14 Apple

Dem zufolge soll Apple im kommenden Jahr mindestens einen Mac auf den Markt bringen, unter dessen Haube statt einer Intel-CPU eine hauseigene, auf Basis der für iOS-Geräte gefertigten Chips produzierte ARM-CPU arbeitet. Apples kommender A14-Prozessor soll für diesen Zweck in verschiedenen Ausführungen mit bis zu 12 Prozessorkernen produziert werden.

Zum Vergleich: Das aktuelle MacBook Air arbeitet in der Basisausstattung lediglich mit einem Dual-Core-Prozessor von Intel, also zwei Prozessorkernen. Wenngleich natürlich die Anzahl der „Cores“ allein nicht als kompetente Referenz für die Leistungsfähigkeit eines Prozessors dienen kann, die Möglichkeit, die Rechenaufgabe auf ein Vielfaches der jetzt vorhandenen Prozessorkerne zu verteilen, schafft in jedem Fall schon mal ordentlich Luft. Bei der 12-Core-Variante soll Apple auf acht Hochleistungs- und vier weitere, auf effizientes Arbeiten ausgelegte Prozessorkerne setzen.

Es ist davon auszugehen, dass Apple die neue Technologie zunächst in seine Notebooks packt. Dank ihrer stromsparenden Eigenschaften scheinen die ARM-Prozessoren hierfür prädestiniert. Kandidat Nummer 1 wäre somit das MacBook Air oder auch eine Reinkarnation des einfachen MacBook.

Donnerstag, 23. Apr 2020, 16:48 Uhr — Chris
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  • Da ich mich mit Prozessoren nicht so auskenne, würde mich interessieren was der Vorteil eines ARM Prozessors gegenüber den Intel Prozessoren wäre die bisher verbaut wurden?

    • Wohl durch die 5nm Architektur der Energieverbrauch bei gleicher Leistung.
      Der dürfte viel, viel geringer Ausfallen.

    • Lässt sich wahrscheinlich perfekt ans System anpassen, spart mehr Energie, bestimmt auch günstiger.

      Und Apple ist nicht mehr abhängig von Intels Roadmap und den ständigen Verschiebungen.

      Gibt bestimmt noch mehr Punkte

      • Günstiger???

        Dieses Wort ist in Apples Vokabular nicht enthalten …

        Du meinst vielleicht die
        Herstellung, aber für den Endkunden wird dieses „Must have“ garantiert teuer verkauft … Profit, Profit, Profit!

    • Der Befehlssatz (RISC) ist im Vergleich zu den klassischen Intel-CPU anders und effizienter. Daher auch der Leistungsvorsprung bei gleicher Taktfrequenzen. Die sind einfach viel effizienter unterwegs.

    • Vielen Dank für die vielen Antworten!!
      Sehr interessant, na da bin ich schon gespannt.

    • Der Vorteil ist der, dass Apple dann vollkommen frei dreht. Keine Konkurrenz, wo man bisher noch zur Seite schauen musste, da Wettbewerber die gleichen Prozessoren verbauen, wird dann dem Kunden tief in die Tasche gegriffen.
      Ich sehe da weitere Preissteigerungen.

      • Schon. Nur müssen sie dann auch entsprechend funktionierende Programme liefern und nicht nur ein iOS auf dem MB. Wird spannend :)

  • Interessant. Und vermutlich der Anfang vom Ende der Hackintoshs und von Windows auf Macs.

    • Nö. Das MS Surface Pro X läuft doch auch mit einem Arm-Prozessor.

      • ARM ist nicht ARM, die kann man sich faktisch für sich modifizieren lassen.
        es gibt dazu einen schönen Artikel zum RASPI bei der Konkurrenz ;-)

      • Dann läuft es also nicht besonders…ich habe das Pro X und verzweifel ständig an dem Mistteil.
        Das Win 10 läuft auch irgend wie angepasst über einen Emulator. Viele Programme lassen sich gar nicht installieren, absolut grausam.

    • Mal abwarten. Solange macOS auch auf Intel-Architektur läuft sollte beides noch möglich sein.

      • Für mich wäre das vermutlich das Ende vom Mac. Ich bin auf eine Plattform angewiesen, auf der x86 Windows und Linux problemlos läuft. Emulation tue ich mir wahrscheinlich nicht an. ARM Windows hat sich auch nicht durchgesetzt. Es gibt glaube ich nur noch das Surface Pro X. Die Bewertungen sind ziemilich negativ, weil normale Windows Software nicht oder nur sehr schlecht darauf läuft. Dazu kommt das bei der Emulation die Prozessorlast stark ansteigt. D.h. auch die Laufzeit dadurch abnimmt.

    • Windows auf Mac wird bestimmt sichergestellt. Dass Apple möchte, dass Mac-Käufer alles nutzen ist für mich relativ sicher. Immerhin ein wesentliches Verkaufsargument für Nutzer, die zB im Homeoffice auf Windows Software des Arbeitgebers angewiesen sind. Anders herum wird Apple sicher alles versuchen das zu unterbinden. Warum sollten andere ihr kostenloses Betriebsystem nutzen dürfen?

  • Ein ARM Prozessor Taktet nur wenn er gebraucht wird, ansonsten ruht er entsprechend und spart somit Strom. Ein AMD oder Intel taktet dagegen dauerhaft, weshalb die Stromaufnahme entsprechend hoch ist.

  • Also am besten dieses Jahr noch schnell einen kaufen, falls man eh drauf spekuliert

  • Und wie sieht es dann mit Windows in Parallels zB aus?!

    • Vermutlich wird es dann mit Windows on Arm gehen. Ich selbst nutze das Surface Pro X und bin sehr zufrieden! Nur Teams als native App fehlt mir noch.

  • Hackintosh ist dann im I-mer (Eimer)

  • 1st Gen erstmal überspringen! Das gibt wieder Kinderkrankheiten und „gates“ ohne Ende.

    • Oder das genaue Gegenteil ist der Fall! Wenn die überwiegende Mehrheit der Entwickler am ARM-System arbeitet und nur noch rin kleiner Rest am herkömmlichen System.

  • Wie lange brauchen Studios wie Affinity oder Adobe, um die Apps umzubauen ?

    • So lange wie es braucht das der Compiler durchläuft…

    • Schwer zu sagen. Hängt auch von den eingesetzten Technologien und Komponenten ab. Andererseits ist ist die Frage ob man das überhaupt muss. Evtl. gibts erst mal wieder Kompatibilitätsschicht, dass „alte“ Software ohne Anpassungen läuft. Andererseits gibt Apple mit den eigenen Entwicklungstools (Stichwort Universal Apps) die Richtung vor. Wer auf den Weg gesetzt hat dürfte seine Lösung problemlos portieren können. Andererseits ist auch die Frage noch offen ob die großen Hersteller vielleicht garnicht portieren, sondern ihre iOS-Lösungen nur entsprechend anpassen. Weil die laufen ja schon auf ARM…

      Man wird sehen. Spannend ist das Thema allemal. Wenn ich sehe wie fluffig manche Grafik- und Bildbearbeitungslösungen auf meinem iPad pro (1st Gen!) laufen und wie sich mein aktuelles MacBook mit dickem i7 mit den entsprechenden macOS-Pedants teilweise quält, dann kann ichs eigentlich garnicht abwarten… ;-)

      • Wenn der Funktionsumfang der iOS Programme dem der macOS-Pedants entsprechen würde, dann könntest du genauso fluffig davor werden.

  • Apple sollte einfach lieber auf AMD setzen….Die haben immerhin auch X86_64 Architektur. Jetzt auf ARM umzustellen halte ich für falsch….X86 ist nunmal die Basis für sämtliche Computer. Mit der Umstellung auf ARM wäre quasi sämtliche Software nicht mehr lauffähig. Sämtliche Entwickler müssten ihre Software für ARM neu kompilieren….Das wird mit Sicherheit nen riesen Chaos. Ja Apple hat das schon mal geschafft aber Bootcamp wäre dann auch endgültig Geschichte.

    • Ja, AMD ist sicherlich interessant und wird für den klassischen x86 Markt weiter eine interessante und vor allem performante Alternative sein, Aber die Sache mit den ARM Prozessoren ist eine andere für Apple. Dort geht es um Lizenzen und um Kosten Und Spezialentwicklung. Das können Sie nur erreichen, indem sie auf eigene Architekturen setzen. Dafür bietet sich heutzutage eigentlich nur ARM an. Ich bin wirklich gespannt, wie performant letztendlich Apples Lösung sein wird. Schaut man sich das iPad Pro an, mit welcher Leichtigkeit dort Video-Bearbeitung durch das effiziente Zusammenspiel mit der GPU ausgeführt wird, ohne dass das System gekühlt werden muss, dann könnten zukünftige MacBooks auf ARM Basis wirklich eine interessante Alternative werden.

  • Das wird für pro Nutzer nichts werden weil wir auf X 64 Software angewiesen sin. bis der Wandel dorthin stattgefunden hat vergehen noch Jahre und also ist das nur was für Leute die im Internet surfen und mit Apps vom iPad auskommen.

  • Wenn dieser neue Rechner wirklich ein Mac wird und kein Laptop-iPad, dann wird Apple die ganze Mac Linie wahrscheinlich ziemlich schnell auf ARM umstellen. 2 Mac-Systeme (Intel / Arm) längere Zeit zu pflegen wäre sehr Apple-untypisch.

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