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Ein Geschenk an die Hacker-Community: Apple streckt die Hand aus und bietet Command Line Tools für Xcode an

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Mac-Nutzer die ihr System in den vergangenen Jahren mit zusätzlichen Kommandozeilen-Werkzeugen ausrüsten wollten, etwa um um Terminal-Downloads mit „wget“ anzustoßen oder die Versionsverwaltung „git“ zu installieren, landeten in der Regel bei Homebrew. Das freie Projekt stellt OS X-Systemen einen Paket-Manager zur Seite, mit dem sich die über Homebrew angebotenen Unix-Programmen in Sekundenschnelle installieren lassen, arbeitet solide und hilft gerade Entwicklern massiv beim produktiven Einsatz ihrer Macbooks.

Homebrew hat (bzw. hatte, aber dazu kommen wir gleich) jedoch einen Pferdefuß. Um die gewählten Software-Pakete problemlos auf dem Mac zu installieren, setzte der Paket-Manager Apples Entwicklungsumgebung Xcode voraus. Das gerade aktualisierte Entwickler-Paket wiegt bereits beim Download mehr als 1,2GB und nimmt, komplett installiert, locker noch mal so viel Speicherplatz in Anspruch. Kurz: Wer Homebrew nur nutzen wollte um das 200kb-Tool „wget“ zu installieren, musste dafür mindestens 3GB Festplattenspeicher einbüßen. Vor allem auf den schlanken SSDs des Macbook Air keine kleine Hausnummer.

Damit ist jetzt schluss. Zusammen mit der Mountain Lion-Vorabversion hat Apple nun das 160MB kleine Software-Paket „Command Line Tools für Xcode“ veröffentlicht und bietet damit erstmals eine offizielle Grundausstattung für die Homebrew-Community an. Ein Entwickler-Account vorausgesetzt. Die Inspiration für dem Mini-Download dürfte Kenneth Reitz gegeben haben. Der Programmierer bot mit dem „OSX-GCC-Installer“ eine ähnliche Lösung an und berichtet in seinem Blog von Apples erster Kontaktaufnahme:

Meanwhile, Apple reached out to me to discuss some details about OSX-GCC-Installer. They took an interest in shipping something official, but they weren’t sure of the proper approach to take to support projects like Homebrew. […] Today, Apple added a beautiful new package to their official developer tools suite: Command Line Tools for Xcode. It’s a 171 MB download that includes all of the tools a Homebrew should ever need. Best of all, it contains the proprietary headers that I couldn’t ship myself.

Samstag, 18. Feb 2012, 16:13 Uhr — Nicolas
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  • Ein deutlicher Schritt in die richtige Richtung…

  • Seit Steve Jobs nicht mehr da ist hat sich -trotz größtem respekt ihn gegenüber- einiges zum positiven entwickelt.
    sowohl arbeitsbedingungen als auch software technisch.

    • Vergiss aber nicht das noch vieles auf Jobs Vorgaben ablaufen tut und er war sicher kein quersteller. Aber solche Aktionen sollte man im Zusammenhang mit anderen Sachen beobachten. Weil…. Für die „Hacker“ macht Apple ganz sicher nichts!

    • Ja, trotz grossem Respekt, glaube ich ebenfalls dass eine „Erfrischung“ gar nicht mal so schlecht ist für Apple. Die neue Offenheit schadet sicher nicht.

  • und den MidnightCommander gleich mit.. au jaaa 8)

  • Ich finde die hacker sind eigentlich genauso wie Apple sie helfen Apple sogar Dinge ins iOS einzufügen also sie entwerfen in cydia tweaks und Apple guckt sich diese bestimmt auch an und wollen sie ins iOS integrieren

    • Klar ist das Positiv für Apple. Das iPhone wäre bestimmt nicht auf den jetzigen Stand ohne den Jailbreak. Aber es schädigt das Geschäft für Apple.
      1. Durch gecrackte Apps und 2. wenn jetzt jemand Probleme hatte den Jailbreak zu installieren und dadurch sein iPhone kaputt geht kauft sich der Kunde evtl kein neues mehr. Weil er sich sagt das Ding geht ja so schnell kaputt. 3. Das iPhone kann durch einen Jailbrea erheblich langsamer werden und mehr Akku ziehen. Das ist natürlich auch Negativ von Apple und der Kunde sagt sich auch warum sollte ich mir nochmal das iPhone kaufen wenn der Akku so schnell leer ist. (Obwohl hier selbst verschulden vorliegt)

      • JB ist zwar schnell von (fast) jederman gemacht. Das ersetzt aber keine Kenntnis über das System an sich. Gerade nach einem JB ist Systempflege angesagt. Viele Repos hinterlassen Einträge und sonstigen Muell, die dann im System hängen, oder User ballern ihr Device mit allen möglichen Tweaks doppelt und 3fach zu…ich hab‘ da schon fürchterliche Sachen gesehen. Generell ist die Modifikation des iOS eine logische Konsequenz auf das zugenagelte iOS. Wer weiß worauf er sich einlässt, beseitigt mit einer Handvoll nützlicher Tools, die eingebauten Sperren und wertet das System damit auf. Bei mir läuft’s System genauso stabil wie auch die Accu Laufzeit. Klar, Vorgabe ist natürlich das Main OS.

  • Seltsame Überschrift… Was hat das Wort „Hacker“ mit Homebrew zu tun? Homebrew ist ein ganz normales Unix Repositorie & ein Paketmanager. Außerhalb der Apple Welt auf jedem Unix/Linux System was ganz normales…

  • Der Bericht zeigt doch klar, woher Änderungen kommen. Die Impulse dazu setzen einige engagierte Communities. Das Apple darauf reagiert, ist ein erstes Anzeichen für ein Umdenken. Bisher ist der Laden von einer, man kann schon sagen, Totalitären Führungsspitze angetrieben worden. Seit dem Ableben derselben, geht die jetzige Führungsriege wohl langsam mal auf Tuchfühlung mit der freien Entwicklerszene. Bin jetzt schon gespannt, wie sich dieses Unternehmen, nach Jobs, entwickeln wird. Bisher laufen die hinterlassenen Vorgaben ja noch quasi von Selbst.

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