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Französische Datenschützer machen ernst

DSGVO-Verstoß: Google muss 50 Millionen Euro Strafe zahlen

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Wegen Verstößen gegen die Datenschutz-Grundverordnung DSGVO hat die französische Aufsichtsbehörde CNIL eine Strafzahlung in Höhe von 50 Millionen Euro gegen Google verhängt. Unter anderem wird dem Unternehmen mangelnde Transparenz und die unzureichende Transparenz und ein Vernachlässigen der Informationspflicht vorgeworfen.

Nutzer hätten nicht die Möglichkeit, sich ausreichend und verständlich über den vollen Umfang der durch Google verarbeiteten Daten zu informieren. So wird lauten die Vorwürfe unter anderem, dass die Einstellungen für die Speicherung persönlicher Daten nicht nachvollziehbar und oft nur über Umwege zu erreichen seien.

Ebenfalls trägt zur Höhe der Strafe bei, dass die Einwilligung zur Datenspeicherung beim Erstellen eines Benutzerkontos bereits angekreuzt ist. Die DSGVO sieht vor, dass ein Nutzer diese Einwilligung aktiv vergibt, die Option also aktiv auswählt.

Es ist das erste Mal, dass eine Strafzahlung auf Basis der DSGVO in diesem Umfang verhängt wird. Angestoßen wurde das Verfahren durch Klagen mehrerer Datenschutzorganisationen im vergangenen Jahr, darunter auch die Organisation noyb, die erst diese Woche durch DSGVO-Beschwerden gegen die Streaming-Angebote von Apple, Netflix und anderen Schlagzeilen gemacht hat.

Neben Google hatte noyb im Mai vergangenen Jahres auch Beschwerde gegen Facebook, WhatsApp und Instagram eingereicht. Zuständig sind hier Behörden in Hamburg, Österreich und Belgien.

Titelbild: depositphotos.com
Montag, 21. Jan 2019, 21:33 Uhr — Chris
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  • 50 Millionen!

    Da muss Google aber ordentlich bluten.

  • Sofern das tatsächlich zum Vollzug kommt, stellt sich mir die Frage: Wer bekommt das Geld. Geht das in die Staatskasse?

  • Sehr gut. Nicht gedacht dass es was wird

  • Die Franzosen beziehen sich wohl eher auf GDPR als auf die deutsche Auslegung DSGVo…

  • Klingt erstmal viel, bis man liest, dass Google 110 Milliarden USD Jahresumsatz macht..

  • Aber schön, dass überhaupt noch jemand dagegen aufsteht.
    Der Rest glaubt eh, dass das alles halt so sein muss.

  • Die DSGVO ist der größte Schwachsinn aller Zeiten. Bürger sind mündig und nicht jeder ist Daten-paranoid. Reine Bürokratie und kein bisschen praktischer Nutzen. Außer dass ständig irgendwelche Datenschutz E-Mails mein Postfach spamen, die ich allesamt ungelesen lösche.

    • Der Grundgedanke der DSGVO ist vollkommen richtig, die Umsetzung ist, wie leider seit 1949, durch die Gesetzgeber vollkommen mangelhaft. Ein BGB oder ein Grundgesetz würden die heutigen Gesetzgeber gar nicht mehr hinbekommen.
      Klar, die Welt ist komplexer und komplizierter geworden, die Gesetzgeber aber oft auch dümmer, so mein Eindruck. Ich arbeite seit 30 Jahren in der Justiz und man muss sich wirklich schämen, was da an handwerklich schlecht gemachten Vorschriften kommt. Es wird seit Jahren auch immer schlechter. Warum ist mir ein Rätsel.

    • Falsch. Die war nötig.
      Erst jetzt hast du in jedem EU-Land die gleichen Rechte was deine Daten betrifft.
      Der spanische Onlineshop muss genau so mit deinen Daten umgehen wie der deutsche und genau so wie jedes andere Unternehmen, dass Daten von Dir hat.
      Und so viel ist gar nicht anders als vorher. An Regelungen.

    • Die ist ja auch nicht für sondern gegen den Bürger. Ist die Vorbereitung für Projekte wie „known Traveller“
      Die Dsgvo stammt aus der Feder von Facebook, Google, Apple und Konsortioen.

      Mehr dazu findest du im Internet und auf Alternativen Medienportalen.

      • uhh – mehr Details bitte…

      • Aluhüte…. wir brauchen dringend mehr Aluhüte

      • Ach ja, da haben wir alle nicht dran gedacht: Google und Konsorten werden ja in Kürze dei Weltherrschaft übernhemen. Und dann werden sie auch endlich zugeben, dass die Erde eine Scheibe ist, und alle Google Mitarbeiter Echsenwesen sind, die von einem fremden Stern kommen.

        Ach – Ihr Verschwörungstheoretiker seid so lustig …

      • Naja, dieses Projekt ist ja in der Idee grundsätzlich erst einmal positiv gedacht. Im Hinblick auf die sich verändernde Welt auch sicherlich nicht ganz unsinnig. Aber klar, so etwas bringt immer auch Nachteile mit sich. Jede Münze hat eben 2 Seiten.
        Leider müssen aber die lieben Verschwörungstheoretiker immer alles so hindrehen, dass nur das Negative gezeigt wird. Das ist aber eine dumme Sichtweise, denn mit dieser Art der Betrachtung kann ich ALLES negativ darstellen.

    • Du scheinst dich ja prächtig auszukennen :D

    • Kann man so sehen, muß man aber nicht.

    • olivermk, gerade der mündige Bürger möchte in ureigenem Interesse, daß seine Daten nicht vagabundieren.

      Wer meint, alles sagen zu können, weil er nichts zu verbergen hat, wird bald überhaupt nichts mehr zu sagen haben.

      Die DSGVO ist da mindestens ein Schritt in die richtige Richtung.

      Das einzige, was ich hier bedauere, ist, daß an die 50 Millionen nicht noch vier Nullen (vor dem Komma) angehängt wurden. Aber vielleicht kommt das ja auch noch. …

    • @olivermk
      Ich wette,
      DU bist einer der Ersten, der dann schreit:
      Wieso bin ich berechenbar, manipulierbar?!

      Und wenn nicht, bist du einfach nur …

    • Ich bin überzeugt dass Google auf dich hören würde, auch ohne DSGVO – du bist ja mündig und besonders klug

  • Ist nur wieder eine Abzocke der Staaten. Hoffentlich greift das nicht auch noch bei kleineren Firmen. Das hat was von DUH.

  • Einfach lächerlich. Die Vorwürfe sind auf jeden Onlineshop der existiert übertragbar. Mit solchen Urteilen öffnen sich wieder ganz neue Möglichkeiten für die Abmahnindustrie.

    • Nein, sind sie nicht.
      Nicht wenn ordentlich gearbeitet wurde.
      Die Kriterien sind ja auch klar definiert.
      Und jeder muss sich daran halten – selbst Riesenplayer wie Google.

  • Das wird Donald sich nicht lange angucken und in Gegenzug wird er europäische Unternehmen bluten lassen…Da bin ich mir ziemlich sicher

  • Oder anders gesagt, wenn wir anfangen uns aus der Portokasse großer amerikanischer Unternehmen zu bedienen wir das garantiert zum Bumerang.

  • Da trifft es genau die RICHTIGEN! Wie sagte die Dame die für unseren Google-Business Eintrag zuständig ist: Naja wissen Sie die 22 Bewertungen sind „VERSCHWUNDEN“ und können nicht wiederhergestellt werden… Bei Google verschwinden Daten schon einmal, einfach so!
    Respekt, dass die Franzosen sich getraut haben gegen den Riesen eine Strafe zu verhängen, denn als Unternehmer sind wir leider noch mehr abhängig von der Transparenz eines Datenriesen der so ganz Nebenbei fast das gesamte Internetmarketing unter seiner Kontrolle weiß.
    Glückwunsch Frankreich, weiter so!

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