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Von BaFin bis BNetzA

Digital Cluster Bonn: Gemeinsame Digitalisierung für Bundesbehörden

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26 Kommentare 26

Wenn ihr die Webseite des neuen Digital Cluster Bonn aufruft, dann sieht diese, je nach Fenstergröße, so aus wie in diesem Screenshot. Die sechs Grafiken der teilnehmenden Bundesbehörden sind riesengroß aufgebläht und nehmen sicher dreimal so viel Platz in Anspruch wie eigentlichen Textinhalte – dies unterstreicht allerdings nur, dass die jetzt eingegangene Kooperation überfällig ist.

Digital Cluster Bonn 2000

Gemeinsam wollen die sechs am Digital Cluster Bonn teilnehmenden Bundesbehörden ihre Zusammenarbeit in nahezu allen Aspekten der Digitalisierung ausbauen und haben diesbezüglich ein Memorandum (PDF-Download) unterzeichnet, das grobe Eckpfeiler der neuen Initiative setzt. Im Digital Cluster Bonn verbunden sind

  • der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht,
  • dem Bundesamt für Justiz,
  • dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik,
  • dem Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit
  • dem Bundeskartellamt und
  • der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen.

Die Kooperation soll sich auf verschiedene Aspekte konzentrieren, um eine effizientere und effektivere Nutzung digitaler Technologien auf nationaler und internationaler Ebene zu gewährleisten. Ein zentraler Punkt der Zusammenarbeit ist der Austausch von Informationen über Entwicklungen im Digitalbereich, die für alle Beteiligten von Bedeutung sind. Dieser Informationsaustausch wird sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene stattfinden und soll ein umfassendes Verständnis der globalen digitalen Landschaft zu gewährleisten.

Digital Cluster Bonn

Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Wissenstransfer, der die Behörden bei der Ausübung ihrer jeweiligen Aufgaben unterstützen soll. Durch diesen Austausch von Expertise und Erfahrungen sollen die Behörden voneinander lernen und ihre Kompetenzen im Umgang mit digitalen Technologien verbessern. Dies umfasst auch die gemeinsame Betrachtung von Herausforderungen und Projekten, die sich auf die interne Digitalisierung der Behörden beziehen – also Apps, Web-Anwendungen, Datenbanken etc.

Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, kommentiert:

Regulierung im Digitalbereich ist keine Solo-Performance, sondern ein gemeinsames Ensemble aus Ideen, Know-How und Zielen. Wir wissen, dass der Schlüssel zum Erfolg in einer starken Zusammenarbeit liegt. Ich freue mich darauf, im neuen Cluster die Digitalthemen gemeinsam kraftvoll anzugehen

01. Feb 2024 um 08:40 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • Liebe Bundesbehörden, willkommen im 21. Jahrhundert. (hier ein Smiley der sich an den Kopf fasst)

      • Schau mal auf dir Digitalisierung in anderen Ländern (z.B. Estland). Für unseren Rückstand ist die „Häme“ fast noch zu dezent.

      • … Estland klar… aber auch: u.a. UK, Spanien, Niederlande, Belgien, Asien, Nordamerika etc. wollen wir da gar nicht nennen. Einfach mal Google Street view öffnen… und Deutschland erscheint wie eine Insel! Insel der Glückseligen Antidigitalisten. LOL

      • Wusel und PeterH, ihr hatte vergessen Eure Digitalisierung-Initativen für Deutschland vorzustellen. Könnt‘ ihr ja mal noch nachreichen.

      • Hört sich für mich auch eher so an, als hätten die vor jede Menge Termine zu machen. Unsere Chefs machen das auch immer. Bei uns sind diese Besprechung die mit Abstand unproduktivste Arbeitszeit. Ich und meine Kollegen fragen uns dann was das sollte. In 9 von 10 Fällen hätte man sich den Termin sparen können oder eine E-Mail mit ein paar Sätzen hätte ausgereicht.

      • Google Streetview ist nun wirklich kein Indiz für oder gegen eine gute Digitalisierung. Und Fakt ist, wir sind hier extrem hinterher. Estland ist sicher ein besonderes Beispiel, weil kleiner und zu einer Zeit gestartet, als das Land quasi keine Infrastruktur hatte und dann eben gleich digital aufgebaut hat. Trotzdem könnten wir sehr viel Zeit und Geld sparen, hätten wir ein paar Dinge digitalisiert.
        Ein Beispiel: Der Personalausweis mit Chip. Die perfekte Voraussetzung für digitale Behördengänge und ähnliches. Leider hat die Bundesbehörde, die für die Einbindung der Online-Anmeldung per Personalausweis, diese recht teuer gemacht (warum müssen die überhaupt damit Geld verdienen?). Außerdem ist der Implementierungsaufwand deutlich höher als für unsichere Alternativen wie Video-Ident oder ähnliche Verfahren, die von Banken oder Versicherungen genutzt werden.
        Der Personalausweis ist aber nur Anfang. Es herrscht in Deutschland geradezu eine Technikfeindlichkeit oder Technik-Angst.

    • Zitat der Woche dazu: „Die Faxgeräte haben wir aus einem Grund: Es gibt Menschen, die wollen uns was faxen“

    • … und? Gleich ganz sein lassen, oder was ist dein Vorschlag?

  • Wie genial. Auf meinem iPhone 13 mini lässt sich die Webseite nicht mal responsive darstellen. Texte und Bilder sind abgeschnitten. Eher Digital Klumpen. Wenn der erste Eindruck schon so ist, hoffe ich, dass sie noch viel optimieren werden

    • Hi Giant geht es einigermaßen.
      Aber wie war das noch mit der Cockieabfrage (Zustimmung).
      Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendeine Webseite ohne Cookies auskommt.

      • die Startseite da setzt bei mir keine Cookies. wofür auch? Andersrum wird ein Schuh daraus: Es ist unvorstellbar, wie viele Webseiten da draußen meinen, aus irgendwelchen Gründen kleine Dateien auf allen Computern der Leute speichern zu müssen, die sie anschauen. In der echten Welt wär das so als ob jedes Mal wenn ich in irgendeinen Prospekt gucke der am Bahnhof verteilt wird mir der Herr dann auch noch ein kleines Zettelchen mit einer eindeutigen Nummer gibt, dass ich ab jetzt für alle Zeiten mit mir rumzutragen und auf Verlangen vorzuzeigen habe. Ansonsten dürfte ich das Prospekt leider nicht öffnen. Schwachsinn. würde sich niemand gefallen lassen. Aber kaum sind wir digital unterwegs schalten die Leute ihre Gehirne aus und machen alles was man ihnen sagt.

  • Leider punktet die entwickelte Website des Clusters nicht gerade, wenn ich sie auf dem Smartphone öffne Ich wünsche und hoffe, dass sich der Zusammenschluss auszahlt. Viel Erfolg

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  • Das dritte Foto auf der Webseite (bei mir 13PM alle angeschnitten) zeigt wahre Begeisterung :))

  • Die Bahn sucht Spezialisten für Win 3.11 ( kein Scherz)
    Merkt ihr was?
    Alle die, die in der Führung bei den Behörden sitzen, sind auf dem alten Stand stehen geblieben und es ist nie mit der Zeit modernisiert worden.

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    • Heinz: „Alle, …“ – merkst du was? Nein?
      Ok, ich sags dir:
      – Alle über einen Kamm scheren.
      – Man nennt sowas auch „Vorurteile“ oder „platten Populismus“.

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      • Sonne,
        alle!
        Sonst wären wir nicht so weit hinten in der Digitalisierung, vertrau mir.

    • Wobei ich noch immer glaube, dass Win 3.11 dort einfach lang genug einfach funktioniert hat, nicht am Internet war und auch sonst Keiner sich drum gekümmert hat ob/wie das betrieben wird.
      Da bin ich mal gespannt auf in 20-30 Jahren, wo keiner mehr die heute neuen APIs kennt und in welcher neuen Reihenfolge man eine davon auch weglassen könnte.

  • Es ist einfach nicht zu fassen, dass eine solch superprimitive Webseite nicht korrekt responsive dargestellt wird. gibt es da nur Amateure oder Praktikanten? Die fette Kohle kassieren die alten Projektleiter aber für die gute Programmierung ist dann kein Geld mehr übrig … wie so oft oder eigentlich immer :-(

    Antworten moderated
  • Ich kann garnicht verstehen, warum sich hier alle aufregen.
    Digitalisierung ist in Deutschland schon immer ein Fremdwort gewesen. Oder habt ihr wirklich was anderes erwartet???
    In allen Bereichen der Politik ist das doch so- schon immer.
    Sowas passiert, wenn man Leute ans Ruder lässt, die von nix ne Ahnung haben.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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