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Jetzt geht es um 15, 10 oder 5 Prozent

Die Streithähne sind zurück: Apple und Epic feilschen um Prozente

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Apple und Epic Games haben offenbar noch immer nicht genug voneinander. Im seit 2020 laufenden Streit um den App Store geht es inzwischen weniger darum, ob Entwickler auf externe Zahlungsmöglichkeiten verweisen dürfen, sondern darum, wie viel Apple an solchen Käufen weiterhin verdienen kann.

Epic In App Kauf

Apple hat dem zuständigen Gericht jetzt ein neues Gebührenmodell vorgeschlagen. Werden digitale Inhalte nach einem Link aus einer iPhone-App auf einer externen Webseite gekauft, möchte Apple bei normalen Apps 15 Prozent des Umsatzes erhalten.

Für Teilnehmer bestimmter Partnerprogramme sowie verlängerte Abonnements sind 10 Prozent vorgesehen. Entwickler im Small Business Program sollen noch 5 Prozent abführen. Bis zu einer gerichtlichen Entscheidung darf Apple derzeit keine Provision für derartige Link-Käufe verlangen.

Die „notwendigen Kosten“ liegen nahezu bei null

Hintergrund ist ein Urteil des US-Berufungsgerichts. Dieses bestätigte Ende 2025 zwar weitgehend, dass Apple gegen die ursprüngliche Verfügung zur Öffnung externer Bezahlwege verstoßen hatte. Ein vollständiges Verbot jeglicher Gebühren ging den Richtern allerdings zu weit.

Apple dürfe Kosten verlangen, die tatsächlich und vernünftigerweise für die Abwicklung externer Links notwendig sind. Hinzu könne eine angemessene Vergütung für dabei verwendetes geistiges Eigentum kommen.

Hier wird es für Apple etwas unangenehm: Im neuen Antrag räumt das Unternehmen selbst ein, dass die nach dieser engen Definition berechneten „notwendigen Kosten“ praktisch bei null liegen würden. Die höheren Prozentsätze begründet Apple daher zusätzlich mit Werkzeugen, Technologien und Leistungen, die Entwicklern über die Plattform bereitgestellt werden.

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Epic hält auch 15 Prozent für zu viel

Epic Games sieht darin wenig überraschend den nächsten Versuch, das Urteil möglichst großzügig auszulegen. Die vorgeschlagenen Gebühren lägen weit außerhalb dessen, was das Berufungsgericht erlaubt habe. Epic hat nun rund 60 Tage Zeit, seine Gegenposition mit eigenen Gutachtern einzureichen.

Die Diskussion ist uns nicht neu. Bereits Anfang 2025 berichteten wir darüber, dass selbst App-Store-Chef Phil Schiller Zweifel an Apples Gebühren für externe Käufe geäußert hatte. Damals verlangte Apple sogar bis zu 27 Prozent.

Der jahrelange Streit dürfte damit noch eine Weile weitergehen. Parallel beschäftigt sich inzwischen auch der Supreme Court mit Teilen des Verfahrens. Immerhin sind Apple und Epic inzwischen ein gutes Stück weiter: Gestritten wird nicht mehr über 30 Prozent – sondern nur noch darüber, wie weit Apple darunter gehen muss.

14. Aug. 2026 um 10:57 Uhr von Ben Fehler gefunden?


    5 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Alles über 0% für externe Links ist nicht zu begründen. 10% wären fair, wenn die Abwicklung über Apple liefe.

  • Wegelagerei!

    Erst nicht erlauben, das man Software installieren darf, was seit Jahrzehnten auf Windows, macOS und Linux möglich ist.

    Und danach noch % verlangen mit pseudo Begründungen.

  • Apple ist eine Aktiengesellschaft, die haben per se keine Skrupel sich teils unverschämt zu bereichern. Und interessant zu erfahren, das die eigentlichen Kosten bei nahezu 0% liegen. Geahnt haben es Viele, nun ist es offiziell. Mit corporate values and ethics schmücken Sie sich zwar gern, sind aber eben kein Stück besser…was ja auch ok wäre, wenn sie endlich mal aufhören, so zu tun. Man könnte es nämlich auch als Betrug am Kunden bezeichnen. Euch allen ein schönes Wochenende.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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