ifun.de — Apple News seit 2001. 46 873 Artikel

Deutschland bleibt außen vor

ChatGPT kann sich künftig merken, was ihr am Mac macht

Artikel auf Mastodon teilen.
3 Kommentare 3

OpenAI erweitert seine Mac-App um eine Funktion, die ChatGPT und Codex deutlich mehr Kontext über die Arbeit am Rechner geben kann. „Computer History“ erstellt aus Aktivitäten in ausgewählten Apps und auf Webseiten eine Zeitleiste und Erinnerungen, auf die der KI-Assistent später zurückgreifen kann.

Chatgpt Mac Tracking

So lässt sich ChatGPT beispielsweise fragen, an welchem Dokument man vor der Mittagspause gearbeitet hat, welche Webseite kürzlich geöffnet war oder was im Laufe eines Arbeitstags erledigt wurde. Wiederkehrende Arbeitsabläufe kann die Software zudem erkennen und daraus Skills oder Automatisierungen vorschlagen.

Keine Screenshots mehr

Computer History ersetzt das zuvor experimentell angebotene „Chronicle“. Während Chronicle regelmäßig Screenshots auswertete, zeichnet das neue System Interaktionsereignisse von macOS auf. Dazu zählen etwa Klicks, Tastatureingaben, Tastenkürzel und der Wechsel zwischen Anwendungen. Screenshots, Bildschirmaufnahmen, Mikrofon- und Systemaudio werden ausdrücklich nicht aufgezeichnet. Auch private Browserfenster bleiben außen vor.

Die Funktion ist standardmäßig deaktiviert. Nutzer wählen selbst aus, welche Apps und Webseiten einbezogen werden dürfen, können die Aufzeichnung jederzeit pausieren und einzelne Einträge oder die komplette Historie wieder löschen.

Daten landen teilweise bei OpenAI

Ganz lokal arbeitet Computer History allerdings nicht. Die erfassten Ereignisse werden zunächst bis zu 48 Stunden auf dem Mac gespeichert und zur Erstellung der Erinnerungen temporär an OpenAI übertragen. Nach Angaben des Unternehmens werden diese Rohdaten nach der Verarbeitung nicht gespeichert und auch nicht zum Training verwendet. Die daraus erstellten Erinnerungen liegen anschließend als Textdateien lokal auf dem Mac.

OpenAI weist dabei selbst auf mögliche Risiken hin. Die lokalen Erinnerungsdateien werden von Computer History nicht zusätzlich verschlüsselt. Zudem können Inhalte von Webseiten sogenannte Prompt-Injection-Angriffe enthalten. Bei Kommunikations-Apps empfiehlt OpenAI, die Aufzeichnung nur mit Zustimmung der beteiligten Personen zu verwenden.

Deutschland zunächst ausgeschlossen

Computer History startet für Nutzer von ChatGPT Pro, Business und Enterprise. Bei Firmenkonten muss die Funktion zunächst von einem Administrator freigegeben und anschließend von jedem Nutzer individuell aktiviert werden.

Ausprobieren können wir das neue Mac-Gedächtnis hierzulande vorerst jedoch nicht. OpenAI schließt Europa samt Großbritannien und Schweiz zum Start aus. Einen Termin für die Freigabe in Deutschland nennt das Unternehmen bislang nicht.

14. Aug. 2026 um 09:00 Uhr von Ben Fehler gefunden?


    Du bist beim aktuellsten Artikel angekommen.
    Glückwunsch, und 46.873 weitere hätten wir noch.
    3 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Mein Umfeld ist größtenteils sehr technik-affin. Aber keiner in meiner Bubble will so ein Klapphandy kaufen. Bin gespannt, ob die in USA wirklich so viele absetzen, dass für Europa keine mehr übrig sind.

  • Also… ein Keylogger den man sich freiwillig installiert und bestenfalls sogar dafür bezahlt?

    Ich frag‘ ja nur.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

    ifun.de ist das dienstälteste europäische Onlineportal rund um Apples Lifestyle-Produkte.
    Wir informieren täglich über Aktuelles und Interessantes aus der Welt rund um iPad, iPod, Mac und sonstige Dinge, die uns gefallen.
    Insgesamt haben wir 46873 Artikel in den vergangenen 9061 Tagen veröffentlicht. Und es werden täglich mehr.
    ifun.de — Love it or leave it   ·   Copyright © 2026 aketo GmbH   ·   Impressum   ·      ·   Datenschutz   ·   Safari-Push aketo GmbH Powered by SysEleven