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Verlauf (auch mobil) überprüfen

Das Alexa-Archiv: Alte Sprachaufnahmen anhören und löschen

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Amazon hat dazugelernt. Während man sich kurz nach dem Deutschland-Start der Echo-Lautsprecher noch beinahe blind durch das eigene Benutzerkonto klicken musste, ehe man im besten Fall zufällig bei den bereits archivierten Alexa-Sprachbefehlen landete, reicht inzwischen ein Link aus, der sich auch vom Mobilgerät aus aufrufen lässt:

Abgelegt im Konto-Bereich „Meine Inhalte und Geräte“ gewährt Amazon allen Alexa-Nutzern im Reiter „Alexa-Datenschutz“ hier den Zugriff auf den Sprachaufnahmen-Verlauf.

Dieser zeigt alle Echo-Mitschnitte die nach Erkennung des Aktivierungswortes aufgezeichnet wurden. Teils mit, teils ohne Kommando-Transkription, immer aber mit der Audio-Datei der Mikrofonaufnahme.

Timer Sieben Minuten

Diese könnt ihr euch hier nicht nur anhören, sondern auch einzeln oder in einem Rutsch löschen. Um das gesamte Archiv von Amazons Servern zu entfernen wählt im Dropdown-Menü „Datumsbereich“ die Option „Gesamter Verlauf“ und betätigt anschließend den Link: „Alle Aufzeichnungen für den gesamten Verlauf löschen“.

Amazon merkt zwar an, dass so Trainigsdaten verloren gehen können und Alexa eure Stimm-Eigenarten im Zweifelsfall neu lernen muss, im Alltag bekommt man davon jedoch nicht viel mit.

Sprachaufnahmen-Verlauf überprüfen – Der Sprachaufnahmen-Verlauf zeigt Ihre Sprachinteraktionen mit Alexa an. Sie können nach Datum filtern und einen Eintrag auswählen, um Details anzuzeigen, Aufzeichnungen zu hören und zu löschen.

Echo Dot Alexa Loeschen

Freitag, 08. Feb 2019, 16:52 Uhr — Nicolas
20 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
Rede mit!
  • Ich will schalte ich das ganz aus? Ich will gar nicht erst, dass etwas gespeichert wird.
    Wie schaut das bei Siri, Google und Cortana aus? Wird da auch aufgezeichnet? Wenn ja, wie lösche ich dort?
    Bitte nur Antworten von Leuten die es wirklich wissen.

    • Mensch! Zufällig arbeite ich bei Apple, Amazon und Microsoft und kann dir sagen, dass keiner deiner Daten haben möchte. Sind vollkommen nutzlos, deswegen speichern wir die auch nicht. Jeder der was anderes sagt LÜGT!

    • Ohne Speicherung bzw Aufzeichnung gibt es das nicht. Bei Siri wird aber zumindest verschlüsselt und anonymisiert. (Stichwort: differential privacy | das zeigt wie Apple die Daten zwar anonymisierten kann, die Dienste aber denn für den einzelnen verbessern kann) Apple hat bislang noch kein Geschäftsfeld für das es diese Daten zu Geld macht. Bei allen anderen ist dies anders. Die benötigen dies um ein Profil von dir zu erstellen, welches dann verkauft werden oder womit dann passende Produkte auf den eigenen Kanälen gezeigt werden.
      Dies dürfte es so ganz grob sein.

      • Das bringt aber nix, auch bei anonymisierten Daten bleibt ja der Inhalt erhalten (Routing, Standortsuche, Suchanfragen, Webseitenbesuche etc. pp) und man kann mit sehr wenigen Datenpunkten Rückschlüsse auf den Nutzer machen. Noch besser natürlich wenn das anonymisierte Sprachsample gleich wichtigen Inhalt wie Namen und Adresse enthält, dann ist das anonyme speichern gleich ganz absurd.

      • Genau das sorgt dafür das Siri auf der Stelle stehen bleibt, während andere Assistenten sich weiter entwickeln. Ich bin gespannt wie lange Apple das noch so weiter machen kann ohne den kompletten Anschluss zu verlieren.

    • Alexa, lösche meine Daten bei Apple, Google und Microsoft.

      Ok.

  • Amazon pflegt sehr enge Beziehungen mit den Geheimdienst-Apparaten der USA. Jedem sollte klar sein, dass jede Sprach-Nachricht dauerhaft auf den Servern liegen bleibt. Die schafe lassen sich natürlich beruhigen, wenn sie es aus dem konto löschen dürfen, auf welches sie selbst zugriff haben (dürfen). Dauerhafte Löschung? Geleakte dokumente sagen aber was anderes aus. Da wird apple, google, facebook oder microsoft keine Ausnahme darstellen.

    • Bei Polizeibehörden in den USA ist Amazons Gesichtserkennung schon lange beliebt.
      Dort kann die Polizei auf einen unerschöpflichen Nutzerdatenschatz zurückgreifen.

      Jetzt fehlt nur noch die Verknüpfung mit personalisieren Sprachdaten aus den Alexas und den Shopping-Gewohnheiten aus dem Versandhandel, um Bösewichte, lange bevor sie eine Straftat begehen, dingfest zu nehmen. ;)

      https://aws.amazon.com/de/rekognition/

  • Datenauskunft Amazon und man bekommt alle (bei mir über 10.000) Dateien nach 2 Wochen als Download Link. Sind gut und gerne mehrere GB.

    • Ich meine erst kürzlich gelesen zu haben dass Amazon sehr zögerlich die Daten komplett rausrückt und man wohl mehrfach nachhaken muss. Sicher dass die Dir die Daten komplett geschickt haben? Oder warst einfach von der Menge erstmal „geblendet“ und zufriedengestellt? Ich finds sowieso krass was die offenbar alles aufzeichnen und speichern – sie könnten es ja irgendwann brauchen. Dass sowas erlaubt ist, verstehe ich nicht.

      • Daraus wir FreeMe erstellt, der nächste Meilenstein im Internet. Selbstoptimierung. Und man verkauft „seine“ Daten dann selbst und wird dadurch zu einem besseren Menschen ;)

      • Datenkraken :-)

  • Danke für den Link. Da ich schon lange kein Alexa mehr nutze! Könnte ich jetzt alles löschen und abmelden.

  • Das beste daran ist, dass die KIs einen mittlerweile besser kennen als man sich selbst.

  • Einfach den ganzen Quatsch nicht mehr benutzen. Ihr glaubt doch selbst nicht, dass Amazon die Daten wirklich und richtig löscht. Die werden einfach nur auf Unsichtbar/Inaktiv gesetzt…

  • Ich habe leider noch kein Alexa-Gerät aktiviert :-(

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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