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Nachfüllpatronen vorübergehend ohne Chips

Chip-Knappheit: Canon muss Einsatz DRM-freier Druckpatronen erklären

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Dass viele Drucker-Anbieter schon länger auf das selbe Geschäftsmodell setzen, dass auch die meisten Hersteller von Rasierern bevorzugen, dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben: Die eigentliche Hardware, also der Rasierer oder eben der Drucker, wird zum Spottpreis, oft sogar unter dem Selbstkostenpreis angeboten. Für einen ordentlichen Profit sorgen dann die teuren Verbrauchsmaterialien die häufig nur beim selben Anbieter gekauft werden können.

Während bei Rasierern patentierte Passformen dafür sorgen sollen, dass Drittanbieter den Markt nicht mit günstigen Klingen überschwemmen, haben viele Drucker-Produzenten in den vergangenen Jahren auf technische Hürden gesetzt. Besonders beliebt: Kleine Computer-Chips in Tinten- und Toner-Kartuschen, die die Nutzung der Verbrauchsmaterialien nur dann zulassen, wenn diese sich gegenüber dem Drucker als Original vom Hersteller ausweisen können.

Nachfüllpatronen vorübergehend ohne Chips

Dass dieses ohnehin schon verbraucherfeindliche Verhalten in Zeiten brüchiger Lieferketten und einer globalen Chipknappheit für Probleme sorgen kann, hat der Drucker-Anbieter Canon zu spüren bekommen. Dieser muss Kunden jetzt erklären, wie diese neue Kartuschen ohne Digitales Rechtemanagement (DRM) in ihren Druckern einsetzen und nutzen.

Grund dafür ist, dass Canon wegen der globalen Chipknappheit nun selbst Verbrauchsmaterialien produzieren muss, in denen die DRM-Chips weggelassen wurden. Jetzt hat der Anbieter mehrere Hilfeseiten geschaltet, auf denen Bestandskunden erklärt wird, wie diese ihre Drucker trotz der angezeigten Warnmeldungen nutzen können, die bei Nachfüllmaterialien ohne Chips nun natürlich monieren, dass keine Original-Artikel des Drucker-Herstellers genutzt wurden.

Canon Toner

Bleibt zu hoffen, dass die aktuelle Chip-Knappheit betroffene Hersteller hier zu einem langfristigen Umdenken animiert. Hätten wir die Wahl, würden wir gerne wieder realistische Preise für Drucker zahlen und freie Hand haben, wenn es um den anschließenden Kauf von Tinte und Toner geht.

10. Jan 2022 um 14:08 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • Bin ich froh, einen Drucker mit Tintentanks zu haben – Flasche auf, reinkippen und 1 Jahr Ruhe.

    • Welchen nutzt du und wie sind deine persönlichen Erfahrungen? Danke.

      • Sebastian Reiprich

        Ich antworte mal aus meiner Erfahrung. Hab meiner Mutter einen Canon Megatank G6050 gekauft, weil sie für die Arbeit viel druckt und kopiert. Der Preis für die Tinte ist wirklich unschlagbar. Es dauert ewig bis ein Tank leer ist und die Nachfüllflasche ist günstig. Nachteile sind die geringe Geschwindigkeit beim Drucken und Kopieren (wenns mal viel auf einen Schlag ist) und vor allem das Display des Geräts. Grottenschlecht, 80er-Jahre-Taschenrechner-Stil. Man kann zwar an sich alles bedienen, aber das Display ist nur bei guten Lichtverhältnissen lesbar. Meine Mutter hat mal mit ner Taschenlampe davorgesessen und geheult…

      • Nachfolgestaat GX6050 hat ein besseres Display.

        Geschwindigkeit ist meine ich auch besser und man kann den Resttintentank tauschen!

        Achtung, kann aber nicht randlos drucken!

      • *Nachfolgegerät…

      • Wofür braucht ein Drucker ein Display? Verstehe ich nicht, das ist doch auch nur Marketingquatsch.
        Zwei LEDs, zwei Tasten, da it geht alles. Den rest kann man vom Rechner aus einstellen.

      • Wie schnell trocknen die aus?
        Muss man täglich drucken, damit das nicht passiert?

      • Der Epson ET-2751 ist auch top

      • Und im Tank bleibt die Tinte nicht an den Rändern hängen, oder wie sieht es da aus?

      • Ich habe vor vier Jahren den Epson Ecotank 3750 gekauft für gelegentliches Drucken (20-50 Seiten pro Monat). Für mich eine super Investition, da die Druckqualität gut ist, Geschwindigkeit ist ausreichend, Nachfüllflaschen kosten keine 10€ je Farbe und sind in den Jahren erst zweimal zum Einsatz gekommen. Das Display ist bei dem zwar auch nicht so dolle (Größe & Bedienung) aber wir kommen damit zurecht

  • Dr.Koothrappali
  • Hätte nie gedacht dass ich den Chipmangel mal feiere! Aber die werden sich da recht schnell was anderes einfallen lassen befürchte ich…

    • Ja, ich bin auch erstaunt. Selbst bei uns im Büro wird (fast) nichts mehr gedruckt, außer ein paar Rechnungen von meist älteren Kunden, die keine per Mail haben wollen. Vor 15 Jahren haben wir noch alle 2 Monate die Toner ausgetauscht – heute halten die min. 2 Jahre.

    • Klar, in manchen Jobs unerlässlich

      Arbeiten nicht alle in einem Büro

      ;-)))

    • Ja, das bleibt nicht aus wenn man in Deutschland lebt. Viele Kündigungen (z.B. Mietverträge) muss ich immer noch per Einschreiben verschicken, da ich sonst im Zweifelsfall nicht nachweisen kann, dass die Kündigung rechtzeitig zugestellt wurde. Dasselbe gilt für das Setzen irgendwelcher Fristen, z.B. zur Mangelbeseitigung. Dass online abgeschlossene Verträge mittlerweile auch online wieder gekündigt werden können müssen, ist zwar nett gemeint, hilft mir in vielen anderen Bereichen aber nicht weiter. Leider ist auch die Zeit vorbei, in der ein Handschlag noch ausgereicht hat. Heute kennt man im besten Fall die Telefonnummer von seinem Rechtsanwalt auswendig wenn man z.B. irgendwo Möbel kauft.

    • Alarmdrucker z.B. für Brandmeldeanlagen und Einbruchmeldeanlagen drucken eine Grafik des Standortes aus, mit den Kürzesten Laufwegen für Sicherheitsdienst, Polizei oder Feuerwehr.

  • Drucker zu realistischen Preisen und günstiger Tinte gibt es doch. Epson ecotank. Man muss sie nur kaufen, und nicht den günstigsten Drucker nehmen.

    • Wenn du mal nachrechnest beim vermeintlichen „eco tank“ wirst du feststellen dass du hier nur minimal günstiger bist. Abgesehen davon sind die Ausdrucke beim Epson richtig schlecht. Habe meinen deshalb wieder zurückgeschickt. Mogelpackung wie bei allen Druckerherstellern mittlerweile.

      • Wir haben EcoTank und sind mega zufrieden. Sogar Fotos werden richtig gut (Fotopapier vorausgesetzt). Wir drucken jetzt was wir wollen (früher mit dem Canon haben wir die Kinder gebremst, weil der sofort leer war und die Tinte mehr als Gold gekostet hat) und die Tanks sind nach 2 Jahren noch immer halb voll und ich habe dafür noch aus der Startpackung halb volle Nachfüllflaschen. EcoTank war und ist für unsere Familie DIE Lösung. Und selbst die Nachfüllflaschen kosten fast nichts.

      • Ehrlich gesagt habe ich gar nicht nachgerechnet. Es geht mir auch nicht darum am günstigsten zu sein. Ich habe nur keine Lust mir jeden Monat Patronen zu Mondpreisen zu kaufen. In Zeiten von Homeoffice und Homeschooling druckt man nun mal mehr. Was die Qualität angeht ist die für mich vollkommen ausreichend, ich drucke aber auch keine Fotos, nur Dokumente.

  • Ich dachte, wir wären schon an dem
    Punkt, dass Hersteller von Druckern auch andere Patronen zulassen müssen, ohne nervige Meldungen.
    Ich habe jedenfalls nie irgendeine Meldung, dass ich die falsche Patrone nutze oder ähnliches.

  • Diese RFID Chips sind doch nur nötig, um die Drucker günstig verkaufen zu können. Wäre man bereit für einen Epson 400€ zu zahlen, dann könnte man auch alles rein kippen. Muss man aber nicht, da die Tinte da eh schon günstig ist. Wie überall, man bekommt was man möchte. Viele Drucke – Drucker mit Tank oder Laser. Nur wenige Drucke – günstiges Gerät mit Bindung an Hersteller. Immer günstig und billig geht halt nur eine Zeit lang gut. Sitze im Einkauf und bekomme täglich neue ABs mit Preisanpassungen. Günstiger wird’s nur sehr selten

  • Bleibt ja die Frage, ob alleine wegen so einem Mist unter andern die Knappheit geschürt wird.

  • Peinlich,peinlich lieber Drukcerhersteller ! Damit habt Ihr ja nun endgültig zugegeben, dass das alles nur Beschiss ist mit den Druckerpartonen. Geschieht Euch recht !

  • Was bin ich über meinem Farblaser froh und keinen Tintenstrahldrucker mehr zu haben…

    Ich muss zwar manchmal mehrere Kopien machen, aber dann ist wieder ein paar monate Ruhe. Brauche ich ihn, funktioniert er, ohne eingetrocknete Tintenpatronen und wenn der Drucker mault die Toner sind leer, einfach auf weiter drücken und weiter Drucken, bis die Toner wirklich leer sind. Gekauft werden dann neue von Drittanbietern, für nichtmal den halben Preis und dennoch gleiche Qualität. In 5 Jahren einmal die Toner tauschen müssen.

    Wenn ich dran denke was ich zahlen durfte, jedesmal die scheiss Patronen zu wechseln, hat man den Drucker gebraucht, waren die Dinger eingetrocknet und man konnte machen was man wollte, sie haben einfach nicht mehr funktioniert.
    Im schnitt ist ein Laserdrucker pro Kopie zwar teurer, aber in meinem Fall DEUTLICH billiger als die Tintenstrahldrucker, ausser man würde sie eben dauerbenutzen.

  • Bei meinen TS 8251 war die neue Magenda Patrone auch nach dem einsetzen plötzlich ‚leer‘. Neu einsetzen half da nix. Diese Drucker halten sowie im Schnitt nur 2 Jahre, dann geht plötzlich eine Funktion nicht mehr.

  • Das ist ja endlich mal ne schöne News in diesen merkwürdigen Zeiten. Da kann man sich ein Grinsen einfach nicht verkneifen. Ich nutze seit Jahren nur noch wieder aufgefüllte Drittanbieter Patronen von Amazon. Kosten knapp 10-15€ für ein 5er Pack (3Farben + 2 mal Schwarz). Mein HP Drucker spuckt dann zwar eine Meldung aus, die einmal quittiert werden muss, drückt ansonsten aber wie mit original Patronen. Das beste ist allerdings das diese Patronen durchsichtig sind und immer randvoll ankommen….im Gegensatz zu diesen teilweise nichtmal halbvollen Originalpatronen.

  • Ein Hoch auf die Chipkrise … Ist schon pervers mit den Tintenpreisen. Das letzte Mal, dass ich einen Originaltintensatz für meinen Officejet 8600 gekauft habe, war 2018. Damals kostete das Patronen-Set obszöne 82 Euro, heute indiskutable 169 Euro (!). Dann doch lieber Fremdtinten gleicher Qualität für um die 40 Euro …

    Ein echtes (Sicherheit-) Problem ist, dass man bei jedem Firmwareupdate fürchten muss, dass es primär der Absicherung der Abzocke durch die Hersteller dient. Echte Sicherheitsupdates sind davon leider nicht zu unterscheiden, so dass DRM zum Sicherheitsrisiko wird, weil man auf Updates verzichtet, um nicht geneppt zu werden.

  • Statt eine CO2 Steuer, wäre ein Verbot für so ein Quatsch wirklich mal was Sinnvolles.
    Das ist einfach nur Quatsch und Verschwendung.

  • Bevor ich einen Drucker erwerbe, sehe ich bei Amazon nach, ob es dafür von 3.-Anbietern auch die Verbrauchsmaterialen gibt, sonst wird es ein anderer. Da ich von Tintenstrahler weg bin, gibt es eigentlich so gut wie keine Argumente, die mich dazu bewegen würden überteuerete Originalsachen zu kaufen.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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