Freie E-Book-Verwaltung
Calibre 9 erweitert Bibliotheksansicht und Bedienung
Der E-Book-Manager Calibre hat mit Version 9 ein weiteres größeres Update erhalten. Erst im vergangenen Jahr wurde mit Version 8 die technische Basis in mehreren Bereichen überarbeitet.
Dazu zählten ein schnellerer E-Book-Viewer, lokale Vorlesefunktionen und Verbesserungen bei der PDF-Konvertierung. Die neue Version knüpft daran an und legt den Schwerpunkt stärker auf Darstellung, Navigation und Detailarbeit im Alltag.
Neue Bücherregale und direkter Editorzugriff
Auffälligste Neuerung ist eine zusätzliche Bibliotheksansicht, in der Bücher nicht mehr als Liste, sondern als Regale mit sichtbaren Buchrücken dargestellt werden. Die Ansicht lässt sich über einen Layout-Schalter im Hauptfenster aktivieren und richtet sich an Nutzer, die große Sammlungen eher visuell durchsuchen möchten.
Der integrierte E-Book-Viewer wurde ebenfalls erweitert. Für bearbeitbare Formate wie EPUB oder AZW3 ist nun ein direkter Bearbeiten-Knopf verfügbar. Dieser öffnet den Editor an der Stelle des Buches, die gerade gelesen wird. Damit entfällt der bisher notwendige Umweg über die Bibliotheksverwaltung, was insbesondere bei kleineren Korrekturen Zeit spart. Zusätzlich erlaubt der Viewer nun die direkte Eingabe einer Seitenzahl, um gezielt zu einer Position zu springen.
Formate, Geräte und Stabilität
Auch unter der Oberfläche wurde weiter nachgebessert. Calibre kann nun Titelbilder aus sogenannten Open-Manga-Format-EPUBs korrekt auslesen, die von einigen japanischen Verlagen verwendet werden und nicht vollständig dem Standard entsprechen. Für die TXT-Ausgabe gibt es eine neue Option, mit der Bilder durch ihre Alternativtexte ersetzt werden können.
Wozu Calibre? Das offizielle Entwickler-Video vermittelt einen guten Eindruck
Für Linux-Nutzer wurde die Listenansicht an hochauflösende Touchpads angepasst, sodass das Scrollen flüssiger erfolgt. Besitzer von Tolino-E-Readern profitieren von einer angepassten Geräteunterstützung und Korrekturen bei der Darstellung spezieller Textlayouts. Zudem reagiert Calibre robuster auf ältere Systeme, da die GPU-Beschleunigung des Webmoduls standardmäßig deaktiviert wurde. Die Beendigung der Anwendung wurde ebenfalls beschleunigt.
Calibre lässt sich auch in Version 9 bzw. dem direkt nachgeschobenen Bugfix-Update auf Version 9.1 weiterhin komplett kostenfrei nutzen.


Bin gespannt, ob die fehlerhafte Erstellung von azw3 gefixed wurde. Die macht seit 6 Wochen (mit dem .6 Update der Kindle Firmware) auf dem kindle Probleme, dass das ebook nicht geöffnet werden kann und alle weiteren ebenfalls nicht mehr. Hilft nur ein Neustart des Kindles. Hilft nur neu konvertieren und hoffen, dass der Fehler (meist Verlinkung in Kapiteln oder Index) nicht eingebaut wird. Alternativ hilft zwar auch eine Konvertierung in das KFX Format, aber das dauert eine gefühlte Ewigkeit – dafür fehlerfrei.