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Internet zu langsam?

Bundesnetzagentur veröffentlicht Desktop-App zur Breitbandmessung

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Die Bundesnetzagentur bietet jetzt eine Desktop-App zur Breitbandmessung zum Download an. Die für Mac, Windows und Linux erhältliche Anwendung soll Verbraucher bei der Überprüfung der Downloadraten im Festnetz unterstützen.

Breitbandmessung App

Hintergrund ist die Tatsache, dass eine dauerhafte starke Abweichung von der vertraglich zugesicherten Leistung nicht rechtens ist. Nach den europarechtlichen Regelungen gilt der Bundesnetzagentur zufolge bei Breitbandanschlüssen im Festnetz jede erhebliche, kontinuierliche oder regelmäßig wiederkehrende Abweichung bei der Geschwindigkeit zwischen der tatsächlichen und der angegebenen Leistung als nicht vertragskonform. Mithilfe der neuen App können Nutzer einen verbindlicheren Nachweis diesbezüglich erbringen, da die App durch Kontrollmechanismen und Hilfestellungen Messfehler nach Möglichkeit ausschließt. So ist es beispielsweise nicht möglich, die Messung über eine WLAN-Verbindung durchzuführen.

Die Desktop-App ist ein ausgewogener Kompromiss zwischen den Interessen der Verbraucher und der TK-Branche. Mit der App ist es möglich, innerhalb kurzer Zeit die erforderlichen Messungen durchzuführen und mit belastbaren Ergebnissen auf ihren Anbieter zuzugehen.

Die Breitbandmessungs-App kann hier geladen werden, ergänzend steht eine ausführliche Bedienungsanleitung als PDF zum Abruf bereit.

Mittwoch, 02. Mai 2018, 17:54 Uhr — Chris
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  • Stellt sich die Frage ob die Provider die Messung mit der App anerkennen.
    Unitymedia hat in der Vergangenheit immer auf das eigene Tool verwiesen……
    Die Bundesnetzagentur hätte mit den Verbraucherzentralen zusammen die Provider vorher in die Pflicht nehmen müssen.

    Aber das ist eben unsere Regierung, netter Vorschlag…. schlecht umgesetzt

  • Das lobe ich mir: keine Messungen über WLAN. Da stolpern die meisten schon und werden bemerken, misst… ist meine Wohnung schlecht ausgeleuchtet?

  • Ich nutze den ‚Speedtest‘. Damit bekomme ich akkuratere Ergebnisse. Laut dem Test des Breidbandtests habe ich gerade mal 50mbits bei einer Glasfaser 500.
    Mit dem Speedtest bin ich grundsätzlich immer im Bereich der 300-490 mbts.

  • Hätten lieber die mobile Apps Veröffentlichen sollen wo man melden kann wo schlechtes Netz ist

  • Finde die Breitbandmessung leider nicht so gut.

    Problem: Die Statistiken werden zentral gesammelt und die Ergebnisse werden als scheinbar repräsentativ dargestellt, was aber unter Umständen nicht zutrifft.

    Der Grund:
    1.) Mein Internetanschluss hat absolut keine Probleme. Wieso sollte ich also (regelmäßig) die Bandbreite messen, wenn ich schon im Router sehe, dass mit der Synchronisation, DSLAM-Datenrate, Fehleranzahl usw. alles in Ordnung ist und Downloads ohne Probleme heruntergeladen werden?
    Fangen jedoch z.B. Downloads von verschiedenen Servern an zu stocken, dann gucke ich meistens mit verschiedenen Speedtests nach, ob es an den jeweiligen Servern oder an meinem Anschluss liegt.

    Und da bin ich sicher nicht der einzige. Ergo: Man kann davon ausgehen, dass „zufriedene Nutzer“ oder Nutzer ohne Probleme seltener Speedtests machen, als welche, die erhebliche Probleme haben.

    2.) Es ist unklar, wie zuverlässig die Ergebnisse sind. Klar – der Nutzer wird gefragt, ob er alle Programme geschlossen hat, ob er über WLAN mit dem Router verbunden ist usw. – doch was ist mit den anderen Faktoren?

    Bei LAN können kleinste Schäden am Kabel erhebliche Geschwindigkeitsbußen hervorrufen. Bei WLAN gibt es nahezu dutzende von Faktoren, welche die Geschwindigkeit beeinträchtigen können.

    Hierzu ein Beispiel:
    Ein Nutzer hat VDSL 100 der Telekom gebucht. Als Router benutzt er einen sehr, sehr alten, jedoch VDSL Vectoring-tauglichen Router. Problem hierbei, als Beispiel: Die LAN-Ports sind durch eine Einstellung auf 100 MBit/s (brutto!!) gedrosselt. Der Nutzer ist über eine LAN-Dose verbunden, die auch nicht mehr die neueste ist (schmutzige Kontakte, Kabel wackelt o.ä.).

    Der Nutzer merkt, dass er statt 100 MBit/s nur 10 MBit/s hat. Er macht eine Breitbandmessung -> in der Datenbank steht nun „Telekom VDSL 100 – reale Bandbreite lt. Nutzer 123: 10 MBit/s“.

    Daher finde ich jegliche Berichte über die tatsächlich gelieferte Bandbreite oftmals sehr ungenau formuliert. Es wird oftmals so dargestellt, als sei der Netzbetreiber in 100% der Fälle das Übel.

    Ich habe in meinem Bekanntenkreis die Erfahrung gemacht, dass in ca. 3/4 der Fälle die vertraglich vereinbarte Geschwindigkeit eingehalten wird. In den restlichen Fällen genügen oftmals ein paar Anrufe (leider ist hierzu meist Geduld erforderlich) und ein Techniker kommt vorbei oder es besteht unter Umständen ein Sonderkündigungsrecht.

    Versteht mich nicht falsch, Deutschland ist relativ weit hinten, was Internetanschlüsse angeht. An Glasfaser kommt man m.M.n. irgendwann nicht mehr vorbei. Ich will damit nur sagen, dass die Breitbandmessung unter Umständen unzuverlässig sein kann, aufgrund statistischer Ungenauigkeiten.

    • „in ca. 3/4 der Fälle die vertraglich vereinbarte Geschwindigkeit eingehalten wird.“

      Hierzu ist noch zu sagen, dass die vertraglich vereinbarte Geschwindigkeit unter Umständen nicht zufriedenstellend sein kann. Soweit ich weiß, ist z.B. bei DSL 50 noch 20-25 MBit/s in Ordnung.

      Aber: Dagegen kann man rechtlich nicht angehen, solange der Vertrag eingehalten wird. Die Netzbetreiber machen das oftmals nicht, um die Nutzer zu verar….., sondern weil z.B. die Länge der Leitung zu hoch ist und sich ein weiterer Ausbau derzeit wirtschaftlich nicht lohnt. Derzeit werden eher Regionen angebunden, die entweder noch gar kein DSL oder ein sehr langsames haben. Die meisten Großstädte wurden schon auf VDSL-Vectoring umgestellt. Leider ist es so, dass es nun nicht profitabel wäre, in einer Gegend, in der Leute „nur“ 20 statt 50 MBit/s erhalten, neue DSL-Technik hinzustellen. Das würde auch Tiefbauarbeiten bedeuten, was wiederum dank der Bürokratie viele Anträge und damit Zeit mit sich zieht.

      Muss hierbei noch erwähnen, dass ich nicht für einen Netzbetreiber arbeite. Ich beschäftige mich privat nur mit diesem Thema und finde dieses ewige Bashing à „sche.. Telekom / 1&1 / usw.“ einfach nur lächerlich, wenn man die Hintergründe nicht kennt.

      In manchen Fällen ist das Bashing echt angebracht, z.B. bei Leuten, die im Jahre 2018 immer noch mit 1-5 MBit/s surfen müssen. Aber wenn der 14-jährige Kevin seinen tollen Ego-Shooter nicht spielen kann, weil die 5-köpfige Familie VDSL 25 gebucht hat und „nur“ 15 MBit/s bekommt und jeder aus der Familie gerade im Internet surft, dann bringt es nichts, irgendwelche unzuverlässigen Bandbreitmessungen zu tätigen und im Internet erstmal enttäuscht „mimimi Anbieter XYZ = Abzocke!!1!1“ zu schreiben. Das Beispiel ist natürlich übertrieben, aber nicht zwangsläufig unrealistisch.

      • Download
        SOLL bei 50er Leitung ist 27,9er Durchfluss

        Upload
        SOLL bei 9er Leitung im Upload ist 2,7

    • Wahrscheinlich wird sich das alles sowieso keiner durchlesen, weil es so lang ist – hier aber noch ein thematisch passender Kommentar von Bernd (hier auf iFun, gestern verfasst im Windows 10 April-Update Artikel):

      „Genau so ist es: positives Feedback ist leider in jedem Bereich viel zu selten und eben tausende Beschwerden über etwas spiegeln meist nicht das Reale ab, erreichen aber mehr.“

      • Ich habe alles – trotz der Länge – gelesen und finde die Darstellung interessant, auch wenn ich leider nicht imstande bin, sie auf ihrenRichtigkeit hin zu überprüfen. Dennoch vielen Dank für den Beitrag!

      • Danke, Gast. Gut geschrieben!

    • Der Speedtest funktioniert nur im LAN bei deaktivierter WLAN Karte.

  • was ich nicht verstehe.. ich sehe doch die aktuelle Verbindungsgeschwindigkeit in meinem Router,
    wozu soll man dann noch ne Messung durchführen? Die Raten können ja nicht höher sein, als die im Router angegebene Geschwindigkeit..

    • Der DSLer synchronisiert mit einer gewissen Geschwindigkeit, was nicht zwangsläufig deine gebuchte Geschwindigkeit ist-Vergleichbar mit einem Fahrzeug:Nur weil es 180 fahren könnte wären aufgrund eines Getriebeschadens nur reell 30 möglich. Dafür also die Tests…

      • Äh doch! Die Synchronisierte Bandbreite mit dem DSLAM/MSAN ist die maximale (Brutto-) Bandbreite die in dem gebuchten Tarif möglich ist (außer du hast starke Störsignale auf der Leitung). Dafür werden Profile für den Anschluss hinterlegt die mit den gebuchten Tarifen übereinstimmen. Die tatsächliche Bandbreite ergibt sich dann durch den Verbindungsweg vom DLSAM/MSAN (über den Backbone und Netzknoten) bis zum angefragten Server.

    • Zudem ist die Sync-Geschwindigkeit nicht sonderlich aussagefähig über die Netto-Rate, die man wirklich nutzen kann. Gerade die Kabelnutzer können ein Lied davon singen, Stichwort „shared media“.

  • Na ja … im Gegensatz zum Test auf der Webseite bricht die App immer wieder „Da ist etwas schief gelaufen …“

  • Finde ich gut, dass Bewegung rein kommt, obwohl es sicherlich noch lange dauern wird, bis es sich bessert.

    Erst wenn die BNA harte Knebel mit horrenden Strafen ansetzt wird sich was ändern…die Verlierer bei diesem „Spiel“ sind jedoch Kunden, die vorher vielleicht noch die 50.000er Leitung bekamen und wegen harter Regulierung zwangsweise auf eine niedrigere Geschwindigkeit (z.B. 16.000er) zurück gesetzt werden, da es für die Konzerne nicht vertretbar ist, wenn hohe Strafen wegen geringen oder zeitweisen Aussetzern erfolgen.
    Die Preise werden deshalb aus dieser Thematik heraus jedoch nicht günstiger.

    Ich hoffe man versteht mich…habe mich ein bisschen schwierig ausgedrückt

  • Eine durchgängige immer wiederkehrende automatische Messung auch bei Abwesenheit (natürlich bei laufendem Rechner) wäre hier sehr sinnvoll, da man bessere Ergebnisse erhält und auch Aussetzer oder Geschwindigkeitseinbrüche messen kann, die der Nutzer selbst gar nicht bemerkt.

    Bei mir waren häufiger Aussetzer die ich später erst bemerkte, da z.B. eine umfangreiche Cloud-Synchronisation über Nacht kaum voran ging oder ein iCloud-Backup ausfiel, da die Internetverbindung nachts komplett abgebrochen war.

  • Und? Was bringt es mir, genau zu wissen was ich ohnehin schon weiß? Kann ich dann eine Förderung beantragen, damit ich endlich eine annehmbare Geschwindigkeit, wie auf jeder spanischen Insel im Hinterland verbunden werde? Ok, ich kann kündigen, und dann? Bin ich abgekoppelt. Ist doch völliger Unsinn das Ganze. Wir leben doch hier völlig hinter dem Mond. Aber Geld ist für jeden sinnlosen Unsinn im Überfluss vorhanden….

  • Warum soll ich mit dieser Software die Aufgabe der Kommunikationsdiensten übernehmen?
    Das ist doch deren Aufgabe und nicht meine und wenn sich da eine Firma positiv hervorheben möchte, dann kann sie doch mit eigenen Geräten die Messdaten ermitteln.. und wie es hier schon anklang, gibt es genügend andere Dienste mit denen man den Datendurchsatz messen kann, ohne auch nur eine Software installieren zu müssen. Auch wird ja bei Softwareinstallationen viel Schmuh getrieben und man kann nie genau wissen, was und welche Dienste und Information da weitergegeben werden.

    • Bist du nicht auch der Meinung, dass Ergebnisse von jemandem unabhängigen besser zu werten sind, wie meine eigenen? Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast

  • Ob sich da nen trojaner versteckt?

  • Warum messen die nicht automatisch?

  • Ich habe lediglich die Webversion dieses Tests ausprobiert und halte diesen für die mit Abstand schlechtesten Test.
    Es beginnt damit, dass die Anwendung davon ausgeht, dass die Messung innerhalb Deutschlands stattfindet. Es ist eine deutsche Postleitzahl anzugeben, anschliessend muss ein deutscher Provider ausgewählt werden. Damit nicht genug, muss man dem Provider vor der Messung bereits eine Schulnote vergeben.
    Und das alles obwohl bereits an Hand der IP Adresse erkennbar ist, dass die Messung unmöglich im willkürlich angegebenen Netzwerk stattfinden kann.
    Die Messung selbst ist nett animiert, sonst kann man wenig positives sagen.
    Dass es auch deutlich besser geht, beweist der Netztest der österreichischen Regulierungsbehörde RTR, der weit über eine reine Geschwindigkeitsmessung detaillierte Qualitätskriterien erfasst.
    Funktioniert natürlich auch ausserhalb von Österreich.

    • Klar geht man davon aus, dass die Messung in Deutschland ausgeführt wird. Schließlich werden die Messungen nur deswegen ausgeführt um herauszufinden, ob die aktuell verkaufte Geschwindigkeit der deutschen Provider in Deutschland auch mit den Geschwindigkeiten übereinstimmen die beim Kunden ankommen.
      Was das mit Österreich zu tun haben soll, entzieht sich meiner Kenntnis.
      Das Tool ist nicht dafür da, das Hinz und Kunz seine Geschwindigkeit misst. Die Bundesnetzagentur möchte wissen, welcher Provider DSL 16.000 verkauft aber nur 8.000 erreicht um dann mit den ermittelten Werten Druck auf die Provider zu machen.

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