Fenster statt Fokus im Apps
boringBar ersetzt das Dock: Eine Prise Windows im macOS-Alltag
Mit boringBar steht für macOS eine alternative Bedienleiste zur Verfügung, die sich stärker an der klassischen Taskleiste orientiert. Anders als das standardmäßige Dock von Apple, das primär Anwendungen abbildet, stellt boringBar geöffnete Fenster in den Mittelpunkt und ordnet diese nach virtuellen Schreibtischen.
Fokus auf aktive Arbeitsbereiche
Die Anwendung richtet sich vor allem an Nutzer, die mit mehreren Displays oder sogenannten Spaces arbeiten. In diesen Szenarien kann es schnell unübersichtlich werden, welche Fenster auf welchem Desktop geöffnet sind. boringBar zeigt gezielt nur die Fenster des aktuell aktiven Schreibtischs an und erleichtert so die Orientierung.
Ein integrierter Desktop-Wechsler ermöglicht den direkten Sprung zwischen Arbeitsflächen. Dabei wird zusätzlich angezeigt, wie viele Fenster auf den jeweiligen Desktops geöffnet sind. Alternativ kann auch per Scrollbewegung zwischen den Bereichen gewechselt werden. Diese Funktionen sollen den Wechsel zwischen Arbeitskontexten beschleunigen.
Vorschauen, Suche und Anpassung
Zur besseren Übersicht bietet boringBar Vorschaubilder der geöffneten Fenster. Beim Überfahren eines Eintrags wird eine Miniaturansicht angezeigt, sodass Nutzer schneller das gewünschte Fenster auswählen können. Ergänzt wird dies durch Benachrichtigungsanzeigen direkt auf den jeweiligen Einträgen sowie visuelle Hinweise, wenn eine Anwendung Aufmerksamkeit erfordert.
Neben der Fensterverwaltung integriert boringBar auch einen durchsuchbaren App-Launcher. Anwendungen lassen sich über eine zentrale Liste starten, die sich per Tastenkombination aufrufen lässt. Zudem können häufig genutzte Programme direkt in der Leiste fixiert werden.
- Namensvetter: Freeware Boring Notch mit neuen Funktionen
Die Oberfläche lässt sich in mehreren Punkten anpassen. Nutzer können etwa die Größe der Leiste variieren, Fenster gruppieren oder auf Wunsch nur App-Symbole anzeigen lassen. Auch vollständige Fenstertitel lassen sich einblenden. Wer möchte, kann das klassische Dock während der Nutzung automatisch ausblenden lassen.
boringBar setzt macOS 14 oder neuer voraus und benötigt Systemberechtigungen für Bedienungshilfen sowie Bildschirmaufnahmen. Letztere werden laut Entwickler ausschließlich zur Anzeige von Fenster-Vorschauen verwendet. Die Anwendung kann 14 Tage lang getestet werden. Danach stehen verschiedene Lizenzmodelle zur Auswahl, darunter eine einmalige Zahlung für den dauerhaften Einsatz ($40) oder ein jährliches Abonnement ($7,99).



Sieht ein bisschen aus wie KDE für macOS und ich fühle mich schlecht weil ich das irgendwie cool finde.
+1
Spontan wollte ich dir ein Like hinterlassen.
Gruselig :-/
Stimmt, meiner erster Gedanke war auch: „Wer WILL das???“
Unter Mac OS 8 gab es doch diesen Control Strip (Kontrollleiste) die man vom Bildschirmrand reinziehen konnte… die fand ich auch ganz cool.
Seitdem die icons im Dock alle Details verloren haben und allerspätestens seitdem die Alle die gleiche Form haben ist es für mich komplett nutzlos geworden.
Da wäre die boring Bar tatsächlich die bessere Wahl. Am Besten wäre natürlich wieder richtige icons die sich klar voneinander unterscheiden.