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Battlefield 4: Der Commander auf dem Reißbrett

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Nachdem wir die vor wenigen Tagen erschienene Battlefield 4 Commander App bereits in einem anderem Artikel erwähnt haben, wollen wir euch ein kleines Fazit über die iOS Umsetzung nicht vorenthalten. Die App wiegt 504MB und lässt sich kostenlos aus dem App Store herunterladen. Zusätzlich arbeitet sie ausgezeichnet mit der ebenfalls kostenlosen Battlelog App zusammen. Die Einsatzvoraussetzungen um den Commander Modus nutzen zu können, lassen sich an zwei Fingern abzählen. Ihr benötigt einen Battlefield 4-Account (natürlich) und einen aktiven Battlefield-Soldaten, der mindestens Rang 10 erreicht haben muss.

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Commander in a Nutshell

Wer den Commander Modus bereits auf dem PC ausprobiert hat weiß, dass der Kommandant nicht selber auf dem Schlachtfeld körperliche Präsenz zeigt, sondern von der Übersichtskarte aus in das Spielgeschehen eingreift. Eure Hauptaufgabe als Oberbefehlshaber liegt darin, die Squads eures Team zu koordinieren und ihnen Angriffs- bzw. Verteidigungsbefehle zu erteilen. Um eure zu Boden, Wasser und Luft aktiven Truppen weitergehend unter die Arme zu greifen, habt ihr diverse Funktionen zur Aufklärung und Unterstützung zur Verfügung. Wobei sich manche Optionen nur nutzen lassen, wenn euer Team die entsprechenden Flaggenpunkte hält oder aktiv eure Befehle befolgt und somit euren Commander-Perk auflädt.

So lässt sich in regelmäßigen Abständen eine Aufklärungsdrohne starten, um Feindpositionen für eure Teamkollegen auf der Karte aufzudecken. Ebenso könnt ihr eine Drohne mit einem EMP Störsender entsenden, die nicht nur die Aufklärung eurer Feinde stört, sondern auch mächtige Tomahawk-Raketenangriffe abwehren und Gunships beeinträchtigen kann.

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Andere Optionen, wie ein globaler Scan nach Infanterie oder Vehikeln, setzt hingegen eroberte Flaggen voraus. Die zumeist Mittig gelegene Flagge bietet hierbei den Zugriff auf eure offensiven Wirkmittel. So lässt sich je nach Karte entweder eine schwer bewaffnete AC 130 auf das Schlachtfeld rufen oder ein Raketenangriff anfordern. Einmal angefordert zieht das Spectre Gunship seine Kreise über das Schlachtfeld und bietet drei Spielern so lange Platz und Zugriff auf die Waffensysteme, bis das gegnerische Team dem Stahlvogel ans Gefieder geht. Beim Raketenangriff entsendet ihr hingegen eine mächtige Tomahawk-Rakete an einen beliebigen Punkt auf dem Schlachtfeld. Hierbei solltet ihr jedoch darauf achten, dass der feindliche Commander seine EMP Drohne gerade andersweitig im Einsatz hat. Ansonsten müsst ihr notfalls brachialer vorgehen, indem ihr den feindlichen Commander für 15 Sekunden handlungsunfähig macht, damit der Marschflugkörper nicht vorm Einschlag gestoppt werden kann.

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Wie gut funktioniert die App wirklich?

Aber genug von den Basisfunktionen, kommen wir zur App. Auf dem ersten Blick unterscheiden sich App und PC Pendant nur geringfügig voneinander. Während wir bei der PC Version auf die Karte bzw. eine befreundete Einheit klicken müssen, um unsere Fähigkeiten einzusetzen, werden in der App alle verfügbaren Aktionen am linken Bildschirmrand gelistet und müssen zum Einsatz an den gewünschten Punkt auf der Übersichtskarte gezogen werden.

Die Touchscreen Bedienung – erstaunlich gut und intuitiv

Die zugehörige Squadübersicht befindet sich, wie auf dem PC, auf der entgegen gesetzten Seite. Angriffsbefehle erteilen wir, indem wir das Squadsymbol einfach auf Flaggenpunkte ziehen. Das Bedienkonzept auf dem Touchscreen ist somit sehr eingängig und funktioniert erstaunlich gut und intuitiv.

Wir müssen jedoch zugeben, dass es uns im ersten Moment so vorkam, dass wir uns auf bei der PC Version besser zurechtgefunden haben. Das Gewusel der Einheiten auf der Karte wird durch das kleinere Display des iPad nicht unbedingt übersichtlicher. Jedoch lag das wohl nur daran, dass wir parallel zuerst die Gestensteuerung erlernen musste. Kaum hat man sich an die Fingerbedienung gewöhnt lassen sich Einsatzbefehle wieder in Windeseile erteilen, ebenso wie priorisierte Ziele markieren und umkämpfte Gebiete aufklären. Auf dem 4 Zoll Display des iPhone würde es uns aber mit Sicherheit schwer fallen die Übersicht zu behalten. DICE hat also gut daran getan die App nur für Tablets zu realisieren. Immerhin kann der Commander spielentscheidenden Einfluss nehmen und nichts ist ärgerlicher als ein Commander, der an seinen Aufgaben scheitert, weil er den Überblick verliert.

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Erst auf den zweiten Blick fällt auf, dass der Commander auf dem PC tatsächlich gewisse – zumindest subjektiv betrachtet – Vorteile gegenüber der App hat. So erscheint auf dem PC bei der Auswahl eines Flaggenpunktes, einer Drohne oder eines Squadleaders im unteren, linken Bildschirmbereich ein kleines Fenster, in dem wir ein Livebild der Geschehnisse vor Ort sehen können. Dadurch können wir besser einschätzen, welche Unterstützungsmaßnahmen gerade am meisten Sinn ergeben.

Weiterhin erlaubt die PC Version des Commander Modus eine weitere Zoom-Stufe. Hierbei verlassen wir den Kartenmodus und erhalten ein Livebild aus der Vogelperspektive, auf dem wir alle Bewegungen auf dem Feld direkt sehen können. Ausgenommen vielleicht auf der Karte „Operation Locker“, die einem unterirdisch gelegenem Gefängnis spielt, wodurch man als Commander in der tiefsten Zoom-Stufe nur verschneite Berglandschaften bewundern darf.

Allerdings wiegt zumindest der Vorteil der näheren Zoomstufe weniger schwer als es klingt. In Battlefield 2 konnte der Commander diese Zoomstufe noch dafür nutzen um Gegner, die er so entdeckt, direkt für sein Team auf deren Mini Map zu markieren. Dies geht in Battlefield 4 nicht mehr, wodurch man zwecks der besseren Übersicht sowieso fast dauerhaft die normale Landkarte nutzt.

Schlussendlich ist es nachvollziehbar, weshalb diese beiden Extras der PC Version vorbehalten bleiben. Die Bilder der „Helmkameras“ der Soldaten und auch die Sicht aus der Vogelperspektive werden nicht als Videostream von anderen Spielern zu eurem Computer übertragen, sondern von eurem Spiel selber gerendert. Um dies auf dem Tablet zu ermöglichen, müsste das komplette Spiel auf die Plattform portiert werden. Hier setzt nicht nur der programmiertechnische Aufwand Grenzen, sondern auch die Hardware der Mobilgeräte, die ein Schwergewicht wie Battlefield 4 nicht stemmen könnte.

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Kommunikation ist alles! Oder…?

Zwar bekommt der Commander auch auf dem Tablet den Chat eingeblendet und kann der Kommunikation folgen, jedoch können wir selber keine Nachrichten schreiben. Andererseits wird der Chat sowieso nur selten für spielerisch relevante Mitteilungen verwendet, weshalb wir uns so wenigstens nicht unnötig von unseren Aufgaben ablenken können. Wer dennoch mit den Squads in Funkkontakt treten möchte, kann dazu die hauseigene VoIP-Funktion von Battlefield 4 nutzen. Hierzu könnt ihr entweder die integrierten Lautsprecher und das Mikrofon des iPad nutzen oder euer iPhone Headset anschließen. Wir müssen jedoch zugeben, dass wir den integrierten VoIP-Dienst bisher nie genutzt haben, sondern lieber mit unseren Mitspielern im Teamspeak herumgeistern.

Performance

Während unseres Test der iOS App hatten wir glücklicher Weise nicht mit Abstürzen der App zu kämpfen. Jedoch verabschiedete sich einmal der Server, auf dem wir Befehle an unsere Squads verteilten. Das dürfte jedoch nicht an uns gelegen haben. Battlefield 4 läuft leider noch nicht ganz rund, weshalb es öfter einmal zu Servercrashes kommt – auch wenn DICE fleißig an weiteren Patches werkelt. Als Mindestvoraussetzung für die App wird ein iPad der zweiten Generation angesetzt. Wir haben es entsprechend auch auf einem der mittlerweile zweieinhalb Jahre alten Brettchen ausprobiert und konnten über die Performance nicht klagen. Selbst auf 64-Mann-Servern kam es höchsten zu seltenen Mikrorucklern. Bei den neueren Generationen erübrigt sich selbst das.

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Nichts für Statistikfetischisten

Einziger Wermutstropfen des Commander Modus bleibt, dass wir als Oberbefehlshaber durchschnittlich lediglich 250 bis 450 Punkte pro Minute einfahren. Also knapp die Hälfte von dem, was wir persönlich als Soldat auf dem Feld erzielen. Daran ändert sich natürlich auch mit der iOS App nichts. Spieler, die einen besonderen Fokus auf ihre Statistik legen, werden also alleine aus diesem Grund selten in die Rolle des Oberbefehlshaber schlüpfen wollen. Andererseits finden wir es okay, dass man als Feldspieler mit der entsprechenden Anstrengung mehr Punkte erzielen kann als der Commander. So ist dessen Job doch trotz allem weit entspannter und bedeutend sicherer, da für ihn nicht einmal die Gefahr des Bildschirmtodes besteht.

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Worth it…?

Zusammengefasst können wir die Anwendung guten Gewissens eine Download-Empfehlung aussprechen. Gemütlicher als vom Sofa aus mit dem iPad in der Hand lässt sich Battlefield 4 unserer Meinung nach nicht spielen. Wer gerne mal ein Ründchen in die Rolle des Kommandanten schlüpft, und noch genug Platz auf seinem Tablet frei hat, sollte sich die App auf jeden Fall installieren.

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22. Nov 2013 um 18:07 Uhr von Damien Fehler gefunden?


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