ifun.de — Apple News seit 2001. 45 513 Artikel

Regelmäßige Einnahmen statt Einmalkauf

Autonomes Fahren bei Tesla nur noch im Abo

Artikel auf Mastodon teilen.
96 Kommentare 96

Abos haben mittlerweile auch im Software-Bereich dem klassischen Einmalkauf den Rang abgelaufen. Und dabei geht es längst nicht mehr nur um Anwendungen für Computer oder Mobilgeräte. Inzwischen haben Anbieter in nahezu allen Lebensbereichen Gefallen an regelmäßigen Zahlungen gefunden.

Darüber, ob und wann solche wiederkehrenden Nutzungsgebühren sinnvoll und begründet sind, lässt sich streiten. Als BMW versucht hat, hardwareseitig bereits in seine Fahrzeuge integrierte Funktionen wie die Sitzheizung als Abo zu verkaufen, sah sich der Hersteller nachvollziehbar mit einer breiten Protestwelle konfrontiert. Schwieriger wird es nun allerdings bei Tesla. Der Hersteller will sein Paket für autonomes Fahren künftig nur noch als Abo anbieten und argumentiert damit, dass die Funktion stetig weiterentwickelt und verbessert wird.

Dem steht entgegen, dass Tesla sein Selbstfahrpaket bereits seit mehreren Jahren anbietet und bislang stets zu einem Pauschalpreis verkauft hat – verbunden mit einer Leistungsbeschreibung, die zum Teil erst zu einem späteren Zeitpunkt vollständig erfüllt wird. Diese Option hat Tesla viel Ärger eingebracht. Unter anderem sieht sich der Hersteller im Rahmen einer Sammelklage auch auf juristischer Ebene mit dem Vorwurf konfrontiert, dass er diesbezüglich Versprechungen gemacht habe, die er nicht halten kann.

Teslas Kehrtwende beim autonomen Fahren

Der Tesla-Chef Elon Musk hatte immer wieder darauf hingewiesen, dass die Pauschalgebühren von anfangs 5.000 Dollar und später zeitweise auch 15.000 Dollar ein Schnäppchen im Vergleich zu dem, was vollautonomes Fahren langfristig tatsächlich wert sein werde. Zwischenzeitlich hat sich jedoch gezeigt, dass Tesla diese Leistung nicht in vollem Umfang erbringen kann.

Der Schritt, das Paket für autonomes Fahren nur noch im Abo anzubieten, sorgt vor allem auch dafür, dass Tesla nicht mehr an seine Aussagen gebunden ist. Mit dem Abo auf Monatsbasis erhalten Nutzer stets nur das, was technisch auch realistisch ist. Sämtliche Aussagen über zukünftige Leistungsumfänge bleiben damit unverbindlich. Der aktuelle Monatspreis für das Paket beläuft sich auf 99 Dollar.

14. Jan. 2026 um 16:40 Uhr von Chris Fehler gefunden?


    96 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Bei Audi immer noch der Normalfall! CarPlay im Abo, Temperatureinstellung der Beifahrerseite Abo, Beleuchtung Innenraum …. zKtz

  • Manche der Firmen werden sich noch ganz schön umschauen, glaube ich. Aktuell vielleicht nicht so sehr, aber irgendwann kommt der Punkt, an dem die Leute abspringen, weil man nicht sich eben doch nicht alles machen lässt.

  • Das ist im Kauf sowieso unfassbar teuer. Abo ist hier möglicherweise sogar besser. Dann kann man es sich holen, wenn man es wirklich mal braucht. Enhanced Autopilot bleibt aber eine Kaufoption oder?

  • Macht gerade in diesem Bereich aber Sinn.
    Wenn man ein Leasing-Tesla hat und die monatliche Summe überschaubar ist, lohnt es sich ggf. nur zum Urlaub etc. diese Funktion zu Mieten.

  • Man muss aber dazu sagen, FSD kostet 7500€, das Abo kostet 100€/ Monat. Man braucht also ganze 75 Monate für +-0, so lange fahren die meisten ihre Auto garnicht

  • Brauchen wir im Tesla nicht. Aktuell kann das volle autonome Fahren noch per Einmalkauf erworben werden.
    Wir haben den Enhanced Autopiloten, also eine Stufe unter dem vollen autonomen Fahren, und selbst den nutze ich faktisch nicht.

    Der Hintergrund ist aus meiner Sicht klar: Tesla hat im After-Sales kaum Einnahmen. Das Abo im Fahrzeug wird nur selten abgeschlossen, Inspektionen gibt es im Grunde nur als Empfehlung. Da überrascht es nicht, dass man jetzt, gerade weil es der Marke wirtschaftlich nicht gut geht, neue wiederkehrende Einnahmequellen aufbauen will.

    • Ich nutze den Enhanced Autopilot ständig. FSD geht ja in Europa noch nicht.

    • Es müsste doch eigentlich bekannt sein, was FSD in Nordamerika und noch ein paar wenigen weiteren Ländern im Augenblick zu leisten im Stande ist. Wenn ich mir vorstelle, dass hier haben zu können, würde ich keinen Bruchteil einer Sekunde zögern, ein Abo dafür abzuschließen. Klar muss ich immer noch rausgucken. Aber das ganze rumgegurke jeden Morgen und jeden Abend ist zumindest für Pendler mit einem solchen System äußerst dramatisch angenehmer zu gestalten, als es jetzt ist. So muss ich der Computer mit dem Verkehr rum ärgern. Ich sitze einfach nur noch drin. Wer nicht erkennt, dass das für viele Menschen eine wirklich enorme Verbesserung bedeuten würde, der braucht diese Funktion offensichtlich wirklich nicht.

  • Ist Teslas aktuelle Geschäftslage so robust, dass das Unternehmen es sich leisten kann, seine Kunden mit einer solchen Aktion zu verärgern?

  • Der meinige ist jetzt schon älter als die 75 Monate, ich finds un Abo zu teuer. Andererseits hätte ich’s im Abo aber direkt wieder abbestellt, seit bald 7 Jahren warte ich drauf, dass da endlich was kommt…

    • Was soll da kommen? Die haben doch gar keine Genehmigung und werden sie mit der Hardware auch nie bekommen.

      • Sind die ganzen News bezüglich „FSD in Europa“ der letzten Monate an dir vorbeigegangen?

      • Ist schon erstaunlich, wie man das nicht mitbekommen kann. Kurz: Tesla führt seit Anfang Dezember Probefahrten durch. D.h. du kannst als normalsterbliche eine Probefahrt zum mitfahren bei Verwendung von FSD überall in Europa buchen. Auch in Deutschland. Das funktioniert schon wirklich erstaunlich gut. Im Augenblick ist bei aller Skepsis davon auszugehen, dass Tesla im Laufe des Jahres eine Zulassung dafür erhalten wird. Das System hat in den letzten sechs Monaten einen gigantischen Sprung nach vorne gemacht.

  • Soll ja tatsächlich Leute gegeben haben, die diese 7500 € auch in Deutschland bezahlt haben für eine Funktion, die vielleicht irgendwann kommt. Mein Verständnis für solchen Schwachsinn hält sich in Grenzen.

  • Auto und Zusatzleistungen dafür im Abo…Car Playfreischaltung durch ein Abo…geht’s noch!?

  • Ihr müsste nur bedenken, dass es auch Autos gibt die im Leasing sind.
    Ich würde zb die Funktion gerne nutzen, aber hab schon 50% des Leasings runter.
    Kaufen ergibt 0 Sinn, da das Geld dann bei Rückgabe weg ist. Abi gibt die Chance die verbleibenden Monate das zu nutzen.

  • Kann man auch stundenweise oder zumindest tageweise buchen? Dann wär es ne Option, anstatt ein Taxi zu nehmen, sich vom Auto vom Club nach Hause fahren zu lassen!

  • Das ist so nicht korrekt. FSD ist in einem sehr guten und soliden Zustand. Zuletzt waren in Deutschland einige Teslas mit FSD (Supervised) unterwegs, allerdings saß ein Tesla-Mitarbeiter am „Steuer“. Für FSD (Supervised) reicht die Hardware locker aus. Aber für Level 3 wird es nach aktueller Gesetzgebung knapp, da hier Redundanzen gefordert sind, und die hat Tesla durch Vision Only einfach nicht. Ich denke für normales Level 2+ wird die Genehmigung schon bald kommen. „Bald“, würde ich vermuten, heißt vielleicht bis 2027.

  • Nepper Schlepper Bauernfänger! Jetzt gibt es als Abo, was nicht geliefert wird.

    • Naja, du kannst das Abo ja logischerweise erst abschließen, wenn die Funktion zur Verfügung steht. Dann bekommst du genau das, was es in dem Augenblick eben kann. Das ist Stand heute schon ausgesprochen viel.

  • Ich finde das gut. jetzt 7500 Euro. Bedeutet (wenn es FSD dann endlich mal gibt) zahle ich im Voraus für 7,5 Jahre. Und FSD ist ans Auto gebunden. Ich fahre meine Autos in der Regel 3-4 Jahre. Da ist der neue Weg deutlich günstiger

  • Ich finde das Modell als Abo garnicht so schlecht.

    Gilt nur für mich als Beispiel, ich würde FSD nicht im Alltag benötigen, mir würde es für lange Urlaubsreisen ausreichen. Ich habe es deswegen bisher um 7,5k nicht gekauft. Für einen, zwei oder drei Monate im Jahr, nach Bedarf, würde ich es aber abonnieren.

    • Sehe ich tatsächlich genau umgekehrt. Ich wüsste nicht, warum ich das für die Fahrt in den Urlaub brauchen würde, aber jeden Morgen den Mist zu ertragen zur Arbeit zu kommen und zurück, das würde ich mir sehr gerne erleichtern.

  • Anscheinend haben viele Autos aktuell schon das Blinker-Abo bzw. eben nicht abgeschlossen.

    Ist im IT-Bereich an vielen Stellen zu sehen. Man baut einen Service auf, sammelt Daten (Erfahrung) über kostenlose Verträge oder verschenkt gar Hardware dazu und sammelt Daten. Später gibt es diese Hardware evtl. nicht mehr und man kann nur noch Software im Abo beziehen.
    Bestes Beispiel ChatCPT. Kostenlos, viele nutzten es und fütterten die KI mit Live-Daten und Inhalten. Trainierten sozusagen die KI kostenlos für den Hersteller. Hat man einen gewissen Stand erreicht, wird die kostenlose Nutzung immer mehr eingeschränkt und müdet schließlich in ein Abo.
    War ja abzusehen, daß das mit dem autonomen Fahren (was wohl auch Cloud-basiert ist) auch geschieht.
    Und da gerade ein Tesla ein fahrender Computer ist, der alles im Fahrzeug steuert, kann das noch viel weiter gesponnen werden. Kamera-Überwachung –> Abo. Fahren bis zu einer bestimmten Geschwindigkeit kostenlos (z. B. 130) und drüber nur per Abo. Oder die Boost-Funktion (weiß jetzt nicht genau, ob ich das richtig beschrieben hab) auch nur per Abo. Oder die Leistung des E-Motors generell. Oder der Akku wird nur bis 50 % geladen und per Abo dann auf 100 %.

    Ich denke, wir befinden uns da erst am Anfang.

  • Der Abo Preis wird schnell steigen sobald unsupervised mal ausgerollt und genehmigt ist denke ich.

    • Also die Grenze für unsupervised hat Tesla ja gerade wieder verschoben. Ich denke das wird noch ein bis zwei Jahre dauern, bis das kommt. Die jetzige Funktionalität wäre mir allerdings bereits Gold wert.

  • Welches Autonome fahren?
    Achja… FSD, das einfach keine Zulassung in der EU bekommst weil es die Auflagen nicht erfüllt und es Elon nicht interessiert.
    Also schnell noch über 7000€ ausgeben, für nichts, auf gehts ihr Teslaschafe xD

  • Wenn der Elon diese Enshittyfication bis zum Ende denkt, dann kostet es zwar 99 pro Monat, läßt sich aber immer nur als Jahrespaket buchen.
    Wenn schon gängeln, dann richtig — oder hab ich was übersehen, was Tesla für den Nutzer noch mieser machen würde …

    Ich komme hier aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus, was nicht alles permanent noch schlechter gemacht wegen muß. Tröpfchenweise, damit genügend Kunden dabeibleiben. Schlimm. Ich will kein Abo nie nicht haben, nein!

    • Und ich kann nicht nachvollziehen, wie man nicht verstehen kann, dass eine Funktionalität, die fortwährend weiter entwickelt wird, nicht auch fortwährend finanziert werden muss. Wenn du keine Abos haben möchtest, dann müsstest du dich damit abfinden, dass alles was du kaufst auf exakt diesem Stand verbleibt auf immer und ewig. So wie es eben früher war. Ich denke die wenigsten möchten dahin zurück.

  • ich habe einen super gepflegten bmw e46 325 aCI cabrio !
    ich brauche kein autonomes fahren und auch keine abos !
    und vor allem : mein auto macht spass .

    • Mein Model 3 Performance macht auch Spaß. Eine 325i E46 Limousine bin ich 8 Jahre lang gefahren. Tolles Auto, aber der Tesla macht trotzdem mehr Spaß. Wenn die Zulassung von FSD endlich mal durch ist, übergebe ich die Fahraufgabe im Stau oder Berufsverkehr einfach dem Fahrzeug und schaue zu. Wenn das Wetter gut und die Strassen frei sind, habe ich Spaß an 3,1s 0-100km/h.

  • Die Menschen, vor allem die Deutschen, müssen sich mal davon verabschieden, dass man sich durch Besitz definiert. In Zukunft ist es (hoffentlich) so, dass man solche Ding gar nicht mehr kauft, sondern dann abonniert, wann man es braucht. Ich mache das bei fast allem so (wo es Sinn macht)
    Aber der Deutsche und das liebe Auto….

  • Spannende Frage: Zahle ich dann für die Erbringung des Dienstes, des autonomen Fahrens oder nur für die temporäre Entfernung einer Sperre?
    Bei ersterem wäre inkludiert, das Störungen der Hardware kostenneutral zu beseitigen sind, damit der Dienst, für den man bezahlt hat, geliefert werden kann.

  • Diese ganze KI-Scheiße wird nur dazu führen, dass die nächsten Generationen völlig lebensunfähig, entscheidungsschwach und dumm sein werden . Die schöne neue Welt läßt grüßen. Deshalb ist es gut, dass Tela solche Abos einführt – das wird viele davon abhalten solche Dienste in Anspruch zu nehmen.

    • Schlechtes Beispiel. Dass die KI den Straßenverkehr deutlich sicherer machen kann. Als er im Augenblick ist, ist glaube ich schwer zu übersehen. Wenn du als ausgerechnet in diesem Bereich keine KI haben möchtest, finde ich das schon sehr ignorant.

      • KI würde den Straßenverkehr dann sicher machen wenn 100% autonome Fahrzeuge fahren. Solange Menschen am Steuer sitzen, die vielfach nicht vorhersehbare Dinge machen hat KI keine Chance das essenziell zu ändern. Zumal sich ethische Fragen stellen etc. pp.

  • Das gute ist daran das man den FSD bei einem neuen Tesla mitnehmen kann, das FSD was man kaufen kann ist an das Fahrzeug gebunden, wobei es manchmal Aktionen gibt. Tesla will meiner Meinung nach dadurch FSD mehr in die Breite bringen und Elon Musk bekommt auch bei erreichen von 10 Millionen ? Kunden einen Bonus

  • Man hat das Gefühl, die Meisten, die hier negativ kommentieren, haben gar keinen Tesla. Ich finde das Abo sehr gut., denn 7500€ waren viel zu teuer. So werden Firmenfahrzeuge sicher auch öfter mit Abo ausgestattet. Wenn es noch monatlich kündbar ist, perfekt. So bucht man es für weite Fahrten oder eben nicht. Hervorragende Entscheidung von Tesla. Habe seit Jahren darauf gewartet.

  • Was bleibt Elron schon, um irgendwie die irrwitzige Bewertung zu rechtfertigen?

  • „Zwischenzeitlich hat sich jedoch gezeigt, dass Tesla diese Leistung nicht in vollem Umfang erbringen kann.“

    Zwischenzeitlich hat sich eher gezeigt, dass Tesla diese Leistung erbringen wird. Wenn man mal in die USA schaut, wie weit dort das überwachte FSD ist, kann man sich ein Bild machen, dass es wohl nicht mehr lange dauern wird. Von daher ist das Abomodell wohl vermutlich ein Hinweis auf ein kommendes grundlegend funktionierendes System.

    In Europa wird es wohl noch eine Weile dauern, bis die gesetzlichen Regelungen so etwas zulassen, bzw. eine Sondergenehmigung erteilt wird.

    In wie weit man dann bereit ist eine gewisse Summe je Monat zu bezahlen, steht dann wieder auf einem anderen Blatt. Aber so könnte man ja auch nur zu bestimmten Zeiten, z.B. Ferienzeit, FSD buchen, da dort auf den Straßen sowieso viel los ist und es sich damit viel entspannter fahren lässt. Die anderen Monate bucht man es nicht. So kann man im Verhältnis zum eigentlichen Kaufpreis viel Geld sparen.

  • Irgendwie gab es bei mir schon vorher kein Verlangen mehr überhaupt noch die Webseite aufzurufen.

  • Find ich super, 7500 konnte ich meiner firma nicht aus dem Kreuz leiern, aber 50 oder 100 für eap oder fsd als abo vielleicht schon zumindest zum testen

  • Beim Firmenwagen juckt das Abo doch keinen.
    Der Listenpreis erhöht sich nicht , der Geldwertevorteil für das Finanzamt verringert sich.
    Passt.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

    ifun.de ist das dienstälteste europäische Onlineportal rund um Apples Lifestyle-Produkte.
    Wir informieren täglich über Aktuelles und Interessantes aus der Welt rund um iPad, iPod, Mac und sonstige Dinge, die uns gefallen.
    Insgesamt haben wir 45513 Artikel in den vergangenen 8849 Tagen veröffentlicht. Und es werden täglich mehr.
    ifun.de — Love it or leave it   ·   Copyright © 2026 aketo GmbH   ·   Impressum   ·      ·   Datenschutz   ·   Safari-Push aketo GmbH Powered by SysEleven