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Apples KI-Offensive im Herbst: Neben ChatGPT auch Google Gemini

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24 Kommentare 24

Im Rahmen der WWDC-Entwicklerkonferenz hat Apple erst kürzlich über die mit OpenAI eingegangene Partnerschaft informiert, die den KI-Chatbot ChatGPT in iOS 18 und macOS Sequoia integrieren wird.

Siri Fragen Ki

Gratis-Zugriff auf ChatGPT

Anwender werden den Zugriff auf ChatGPT kostenlos erhalten, wer bereits einen ChatGPT-Plus-Zugang besitzt, darf diesen jedoch mit den Betriebssystemen verknüpfen. Zudem verdient Apple an allen Anwendern mit, die sich zum Abschluss eines neuen ChatGPT-Abonnements entscheiden.

Neben der Integration von ChatGPT soll Apple perspektivisch auch den Gemini-Chatbot von Google als alternative Auswahl anbieten wollen. Dem Vernehmen nach könnte Apple eine vergleichbare Kooperation mit dem Suchmaschinen-Anbieter zum Start von iOS 18 und macOS Sequoia im Herbst offiziell machen.

Chatgpt Apple

ChatGPT, Gemini oder Claude

Der Wirtschaftsnachrichten-Dienst Bloomberg will in Erfahrung gebracht haben, dass Apple derzeit in Verhandlungen mit Google steckt und zudem auch mit der KI-Firma Anthropic sprechen soll. Damit könnte Apple im Herbst nicht nur mit Apple Intelligence an den Start gehen, sondern Anwendern (in den Vereinigten Staaten) auch die Möglichkeit geben zu wählen, welcher externe KI-Dienst für erweiterte Anfragen verwendet werden soll: Googles Gemini, Anthropics Claude oder OpenAIs ChatGPT.

Die KI-Integration in die Betriebssysteme Apples erinnert an die Integration von Twitter und Facebook in frühen Versionen des iPhone-Betriebssystems iOS. Nutzerkonten ließen sich hier in den Systemeinstellungen hinterlegen und boten den Zugriff auf tief in das System integrierte Interaktionen mit den sozialen Netzwerken.

Gemini 2000

Systemintegration von Drittanbietern

Apple plant ein Großteil der Nutzeranfragen unter iOS 18 und macOS Sequoia mit Hilfe der hauseigenen Lösung Apple Intelligence zu beantworten. Sollte das lokale KI-Modell Apples nicht in der Lage sein, zufriedenstellende Antworten auszugeben, sollen KI-Modelle externer Anbieter zum Zug kommen. Anwender sollen festlegen dürfen, welches KI-Modell dabei standardmäßig kontaktiert wird.

Auch mit Meta soll Apple diesbezüglich verhandelt haben – allerdings ohne eine abschließende Einigung.

02. Jul 2024 um 13:55 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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    24 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Hahaha
    Genial!
    (Ernst gemeint)

    In das Haifischbecken der Suchmaschinen haben sie sich schließlich auch nicht reingeworfen.

  • Ich bin echt gespannt, was man damit abseits von Bildchenerstellung so anstellen kann. Aber ich wüsste jetzt aus dem Stehgreif nicht, was das bahnbrechendes sein soll

    • Wenn du Alexa zuhause oder im Auto benutzt, weißt du do ungefähr in welche Richtung es geht. Nur noch un einiges besser.

      • Alexa und Siri sind Plattformen automaten, die nur ihr eigenes jeweiliges Ökosystem sehen und deshalb nur das lock in fördern

    • Erstelle eine Stellenausschreibung für einen Ingenieur … 20 Sekunden und fertig. Nur so als Beispiel.

      • Das ist irgendwie unsinn. Die Zeit, die ich beim erstellen spare, wende ich bei Korrektur und Anpassung drauf. Irgendwie ein erzwungener use case

      • Je besser dein prompt ist, desto besser ist das Ergebnis.

    • Tipp dies in Google und ChatGPT ein und du siehst den Unterschied:
      Tan x=0.026/263 wieviel ist x in gon

      • wie wärs für den, der es wissen und können muss, auf dem herkömmlichen Weg auszurechnen?
        ich brauch das da zb. gar nicht…

        könnte diese KI-isiererei nicht auch dazu führen, dass wir unseren Wert, den wir in Stundenlohn definieren, damit unbewusst senken, weil wir Aufgaben an externe Systeme auslagern, statt sie selbst zu erledigen, selbst wenn das länger dauert, aber dafür bewusst? und wer haftet für Ki basierte Ergebnisse auf die widerum Entscheidungen fußen?

        Am Ende wird zwar das Arbeitstempo dadurch steigen, die Burnout Rate aber ebenso… das ganze auf Kosten eines weiteren Abos und weiteren Abhängigkeiten…

        Ob wir dadurch wirklich Freiheit erlangen oder uns nur weiter unterwerfen… das ist die Frage.

      • @Rikibi
        +1

    • Für mich klingt das immer, als ob Leute KI klein reden wollten. Reicht eure Fantasie wirklich nicht weit genug?

      Dann nenne ich euch mal Use Cases aus meiner Praxis:

      Ihr könnt euch für quasi jede Schreibarbeit ein Muster erstellen lassen, dass ihr dann nur noch (je nach Qualität eures Prompts mehr oder weniger stark) anpassen müsst. Ideal, wenn man nicht weiß, was alles dazugehört, oder wenn man nicht gut formulieren kann.

      Wenn ihr vor einer neuen Aufgabe steht und nicht wisst, wo ihr anfangen sollt oder was ihr berücksichtigen müsst, könnt ihr euch Pläne erstellen lassen. Die KI hilft euch bei Fragen zu jedem einzelnen Schritt weiter.

      Ihr könnt große Dokumente – ganze Bücher – zusammenfassen lassen und Fragen zum Inhalt stellen. Das kann massig Zeit sparen.

      Die LLMs führen sogar statische Berechnungen durch, wenn ihr die Parameter nennt. Klar, für die Statik meines Hauses würde ich einen Statiker beauftragen, aber wenn ich als Heimwerker z. B. eine Truhe bauen will, auf der zwei Leute mit maximal 300 kg Gesamtgewicht auch sitzen können, dann reicht das alle mal, um die Dicke oder maximale Länge der Hölzer zu bestimmen.

      Reicht das, un eure Fantasie anzukurbeln?

    • Nach einem Lessons learned für die Basic Engineering Phase die Ergebnisse auswerten lassen.
      Lese aus der Whiteboard Datei (erstellt von allen 45 Teilnehmern) alle Daten aus, und erstelle eine Excel sortiere nach Disziplin des Erstellers (anhand deren Namen) und gleichzeitig nach Themenbereich (wofür es vorab eine Auswahl gab und die auch im whiteboard zu finden ist).
      Zeige mir die häufigsten, aufwendigsten, einfachsten zu lösenden Lessons, mach mir eine managementtaugliche Grafik und erstelle eine .ppt Folie mit 10 Seiten auf Basis der projektspezifischen Formatvorlage.
      Danach schaue ich mir das Ganze maximal eine Stunde lang an und präsentiere das Ganze dem Steering Committee

  • Ich verstehe das mit der Anonymität nicht so ganz, die Apple bieten will und ich komm aus dem Programmierer Bereich.

    ChatGPT oder Gemini ist der Name bzw. wo es herkommt vollkommen egal, Trainingsdaten erhalten sie damit sowieso und das ist viel wichtiger.

    Nicht das es schlimm wäre, aber verstehe den Privacy Ansatz dennoch nicht

  • „wer bereits einen ChatGPT-Plus-Zugang besitzt, darf diesen jedoch mit den Betriebssystemen verknüpfen.“

    Schöner Satz.
    ich darf auf meinem Rechner…

    Ist Apple inzwischen nicht auch eine Behörde?
    Da wäre beantragen auch ein schönes Wort.

  • ICH WILL DAS NICHT. Das ist sicherlich der Beginn, dass meine Daten bei Apple gefühlt nicht mehr sicher sind. Ob sie das bisher waren sei dahingestellt. Aber mit einer dermaßen massiven Integration solcher datenhungrigen Anwendungen glaube ich nicht mehr daran, dass alles auf den Devices bleibt oder anonymisiert wird.

    Antworten moderated
    • Sie arbeiten halt mit deinen Daten – vermutlich auch nicht sehr transparent, aber nur für dich aufheben wird wohl ein Wunschtraum bleiben. Bin schon froh, dass Apple meine Daten „vermutlich“ nicht auch noch verhökert!

    Redet mit. Seid nett zueinander!

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