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Apples Chef-Designer im Interview

Apple Park: Eine besondere Herausforderung für Jony Ive

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Auch wenn sich der Apples Chef-Designer in den vergangenen Monaten rar gemacht hat, Jony Ive arbeitet noch für Apple. Im Rahmen der WWDC-Keynote durften wir zwar keines seiner charakteristischen Design-Erklär-Videos sehen, immerhin nahm Ive bei der Veranstaltung in der ersten Reihe Platz. Im Interview dem Wall Street Journal wird nun deutlich, wo die Kreativität des Briten derzeit benötigt wird. Die mittlerweile nahezu fertiggestellte neue Apple-Firmenzentrale beansprucht immer noch einen großen Teils von Ives Zeit.

„Apple Park“, so die offizielle Bezeichnung des neuen Firmengeländes, sei eines der langwierigsten Projekte in der Laufbahn des Designers. Eine besondere Herausforderung dabei sei es, dass das Projekt einzigartig ist. Es werde nur einen Apple Park geben, nicht wie bei anderen Apple-Geräten üblich in regelmäßigen Abständen überarbeitete Modelle.

Der Grundgedanke für die neue Firmenzentrale liegt weit zurück. Gemeinsam mit Steve Jobs habe Ive bereits im Jahr 2004 bei einem Spaziergang durch den Londoner Hyde Park darüber nachgedacht, das zentrale Firmengebäude rund um einen ausladenden, park-ähnlichen Innenhof zu bauen. Als sich das Projekt konkretisierte, tauschten Jobs und Ive Skizzen und Bücher aus, um Ideen zu sammeln und zu diskutieren. Den kreisrunden Bau erachteten die beiden die beste Lösung, 12.000 Mitarbeiter unterzubringen und deren Umfeld dabei so angenehm wie möglich zu gestalten. Insbesondere viel Luft und Licht sollen für ein angenehmes Arbeitsklima sorgen.

Apple Park

Der WSJ-Artikel nennt bislang nicht bekannte Details, so hat Apple für die für die tägliche Ausgabe von 14.000 Essen ausgelegte Kantine offenbar bereits seit drei Jahren eine „Testversion“ im Umfeld der alten Firmenzentrale im Einsatz. Der Park im Zentrum des kreisrunden Baus soll auch als Location für Zusammenkünfte dienen, darunter Apples traditionelle „Beer Bash“ genannte Parties Freitag nachmittags. Das Miteinander der Angestellten sei für Jony Ive ebenso wie den Firmenchef Tim Cook eine der wichtigsten Komponenten der Arbeit bei Apple.

Bis der Umzug Apples in das neue Gebäude komplett vollzogen ist, werden noch ein paar Monate vergehen. Ives Design-Team soll im Herbst als eine der letzten Abteilungen in die neuen Räumlichkeiten einziehen. Spätestens dann dürfte dem Briten auch wieder mehr Zeit dafür bleiben, sich um das Kerngeschäft des Unternehmens zu kümmern.

Mittwoch, 26. Jul 2017, 17:43 Uhr — Chris
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  • Ist „ausladender Innenhof“ wirklich so gemeint? ^^

  • Was passiert eigentlich mit dem alten Apple HQ? Wird das abgerissen? Ich kann mir einen Abriss ehrlich gestanden nur schwer vorstellen, ist das Gebäude doch noch sehr gut in Schuss und vor allem mit einer Menge Erinnerungen verbunden: In dem Gebäude wurde der iPod und das iPhone erfunden, in diesem Gebäude ist noch immer (so weit ich weiß) das Büro von Steve Jobs erhalten, so wie er es nach seinem Tod zurückgelassen hat. Natürlich sollte man sich nicht zu sehr an die Vergangenheit Klammern, aber diese liegt ja noch nicht allzu weit zurück – oder?

  • Weiß jemand, wie die Fortbewegung innerhalb des UFOs stattfindet? Bestimmt wäre es unpraktisch, wenn die Mitarbeiter zu einem Meeting am anderen Ende 20 Minuten laufen müßten…! Vielleicht gibt es ja eine Art „Metro“?

    • das frage ich mich, seit dem Beginn, als es bekannt wurde…..

    • Meine mal gelesen zu haben dass sich mit Fahrrädern durch den Park bewegt werden soll. Durch das Gebäude vermutlich nur zu Fuß.

    • Steve Jobs hat immer Wert drauf gelegt dass es lange Wege gibt, damit man unterwegs verschiedene Leute trifft und es zu spontanen Ideen austausche kommen kann.
      Daher würde ich mal stark davon ausgehen dass man sich dadrin auch zu Fuß bewegt. Und einmal quer durch den Innenhof als Abkürzung ist ja auch machbar.

      • Bis zu einem Punkt vis-a-vis im UFO sind es 0,8 km. Die Abkürzung durch den Innenhof beträgt immer noch 1/2 km. Hier steht das potentielle Kreieren von Ideen gegen das Verplempern von Arbeitszeit. Wie groß ist die Chance, unterwegs neue Ideen zu gebären?

  • War er denn noch am Design des iPhone 6 beteiligt? Dann würde ich es begrüßen, wenn er sich weiter mit dem Design der Firmenzentrale beschäftigt. Irgendjemand muss ja auch den Weihnachtsbaum schmücken.
    Wenn das iPhone 6 schon ohne ihn designt wurde, soll er schnell wieder auf seinen alten Posten.

  • Besser Ive macht irgendwas, nur kein GUI-Design.

  • der arbeitet noch? bei iPhones hat er seit 4 Jahren ja nix gemacht :)

  • Hat schon mal jemand davon gehört, dass der Chefdesigner eines Automobilherstellers deren Firmenzentrale designt hat?, oder vergleichbares?

    So was ist doch absolut unsinnig und total vergeudeter Hirnschmalz, der bei den Apple-Produkten zur Zeit dringend benötigt würde!

    Für so was gibt’s Architekten!

    • Schon mal versucht, in einem Haus, das von einem Architekten entworfen wurde, zu wohnen? Furchtbar. Ich habe meine Häuser selbst kreiert, geplant und gezeichnet.

    • In gewisser Weise machen die das. Natürlich mit Architekten.
      Ganz normal als „Bauherr“!
      (Dass ein Designer etwas mehr dazu beiträgt und er dezidierte Vorstellungen hat, ist vermutlich auch jedem klar…)

  • im Innenhof soll es sogar Nackedeis aus Bronze geben! Es ist ein arkadischer Traum der Gegenwart.

  • Ähm …. das Design des Gebäudes wurde am Anfang festgelegt …. was hat der Mann die Jahre der Bauzeit denn dann täglich so weltbewegendes auf der Baustelle machen müssen, dass er zu nichts anderem mehr Zeit hatte??? Bauüberwachung im Detail oder hat sich jede Schraube, jedes Fenster oder jedes Solar Panel begutachten müssen, ob es seinen Vorstellungen entspricht????
    Ich glaube, dem Guten ist irgendetwas zu Kopf gestiegen …. oder er hat etwas geraucht …. :-)

  • ich sagte schon vor 2 Jahren. Entlassen den Vogel, dann haben wir wieder bessere/schönere Handys inkl. iOS.

  • Hier haben einige völlig falsche Vorstellungen darüber was Jonny Ive macht, wofür er zuständig ist, wie ein Produkt entsteht und wie ein Unternhemen mit mehreren zehntausend Mitarbeitern funktioniert. Na gut, muss ja nicht jeder wissen. Aber dann trotz Unkentniss so tun als hätte man den Durchblick ist einfach nur peinlich.

  • „Eine besondere Herausforderung dabei sei es, dass das Projekt einzigartig ist.“

    Nur eins: Jedes Projekt ist einzigartig! Das ist das entscheidende Merkmal eines Projektes! Also nothing special, business as usual.

  • Die Meldung lässt ja hoffen: Vielleicht ist Ive ja von der GUI-Front weggelobt worden und jetzt geht es da wieder voran. Mein sehnlichster Wunsch neben der Wiedereinführung eines MBP 17″, die GUI wieder schlüssig und modern zu gestalten. Dann würde ich mich auch mit Apple wieder versöhnen.

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