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Apple lässt Arbeitsbedingungen bei Zulieferbetrieben prüfen

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18 Kommentare 18

Apple reagiert auf die immer wieder aufkeimende Kritik an den Arbeitsbedingungen in den asiatischen Produktionsstätten, insbesondere in der als „Foxconn City“ bekannten Großfabrik im chinesischen Shenzhen. Ein Team von Arbeitsrechtsexperten der Fair Labor Association führt auf Bitten von Apple Untersuchungen bei Apples Endmontage-Zulieferern durch und wird unter anderem tausende Arbeiter über die Arbeits- und Wohnbedingungen befragen. Die Ergebnisse sollen im März veröffentlicht werden.
Apple-Chef Tim Cook dazu:

Wir sind überzeugt, dass Arbeiter überall das Recht auf eine sichere und faire Arbeitsumgebung haben und aus diesem Grund haben wir die FLA gebeten unabhängig die Bedingungen bei unseren größten Zulieferern zu beurteilen. Die Untersuchungen, so wie sie jetzt stattfinden, sind bisher einzigartig in der Elektronikindustrie, sowohl im Ausmass als auch dem Umfang. Wir schätzen es, dass die FLA der ungewöhnlichen Maßnahme zugestimmt hat, die Fabriken in ihren Berichten zu benennen.

Montag, 13. Feb 2012, 15:03 Uhr — Chris
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  • Franz Pferdinand

    Was ist der Unterschied zwischen Ausmaß und Umfang?^^

    • Mit „Ausmaß“ ist ein Maximum gemeint. Der „Umfang“ gibt die Anzahl der Maxima an.

      • Oder anders ausgedrückt: Ausmaß, bezogen auf die Anzahl der Fabriken/Zulieferer und Umfang bezogen bezogen auf den Inhalt der Überprüfung d.h. was wird im Einzelnen überprüft/bewertet z.B. Arbeitsplatz, Verpflegung, Sozialleistungen etc.

        Es ist sehr löblich, dass Apple die Kritik nicht auf die leichte Schulter nimmt und aktiv reagiert – bei den Margen kann und sollte man es sich allerdings auch leisten.

  • Mit Sicherheit unangekündigte Besuchte, genau klar!

    • An sich ja, nur kann ich mir fast nicht vorstellen, dass diese Kontrollbesuche unangekündigt gemacht werden ….

      • Kann ich mir schon vorstellen, da diese von einer unabhängigen Stelle gemacht werden. Zudem werden 1.000 Mitarbeiter befragt. Die kann man nicht alle knechten und vorher manipulieren. Zumal die FoxConn Mitarbeiter ja immer wieder mit Suizid gedroht haben. Hier wird sich also sicher keiner die Chance nehmen lassen zu plaudern. Und das wird FC (und nicht Apple!) zwingen, die Angestellten nachhaltig besser zu behandeln! Ich denke, dass es eine gute Sache ist Druck auf Foxconn zu erhöhen.

  • Peter Obermeier

    @Franz Perfinand
    Ist für mich klar
    Umfang geht in die Breite und Ausmaß geht in die Tiefe und Höhe.
    Beides soll Apple machen, finde ich gut.

  • So jetzt mal ganz ehrlich: Steve Jobs hätte sowas nie gemacht. Der war ja nichtmal bereit einen Dollar zu spenden. Trotz alledem war er ein großer Mann (jetzt ist die Ehre des Toten wieder gerettet) ;-)

    • Du solltest dich besser informieren.
      Auch wenn er nix gespendet hat, hat er doch vieles bezahlt. Finde es auch besser jemanden das zu kaufen/ besorgen was er wirklich braucht als einfach nur Geld zu geben. Das Resultat kannst dir in jeder Fußgängerzone anschaun. Sie betteln nach Geld für essen u Kleidung und kaufen dann doch nur Schnaps.
      Solltest dich mal schlau machen warum es nen roten iPod gibt und was da alles dahinter steckt.

    • Denkst Du wirklich, von gespendetem Geld kaufen sich Hungernde noch mehr Reis? Der hängt denen irgendwann auch zum Halse raus… dann doch eher zur Abwechslung mal’nen Fernseher!
      (sry, hab den Titel des sehr gut recherchierten Buches als Quelle gerade nicht im Kopf!)

  • Und wann lassen Firmen wie Dell, Acer und co mal ihre Produktionsstätten prüfen? Hier soll es, laut einem Report auf 9to5mac vor ein paar Wochen noch wesentlich schlimmer zu gehen, aber die Medien schießen nur gegen die Apple Produktionsstätten …

    • Mag sein, dass da auch andere Firmen Dreck unter den Nägeln hat, aber Apple ist einer der größten Auftraggeber und hat zudem Margen mit denen sie solche Dinge verhindern könnten.

      Verstehe mich nicht falsch, ich bin quasi ein Fanboy, aber das heißt nicht, dass ich die Augen vor dem verschließe, was da abläuft.

      Ich verfürchte nur, dass die Prüfungen nicht das ergeben werden, was sie sollten. Die Arbeiter bei Foxconn haben Angst den Job zu verlieren. Da werden sie nen Teufel tun und ihren Arbeitgeber anschwärzen. Hoffentlich ist Apple wenigstens aus Marketinggründen dazu bereit etwas daran zu ändern.

  • Schön, bei mir wird auch jedes Jahr eine Geräusch und Wegesicherungs Prüfung im Büro veranstaltet, trotzdem hört man, seit dem es das Büro gibt, den Feueralarm nicht.
    Prüfungen sind ja immer ein toller Marketing gag, trotzdem sollte man lieber auf die Konsequenzen achten…

  • Ein erster Schritt, mehr nicht. Wobei ich persönlich denke dass gerade in heutigen Zeiten mit einem „sauberen“ Produkt noch mehr Käufer gefunden werden könnten und langfristig die Leute auch bereit wären mehr für diese Produkte zu zahlen (obwohl das im Fall Apple bedingt durch die obszön hohen Gewinnmargen gar nicht nötig wäre). Hier KÖNNTE Apple Vorreiter spielen, allerdings ist es bis jetzt nicht mehr als Marketinggeschwätz. Lasst Taten folgen!

  • Auch Sony, Microsoft und viele andere Fa. lassen dort fertigen. Klar entsprechen die Arbeitsbedingungen in China nicht unseren, jedoch muss man leider sagen, dass es denen noch, den Umständen entsprechend gut geht. In vielen anderen Firmen sind die Arbeitsumstände um einiges schlimmer. Habe in China schon Leute gesehen die den ganzen Tag nur mit nem Schraubenzieher Schrauben anziehen, nen Aakkubohrer ist anscheint zu teuer…

    Ps: Samsung stand dieses Jahr auf Platz 3 der schlimmsten Firmen der Welt.. http://heise-online.mobi/newst.....-classic=1

    Schlimmer ist fast nur die Barclays Bank mit den spekulativen handeln auf Grundnahrungsmittel wie Reis und Mehl

    Die Gier wird uns irgendwann ausrotten..

  • Nun ich möchte meinen Senf auch dazu geben. Diese ganze Sache mit den Arbeitern dort Mhm. Also das die Asiaten anders sind als wir dürfte jedem klar sein. Die Regierung könnte sich auch einschalten und mal Klartext reden. Aber bei denen ist es ja normal. Zumindest für die Chefs. Das Apple sowas macht ist ganz in Ordnung. Mal sehen was dabei rauskommt.

    Und noch ehrlicher auch wenn rauskommt das die schlecht behandelt werden, was soll dann passieren? Ich meine das weiß man doch schon wie die dort arbeiten müssen und es wird trz nix gemacht.

    Aber man weiß ja nie :)

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