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Gefährlicher Privatsphäre-Schutz

Apple: Kameraabdeckung kann MacBook-Display beschädigen

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Apple rät grundsätzlich davon ab, an MacBooks eine dauerhafte Kameraabdeckung anzubringen. Beim Schließen der Geräte könne man den Bildschirm beschädigen, weil der Abstand zwischen dem Display und der Tastatur nur sehr geringe Toleranzen aufweist.

Stattdessen soll man Apple zufolge die grüne Statusanzeige der Kamera im Auge behalten. Dank der grünen Kontrollleuchte habe man stets die Kontrolle darüber, ob die Kamera eingeschaltet ist. Zweifler werden nun natürlich sagen, dass man einen Defekt und selbst eine Manipulation nicht mit absoluter Sicherheit ausschließen könne. Das Sperren der Kamera für ausgewählte Apps über die Systemeinstellungen kann hier zumindest zusätzliche Sicherheit bieten.

Panzerglass Dual Privacy Folie

„Dual Privacy“ Bildschirmschutz von PanzerGlass

Als Handlungsempfehlung gibt Apple Nutzern mit einem MacBook, MacBook Air oder MacBook Pro, die beispielsweise aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit eine dauerhafte Kameraabdeckung benötigen, die folgenden Tipps mit auf den Weg: Die Abdeckung soll nicht dicker als ein Blatt Druckerpapier sein (0,1 mm) und keine Klebstoffreste hinterlassen. Alternativ könne man auch eine dickere Abdeckung verwenden, die vor dem Schließen des Computers dann jeweils entfernt wird.

Letzteres hat der Hersteller PanzerGlass für Apple-Notebooks inklusive des neuen MacBook Pro 16“ im Angebot. Der sogenannte „Dual Privacy Filter“ haftet magnetisch auf dem Notebook und bietet die Möglichkeit, die Kamera mittels eines Kunststoffschiebers zu verschließen. Gleichzeitig schützt die Scheibe vor neugierigen Blicken von der Seite. Vor dem Zuklappen nimmt man das Ganze dann wieder ab und verstaut es in der mitgelieferten Hülle.

Eine zusätzliche Aussparung sorgt bei den besseren solcher Bildschirmfolien auch dafür, dass die automatische Helligkeitsregelung oder True-Tone-Anpassung nicht beeinträchtigt wird. Die in der Regel rechts von der Kamera platzierten Sensoren für diese Funktionen bleiben so voll funktionsfähig.

Freitag, 03. Jul 2020, 16:27 Uhr — Chris
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  • Im Grunde eine gute Idee mit der PanzerGlass Folie, aber zu aufwendig, wenn man vor dem Zusammenklappen entfernen muss. MacBooks haben ein tolles Design, sind aber halt keine Business Laptops.

    • Äh, definiere Businesslaptops?!
      15″ MacBook Pro
      Dritter Benutzer (Ich)
      Mid 2013
      1TB SSD
      Läuft.
      Punkt.

      Bei „Privatveranstaltungen“ ist mein Laptop zugeklappt.
      Ob jemand tagsüber sieht, wie ich tippe oder in der Nase bohre, ist mir ziemlich Latte.

      • @Magoly
        Der letzte Absatz ist nicht dein Ernst, oder?

      • Doch!
        Warum die Nachfrage?
        Kann mir jetzt kein Szenario vorstellen, wo das irgendeine Bedeutung hätte.
        Und ja, ich weiß, dass es nach „ich hab nix zu verbergen“ klingt.

      • Business hat noch mehr Anforderungen als „funktioniert“. Wobei Business ja nach Branche und persönlicher Anforderung sich natürlich unterscheidet.

        Wenn du z.B. in R&D arbeitest, dann darfst du keine Kamera haben, die muss hardware-mäßig inaktiv sein (=zukleben). Gerne gesehen sind auch noch echte LAN- oder gar VGA-Anschlüsse. Generell so wenig wie möglich über Wireless (Bluetooth, WLAN …). Das heißt auch, so viele echte Anschlüsse wie möglich.

        Und auf der anderen Seite steht der ganze Software-Kram (Fernwartung, Profile, systeminterne Updates, Filter) und Administration. Da kenn ich mich zu wenig aus. Bei uns klappt’s, aber es gibt immer wieder Mitarbeiter, die sich die neue MacOS-Version per Klick auf den Banner/App-Store installieren, statt auf die Freigabe von InfoSec zu warten. In anderen Unternehmen, die restriktivere Anforderungen haben, gibt’s keine Macs. Wobei die teilweise wieder Probleme mit Win10 und Datenschutz haben …

    • Wieso sollte ein MacBook dadurch kein Business Gerät sein? Das macht jetzt wirklich nur sehr bedingt Sinn deinen Rückschluss. Im Alltag arbeite ich sowieso mehrheitlich mit geschlossenem Book und externem Schirm. Bei den anderen Gelegenheiten hindert mich die fehlende Abdeckung kaum davon, das Book als Arbeitsgerät einzusetzen.

    • Apple hat alleine schon keine Business-Laptops da der zugehörige Service fehlt.
      Das man als Endverbraucher 2 Wochen ohne Gerät aushält, möglich. Als Business Kunde möchte man jedoch eine vor Ort Reparatur am nächsten Tag. Und kein dreifaches Geräteeinschicken…

      Darüberhinaus, kein LTE im Laptop – außer Haus benötigt man ggf. Kundenwifi

      • Ich mag es nicht, wenn Leute Dinge posten, ohne sich ernsthaft zu informieren. Genau so entstehen fake news. Natürlich bietet Apple für Business andere Services an als im consumer Bereich. Ist alles eine Kosten Frage. Auch als Privat Kunde kannst du bereits häufig die Laptops direkt im Apple Store reparieren lassen. Für Business Kunden bietet Apple zusätzliche Services an https://www.apple.com/chde/support/professional/enterprise/

      • Trotzdem kommt es auf die Definition bzw. den Einsatz an. Alles was ich nur mit dem MBP erledigen kann, mag ja noch gehen, sobald man weitere Geräte anschließen kann/ muss, muss man mit Adaptern arbeiten. Und dies ist dann nicht im Sinne des Erfinders, das es a:) ein zusätzliches Gerät, also Platz und Gewicht bedeutet, und b:) eine weitere Fehlerquelle und x:) ein potentielles Sicherheitsrisiko darstellen.
        In unserer Firma sind im Service nur Dell-Laptops mit Windows10 im Einsatz. Als Dienstrechner für Mails usw. DÜRFEN aber auch MBPs verwendet werden, entsprechend eingerichtet und geschützt.

        Pauschale Aussagen gibt es so nicht, und sollten auch immer nicht einfach rausposaunt werden.

      • Genau. Es ist eine Frage des Einsatzes und der Organisation. Nicht ohne Grund hat IBM die halbe Belegschaft auf Macs umgerüstet. Auch das mit den Adaptern ist schlussendlich eine Organisationsfrage. Installiert man bei jedem Beamer noch einen AppleTv, kann drahtlos präsentiert werden. Verwendet man USB C Bildschirme odr Dockingstations, könne MacBooks mit einem Kabel angeschlossen werden (bzw. auch Win Geräte mit USB C).

  • Die LED ist schon ziemlich gut. Aber wenn die Kamera abgefangen wird, kann auch das erste Bild schon „schlecht für die Privatsphäre sein“. Auch wenn man das gleich sieht und zuklappt, kann es zu spät sein. Eine Hardware Abdeckung wäre wünschenswert.

    • Ich frage mich immer warum alle so auf die Kamera abfahren…. in allen möglichen Geräten ist heutzutage ne Kamera. Und ich habe noch keinen gesehen der seine Handykameras abgedeckt hat.
      Da würde ich die Mikrofone die überall verbaut sind als wesentlich schlimmer für die Privatsphäre empfinden. Und da bekommt man nicht mal angezeigt das, dass Mikrofon aktiv ist.

      • Ab iOS 14 schon.

      • Weil man die Mikrofone nicht sieht … und man kann sie nicht einfach abkleben.

        Und dein Handy hast du auch nicht die ganze Zeit auf dich gerichtet, sondern ist in der Hosentasche oder liegt (umgedreht) auf dem Tisch.

        Aber wenn du in sensible Unternehmensbereiche kommst, gibst du entweder dein Handy ab oder es wird dir die Kamera zugeklebt – auch vom Laptop.

    • Hinweis aus eigener Erfahrung: Mit der Kamera werden nur private Leute erschreckt, die heimliche Aufnahmen. On Lieschen Müller im Wohnzimmer haben wollen. In der Geschäftswelt sind Tonsaufnahmen von Besprechungen und Tastaturmitschnitte sowie heimliche Bildschirmaufnahmen viel interessanter als so eine Kamera.

      Ob das angeklebt wurde oder der Deckel zu ist, interessiert diese Art von „Informationsbeschaffung“ nicht …

  • Kann ich so bestätigen, hatte selbst mal eine solche Kameraabdeckung und kurze Zeit später ein defektes Display welches einen vertikalen Strich mittig im Display hatte. War am Ende eine teure Erfahrung

  • Klar ich würde das auch jedem raten, wenn ich nicht mehr in das Wohnzimmer schauen kann..

  • Mein altes 2010er MBP hat einen Magnestreifen als Abdeckung und der Spalt ist mehr als ausreichend.

  • Tolle Idee mit der Grünen LED. Ich traue dem OS nicht und soll einer LED trauen welche vom OS gesteuert wird. Vor Jahren konnte man die Kamera schon so schnell ein und aus schalten das die LED aus blieb.

  • Ja bla bla. Aus den Wikileaks Enthüllungen von Snowden geht deutlich hervor, dass die auch sehr wohl auf die Kameras und Mikros zugreifen können, OHNE das man irgendwas aufleuchten sieht. Ist ja auch bloß ein Hardware/Softwareeffekt, den ein professioneller Hacker dann dementsprechend umgehen kann, egal was die uns erzählen wollen.

    • Bei ganz alten MacBooks, ja. Bei den aktuellen ist die LED im gleichen Stromkreis wie die Kamera – null Software.
      Wenn die NSA inzwischen die Physik umgehen kann, haben wir andere Probleme.

  • Wie wäre ein Post-It ? Die gibt es aus Papier und Folie. Aber keine Ahnung ob der Kleber am Display hängenbleibt.

  • Ich empfehle MicroSnitch von den Little Snitch-Entwicklern. Warnt mit Benachrichtigungen und einem Icon, wenn Kamera oder Mikrofon aktiviert werden. Gibts auch im Mac App Store.

  • Wenn es danach ginge dürfte man nicht bei Facebook, Instagram usw. angemeldet sein. Nicht mehr mit Karte bezahlen und schon mal gar nicht in Online Shops einkaufen.
    Hab die Kamera noch nie angeklebt, wenn ich es nicht benutze ist der Mac eh zugeklappt oder ausgeschaltet.

  • Mich würde ja das Mikrofon als Spion viel mehr interessieren als die Kamera. Warum kleben die Leute ihre Mikros dann nicht auch ab? ;)

    • Da müsste ein ziemlich dicker Filz drauf, wodurch es gar nicht zugeklappt werden kann.

      • Ist das Mikrofon nicht mehr an der Seite wie früher? Außerdem würde Tesafilm schon sehr stark dämpfen, weil sich die Luft am Mikrofon dann kaum noch bewegen kann.

        Siehe auch die Bilder, die „Zuckerberg Laptop“ bei Google zeigt – Zuckerberg nutzt auf seinem MacBook einfach Tape zum Zukleben von Kamera und Mikrofon.

      • Erstens steht er viel mehr im Fokus als Du oder ich, und wenn sein MacBook nach jeweils einer Woche kaputt ist, kauft er sich eben jede Woche ein neues aus der Portokasse.

      • Tesafilm wird das Mikro nicht dämpfen.
        Seitdem es diese Virusgeschichte gibt, haben viele TV-Teams Kunststofffolien um die Mikros.
        Ich dachte, das kann doch nicht funktionieren, habe es im Studio nachgemacht und…es geht völlig locker. Hätte ich nicht vermutet.

    • Ich weiß nicht, warum „Leute“ das machen, aber in Unternehmen geht es vor allem um Industriespionage. Also dass jemand Fotos von Prototypen und Zeichnungen macht – und die dann veröffentlich oder an Konkurenten weitergibt. Audio ist da nicht so entscheidend, weil der Leaker sich das ja eh merken kann, was er hört. Fotos und Videos wären problematisch. Und irgendwo muss man natürlich auch den Kompromiss zwischen Scherheitswunsch und Realität finden.

  • Auch wenn der Aluhut bei vielen schon wieder glüht, wie analog muss euer Leben sein, dass die Daten auf dem Rechner nicht spannender sind als die der Webcam? Zumal Mikrophon und Netzwerk ja nicht von der Abdeckung blockiert werden. Wenn ihr Apple nicht traut, dass der Rechner verwanzt ist, dann solltet ihr ihn gar nicht erst mit ins Haus bringen. Und wenn jemand wirklich gezielt an eurem langweiligen Leben interessiert sein sollte, gibt es tausend bessere Wege als (nur) einen Rechner zu verwanzen.

    • Unser Leben ist ja eben nicht langweilig ;)

    • Dein Privatleben ist nicht interessant. Aber Geschäftsunterlagen und Besprechungen sehr wohl …

      • Und die Unterlagen finde ich im Speicher und die Besprechungen kann ich wunderbar per Mikrofon abgreifen. Webcam ist, bis auf das „ich könnte ja nackt sein“ wirklich irrelevant. Und dank Deepfakes verliert Bildmaterial ja auch immer mehr an Wert.

  • Habe seit Jahren einen kleinen Punkt schwarzes Iso-Band auf der Kamera kleben. Bei Bedarf schnell und rückstandsfrei zu entfernen.

  • Apple rät mir also nichts zwischen Tastatur und Display zu legen oder zu kleben. Könnte ja beim zuklappen das Display beschädigen….. Lustig ! Genau das passiert doch wenn ich nichts dazwischen lege. Beim letzen MacBook war mein ganzes Display verkratzt weil sich die Abdrücke der Tastatur im Display verewigt haben.

  • Nutze selber eigene skripte die per Bilderkennung prüfen, ob ich vorm rechner sitze, wenn ich zuhause bin. Dann wird der rechner automatisch gesperrt und ggf. Lampen gesteuert. Also bei mir kommt da keine Abdeckung drauf…LED regelt…und sollte man sie dort anzapfen zieht man eine Wand…herzlichen Glückwunsch XD

  • Bin ich der einzige der zuerst an einen Kameraobjektivdeckel dachte der zwischen Tastatur und Display einen defekt auslöst? ;-)

  • Die Cam is so schlecht, man erkennt doch eh keinen….*scherz*

  • Bei 0,1 mm Tolaranz darf man das Book an Stelle auch nicht aussen anfassen wenn es geschlossen ist.
    Da drückt diese Stelle so oder so im geschlossen Zustand auf das Unterteil.

    Es ist immer wieder erstaunlich wie sich Hersteller aus ihren Fehlkonstruktionen herausreden.
    Passt da nicht mal ein Stückchen Papier dazwischen ist ganz einfach was falsch konstuiert. Punkt.

    In der Vergangenheit gab es schon bei anderen Gerätegenerationen mehrmals abdrücke von Tasten auf den Displays. Da war es halt anders herum. Jetzt ist es mal die Kamera.

    Eine „Handlungserklärung“ ist natürlich auch deutlich billiger als das nette samtige schwarze Brillenputztüchlein das man früher zwischen Display und Tastatur legen sollte und das bei einem MBP kostenlos mit dabei war.

    Millionen Nutzer anderer Notebook machen ganz einfach einen Klebestreifen auf die Kamerastelle und es passiert rein gar nichts. Nur bei Apple ist es Mist weil man hier absolut Lernresistent ist und „dünner“ um jeden noch so beschissenen Preis bis zum Gau durchsetzen muss.

    Als wenn es für „dünner“ jemals einen Pokal geben würde..

    Absolut lächerlich und vor allem für einen Nutzer total ärgerlich der wegen so einem Mist mit seinem 3500 Euro Notebbook bei Apple antreten kann und um eine Reparatur zu betteln.

    Hättest du mal vorher unsere „Handlungserklärung“ gelesen… Reparatur kostet 900 Euro ..

    Diese widerliche und überhebliche Arroganz von Apple ist unterträglich und man stellt sich die Frage wie lange sich so ein Konzern es sich noch leisten will die Leute zu verarschen.

  • Bei Autos sind enge Spaltmaße ein Zeichen von Qualität. Wieso ein Hersteller davon ausgehen, dass man mehrere Buchseiten, Legosteine, seine Unterhosen etc. zwischen Tastatur und Monitor klemmt und es damit funktionsfremd benutzt?

    Mein teures HP Elitebook hat die Schutzfolie gegen Einblicke krumm genommen, trotz fachgerechter Montage. Kommentar von HÜ: hättest halt besser nicht gemacht!

  • Ich bin zwar kein Aluhut, muss auch gewerblich nicht auf diese Handlung zurückgreifen, und verdecke nichts, halte aber von solchen Ratschlägen von Apple grundsätzlich nichts. Apple könnte ja mal endlich Kreativität zeigen, und umweltfreundliche Klebepunkte rausbringen, für 59€ oder so.

  • Besser als PanzerGlas(TM) finde ich die Kameraabdeckung als Sticker. Diese ist meiner Meinung nach viel praktischer und für den Blick von der Seite setze ich mich an eine Wand oder so irgendwohin, wo ich das Geschehen vor mir und somit im Blick habe.
    ich benutze diese schon seit langem um kann diese nur jedem empfehlen.

    Link: https://www.amazon.de/dp/B00HHSUXDM/

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